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sueddeutsche.de: Die besten Blogs zu PISA

Hannes Vollmuth schreibt auf „Die besten Blogs zu PISA„:

16 verschiedene Bildungssysteme und ein knappes Dutzend unterschiedliche Schultypen leistet sich unser Land.

Nach einer Einleitung zum Thema PISA-Studie werden einige Blog-Artikel erwähnt und zitiert, darunter auch mein Artikel PISA: Österreichs Schüler können nicht mehr gut lachen.
Erfreulicherweise bezieht sich Hannes Vollmuth dabei auf Passagen, die ich nicht ganz schlampig und notizblogartig hingeschmissen habe, wie

Deutsch ist eine lebendige Sprache und wenn ihr sie benutzt, gehört sie euch.“ Sie entwickele sich dank moderner Kommunikationstechnologie schneller weiter, als sich so mancher Germanist in seinen kühnsten Träumen vorstellen könne, schreibt Hirner…

Was ich mir dazu denke:
Ich führe hier zwar nur einen privaten, elektronischen Schmierzettel, aber wenn einer meiner Artikel sogar auf sueddeutsche.de erwähnt wird, dann sollte ich vielleicht doch überlegen, ob ich wirklich jedes Brainstorming und jede emotionale Befreiung durch Schreiben auf meinen Notizblog veröffentlichen soll, oder ob ich mir flüchtige Gedanken usw. eventuell besser in einem nicht öffentlich zugänglichen Textfile aufschreibe.
Naja, ich freue mich jedenfalls darüber, dass mein Artikel erwähnt wurde und was soll’s – ich werde mir auch weiterhin keine Blatt vor den Mund nehmen und mir hemmungslos alles aufschreiben, wonach mir gerade zumute ist. Selbst wenn es mir manchmal im nachhinein peinlich ist, wenn ich unüberlegt, schnelle Notizen veröffentlichte und mir bei meinem Meinugsbildungsprozess oder bei meiner emotionalen Verarbeitung öffentlich zusehen lasse. Das Blog hier ist mir dazu einfach gut geeignet.

Apropos peinlich, da fällt mir gerade ein, dass zu meinen neuen Lieblingsbeschäftigungen, das Schimpfen und Nörgeln über die Medien und die Presse (hier ist nicht die beste österr. Zeitung gemeint) gehört, da mir die SEO’s schon sein einiger Zeit wirklich keine Silbe mehr wert sind. 😉

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Zum PISA- und Schulreform-Desaster; mit Umfrage

Unsere Politiker und die Verantwortlichen können nicht lesen, schreiben und rechnen, sie sind es eigentlich, die im internationalen Vergleich an vorletzter Stelle stehen, also sie haben diese Leistung vollbracht und nicht unsere Schüler, sprach helmeloh!

Quelle: Wilhelm Busch
Quelle: Wilhelm Busch

Medien, die mit Schlagzeilen den Migranten und Familien die Schuld zuweisen wollen, oder mit Titeln, wie „unsere Schüler können nicht lesen und schreiben“ Geld machen wollen, statt darüber Bericht zu erstatten, wie und weshalb unser Unterrichtsministerium und unser Schul- und Bildungsystem versagt hat, sollten boykottiert werden. Leute, kauft euch diesen Schund nicht und lest ihn nicht einmal, wenn er euch geschenkt und aufgedrängt wird! Lasst euch doch nicht verblöden und geistig vergiften.
Auf PISA: Österreichs Schüler können nicht mehr gut lachen habe ich mich natürlich nur mit zynischem Blabla verbal abreagiert, weil ich es einfach unvernünftig, unmenschlich, weder christlich noch sozial, sondern schlicht und einfach dumm finde, wenn eine Studie wichtiger sein darf, als die Schüler und die eigentliche Verpflichtung des Schul- und Unterrichtswesens. Da werden Schuldzuweisungen getätigt, Migranten als Argument angeführt und das alles, um den Schülern öffentlich vor Augen zu führen, sie wären Versager.

Die Verantwortlichen tragen die Verantwortung, das ist vielleicht das einzige wofür sie Steuergelder verbrauchen. Doch sollen sie dafür bezahlt werden, dass noch einen stärkerer, sinnloser Druck auf unsere Schüler ausgeübt wird, oder sollen sie endlich dafür Sorge tragen, dass der Bildungsauftrag erfüllt wird? Dazu braucht man nicht unbedingt eine PISA-Studie und auch keine Schulreform, wo man/frau die Devise hat, Schulreformen und Gesamtschulen umsetzen, umsetzen, umsetzen (so stehts auf APA (OTS), denn dreimal hintereinander „umsetzen“ bedeutet anscheinend etwas anderes als „umsetzen“. Emotionaler Schwachsinn, statt professionelle Arbeit, denke ich mir dazu, wenn ich das lese.

Wie wäre es mit einem besseren Lehrplan, besserer Ausbildung der Lehrer, bessere Nutzung moderner Technologien und OpenSource und Linux an Schulen statt teuren MS-Produkten, usw.?

Wird in der PISA-Studie, die meiner Meinung nach zwar völlig überbewertet wird, festgestellt, wie gut unsere Schüler in Religion sind? Nein, ich glaube nicht, also wozu unterrichtet man dann so ein Fach, noch dazu für verschiedene Religionen? Religion ist Privatangelegenheit und hat an Schulen nichts verloren und sollte durch Informatik, Kommunikationslehre oder „wie lerne ich lernen“ ersetzt werden. In vielen Fächern ist das Unterrichtsmaterial schlimmer als ein Tschinbumm-Roman. Welches Lehrbuch wird für Deutsch verwendet? Werden die neuersten Erkenntnisse der Pädagogische Psychologie umgesetzt? Haben die Schüler einen computerunterstützten Arbeitsplatz oder arbeitet man mit vorsinnflutlichen Mitteln und dann warten wir auf ein Wunder, weil wir ja im Religionsuntrricht unterrichtet haben, dass es sie gibt?

Das schlimmste an der ganzen Angelegenheit ist jedoch, dass für die ganzen Fehlleistungen der Verantwortlichen nun die Unschuldigen, also die Schüler büßen müssen. Eine Studie über die Umsetzung des Bildungsauftrages wäre gefragt. Diese soll auf die Leistung der Politiker und des Schulsystems hinweisen, aber nicht auf die des Schülers, denn dafür haben wir an unseren Schulen bereits ein Beurteilungssystem, sappalot. Der Schüler kann doch nicht besser sein, als der Lehrer. Der Lehrer kann nicht besser sein, als sein Auftrag und die Umsetzung ist abhängig von den zur Verfügung gestellten Mitteln!

Also, umsetzten, umsetzen, umsetzen wäre schon gut, aber einmal reicht und bitte nicht wieder das Falsche!

Ich denke wir brauchen keine Studie, deren Ergebnis als weitere Beurteilung der Schüler verkauft wird. Die Schüler werden bereits beurteilt und man sollte sich lieber da einmal klar werden, ob mit Noten oder verbal. Aber das fällt dann ja schon wieder unter Arbeitsweise des Unterrichtssystem und Schulpolitik und da braucht man keine Sudien und keine Bewertungen und keine Beurteilungen, da genügen Wahlversprechen.
Man kann ein System ausquetschen bis es kaputt geht, um bessere Ergebnisse zu erlangen, oder man kann das System verbessern. Meiner Meinung nach aber sicher nicht mit einer PISA-Studie.
Will man bessere Ergebnisse durch ein verbessertes System erreichen, dann darf das Augenmerk nicht immer nur auf die Ergebnisse gelenkt werden, sondern man muss untersuchen, wie sie zustande kommen.

Wir bräuchten eine Studie, die uns sagt:
.) welches Wissen wir in Zukunft benötigen
.) mit welchen Methoden und Mitteln wir dieses Wissen den Schülern am effizientesten vermitteln können
.) wie gut diejenigen, die diesen Bildungsauftrag bekommen, arbeiten.

Oder wir können weiterhin ein marodes System ausquetschen wollen und die Schüler mit noch mehr sinnlosen Beurteilungen und Belastungen sekkieren und uns mit Wahlversprechen, deren Umsetzung wir dann nicht überprüfen können abfinden.

Umfrage zu „soll überhaupt teilgenommen werden und sollen die Ergebnisse nur vertraulich intern benutzt werden“:

Sollen PISA-Ergebnisse veröffentlicht werden und wollen wir eine Teilnahme? (2)

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OECD

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