Ubuntu 12.04 (Beta), Fedora und WLAN-Hardware

(Last Updated On: 17. Juli 2013)

Ich habe am Desktop, Ubuntu von der ersten Version an genutzt, aber nach dem Upgrade auf 11.10 wechselte ich zu Fedora, siehe „Oh mein Fedora: “Aus meinem Seitensprung wurde eine neue feste Beziehung zu dir!”.
Heute musste ich mir einen neuen PC zulegen, denn ich bin zwar prinzipiell für reparieren, statt neu kaufen, aber wenn Motherboard und Netzteil kaputt sind und die CPU und der RAM uralt, dann bin ich heutzutage (werde auch schon faul) doch gleich für ein neues Teil. Es musste natürlich billig sein, denn wenn ich mir die heutigen Systme so ansehe, können fast alle mehr, als der Benutzer meistens braucht (Spieler natürlich ausgenommen). In meinem Fall geht es nur um einen Home-PC, den ich selten nutze und da auch h.s. für Inernet, Email, Office, Gimp und einige weitere Anwendungen.
Nachdem ich meine WLAN-Netzwerkkarte in den Keller brachte, da sie noch über einen gute alten PCI-Bus lief und nicht über den modernen PCIe.
Also gehe ich in den nächsten Elektronik-Shop und …. ich werde hier keine Namen von Firme und Personen nennen, obwohl es schon eine Genugtuung wäre, um ihnen keinen Schaden zuzufügen, bzw. um nicht vielleicht gar an einer Entlassung Schuld zu tragen.
Dort fragte ich, um eine PCIe WLAN-Karte. Der Verkäufer, den ich bei einem Gespräch mit seiner Freundin störte sah mich mit großen verwundrten Augen an und konterte mit einer Gegenfrage. Sind Sie mit dem Auto da? Ich: „Was hat das mit einer WLAN-Karte zu tun?“ Er: „Ich wollte Dir nur beschreiben, wie du zu „Kokurenzfirma“ kommst.“ Wow, das ist ja wirklich nicht gerade geschäftstüchtig, aber trotzdem in gewisser Weise kundenfreundlich. Ich sagte: „Habt ihr denn überhaupt nichts“. Er meinte, dass er sich da nicht so auskennt, aber wenn es für den Computer ist, dann ist das alles, wobei er auf ein kleines Regal in der Filiale einer recht bekannten, großen Kette, die auch Elektronik in ihrem traurigem Sortiment haben. Es gab eine einzige PCI WLAN-Karte, wie ich gerade eine im Keller verstaute. Leider habe ich mich nicht vorher in der Hardware-Datenbank umgesehen und dann gleich bei NRE, wo ich den PC kaufte (dort lief alles ordentlich ab, freundlich, schnell, kompetent) bestellt, sondern jetzt wollte ich es wissen. Ich suchte zwei, der größten Elektronikgeschäfte in Wien auf. Bei so vielen Menschen und Artikel wird mir immer ganz mulmig, denn ich mag solche Menschenansammlungen überhaupt nicht.

Im ersten Geschäft fragte ich gleich, ob sie eine Linux kompatible PCIe WLAN-Karte hätten. Er erklärte mir, dass es für Linux keine Treiber gibt und zwar mit einem Ton, der mir sagte, dass er nicht so genau wusste was Linux ist, aber das er es nicht mag und nichts damit zu tun haben will. Ich unterbrach seine Ausführungen und fragte noch einmal: „Bitte, ich möchte nur wissen, ob sie so ein Teil haben, oder nicht und falls sie es nicht wisssen, ob sie es in Erfahrung bringen können.“ Nein, er wusste es nicht und konnte es auch nicht in Erfahrung bringen. Auf den Verpackungen war nicht angegeben für welche Systeme die Teile zu verwenden sind, also nahm ich mir einfach ein Belkin N300.
Test im Fedora 16 negativ, genau so wie im Ubuntu 11.10. Ich googelte kurz, nach Linux Treiber und fand, dass es mit einem Wrapper funktionieren könnte, was mir aber zu kompliziert war, denn ich wollte gerade nicht spielen, sondern nur schnell eine WLAN-Verbindung. Also ging sah ich mir die HW-DB für Linux Geräte an und startete ins nächste Geschäft. Du meine Güte, der Verkäufer sah mich an wie einen Hexenmeister, als ich nach einer Linux unterstützten PCIe WLAN Karte fragte. Dann kam die Antwort: „Nicht für Linux!“. Ich dachte bis jetzt, dass es sich nur öffetliche Ämter, Schulen usw., eben die Stellen, die leicht unser Geld für sinnlose Lizenzen ausgeben können, nicht um ihr Betriebssystem kümmern, aber dass die ganz großen Elektronik-Geschäfte auch noch immer glauben, dass sie auf Linux Kunden verzichten können, schockiert mich ein wenig. Gut, ich habe vor 20 Jahren meine Teile gefunden, also wird das heute auch kein Problem sein, aber ich erwartete eben, dass es einfacher wurde.
Ich nahm einfach wieder ein Teil (PCIe Karte gab es keine), denn die Empfehlungen der Linux HW-DB hatte ich nicht ausgedruckt und vergessen und von Netgear ist mein Router und ich glaube meine letzte PCI WLAN Karte.

Letzteres war ein Fehler von mir, denn es war sogar auf dem Karton angegeben, dass das Gerät Windows 7 benötigt und als ich es auspackte, las ich gleich die Warnung, dass es nur funktioniert, wenn man vorher die beiligende SW auf Windows 7 installiert. Dieses Teil hätte ich mir wirklich sparen können, aber ich habe es jetzt zum verschenken (Wert über € 40.-).

So, ich wollte ohnehin auf der neuen HD auch ein System, also lud ich mir schnell Ubuntu 12.04 Beta herunter und installierte es. Nach der Installation probierte ich den Belkin 300 WLAN USB Adapter und hatte Erfolg. Er wurde sofort erkannt und ich konnte mein 20 Meter langes Netzwerkkabel entfernen und mit zufriedenstellender Geschwindigkeit das Internet benutzen.

Jetzt habe ich Zeit und werde mich nach einer PCIe WLAN Karte umsehen, da ich mir davon doch eine bessere Übertragunsrate, als 300 Mbit/s für IEEE 802.11n erwarte. Wenn mir jemand einen guten Tipp gibt, schenke ich ihm den Netgear N600 Wireless Dual Band USB Adampter WNDA3100. Manchmal (meist beruflich oder von bestimmter SW abhängig) ist man ja gezwungen Windows zu verwenden und dann kann man vielleicht auch für dieses Netgear Teil Verwendung finden.

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