Schlagwort-Archive: Datenschutz

2 Klicks für mehr Datenschutz – FaceBook, Twitter, Google+ betreffend

Erfreulicher weise gibt es jetzt von jQuery ein Plug-In, das zum Beispiel von Sméagol für WordPress, als Plugin „2-Klicks-Button – Socialshareprivacy Plugin“ zur Verfügung gestellt wird. Eine vernünftige Lösung, die ich übrigens auf „MIETEN WIEDER LEISTBAR MACHEN“ (die Grünen) erstmals entdeckte.
Die erste Suche nach dem Plugin führe mich zu dem Artikel „2 Klicks für mehr Datenschutz“ von Jürgen Schmidt im c’t magazin. Ich zitiere aus dem Artikel und verwende die Skizzen, um selbst keine Screenshots anfertigen zu müssen:

Immer mehr Web-Seiten binden die Gefällt-Mir-Buttons von Facebook, Google+ und Twitter ein; auch bei heise online stand das auf der Todo-Liste. Allerdings werden durch diese Buttons schon beim Laden der Seite – also ganz ohne dass der Anwender etwas dazu tut – Daten an die Betreiber der Netzwerkplattformen übertragen. Die enthalten neben der URL der aktuellen Seite unter anderem eine Kennung, die zumindest bei dort angemeldeten Nutzern direkt mit einer Person verknüpft ist. Facebook & Co können also komplette Surfprofile ihrer Nutzer erstellen; Details dazu erklärt der Artikel Das Like-Problem. Da dies mit unseren Vorstellungen von Datenschutz und Privatspäre nicht vereinbar ist, hat heise online eine zweistufige Lösung entworfen, die nur mit Zustimmung der Anwender Daten übermittelt.

Ich halte das für eine wirklich gute Lösung und bedanke mich durch die Verwendung.

Weitere Weblinks:

jQuery Plug-In socialshareprivacy – Dokumentation
Hinweise zum Datenschutz

(982)

Rechte für Roboter? – Ich bin, was ich speichere! – Wollt ihr tatsächlich Daten schützen?

Zuerst dachte ich ein wieder einmal ein wenig darüber nach, was eigentlich einen Menschen ausmacht. Da half mir mein Spruch:
„Willst du wirklich wissen wer du bist, frage deine Tc-Lymphocyten. Falls sie dir antworten, vergiss nicht, mir darüber zu berichten. Ha Ha!“ auch nicht weiter. Über Persönlichkeit, Leben und diverse Formen des Lebens (künstlich, natürlich, künstlich geschaffenes natürliches Leben, natürlich erzeugtes künstliches Leben usw. …, dachte ich hier ja auch schon öfter schriftlich nach. Normalerweise kreise ich immer um das Fließgleichgewicht und folgere, dass man das ist, was man isst, bzw. aufnimmt, wenn man von einem bestimmten Status Quo der Hardware (biologische Lebensform) ausgeht. Das ist leicht erweiterbar. Jedem ist klar, dass man von seiner Umgebung anzieht und mit ihr in einer Wechselbeziehung steht, auch den Einfluss der Erziehung und Schulbildung vergesse ich natürlich nicht und vor allem die Medien und den Informationsfluss. Über du bist was du liest kam ich dann heute einen Schritt weiter, denn ich denke, du bist, was du speicherst (bzw. ich bin, was ich speichere). Die Reize werden gefiltert, aufgenommen und bewertet (retikuläre Struktur, limbisches System …) und dann wird erst entschieden, was gespeichert wird und was verworfen wird. Das wiederum bestimmt, was du in Zukunft heraus filterst, aufnimmst und wie du es bewerten wirst. Das bestimmt im Endeffekt aber auch, was du liest, wohin du dich begibst, was du eben machst, trinkst, isst usw., also sprach Helmeloh, ich bin, was ich speichere.

Zu solchen Gedanken, passte mir der Artikel der Presse „Juristen fordern Gesetze für Roboter“ recht gut, weshalb ich ihn las. Dabei erinnerte ich mich als erstes, dass man im Dezember 2009 schon ein wenig fortschrittlicher schrieb, siehe „Debatte: Rechte für Roboter?„. Naja, vielleicht bekommen die Journalisten schon ein wenig Angst und versuchen daher heute die künstliche Intelligenz eher als lächerliche Spielerei abzutun, denn jetzt schreibt man einleitend:

Wenn ein Roboter lernfähig ist, haftet dann im Schadensfall der Besitzer oder der Hersteller? Fragen wie diese waren Thema einer dreitägigen Konferenz.

2009 hingegen:

Die Menschwerdung der Roboter? Der Ethiker Peter Singer macht sich erste Gedanken darüber, ab wann wir die Gefühle von Robotern ernst nehmen müssen.

Wie dem auch sei, ich zitiere den letzten Absatz aus dem Artikel der Presse (Autor unbekannt) vom 9.05.2012 | 12:56:

„Nicht vermenschlichen“

Andersherum könne sich auch die Forderung ergeben, Roboter bei Fehlverhalten zur Rechenschaft zu ziehen. „Theoretisch könnte man auch einen Roboter bestrafen. Aber Sinn von Strafen ist ja Prävention“, erinnerte der Jurist. „Man sollte hier nicht vermenschlichen, etwa wie im Film ‚I, Robot‘. Das ist Science-Fiction, aber keine seriöse juristische Fragestellung.“

Derzeit drehe sich die Debatte ohnehin weniger um Haftung, sondern mehr um Datenschutz. „Die autonomen Systeme müssen ja ständig Daten von ihrem Gegenüber und der Umgebung aufnehmen. Was passiert damit?“

Quelle: Wikimedia, Manfred Werner - Tsui
Quelle: Wikimedia, Manfred Werner – Tsui

Erstens frage ich mich, ob der Jurist tatsächlich Latein gelernt hat und das Wort „Prävention“ versteht, oder ob er wirklich nur so einfallslos ist und sich nicht vorstellen kann, dass man ein Programm korrigieren (updaten) kann. Ich dachte Windows ist so weit verbreitet, dann müsstet ihr doch wissen, dass ununterbrochen irgend welche Sicherheitspatches und Korrekturen nachgeladen werden müssen. Das könnte doch die Strafe für den Roboter sein, oder? Was ist daran so kompliziert?
Auf den Datenschutz mag ich mich nach wie vor nicht gerne einlassen, da alleine schon die Wortwahl eine Katastrophe ist! Daten benötigen keinen Schutz, denn dafür wird in der objektorientierten Programmierung schon durch Datenkapselung gesorgt. Aber wenn ihr sie unbedingt schützen wollt, dann legt doch einfach ein Backup an. Also diese idiotische Wortwahl stört mich so sehr, dass ich auf das eigentliche Thema gar nicht mehr eingehen möchte, aber was ist mit den Daten der Menschen?
Muss ich mir eine Hirnwindung gerade ziehen lassen, weil ich etwas gehört oder gesehen habe, wovon ein anderer glaubt, dass es seinen Privatbereich, seine Intimsphäre verletzt? Was soll dieser ganze Blödsinn, wenn jemand nicht will, dass irgend etwas mit seinen „Daten“ (Schuhgröße, Blutgruppe, Hausnummer im Jahre Schnee, benutzte Zahnpasta etc.) passiert, dann soll er sie doch einfach nicht her geben!
„Missbrauch anvertrauter Daten“ wäre auch nicht gerade sinnvoll, denn Daten kann man auch nicht missbrauchen, oder misshandeln, sondern höchstens löschen, speichern und bearbeiten. Aber „Bestimmungen für die Verwendung von Daten“ wäre mir ein verständliches Thema. Datenschutz ist mir einfach zu blöd, denn ich habe schon einen Backup-Manager. Das ist ja genauso dumm, wie wenn man von „Suchmaschinenoptimierung“ spricht, wenn man „Inhalte für Suchmaschinen“ optimieren möchte.

Eines weiß ich sicher, so ungenau in den Bezeichnungen und der Wortwahl, wird die zukünftige Herrschaftsklasse, also die Cyborgs und Roboter, sicher nicht sein, obwohl es bestimmt noch eine Weile dauern wird, bis die ersten Maschinen ein Persönlichkeitsrecht erhalten.

Weblinks:
Recht für Roboter
Rechte von Robotern?
Uni Würzburg forscht über Schuld von Maschinen

(804)