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Werden Sie Millionär mit elitärer, umweltfreundlicher Müllkunst

Werden Sie schnell Millionär mit meiner neuen Geschäftsidee, die für Unternehmer mit gewinnbringenden Unternehmen bestens für Investitionen geeignet ist. Aber selbst wenn Sie mittellos sind funktioniert es, wenn sie nur kreditwürdig sind.
Das Modell funktioniert so.
Maxerl A und Maxerl B werden Mäzen und Künstler.
Elite-Müllkunst wird erstellt, wobei das Material 100%ig aus der Mülltonne oder vom Mistplatz stammen muss (keine Materialkosten, umweltfreundlich [ev. gibt es da ein paar Förderungen]). Ein paar kaputten Gegenstände oder Teile davon werden in irgend einer Weise irgendwie miteinander verbunden und ein klingender Name wird gefunden. (Arbeitsaufwand pro Stück etwa 1 Stunde). Wer irgend einen biologischen Abfall verwendet, muss das Ganze auch konservieren. Mit Sondermüll kann das Kunstwerk noch aufgepäppelt werden (Reste von Farben, Säuren, Lacke, elektronische Bauteile, …) eignen sich besonders gut. Einfach drauf schütten oder in Superkleber tauchen und hin werfen.
Soviel zur Erstellung der Kunstwerke, nun zum wirtschaftlichen Teil.
Maxerl B ist Mäzen und gibt Maxerl A, dem Künstler € 100.000.- für eine kaputte Mistschaufel, durch die ein Sesselhaxen gesteckt wurde. Ein wenig Gips, Leim, Kunstharz und Lack wurde gerade im Hausmüll gefunden und über das neue Kunstwerk namens Alfacentauri-Sonnenschirm gegossen. Maxerl A schenkt Maxerl B aus Dankbarkeit dafür € 50.000.- gibt ihm den Kaufvertrag über € 100.000.- und ein Echtheitszertifikat. Maxerl A versteuert sein Einkommen und Maxerl B kann es eventuell als gewinnmindernde Investition verbuchen.
Nach 20 Aktionen mit Müllkunst haben beide brutto summa summarum € 1.000.000.- verdient. Dazu hat sich ein Mäzen und ein Künstler einen Namen gemacht. Der Mäzen verkauft seine Sammlung und beide freuen sich sich über die gute Arbeit, die der Umweltverschmutzung entgegen wirkt und die Menschen mit tollen Kunstwerken erfreut.
Falls das jemand mit mir umsetzen will, bin ich jedenfalls das Maxerl A, also der Künstler, denn ich habe tolle Ambitionen aber kein natürlich Geld. Eventuell könnten wir auch noch ein Maxerl C für eine Werbeagentur mit Online-Shop mit ins Team nehmen, denn wenn ich erst einmal anfange Müllkunstwerke zu kreieren, bin ich sicher nicht mehr zu stoppen und brauche einen Vertrieb, über den sich ohne viel Aufwand täglich mehrere Kunstwerke absetzen lassen.
Wer weiß, vielleicht kaufe ich mir dann die größte Müll-Insel und wenn die UNESCO diese zum Staat macht, werde ich sogar noch Staatsoberhaupt.

Wenn ich mir die heutige, moderne Kunst so ansehe, dann bekomme ich oft den Eindruck, dass mein Modell ohnehin schon lange umgesetzt wird. Aber ich würde es eben transparent gestalten und wäre auch bereit das ganze auf einen elitären großindustriellen Standard zu bringen. Dann wird aus dem Maxerl A eben die Kategorie der A-Maxerl usw. und modernste Technologie würde für die Buchhaltung eingesetzt werden. Ja, auch für die Werbung, Herstellung und den Vertrieb, aber das ist ja ohnehin der geringere Aufwand.

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