Kampfhund auf Kind gehetzt oder Österreich auf Menschen los gelassen?

Das ist ein screen shot des Artikels „Irrer hetzt Kampfhund auf Jugendliche“, den jeder ja selbst nachlesen kann, da ich den Link eingebunden habe.

Zitiere nun wörtlich aus dem kostenlosen, umweltfeindlichen, U-Bahn verschmutzenden Exemplar:

Begleitet wurde der Mann von einem kräftigen weißen Bittbull – ohne Leine, ohne Beißkorb.

Daneben ein Interview von Redakteur Carsten Kurtisch mit dem Opfer, dem 14 jährigem Murat, aus dem ich nun wieder wörtlich zitiere:

Mit aller Kraft versuchte ich den 60-Kilo-Hund von meinem Gesicht fernzuhalten. Ich packte den Hund am Hals und drückte so stark ich konnte.

Was auch immer passiert sein mag oder auch nicht, aber auf Wikipedia lese ich „Der Pit Bull ist ein kompakter Hund bis zu 27 kg Gewicht (60 pounds)“. Hat der Autor bei seiner Recherche pound mit kg verwechselt, als sie die Geschichte bastelten, oder handelt es sich um einen Mutanten-Pittbull mit tatsächlich 60 kg? Jedenfalls eine tolle Täterbeschreibung und ein tolles Bild im Onlin-Artikel.

Danke liebe Leute, jetzt traue ich mich kaum noch auf die Straße, weil mir da ja ein 60 kg Pittbull entgegen kommen könnte. Aber da ihn Murat gewürgt hat, den Pittbull, der ihn umgeschmissen hatte, obwohl dieser normalerweise ein Wadlbeisser ist, bedrohte der Angreifer (also das zweibeinige Monster) nun Murat mit einer Machete.
Er setzte ihm die Machete an den Hals und schrie ausländerfeindliche Parolen, ….



Hier drei Bilder aus der gedruckten kostenlosen Version, die permanent die U-Bahn verschmutzt.

Das nenne ich nun einmal eine wirklich nützliche, sinnvolle, bereichernde, objektive, wertvolle, informative Berichterstattung.

Ich würde zwar niemals eine „Heute“ oder „Österreich“ in die Hand nehmen, außer um eine neue Doppelseite aufzuschlagen, damit ich eine saubere Sitzfläche in der U-Bahn habe, aber was nützt mir das, wenn ich von der aufgeschlagenen auf dem gegenüber liegenden Sitzplatz, geistig vergewaltigt und zwangsverblödet werde. Muss man diesen Müll wirklich auf unsere Kosten und der der Umwelt in der U-Bahn verteilen?

Leute, wenn ihr euch nicht schämt mit so etwas in der Hand gesehen zu werden, ist das eure Sache, aber bitte entsorgt sie dann auch und bringt sie dort hin, wo sie hin gehört, in den Papier-Müll!

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4 Gedanken zu „Kampfhund auf Kind gehetzt oder Österreich auf Menschen los gelassen?“

  1. Autor Akbar! kann ich mir da nur noch denken und damit es „groß“ geben kann, braucht es ein „klein“, wofür die Heute auch sorgt, denn ihre Artikel und Berichterstattung sind klein . Da ich diese Werbeträger – die Werbung ist aber vielleicht eh noch das Beste an dem Blatt – nicht in die Hand nehme, weiß ich natürlich nicht, ob es da eine Fortsetzung gab. Vielleicht hat Murat inzwischen auch schon eine mehrköpfige Hydra, vielleicht einen Gartenschlauch, der sich verselbstständigt hat, oder ähnliches, bezwungen. Ich meine, wer ein wenig in die griechische Mythologie hinein geschnuppert hat, der weiß, dass nach dem Würgen eines gigantischen Monster-Pit-Bull-Mutanten weitere Heldentaten folgen.

    1. Hallo Ulf, Danke für deinen Kommentar und nimm’s leicht, denn bei solchen Journaillen könnte man genau so gut annehmen, sie meinten, es könnte einer der Ihren oder ein anderer Ire gewesen sein. Ich bin übrigens weder irre irre noch wenig, sondern lediglich „total absolutes“ Mittelmaß und habe dafür sogar eine Urkunde:

      Urkunde: Auswertung für den Test
      Wie irre bist du?

      Hooray! Das Mittelmaß der Dinge.  
      Auch das Quiz Wie irre bist du? spielen?

      Kein Problem für Murat, schließlich hatte ja nur ein paar kleine Kratzer nach dem Kampf mit einem 60 kg Pittbull und einen Gegner mit einer Machete.

  2. Ich als Irrer (im Sinne von psychisch krank) fühle mich durch sowas ziemlich herabgewürdigt. Abgesehen von der in der Tat erbärmlichen Recherche, die mich als mutmaßlichen Leser beleidigen würde.

    Was die BLÖD derzeit bietet weiß ich nicht mehr, seit ich nicht mehr oin der Pflege schaffe… 😀

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