Albtraum Weltuntergang

(Last Updated On: 17. Juli 2013)
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Gestern las ich einige Artikel zu dem geplanten CERN Versuch und stellte hier die Abschiedspost ein. Vermutlich war das meinem Unterbewusstsein Grund genug mir einen Albtraum zu bescheren.
Dabei fing der Traum recht bunt und schön an. Alle Götter aller Zeiten hatten sich im CERN bei Genf versammelt. Es war ein unglaublicher Anblick – tausende Götter in verschiedensten Trachten und teilweise reich und in sehr intensiver Farbenpracht geschmückt. Andere wieder ganz einfach, mit einem gewickelten Tuch gekleidet, aber trotzdem hatten sie eine unbeschreibliche Ausstrahlung. Auch die einfach gekleideten Götter, darunter Jesus, waren sehr schön anzusehen. Ich kannte natürlich nicht alle, aber Zeus, Shiva und Re der das Manitu und das Tao vertrat (ägyptische Götter) hatten den Vorsitz.
Ich musste an einer langen Tafel entlang gehen, an der hunderte Götter saßen. Die meisten machten einen gutmütigen Eindruck, aber da viel mir einer mit einer langen, zerzausten, wilden Lockenpracht auf. Er hatte eine ganze Lammkeule in den Händen und warf mir einen eindringlichen Blick zu. Ich sah wie er plötzlich, wie ein Löwe brüllte und in riesiger Gestalt im Hechtsprung auf mich aggressiv zu flog. Ich war gelähmt vor Schreck, aber es kam nichts an, es war eine Sinnestäuschung, denn im nächsten Augenblick sah ich ihn wieder an der Tafel sitzen und er wendet mit einem Lachen den Blick von mir ab, um wieder genüsslich an seiner Lammkeule zu nagen. Ich merkte, dass alle meine Gedanken lesen konnten. Und wenn sie es wollten, verstand ich auch ihre Gedanken, es war, wie wenn sie etwas sagten, aber ich hörte es nicht, sondern ich spürte es. Es war sehr beeindruckend.
Seltsame, hässliche Erdgeister erschienen vor mir am Boden und versperrten mir den Weg. Einer setzte sich vor mich hin und spritzte sich etwas in den Arm. Ich dachte, die werden doch nicht Heroin süchtig sein. Da schrie er mich an: „Was weißt du schon? – Was machst du überhaupt hier? Du bist keiner von uns. Verschwinde!“ Er sagte (dachte) zu seinen Nachbarn, aber ich hörte es: „Ich muss ihn töten, das ist ein Mensch.“
Aber Zeus gebot ihm Einhalt und sprach: „Das ist ein Freund des Hauses Olymp, er wurde von uns geladen und steht unter meinem Schutz.
Er hat unser Treffen vor Jahren vorausgeahnt (Götterdämmerung) und wusste über unser Ansinnen (Gib mir ein Zeichen!) Bescheid. Nun, soll er unsere Macht kennen lernen.“
Die grauenhaften Gestalten waren plötzlich verschwunden und ich konnte ganz hinten an der Tafel meinen Platz einnehmen. Was mache ich wirklich da, dachte ich, da hörte ich Re, der mit seiner Ansprache die Eröffnung einleitete:
„Wie ihr wisst, haben wir uns hier versammelt, um mit gemeinsamen Kräften und aller Göttlichkeit einen einzigen, wirklichen Gott zu schaffen. Es kann nur einen geben!“
Alle verstummten, es war die absolute Stille eingetreten. Nein, sie war noch nicht eingetreten, aber sie entstand gerade. Diese Stille und Ruhe wurde immer absoluter, ich spürte sie. Ich spürte, wie sie nur durch den Urknall abgelöst werden konnte.
Dieser Teil des Traumes war der Albtraumanteil, es war schmerzhaft und schrecklich und die Stille dehnte sich immer weiter aus, sie erfasste immer mehr Planeten und wurde immer absoluter. Die Brownsche Bewegung oder die Bewegung eines Elektrons im Orbital eines Atomes war viel zu laut. Es erstarrte alles.
Ich spürte immer mehr, dass er kommen muss, aber es war nicht die Erschaffung eines Gottes, sondern ich ahnte die Vernichtung aller Materie, Energie und Information. Mit einem Urknall tritt ein Gleichgewicht zwischen Materie und Antimaterie, zwischen positiven und negativen Ladungen ein und die Information verliert ihre Träger. Das absolute Nichts nähert sich …
Ich erwachte in Schweiß gebadet kurz vor dem Urknall.

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2 Gedanken zu „Albtraum Weltuntergang“

  1. Hallo Martin, also Angst habe ich auch keine vorm Manitu, aber trotzdem möchte ich die ewigen Jagdgründe noch nicht so genau kennen lernen. Mir ist der Stress in diesen Leben einfach noch lieber.
    See you on Twitter

  2. Als ich letztlich deinen Abschiedspost „erblickt“ habe, dachte ich im ersten Augenblick: „Mist, der Helmut gibt jetzt auch schon auf…“, dann ist mir gottseidank eingefallen, aha, na, paaasst, ist ja eh nur CERN …

    Ehrlich gesagt habe ich vorm Manitu recht keine Angst, ganz im Gegenteil, freue mich ihn mal auch kennenzulernen, falls es ihn gibt, hehe …

    Cause, you know, on the other side, the grass is greener … 😉

    martinwaiss.coms last blog post..Twittersphere: “Pimp my Twitter-Followers” Blogkette

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