Interpretation: Erlkönig

In der Ballade „Erlkönig“ von Johann Wolfgang von Goethe bringt ein Vater seinen kranken Sohn zu einem Arzt. Der Sohn beschreibt seinen Leidensweg im Dialog mit seinem Vater, indem er ihm seine Fieberfantasien mit dem Erlkönig erzählt. Bei der Ankunft im Hof ist der Sohn bereits verstorben.

Die Ballade weist acht Strophen auf und hat jeweils vier Verszeilen. Die erste und letzte Strophe wird von einem allwissenden Erzähler gesprochen. Die andren Strophen Basieren auf einen Dialog zwischen dem Vater, dem Sohn und dem Erlkönig. Es ist bei der ersten und zweiten Verszeile und bei der dritten und vierten Verszeile jeder Strophe ein Endreim vorhanden.

Die erste Strophe führt in das Geschehen ein. Sie besagt, dass der Vater mit seinem Kind noch ziemlich spät unterwegs ist und sehr besorgt scheint. Vermutlich ahnt der Vater, dass das Leben seines Jungen zu Ende geht.
In der folgenden Strophe erzählt der Sohn seinem verzweifelten Vater zum ersten Mal vom Erlkönig. Dieser versucht ihm Klar zu machen, dass das was er sieht nur Einbildung sei.
Die nächsten vier Strophen beschreiben wie der Erlkönig das arme Kind zu sich locken will. Dieses hat aber Angst vor dem Erlkönig und fragt seinen Vater ob er ihn nicht auch höre. Der versuchte ihn zu beruhigen und meint es sei nur der Wind.
Der Erlkönig gibt jedoch nicht nach und redet weiter auf den Jungen ein. Der verliert immer mehr das Bewusstsein und sieht sogar die Gestalten von denen der Erlkönig spricht. Wieder wendet sich der Sohn an seinen Vater und der erwidert, dass niemand da sei und er die Ruhe bewahren solle.
In den letzten beiden Strophen spricht der Erlkönig noch einmal mit dem Jungen. Er sagt, dass er ihn begehre und ihn mit Gewalt dem Leben entreißen müsse, wenn er nicht freiwillig mitkommen würde. Abermals sucht der Sohn Hilfe bei seinen Vater doch der kann die Fantasiegestallten seins Sohnes auch nicht stoppen. Er beeilt sich so schnell er kann den Hof des Arztes zu errechen, aber als er ankommt ist es zu spät. Das Schreckliche ist eingetreten, das Kind ist tot.

Der Autor ist der Meinung, dass sich kein Mensch dem natürlichen Lauf des Lebens widersetzen kann und, dass er daher, unmittelbar bevor er in den Tod geht, um sich das Sterben zu erleichtern, den Weg dorthin schön und anziehend vorstellt.
von Estella Reinprecht

(6985)


History

20 Gedanken zu „Interpretation: Erlkönig“

  1. Oh tut mir leid seh grad das steht da :s aber ich glaube ich würds nich glecih mit der erklärung worums geht verbinden 🙂
    Ich würde den einleitungssatz alleine stehen lassen und dazu vielelicht noch einen kurzen ersten eindruck schreiben und dann erzählen worums geht 🙂 also so habe ich es im unterricht gelernt!

  2. Richtig gut! Danke, hat mir sehr zum lernen geholfen 🙂 Aber den einleitungssatz wie es heißt der autor etc. sollte man vielleicht noch hinzufügen 🙂

  3. Hallo Estella,
    aus Sicht einer Deutschlehrerin kann ich dir folgendes sagen:
    Ich weiß nicht, in welcher Klasse du bist und auf welche Schule du gehst, aber deine „Interpretation“ ist eine reine Inhaltswiedergabe. Die Interpretation eines Gedichts macht aus, dass man beschreibt, welche Wirkung z.B. sprachliche Mittel auf den Inhalt des Gedichtes haben und wie man diese „übersetzen“ (=interpretieren) kann.
    Du müsstest bei deiner Interpretation z.B. belegen, welche Hinweise es im Text gibt, dass es sich bei dem Sohn um ein krankes Kind handelt. Gibt es überhaupt Hinweise, die diese Interpretation unterstützen? Geht es nicht eher um eine Vergewaltigung des Kindes (siehe Vers 25f: „Ich liebe dich, mich reinzt deine schöne Gestalt; / Und bist du nicht willig, so brauch‘ ich Gewalt“).
    Egal, was du interpretierst, du musst IMMER nach Belegen im Text suchen (das gilt auch für die Interpretation einer Kurzgeschichte oder eines Romanauszugs).
    Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Tipps geben!
    Liebe Grüße!

  4. Hey (: toll .. aber gibts auch i-wo ne‘ inhaltsangabe von der Ballade .. schreibe Mogen arbeit .. geht wahrsch. um die ballade … hätte gerne ne vorlage :** pls link 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.