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Jahreswechsel – Kalender

Der in meinen Augen falsche Kalender und das Datum sagt mir, dass nach Silvester ein neues Jahr beginn. Das sind für mich aber auch schon alle Anzeichen, denn für mich beginnt das neue Jahr bereits am 21. Dezember mit der Wintersonnenwende. Danach wäre die Zeit im Jahr, die mir am wenigsten gefällt überstanden. Wäre da nicht der falsche Kalender. Der mir den „Heiligen Abend“ anzeigt, die unzähligen Feiertage und als Höhepunkt des Wahnsinnes dann auch noch Silvester. Mit der Sommer- und Winterzeit spielen sie wegen einer Stunde verrückt und nehmen unglaubliche Umstände in Kauf, aber der Kalender wird nicht korrigiert, obwohl er nicht nur um Tage falsch ist, sondern auch noch alle 4 Jahre einen 28. Februar benötigt. Ich glaube auch zu wissen weshalb. Weil wir kaufen und feiern müssen! Sechs Tage und Nächte lang feiern. Könnte ich einen Winterschlaf halten, würde der von Mitte Dezember bis zu den Iden des Jänners dauern. Das kann ich mir mit meiner lebhaften Phantasie noch vorstellen, aber dass ich zu Silvester von dem Geknalle und Lärm der Umnachteten nicht geweckt werden würde, kann ich mir nicht vorstellen – nicht einmal theoretisch. Falls jemand weitere Gründe zum Feiern braucht, kann er sich vielleicht auf „Rituale um die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel“ Anregungen holen und ich bin sicher, es gibt an Gründen noch viele, viele mehr. Ganz schlaue fangen mit der Suche bei den Mayas an und feiern am 22. Dezember den nicht eingetretenen Weltuntergang. Viel Spaß beim Feiern, vielleicht finde ich ja doch noch ein Plätzchen für einen ungestörten Winterschlaf.

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Es wird scho glei heller


es wird scho glei Tag. Drum kommt es zu mir her und es erwacht.
Seit Jahrzehnten beobachte ich, dass ich unter einer Art Winterweihnachtsdepression leide. Es beginnt immer im November. Meine Gedanken werden düster, mein Verstand trübt sich. Alles scheint hoffnungslos, sinnlos und beschwerlich zu sein. Ich fühle mich leer, ausgebrannt, müde, kraft- und antriebslos. Ich sehe überall nur das Negative und Schlechte an jeder Sache und Handlung und jeder Handgriff fällt mir schwer. Ich könnte heulen vor Trostlosigkeit, wenn ich die Kraft dazu hätte und je turbulenter es im Advent wird und je geschäftiger und gestresster die Menschen vor Weihnachten herum rennen, um so einsamer fühle ich mich.
Nur der Gedanke an den Frühling bewahrt mich vor dem völligen psychischen Zusammenbruch. Meist endet diese schleichend kommende Phase ganz abrupt am 25. oder 26. Dezember. Ich wache auf, sehe aus dem Fenster und es ist wie nach einem Gewitter, plötzlich alles ganz anders. Die Wolken sind weg, es ist hell, die Spannung hat sich entladen, alles erscheint mir völlig anders und ich spüre, wie neues Leben und Tatkraft in mir erwacht. Ich fühle mich endlich ausgeschlafen und schüttle den Albtraum der ewigen Finsternis ab. Ich sehe zwar die gleichen Dinge, aber in einem anderen Licht. In einem Licht, dass intensiver wird und man nicht befürchten muss, dass es bald ganz verlischt. Die Angst verwandelt sich in Freude und sogar die Kälte verliert ihren Schrecken, weil ich mich warm kleiden kann.
Heuer ist es anders, ich hatte dieses Erlebnis nicht so intensiv wie in den letzten Jahren, aber dafür beginnt für mich das neue Jahr bereits heute. Ich weiß zwar, dass die Tage noch kürzer werden, aber ich fühle schon den Wechsel. Er hat für mich schon begonnen. Ja, es wird scho glei heller.

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Happy New Year 2011

Wünsche allen ein gutes Neues Jahr 2011

Mein Tipp für den Jahresbeginn: „Das Neujahrskonzert am 1. Jänner 2011 ab 11.15 Uhr auf ORF 2“.

Das Programm des Neujahrskonzerts 2011 der Wiener Philharmoniker unter Franz Welser-Möst im Musikvereinssaal

Johann Strauß
Reiter-Marsch, op. 428
Johann Strauß
Donauweibchen. Walzer, op. 427
Johann Strauß
Amazonen-Polka, op. 9
Johann Strauß
Debut-Quadrille, op. 2
Josef Lanner
Die Schönbrunner. Walzer, op. 200
Johann Strauß
Muthig voran! Polka schnell, op. 432
– Pause –
Johann Strauß
Csárdás aus „Ritter Pasman“
Johann Strauß
Abschieds-Rufe. Walzer, op. 179
Johann Strauß Vater
Furioso-Galopp nach Liszt’s Motiven, op. 114
Franz Liszt
Mephisto-Walzer I
Josef Strauß
Aus der Ferne. Polka mazur, op. 270
Johann Strauß
Spanischer Marsch, op. 433
Joseph Hellmesberger
Zigeunertanz aus „Die Perle von Iberien“
Johann Strauß Vater
Cachucha-Galopp, op. 97
Josef Strauß
Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust. Walzer, op. 263

Über elegante Eleven beim Neujahrskonzert und die Strauß-Walzer in Traumkulisse findet man näheres auf orf.at Das Neujahrskonzert 2011

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Achtung: Wer ballert der blecht! Knallkörperverbot am Silvesterpfad in Wien

Das ist eine wirklich begrüßenswerte Entscheidung und ich wünsche Wien genau so hohe Einnahmen dadurch, wie für Knallkörper ausgegeben wird. Aber wer wird das exekutieren können? Denn das Szenario wird sicher noch schlimmer, als der letzte Einkaufssamstag vor Weihnachten. Prinzipiell habe ich ja nichts gegen Knallkörper, zumindest nichts wirksames, aber es sollte eben niemand gestört und verletzt werden und nichts geschädigt werden. Unter diesen Voraussetzungen ist ballern eigentlich ohnehin nur mehr im Weltall oder auf einem anderen Stern möglich. Na gut, auf die Tier- und Pflanzenwelt und die Umwelt allgemein, wird auch sonst keine Rücksicht genommen, also lasse ich sie auch am Silvester einmal außer Betracht. Dann könnten meinetwegen noch kleine Knallereien und Feuerwerke im legalen Rahmen statt finden. Wenn also der Papa noch halbwegs nüchtern, mit den Kindern das neue Jahr mit einem bunten, lauten Knallfrosch, Lachen, Kreischen und Glückwünschen begrüßt, kann ich kaum etwas dagegen einwenden und schließe mich an mit einem:
„Ich wünsche euch ein gutes, glückliches, neues Jahr mit Gesund- und Zufriedenheit“.

Wer aber verblödet und besoffen Knaller, Kracher oder gar Flaschen in die Menschenmengen wirft, möge blechen, blechen, blechen!
(sonst nehme ich von unseren Politikern ja kaum etwas an, aber eines habe ich gelernt: „wenn man ein Wort dreimal hintereinander schreibt, bedeutet es etwas anderes – vielleicht kommen da noch unbekannte mythische Komponenten einer Zauberformel hinzu, wie z.B. bei umsetzen, umsetzen, umsetzen – oder studieren, studieren, studieren – Wehrdienst leisten, Wehrdienst leisten, Wehrdienst leisten, – nachdenken, nachdenken – nein das bringt sowieso nichts mehr heuer, belassen wir es beim Kassieren, Kassieren, Kassieren).
Damit bin ich einverstanden, ja, bis zur letzten Sekunde sollen sie heuer den unbelehrbaren Rücksichtslosen den letzten Cent abnehmen und in der ersten Sekunde nächstes Jahr soll es so weiter gehen.
Ach ist das schön und befriedigend, wenn man in den letzten Stunden des alten Jahres für eine gute Sache schnell noch ein wenig zynisch und schadenfroh sein kann und sich nicht, wie bei einem Wohltätigkeitssaufen dabei betrinken muss.

Noch ein paar Hinweise, Zitate und interessante Artikel dazu:
Silvesterknallerei reduzieren

Wenn zu Silvester – und zunehmend auch die Tage davor und danach – Feuerwerkskörper im Wert von hunderttausenden Euro verpufft werden, leiden darunter sowohl Kleinkinder und ältere Menschen als auch die Tiere in Wien.

Statt in die Knallerei zu investieren, solle man dieses Geld lieber für Sicherheitsvorkehrungen in der eigenen Wohnung ausgeben, schlägt der Erste Präsident des Wiener Landtags und Vizepräsident der Helfer Wiens, Prof. Harry Kopietz, vor. … weiter lesen

Hunde zu Silvester (meine Katze ist jetzt schon im hintersten Kleiderschrank, ich glaube die ahnt schon, was da heute noch auf ihre Ohren zukommt)

Tipps wie „Alkoholische Getränke sollten nicht auf leeren Magen getrunken werden. Dadurch wird die Alkoholaufnahme ins Blut beschleunigt“ genauer auszuführen erspare ich mir lieber, sonst essen manche Verrückte womöglich heute überhaupt nichts mehr und setzen auch noch ihr Jausengeld mit Knallern, Alkoholika und Strohhalme um.

Silvester in Wien
Programm des Wiener Silvesterpfades
Knallkörper-Kontrollen beim Silvesterpfad
700.000 Silvestergäste in der Innenstadt
Feuerwerk – Gefährlich-bunte Knallerei

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Jahreswechsel abgeschlossen – Stimmung steigt

Es ergeht mir jedes Jahr ähnlich, vor Weihnachten nimmt der Stress zu, selbst wenn ich nichts zu erledigen habe, ich fühle mich überfordert, müde und unfähig. Ich nehme mir vor alle Tätigkeiten die nicht lebenswichtig sind einzustellen und mich auf’s Allernotwendigste zu beschränken. Würde es meine Umgebung zulassen, hielt ich im Dezember wahrscheinlich einen Winterschlaf.
Wenn die erste Woche im neuen Jahr dann geschafft ist, erwachen meine Lebensgeister wieder. Die Vorsätze für das neue Jahr sind über Bord geworfen und es geht bergauf. Mein Stimmung steigt und ich bemerke, dass sogar die Tage schon wieder länger werden. Nächste Woche beginnen wieder die Qigong- und Taijiquan-Kurse und heute habe ich sogar schon einen zusätzlichen Chen Stil Kurs mit meinem Töchterchen begonnen. Auf gehts, ins neue Jahr, der Winterschlaf ist vorbei.

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