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Am Anfang war das Wort

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„Codex claromontanus latin“. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - httpss://commons.wikimedia.org/wiki/File:Codex_claromontanus_latin.jpg#/media/File:Codex_claromontanus_latin.jpg
„Codex claromontanus latin“. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons – httpss://commons.wikimedia.org/wiki/File:Codex_claromontanus_latin.jpg#/media/File:Codex_claromontanus_latin.jpg

Wörter, Zeichen und Bilder gehören unumstritten zu den ältesten, abstrahierenden, symbolischen Formen der Menschheit. Wörter können nach verschiedenen Kriterien identifiziert werden: phonologisch, orthographisch, morphologisch, syntaktisch und semantisch.

Phonologisches Kriterium (Wortgestalt)
Wörter sind Phonemketten (Lautfolgen), die durch Grenzsignale wie zum Beispiel Pausen theoretisch isolierbar sind. Im Deutschen gibt es innerhalb jedes Wortes genau eine Hauptakzentsilbe. In anderen Sprachen, wie beispielsweise dem Französischen, werden die Wörter beim Sprechen stark aneinander gebunden und miteinander verschmolzen. Das führt dazu, dass eine vom Schriftbild ausgehende Definition stark von einer lautorientierten Definition abweichen kann. Nach dem phonetischen Kriterium würden auch Interjektionen wie äh usw. zu den Wörtern gezählt.

Orthografisches Kriterium (Wortgestalt)
Ein Wort ist eine Graphemkette (Buchstabengruppe) zwischen zwei Trennzeichen, meistens Leerzeichen. Dieser Begriff bezieht sich auf Schriften mit Trennzeichen.
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Ein Möchtegerndichter plant sein nächstes Werk oder

Ich hab’s ja eh schon immer gesagt“.
Einleitung wird ein Gedicht mit den aktuellesten Google Suchwörtern.
Schluss wird ein köstliches, besser gesagt del.icio.us Gedicht über den Bedeutungswandel der Wörter seit sie als „tags“ für „social bookmarks“ verwendet werden. Einer speichert einen altenglischen Artikel unter „Einrichtung“ ab, weil dort angeführt wird auf welchen Sessel Shakespeare gesessen ist, der nächste die home page seiner Möbelfabrik….
Der Hauptteil besteht aus Wortpermutationen. Band 1 der ersten Beta-Version besteht aus 26 Buchstaben, 420.000 verschiedenen Wörtern und ist komprimiert 2,5 Terrabyte lang. Es enthält nur einfache, grammatikalisch richtige Hauptsätze (Nebensätze sind nebensächlich) und keine redundante Information. Es enthält jeden wichtigen Satz, der schon gesagt wurde oder der demnächst gesagt werden wird, bzw. von einem großen, berühmten Schriftsteller geschrieben werden wird. Man neheme dazu eine Datenbank mit allen Wörtern (vorerst ist keine Übersetzung geplant), also z.B. den Duden, oder man kann ja auch bei canoonet einmal anfragen. Dann braucht man nur noch ein kleines Programm und die Grammatikregeln. Falls es nicht genau geregelt ist wieviele Nebensätze ein Satz haben darf oder wieviele Adjektive und Attribute … nimmt man vorerst einfach den Mittelwert eines Bestsellers – jetzt denke ich schon an die Version 2.0 – und das war auch schon das wesentliche für den Band 1, Version 1.0
Man kann sich immer selbst zitieren, hat immer eh schon alles gewußt und jeder der auch nur „pieps“ sagen will, muss natürlich die Lizenz dafür kaufen.
Dann kann man natürlich noch alle Sätze in alle Anordnungen bringen, damit man wirklich alles aus der Vergangenheit und Zukunft in jeden Zusammenhang gesagt hat.

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