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Ubuntu ist Spyware

zumindest wenn es nach Richard Stallman geht. Nun ich bin Fan von beiden, Stallman und Ubuntu, daher finde ich die Aussage etwas hart, aber recht hat er trotzdem.
Wenn man im Dash nach Dateien oder Anwendungen sucht, erhält man auch ungewollte Kaufempfehlungen von Amazon. Ubuntu-Entwickler Canonical erhält einen Anteil am erwirtschafteten Umsatz. Dazu muss Ubuntu auch Suchdaten an Canonical übermitteln, was Stallman als „spionieren“ bezeichnet.
Daher empfiehlt der GNU-Entwickler, Ubuntu nicht mehr zu verwenden und das Betriebssystem nicht weiter zu empfehlen.
Von der Ubuntu-community hört man aber (Bacon), dass man sogar plant für Ubuntu 13.04 die Werbefunktion weiter auszubauen.
Siehe dazu auch Richard Stallman slams Ubuntu as spyware, prompting Canonical’s Jono Bacon to call FUD.
Wie dem auch sei, seit Ubuntu Unity statt Gnome verwendet, tendiere ich ohnehin schon zu Fedora. Wenn nun die Werbung auch noch unerträglich wird, dann bekommt Fedora bei mir endgültig den Vorzug.
Das erinnert mich an meinen Artikel, den ich vor 5 Jahren schrieb „Wird Ubuntu zum schlechteren Windows?“ und an Oh mein Fedora: “Aus meinem Seitensprung wurde eine neue feste Beziehung zu dir!”.

Auch zu anderen Themen finde ich Stallman’s Perspektive recht interessant. Hier ein Zitat zu Facebook:

Facebook is not your friend. Its „real name“ policy is enough reason to refuse to use it, but there is so much more nastiness in Facebook. I don’t use it, and you shouldn’t either.
Some impostor created a Faceook account using my name. The page is not mine.


Facebook makes a practice of telling users to rat on their friends who use aliases.
I think we can formulate the principle that any social network that asks its members for information about other people is abusive.


Facebook is experimenting with a system to ask people to rat on friends who have not given their real names.


Facebook pressures users to report on their friends‘ disobedience to Facebook rules.


Unfriend Facebook now — you are its product, not its customer.
Facebook says that a user can’t have Facebook’s data about him, because it’s a trade secret…
 

Dabei hat er nicht einmal erwähnt, dass das Einbnden eines „Like Buttons“ ohne Erwähnung in der AGB, dass Facebook von der Seite Daten sammelt, illegal ist, genau so illegal, wie Firmenhomepages auf Facebook, die nicht einmal ein Impressum aufweisen.

Übrigens, muss man nicht einmal auf den „Like Button“ klicken, damit FaceBook Daten sammeln kann, es genügt, wenn man auf eine Seite geht, die den Button eingebunden hat. EmoticonOpus Entry: Virus

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Das GNU-Projekt wird 25

GNU

GNU Logo

Dies ist eine inoffizielle deutsche Übersetzung der GNU General Public License, die nicht von der Free Software Foundation herausgegeben wurde. Es handelt sich hierbei nicht um eine rechtsgültige Festlegung der Bedingungen für die Weitergabe von Software, die der GNU GPL unterliegt; dies leistet nur der englische Originaltext. Wir hoffen jedoch, daß diese Übersetzung deutschsprachigen Lesern helfen wird, die GNU GPL besser zu verstehen.

This is an unofficial translation of the GNU General Public License into German. It was not published by the Free Software Foundation, and does not legally state the distribution terms for software that uses the GNU GPL—only the original English text of the GNU GPL does that. However, we hope that this translation will help German speakers understand the GNU GPL better.

GNU General Public License

…..
LIZENZBEDINGUNGEN
0. Definitionen

„Diese Lizenz“ bezieht sich auf die Version 3 der GNU General Public License.

Mit „Urheberrecht“ sind auch urheberrechtähnliche Rechte gemeint, die auf andere Arten von Werken Anwendung finden, beispielsweise auf Fotomasken in der Halbleitertechnologie.

„Das Programm“ bezeichnet jedes urheberrechtlich schützbare Werk, das unter diese Lizenz gestellt wurde. Jeder Lizenznehmer wird als „Sie“ angeredet. „Lizenznehmer“ und „Empfänger“ können natürliche oder rechtliche Personen sein.

Ein Werk zu „modifizieren“ bedeutet, aus einem Werk zu kopieren oder es ganz oder teilweise auf eine Weise umzuarbeiten, die eine urheberrechtliche Erlaubnis erfordert und kein Eins-zu-eins-Kopieren darstellt. Das daraus hervorgehende Werk wird als „modifizierte Version“ des früheren Werks oder als auf dem früheren Werk „basierendes“ Werk bezeichnet.

Ein „betroffenes Werk“ bezeichnet entweder das unmodifizierte Programm oder ein auf dem Programm basierendes Werk.

Ein Werk zu „propagieren“ bezeichnet jedwede Handlung mit dem Werk, für die man, wenn unerlaubt begangen, wegen Verletzung anwendbaren Urheberrechts direkt oder indirekt zur Verantwortung gezogen würde, ausgenommen das Ausführen auf einem Computer oder das Modifizieren einer privaten Kopie. Unter das Propagieren eines Werks fallen Kopieren, Weitergeben (mit oder ohne Modifikationen), öffentliches Zugänglichmachen und in manchen Staaten noch weitere Tätigkeiten.

Ein Werk zu „übertragen“ bezeichnet jede Art von Propagation, die es Dritten ermöglicht, das Werk zu kopieren oder Kopien zu erhalten. Reine Interaktion mit einem Benutzer über ein Computer-Netzwerk ohne Übergabe einer Kopie ist keine Übertragung.
…..

Am 27. September 1983 kündigte Richard Stallman an, er wolle ein freies Unix-System entwickeln. Der Name: GNU. Begonnen werden sollte mit einem Kernel und allen Komponenten, um C-Programme entwickeln zu können. Heute ist das GNU-System weit verbreitet – nur der Kernel ist noch nicht fertig.
Originalartikel weiterlesen auf golem

Links zu diesen Thema:
Richard Stallman’s Personal Home Page
Richard Stalman (Wikipedia)
Friedensnobelpreis für den Kampf gegen Softwarepatente?
GNU-Projekt
GNU Operating System

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