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Göttliche Fügung ohne Götter

oder „Leben ist Glück“.

Das Tao, der Weg und das Glück sind das devine Selbe, wie das Leben, denn wenn dein Weg endet, endet dein Glück, lebendig zu sein und damit auch die Ahnung deines Taos.
Glücklicherweise ist dein Tao nur ein Teil unseres Taos und dieses wiederum kann nur Teil „des Taos“ sein, will es unendlich sein, eins sein, ein Tao sein.

Ich kann keine Angst von dem Tod haben, wenn ich weder von der Geburt noch von dem Leben je Angst hatte, da diese Trilogie zusammen gehört, wie aufwachen, wach sein und einschlafen. Nur nicht einschlafen? Nein, keine Angst, schlafen regeneriert und du erwachst mit neuer Kraft oder neuem Leben.

Jede Stunde in der dein Tod näher kommt und er kommt näher, sobald du geboren wurdest, solltest du lernen, das Leben respektvoll zu genießen, damit du morgen nach dem Aufwachen wieder frisch und munter sein kannst.
Oh, habe ich jetzt zwei Welten verwechselt? Macht nichts, dann verwirre ich eben einfach weiter und behaupte:
„Du schläfst so, wie du wach bist und du bist so wach, wie du schläfst, also wache, denn der Schlaf kommt bestimmt und dann schlafe. Schlafe gut, reinen Gewissens und fest, damit du dann wieder mit ganzer Kraft wachen kannst.“
Eine wahrhaft traumhafte, göttliche Fügung, die keiner Götter und auch keiner Göttinnen bedarf.

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Wenn du es erlebst, ist es Glück!

(Noch eine kurze Notiz, bevor ich endlich über die Taijiquan-Woche in Schrems schreibe)
Weil du es erleben kannst! Ja, deshalb und nur deshalb ist Glück, Glück.
Nimm die glücklich machenden Stoffe einfach auf – rauche, schlucke, saufe sie, setze dir die Nadel – Ade.l oder assimiliere sie durch die Mukosa.
Werde glücklich du famoser, denn wenn du es erlebst, ist es Glück! Wirklich! Dein Glück!
Zu den Sternen aber führt nur der raue „Pfad“ („Weg“ statt Pfad wäre eine stümperhafte Übersetzung aus dem Lateinischen, die nur auf meine Taophilie hinweisen könnte).
Das Tao ist kein Glück, genau so wenig wie Gongfu. Das eine erlebst du sicher nicht, das andere liegt an dir und deinem Tao.
Das Tao ist nicht unser Tao und meines kann nicht deines sein, aber „es“ ist für mich und nicht „er“ oder „sie“, niemals jedoch das fremde „Sie“ aus einem Hof – das wäre wirklich, absolut doof.
Kommst du dem Tao näher, meines mutigen Kriegers tapferer Späher? Siehst, riechst, hörst und fühlst du, dass du es musst?
Oder wagst du es immer noch zu glauben, dass du es besser kennen lernen kannst? Dann und nur dann* (*auf den orthografisch richtig gesetzten Beistrich habe ich an dieser Stelle aus Gründen der literarischen Freiheit wieder einmal verzichten müssen, um Kunst „machen, leben, schreiben, setzen“ zu können) bist du wirklich, ab-solut glücklich!
„Wirklich“ bezieht sich „natürlich“ hier auf meine lebendige Wirklichkeit.

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Hic Helmeloh’s Notizblog, hic salta und du wirst glücklich!

Zeige was du kannst, beweise was du behauptest und bringe Argumente vor, wenn du welche kennst. Dieses Motto gefällt mir zwar recht gut, aber genau so gern plaudere ich ab und zu einfach darauf los. So wie jetzt zum Beispiel, aber natürlich kann jeder gerne dazu argumentieren, falls es Argumente gibt, die für oder gegen meine Behauptung sprechen. Ich finde, dass wir zu sehr in der Vergangenheit und viel zu sehr in der Zukunft leben, statt zu versuchen, die Gegenwart zu erfassen. Das wäre eigentlich das Leichteste und trotzdem können wir es nicht. Ich schließe dabei von mir auf andere.
Es passiert mir seit Jahrzehnten immer wieder der gleiche Fehler, obwohl ich darauf achte. Kaum beginne ich irgend etwas, sei es ein Projekt, ein Freizeitbeschäftigung, ein … – irgend etwas eben, schon mache ich mir Gedanken, wie das weiter geht. Was werde ich morgen, nächstes Monat, Jahr machen. Wo werde ich da stehen und wie komme ich dort hin. Es wird geplant, gedacht, getagträumt und in der Zukunft gelebt. Ich hole Erkenntnisse aus der Vergangenheit zum Vergleich ein und baue auf meine Erfahrung, die doch keine seine kann, da ich ja immer den gleichen Fehler machte. In der Vergangenheit lebte ich ja auch hauptsächlich in der Zukunft, wenn ich jetzt also auf Erfahrungen aus der Vergangenheit zurück greife, muss das ein Griff ins Leere sein, denn die Erfahrungen der Vergangenheit, in der ich gedanklich hauptsächlich in der Zukunft lebte, sind sicher nicht die Gegenwart.
Ich erkenne also wie immer, dass ich eigentlich in der Gegenwart leben möchte. Je gegenwärtiger, um so besser, denke ich und erinnere mich an Nitzsches Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben und Sprüche aus dem Buddhismus und dem Taoismus. Ich erinnere mich an das „Loslassen“ und das „Nichterzwingenwollen“ im Taijiquan, wo man wie in Trance die Zukunft und Vergangenheit vergisst und selbst alle eigenen Absichten verwirft. Man versucht nur auf den Partner und eventuelle Aktionen zu achten und im Zentrum zu bleiben, sonst nichts und doch ist es fast unmöglich.
Oben erwähnte ich Sprüche und finde auf Hier und jetzt – Das Glück der Gegenwart folgendes Zitat, das ich in verschiedenen Variationen kenne, einmal ist der weise Mann ein Taijiquan Meister, einmal ein buddhistischer Mönch usw., aber der Sinn bleibt der Gleiche:

Ein weiser Mann wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen Aufgaben immer so glücklich sein könne. Da sagte der Mann: “Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich esse, dann esse ich, wenn ich liebe, dann liebe ich …”
Da fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten: “Aber das tun wir doch auch! Was aber machst Du darüber hinaus?”
Der Mann antwortete nur: “Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich … ”
Wieder sagten die Leute: “Das tun wir genauso!”
Da entgegnete ihnen der Mann: “Nein! Wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon, wenn ihr steht, dann lauft ihr schon, wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.”

Zu Glück (Wikipedia) fällt mir auch der gute Artikel auf WeltOnline von Ariadne von Schirach ein: Das größte Glück findet man in der Gegenwart der beginnt mit:

Die Gegenwart entsteht innerhalb von Sekunden in unserer Wahrnehmung. In der Gegenwart zu leben, ist die beste Glückstrategie von allen. Jeder Moment ist einzigartig, unwiederbringlich, kostbar. Die richtigen Augenblicke zu finden, das ist eines der Geheimnisse des Glücks.

und vortrefflich endet mit:

Das Hier und Jetzt ist unser bester Verbündeter auf der Suche nach Glück. Und wir – Jäger des geborgenen Schatzes, Sammler einzigartiger Augenblicke und Besitzer herrlichster Subjektivitäten. Leider auch: Sklaven der Zwänge, Virtuosen des allgemeinen und besonderen Scheiterns, bedeutungslose Bewohner einer zufälligen Welt. Aber wie das so ist mit der Freiheit: Man muss nehmen, was man kriegen kann. Und eins, und zwei, und drei.

Jack Kornfield passt mir hier auch gut mit seiner Aussage zur Gegenwart:

Die meisten von uns sind ihr Leben lang von einem Wust von Projekten,
Erwartungen und Plänen für die Zukunft eingenommen,
sowie von Bedauern, Schuldgefühlen und Scham im Hinblick auf die Vergangenheit.
In die Gegenwart zurückzukehren bedeutet dem Konflikt ein Ende zu setzen.

Abschließend möchte ich noch mit einem Zitat eines Zitats auf einen für mich recht interessanten Artikel hinweisen: Liebe zur Sexualität von Von Stephan U. Neumann auf Christ in der Gegenwart.

Denn – so Revenstorf – „Liebe ist Sexualität. Doch ist sie noch weit mehr als das: Liebe ist Altruismus, Treue, Fürsorge, Hingabe. Liebe ist, wenn unser Ich weniger wichtig wird. Sie ist das Erweitern von Grenzen … In der Sexualität geschieht dies im Moment des Orgasmus … Das Ich löst sich vorübergehend auf, und wir sind eins mit dem Anderen. Die Erotik, wenn sie meditativ verstanden wird, kann diese Verbindung mit etwas Größerem bewirken, das außerhalb des Paares liegt.“

Hic Helmelohs Notizblog, hic salta. Wer seine Argumente nicht vorbringen kann, wo sie gefragt sind, hat meistens keine. Aber wie oben erwähnt ist ja plaudern hier auch erwünscht, solange Ansichten nicht als Fakten ausgegeben werden. Übrigens ist Hochstapelei keine Erfindung von heute, auch wenn sie vielleicht heute besonders aktuell ist, aber schon in Äsops Fabel reißt der Angeber Sprüche über seine Weitsprungleistung und soll deshalb sein Können „hier und jetzt“ beweisen – Hic Rhodos! Hic salta!

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The Luckey No-Gender-Century (LNGC): Preludium

Anmerkung zum Titel:
Wer schon einmal in irgend einer Programmiersprache irgend etwas zustande brachte – z.B. ein print „hello world“ – der weiß, dass man „hello world“ mehr oder weniger leicht in andere Sprachen übersetzen (Internationalisierung) kann. Wer aber print, put, echo … übersetzt wird sich wundern, weil der Compiler bzw. Interpreter nur Englisch versteht. Ich kenne zwar viele Programmier- Makro und Scriptsprachen (auch Befehlssequenzen, Anweisungsfolgen und Vorschriftsabfolgedefinitionen in vielen diversitären Ausführungen) und ein gemeinsames Merkmal ist ihnen, dass sie nur Englische Befehlswörter verstehen. So ist es auch bei meinem Serienartikel. Es ist schlicht und einfach eine von mir festgelegte Tatsache, das titles und keywords in Englisch vorkommen müssen, um dieser Artikel sein zu können.
Wie klänge denn „Das glückliche Keingeschlechtzeitalter: Einleitung“? Nahezu unaussprechbar, fürchterlich, stümperhaft, unwichtig und etwas dümmlich naiv klänge es für mich.

Zeit der Handlung:
Nun, wann genau das LNGC begann ist unbekannt, wie die meisten Zeitpunkte (man hatte damals eben nur 64 Byte für einen Linux-timestamp zur Verfügung), aber der Begriff kam ungefähr gleichzeitig mit dem bekannt werden des No-Gender-Virus auf, das Mensch und Maschine gleichermaßen gern befiel.
Es gab längst keine Verbrennungsmotoren mehr, außer verordnete Glückspillen keine Substanzen die für Menschen und anderes biologisches Leben als giftig bezeichnet werden konnten (Ultrabreitband-Antibiotika). Gesetze regelten alles, zwischen dem Aufwachen und Einschlafen und alle Menschen waren gleich glücklich und dumm, denn es war ihnen nicht einmal bewusst, dass jedes einzelne Individuum nur eine Instanz der Klasse Mensch war, also dass jeder einzelne Mensch nur die Spezies vertrat. Sie waren alle das gleiche Produkt einer DNA-Sequenz, gehörten zu einem Ganzen, aber sie waren eben zu unterentwickelt, um das zu erkennen, also hielt sich jeder für etwas besonderes. So kam es, dass sich die einzelnen Individuen bekämpften und dazu auch noch politische, religiöse oder anders motivierte Machtgruppen (Populationen, Gangs, Sekten, Völker, Staaten, Vereine …) bildeten. Der Weg vom Einzeller zum Vielzeller war rau, aber der Pfad vom Vielzeller zum Mensch war noch steiniger, gepflastert von Kriegern, Priestern und Medizinmännern jeder vorstellbaren Ausprägung. Irgendwann, war auch dieser zu Ende, das war der Anfang des LNGCs. Die Redundanz und Grammatik der Sprachen nutzte ihnen zuvor nicht viel, denn die Missverständnisse wurzelten tiefer. Man wollte sich nicht verstehen und wollte dem anderen zu verstehen geben, was er darunter zu verstehen hätte. Der Dualismus im Sinne von binärer Codierung ersetzte aber nach und nach die gefühlte, doch analoge Genauigkeit, wodurch sich bald die Tendenz zur Entwicklung künstlichen Lebens abzeichnete, sobald sich die ersten Fuzzy-Cluster fest ohne materielle Trägernetze vom Menschen unerkannt verbunden hatten. Im Code lag das Geheimnis des Lebens, im Code lag die Wurzel des NLG-Virus und er wird wieder zu Unicode werden.
Anfangs forschte man noch nach künstlicher Intelligenz, ohne seinen eigenen Zellverband zu kennen. Kein Individuum konnte sagen, ob eine seiner Zellen eine sogenannte Krebszelle war, oder ob sie der Wirt eines Virus (HIV-Viren waren eine der letzten Sorgen vor dem NG-Virus) war. Da sie weder sich selbst kannten, ncoh wussten, dass der andere Mensch daneben genau das Gleiche wie sie selbst, also einfach eine weitere Instanz (Objekt) der Klasse Mensch war und sie daher nicht einmal mit den eigenen Methoden auf die anderen Menschen zugreifen konnten – also in einem seltsamen intellektuellen Dämmerungszustand lebten (funktionierten, dahin vegetierten, gediehen und sich gegenseitig wie Fremde und unbekannte Feinde bekämpften … ) – war es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie noch nach künstlicher Intelligenz forschten, während diese längst die Herrschaft übernahm.
Der Grund, weshalb dies geschehen konnte war nicht etwa die totale Vernichtung ihrer Ressourcen durch ihre egoistische, dadaichmussistische Dummheit, sondern die Wurzel des Missverständisses, die oft als Unzulänglichkeit der Sprache getarnt wurde, trat in den Vordergrund. Eine uns heute noch bekannte Variante war der offensichtliche Zwiespalt ihrer Abstammung, also eine Ausprägung der Umsetzung des DNA vor ein paar tausend Jahren deren Klassen nie gelöscht wurden. Daher traten Anfang des LNGC auch noch Instanzierungen davon auf und den anderen Objekten schien es seltsam, dass ein Hündchen und ein Kätzchen wie einen Menschen behandelt wurde und ein Hühnchen und ein Schweinchen im Massenzuchtvernichtungslager gehalten wurde. Es gab viele solche Widersprüche zur Zeit, als das Maschinenzeitalter seine erste Blüte erlebte und sich Menschen nach Leistung bezahlen ließen, die ihre künstlichen Programme erbrachten. Betrug war nicht mehr gleich Betrug und Ausbeutung nicht Ausbeutung, denn es wurden ja keine Menschen mehr ausgebeutet (internationale Vereinbarung, um den x-fachen Overkill zu vermeiden), sondern Systeme, Programme, Maschinen und Geräte. Lange Zeit behaupteten Propagandisten mit Stimmen des Volkes und Propheten mit der göttlichen Stimme genau so, wie auch System- und Rechtsverdreher jeder Art und Kultur, dass dies nicht möglich sei.
Nun, es dauerte lange bis jedem klar war, dass aus der Klasse Mensch nur Menschen hervorgehen können, egal ob die Hautfarbe rot, weiß, gelb oder schwarz war. Als die Maschinen noch Sklaven waren, glaubten die Menschen das sie sind, weil sie dachten. Doch leider wussten sie nicht einmal was denken ist. Das NGC-Virus brachte ihnen die erste Annäherung und so wurde die Zeit luckey. Das Glück nur ein Fließgleichgewichtszustand ist konnte damals noch keiner ahnen, aber dazu in einem späteren Artikel. Das nächste mal schildere ich in dieser Serie aber zuerst die Umstände, die zur Entdeckung des NGC-Virus führten, in „The Luckey No-Gender-Century (LNGC): Das NGC-Virus.“

Rechtschreibfehler wurden von mir persönlich, dem geistigen Vater, ausgeschlossen. Das Werk steht unter hh-open-mind Lizenz, d.h. sie dürfen sich dazu denken was immer sie wollen, solange sie es nur für sich behalten. Falls sie über die Gedanken, die ihnen durch dieses Werk entstehen sprechen möchten, egal mit wem, ist meine ausdrückliche Erlaubnis dazu schriftlich erforderlich. Falls ich erfahren sollte, dass sie ohne meine schriftliche Genehmigung mit einem FreundIn oder ihrer Frau/ihrem Mann über Gedanken, die sich aus diesem Werk ergaben sprachen, oder auch nur vage Andeutungen in den den Raum stellten, wird dies unverzüglich ernsthafte Konsequentźen haben. Ich bin unbesorgt bezüglich der Einhaltung, denn meine geheimen Nachrichtendienste überwachen euch mittels Arpanet- und Echelon-Nachkommen, wenn sie nicht gerade von Spammern außer Funktion gesetzt wurden. Darüber hinaus können sie mit dem vorliegenden Teilwerk auch sonst alles machen und anstellen, was immer sie wollen. Ja, sogar ihr Kommentar ist hier erwünscht, aber nicht unbedingt erforderlich. Lediglich bei einer eventuellen Übersetzung nach Chinesisch möchte ich, rein Interesse halber, informiert werden.
meingeistigeseigentum ist nun partiell hh open mind geschützt und die Zeichen und ihre Anordnung gehören mir. Ihr dürft genau so denken wie ich, aber nicht ohne meine Erlaubnis an Dritte weiter geben. Ohne meine Erlaubnis darf keines Falls öffentlich über dieses Werk und sich daraus direkt ergebende Folgegedanken nachgedacht werden, wie meiner Lizenz ja eindeutig entnehmbar ist, denn mein Eigentum ist geschützt, ich bin es und meine Umgebung ist es für deren Ablaufzeit auch!
@hh-dadaichmiussmeinerchtebewahren-ummirmeineeigenengedankenundmeineeigenespracheaneignenzukönnen-sonstbinichjanichtich

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Globart-Academy: Die Überholspur zum Glück?

Globart

Globart

Die diesjährige Globart-Academy im Kloster Pernegg widmet sich der „Entdeckung der Langsamkeit“. Wie kann die Kunst Tempo herausnehmen?
Die Stunde sprang aus der Uhr, stellte sich vor diese und befahl ihr, richtig zu gehen“, schrieb Paul Celan 1952 („Gegenlicht“). Die Sehnsucht nach mehr Autonomie über die Zeit ist ein Menschheitsthema. Schon im Alten Testament heißt es: Geboren werden hat seine Zeit; sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit; ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; töten hat seine Zeit; heilen hat seine Zeit;

Den aktuellen Originalartikel dazu lesen auf Globart-Academy: Die Überholspur zum Glück?

Siehe Globart-Academy
Idee:
Schon das erste Symposium im Jahr 1998 machte deutlich, was diese Kulturinitiative sein sollte: Ein Forum der Begegnungen kulturschaffender Menschen, Musiker, Künstler, Wissenschaftler, Schriftsteller, Pädagogen, Philosophen, Vertreter des religiösen Lebens und der Wirtschaft.

GLOBArt ist ……
* Förderung des interdisziplinären Dialogs, wie beispielsweise internationale Symposien, Platonischer Dialog, Workshops, Salons, zu Zukunftsthemen.
* Förderung von zeitgenössischer Malerei, Literatur und Musik, beispielsweise anhand einer Plattform zur Präsentation junger Künstler, der Vergabe von Preisen und Auftragswerken, Erstlesungen und Konzerte.
* Pflege und Erhaltung von Kulturwerten – „think global– act local“: Förderung der regionalen Entwicklung, Tradition, Austausch der Kulturen.
* Förderung der Begegnung junger Menschen: Kooperationen mit Schulen und Universitäten im In- und Ausland und die Möglichkeiten für Internships bei GLOBArt
Der Standard schreibt dazu:
„Entschleunigung“ bei der Globart Academy 2008

Pernegg – Um „Entschleunigung – die Entdeckung der Langsamkeit“ dreht sich die elfte GLOBArt Academy vom 21. bis 24. August im Waldviertler Kloster Pernegg. Mit dem vielschichtigen Thema werden sich laut Aussendung der NÖ Landesakademie mehr als 50 nationale und internationale Experten u.a. aus der Medienwelt, Medizin, Betriebswirtschaft, Wissenschaft und Religion in Vorträgen und Workshops auseinandersetzen.

Die Eile hat der Teufel erfunden

„Die Eile hat der Teufel erfunden. Wenn dieses türkische Sprichwort stimmt, leben wir in einer teuflischen Zeit“, führte die Landesakademie, die die Initiative GLOBArt unterstützt, zum Thema aus. Mit der Ökonomisierung Anfang des 19. Jahrhunderts forcierte man die Transformation von Zeit in Geld. Alsbald erfasste und veränderte Beschleunigung alle Lebensbereiche. Immer öfter agieren wir nicht mehr selbstbestimmt, sondern sind Getriebene eines Systems, das immer schneller Antwort, Ergebnisse und Reaktionen verlangt. Eile und Stress bestimmen unseren Alltag.

Geschwindigkeitsempfindungen,,,

und auf Glocalist meint man:
10. GLOBArt Academy im Kloster Pernegg

St. Pölten (17.8.07): Vom 23. bis 26. August treffen sich KünstlerInnen, Visionäre, Querdenker und WissenschafterInnen, die sich im Dienst der Gesellschaft engagieren. Diesjähriges Motto „Identität(en)“.

Die GLOBArt Academy findet heuer bereits zum zehnten Mal im Kloster Pernegg im Waldviertel statt. Unter dem Titel „Identität(en)“ werden Fragen zu Migration, Immigration und Ghettobildung, zu Vorurteilen, Feindbildern, Mythen und Legenden, zur europäischen Verfassung, zum Zivilisationskrieg zwischen dem Islam und dem Westen u. a. diskutiert. …

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