Drohende Hinrichtung

(Last Updated On: 13. November 2008)

Marco Chapman soll am 21. November 2008 wegen zweifachen Mordes in den USA hingerichtet werden. Er hat keine Rechtsmittel eingelegt.

Den aktuellen Originalartikel dazu lesen auf Drohende Hinrichtung (englisch)

Marco Chapman is scheduled to be executed in Kentucky on 21 November. He was sentenced to death in December 2004 for the murder of two children, aged six and seven, in 2002. He is not appealing his death sentence. This would be the first execution in Kentucky for nearly a decade.

According to the court record, on August 2002 Marco Chapman entered the home of Carolyn Marksberry in Warsaw in northern Kentucky to rob her. He raped and stabbed Carolyn Marksberry, but she survived. He also stabbed her three young children. Two of them died….

Meine Meinung zur Todesstrafe
Also sprach Helmeloh, was ich nicht verstehe ist, wie ihr das beim Jüngsten Gericht rechtfertigen werdet. Werdet ihr euren Gott sagen, ich habe ja nur meine Pflicht getan, ich habe ja nur zugesehen, ich habe ja nur nichts dagegen unternommen…..
Er hat euch doch eindeutig gesagt: Ihr sollt nicht töten! Zuerst denkt ihr, er braucht so ein Würstchen von Mensch, um seinen Willen geschehen zu lassen, obwohl er allmächtig sein soll und dann wollt ihr ihn auch noch am Jüngsten Gericht ums Ohr hauen, also unterstellt ihr ihm, er sei ein etwas naiv? Na das muss ja ein ganz tollter Hecht sein, euer Gott! Da glaube ich ja noch lieber an Karel. Aber ich brauche dazu überhaupt keinen Gott, um zu wissen,

dass kein Mensch auf dieser Welt das Recht hat, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen, spich ihn zu ermorden. Einer darf morden, der andere nicht? Einer macht es sogar hauptberuflich und bekommt dafür noch Orden. Was ist das für eine erbärmliche Gesellschaft? Sicher ist es tragischer wenn eine Frau wegen Ehebruchs im Namen Gottes gesteinigt wird, oder wenn im Namen Gottes gar ein Krieg geführt wird, aber das man sich in einem christlichen Land so einfach über die noch immer aktuellen Gebote Gottes hinwegsetzt schockiert mich, bzw. läßt es mich vermuten, dass da einiges nicht stimmt.
Nach Meinuntsfreiheit ist Kunst ein guter Deckmantel für dunkle Machenschaften, aber im Namen Gottes zu handeln ist anscheinend der beste Schutz.

Ich sage, nein zur Todesstrafe und das gilt für jedes menschliche Leben, ab der Befruchtung der Eizelle. Aber auch da spielt man Gott und behauptet, ach nach 20 Teilungen oder einigen Minuten, oder einigen Tagen, oder einigen Wochen ist das doch noch kein Mensch. Ja mein fürchterlicher Gott meines Albtraums, du musst es ja wissen, kann ich da nur sagen.
Ich sage nein zur Abtreibung in jeden Stadium.

Ich sage aber auch nein zum Einfluss eines psychiatrischen Gutachtens auf das Strafausmaß. Da erklären uns doch Psychiater der eine Mörder sei zum Zeitpunkt der Tat abnorm gewesen und daher ein abnormer Rechtsbrecher und der andere Mörder sei zum Zeitpunkt der Tat normal und zurechnungsfähig gewesen. Bitte überprüft dringend eure Wissenschaften, wenn es normal sein soll jemand zu ermorden.

Überprüft aber auch gleich ob es eine Strafe ist für den Täter, oder eine Wohltat? Wenn er gut versorgt ein bequemes Leben führen kann, das die unter anderem Opfer mit ihren Steuergeldern finanzieren müssen.
Warum werden Strafäter nicht unter spartanischen Haftbedingungen zu Zwangsarbeit verpflichtet, damit die Gesellschaft wenigstens etwas von ihrer Strafe hat und die Täter eine Chance auf Buße?
In unserer doppelmoralischen Gesellschaft muss ich damit rechnen, dass man mich für solche Aussagen steinigt – nein, ich lebe in Österreich, das wird nicht der Fall sein, also nutze ich meine Meinungsfreiheit, um meine Meinung zu sagen.

Gott belohnt euch im Himmel, also soll er auch dort bestrafen und sich nicht in die Politik der Welt einmischen. Tut er ja auch nicht, nur diejenigen, die sich für Abgesandte Gottes halten und die anderen sind einverstanden. Sowohl im Iran, als auch in den USA, obwohl dort erfreulicherweise seltener.

Zitat aus Rezension:
„Victor Hugos empathisches Plädoyer gegen die Todesstrafe, geschrieben als fiktives Tagebuch, beurteilte Dostojewskij, der selbst wegen der Teilnahme an Treffen des Petraschewskij-Kreises (einer dem utopischen Sozialismus anhängenden Gruppe) zum Tode verurteilt, allerdings kurz vor Vollstreckung des Urteils begnadigt und für vier Jahre zur Zwangsarbeit nach Sibirien geschickt wurde, als einen der besten Romane der Literaturgeschichte. Hugo habe, inspiriert allein durch den Anblick des Schafotts in seiner Jugend, diese Situation trefflicher und menschlicher zu schildern vermocht, als er selbst jemals in der Lage gewesen wäre, dies zu tun.
Auch noch heute ist „Der letzte Tag eines Verurteilten“ kein bisschen verstaubt.

„Das Gewölbe der kommenden Gesellschaft wird nicht zusammenstürzen, auch wenn es diesen scheußlichen Schlussstein nicht hat.“, schrieb Victor Hugo am 15. März 1832, drei Jahre nach Erscheinen seines kleinen Büchleins. „Ihr werdet die vollständige Umformung des Strafgesetzes erleben. Ihren Krankenhäusern werden eure Zuchthäuser weichen müssen. …“

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3 Gedanken zu „Drohende Hinrichtung“

  1. Leider ist die Todesstrafe wieder ein Thema. Lese gerade im Kurier Top-Anwalt soll Todesstrafe verhindern.

    29-Jähriger droht Exekution / Außenministerium streckt 50.000 Euro für Verteidigung vor. Die Todesstrafe ist nur eine andere Bezeichnung für Mord, schrieb vor wenigen Tagen die indonesische Zeitung Jakarta Post in ihrem Leitartikel – und beruft sich auf den Koran, der Vergebung predigt. Gefordert wird in dem Bericht Gnade statt der Todesstrafe.

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