Archiv der Kategorie: Kampfkunst

Mein Dào 道

Mein Dào war eine Unterseite, jetzt habe ich einen Artikel daraus gemacht, weil sich mein Interesse sehr eingeschränkt hat, nämlich von „Innere Kampfkunst und drum herum“ auf „Chen Stil Taijiquan“.

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Mein Dào ist jetzt eine private Unterseite des Notizblogs (kk.hirner.at habe ich aufgelassen) von mir, einem interessierten Tai Chi Chuan Übenden. Sämtliche Inhalte sind kritisch zu betrachten, denn es handelt sich, abgesehen von eventuellen Zitaten und Stellen bei denen ich ausdrücklich auf eine Quelle verweise, nur um meine Laienmeinungen. Das ausschließlich, einzige Motiv für diese Seite ist Interesse.
Hier ordne ich auch meine Artikel zu den Themen Qigong, Taijiquan, Kampfkunst, TCM, Daoismus, Meditation und Themenbereiche an, die ich damit in Verbindung bringe. Mein Notizblog ist für tagebuchartige Einträge, für Kommentare und zur Stoffsammlung gut geeignet, aber hier versuche ich mir einen systematischen Überblick zu schaffen. Die Spreu soll aussortiert werden und nur Artikel bzw. Informationen die mir persönlich wichtig sind, werde ich auf diese Seite übernehmen. Gerade in Qigong und Tai Chi Chuan bemerke ich derzeit eine starke Kommerzialisierung und es gibt kaum international verbindlichen Richtlinien, was natürlich Vor- und Nachteile mit sich bringt und eine unglaubliche Vielfalt zur Folge hat. Diesem Vorteil steht der Nachteil gegenüber, dass authentisches Material in der Flut von Lehrern, Meistern, Duanträgern und Stil-Stammhaltern unterzugehen droht. Dadurch werden auch Kurse angeboten, die Yang Stil Taijiquan mit der Pekingform lehren möchten und ftraditionelles Taijiquan dabei womöglich noch als gesunden „Kampfsport“ ausgeben, siehe dazu auch Kampfkunst. Abgesehen davon, glaube ich chinesische Tendenzen zu erkennen, die zwar den „TCM- und Kampfkunsttourismus“ fördert und auch traditionelle Lehren wieder zulässt, aber selbstverständlich nur bereinigt und nach vorangehender „Überprüfung“, mit der Lǎozǐ (Zhuangzi), Zhang Sanfeng, Buddha und Konfuzius vielleicht nicht ganz bedingungslos einverstanden wären, falls sie überhaupt so existierten, wie sie uns überliefert wurden.

Der Vorteil, dass man nicht nach China, Taiwan, Malaysien usw. reisen muss, um hoch qualifizierte Lehrer zu finden, wiegt die Nachteile meiner Meinung nach schon auf. Abgesehen davon, hat man dank dieser Entwicklung die Moglichkeit, sich aus schier unerschopflichen Quellen (Videos, Bücher in allen Sprachen und für jedes Level) das heraus zu suchen, was einem am besten anspricht. Was vor hunderten Jahren nur innerhalb von Familien weiter gegeben wurde, kann heute jeder interessierte erfahren. Vielleicht nicht ganz uneingeschränkt, aber dafür auch nicht an eine Familientradition gebunden. Ich personlich halte es wie in anderen Bereichen, ich picke mir aus jedem Stil das heraus, was mich besonders anspricht. Natürlich muss man dazu auch das kennen lernen, was man nicht näher ergründen mochte. In diesem Sinne kann ich Senecas „per aspera ad astra“ erweitern auf „der Weg zu den 7 Sternen ist rau“¹.

Ich kenne seinen Namen nicht,
darum nenne ich es „Dào“.
(aus Kapitel 25 des Dàodéjīng (道德經) von Lǎozǐ (老子))
¹ Stoß zu den 7 Sternen ist eine TCC Figur und die 7 Sterne haben
ein anatomisches Pendant in den Gelenken und dem Bahui.
Der Spruch von Seneca wird auch übersetzt mit:
Ohne Fleiß kein Preis. Vor den Erfolg haben die Götter den
Schweiß gesetzt. Der Weg zu den Sternen ist steinig.
Mut’ger Kampf führt stets zum Sieg. Vor dem Erfolg liegt die Arbeit.
Es fällt einem nichts in den Schoß. Durch Nacht zum Licht.
Durch den Staub zu den Sternen!
Von nichts kommt nichts …

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Meine „Definition“ von Kampfkunst:
Ich sehe Kampfkunst (nicht Kampfsport) als Weg zur persönlichen Reifung, metaphorisch und historisch gesehen, kann es „der Weg des Kriegers, Heilers und Priesters“ sein, aber and die heutige Zeit angepasst, sehe ich darin eher eine Lebensphilosophie oder Lebensweise, deren Grundlage die überlieferten Weisheiten und Fertigkeiten der Meister traditioneller chinesischer Kampfkunst, Philosophie (oder auch Religion) und Lebenspflege sind. Ein Weg zur Tugend, der Weg zur Selbstfindung und Selbstverwirklichung, zur Natur, zu Respekt, zur Warheit, zum Tao, der Weg zu Gesundheit und langen Leben.
Krieger, also Soldaten und sogar Menschen die sich nur effizient Selbstverteidigen wollen, brauchen keine Kampfkunst sondern technisches Now-how, um die modernen Hightech Waffen- und Verteidigungssysteme bedienden zu können. Menschen die sich mit anderen in kämpferischen Disziplinen messen wollen, brauchen Kampfsport, aber keine Kampfkunst. Ich denke, dass die traditionelle chinesische Kampfkunst, ganz besonders die innere Kampfkunst aber nach wie vor bestens dazu geeignet ist, um den eigenen Weg zu finden und um sich für diesen Weg zu stärken.
Schwerpunkte für diese Seiten werden TCM und traditionelles Wushu sein. Weiters Bereiche, die mir als Grundlageninformation dienlich sein sollen: Anatomie, Physiologie, Esoterik, Medidation, Moral, Ernährung, Taoismus und Chinesisch…
Sinn und Zweck dieser Seiten
Ich mache mir zu Techniken und Übungen (speziell zu Chi Gung und Nei Gung) notizen, stelle theoretische Überlegungen an, lade zur Diskussion im Kommentarbereich ein, sammle Links und Artikel, Videos und Material die Gegenstand meines Interesses sind und zu diesem sehr weit gesteckten Bereich (Kampfkunst als Lebensweise) passen.
Siehe dazu auch:
Wushu ist nicht gleich Wushu und schon gar nicht Wushu
Taijiquan ist eine innere Kampfkunst und kein Kampfsport

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Taijiquan Stile

Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Kategorisierung, aber ich bevorzuge eine wie folgt:

1. Chen-Stil (chin. 陳氏) im „alten Rahmen“ (Da Lao Jia) nach Chen Changxing (1771-1853), nach Chen Qingping im „neuen Rahmen“ (Da Xin Jia) (1795-1868) oder im „kleinen Rahmen“ (Xiao Jia) (~1950 Dorf Chen)
2. Yang-Stil (chin. 楊氏, yángshì) nach Yang Luchan; im „großen Rahmen“ nach Yang Chengfu (1883-1936) oder im „kleinen Rahmen“ nach Yang Banhou (1837-1892)
3. Wu/Hao-Stil (chin. 武(/郝)氏, wǔ(/hǎo)shì) nach Wu Yuxiang (1812-1880)
4. Wu-Stil (chin. 吳氏, wúshì) nach Quanyou (1834-1902) und Sohn Wu Jianquan (1870-1942)
5. Sun-Stil (chin. 孫氏) nach Sun Lutang (1861-1932)
6. Wudang Tai Chi Chuan nach Cheng Tin Hung (*1930 – †2005)
7. Moderne Formen abstammend von verschiedenen Stilen; Yang Chengfu 楊澄甫
* 37er Kurzform nach Zhèng Mànqīng 鄭曼青 1901-1975 (CMC)
* Beijing 24 Form nach Chinesischer Sport Kommission 1956
* 42 Competition Form (Wushu competition form combined from Sun, Wu, Chen, and Yang style; 1989)

Es gibt deren natürlich viele mehr, aber ich will, vorläufig zumindest, ohnehin nur auf den Chen-, Yang- und CMC-Stil eingehen und letztere sogar zusammen fassen.
Vorläufig notiere ich mir hier noch einen Link zu meinen alten Artikeln Archiv für die Kategorie Taijiquan.

Formen

Einleitend möchte ich auf eine Wikipedia Seite verweisen, wo man viele Formen aufgelistet findet: List of tai chi chuan forms

Berücksichtigt werden hier besonders folgende Stile (Chen, Yang, Wu-Hao, Wu, Sun und moderne Formen).

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2 Arten von Gewalt

Frei fließende Gedanken zur Gewalt – dada muss ich einfach nur assoziieren.
Gewalt und Glaube – du (ich) selbst
Kampfmönche -<## Buddha – Terrorist.
Nur Gedanken, aber wozu Kampfmönche? Ach, um den Herrn zu dienen, den Glauben zu bewahren, den scheiß, überirdischen Gehirngespinst zu huldigen, meiner Geisteskrankheit Vorschub zu gewährleisten, … – oh, ihr seid die Urväter der islamischen und jedwediger religiöser Terroristen?
Dann kenne ich für euch Gestalten kein Schimpfwort mehr und kann euch nur sagen, dass es nur 2 Arten von Gewalt gibt.
Es gibt die natürliche Gewalt und die ist eine Naturgewalt. Selbst wenn ihr gerade nicht erzittert vor dem Blitz, Donner, Erdbeben und Co, dann ist die Mahlzeit des ach, so lieben, schlauen Fuchsileins und Meister Reinekes ganz genau die selbe grausame natürliche Gewalt, die ihr nicht sehen und ertragen könnt – eine Naturgewalt.
Die künstliche, degenerierte, menschliche, intelligente Gewalt ist anders. Sie basiert auf Glauben und meist religiösem oder sexuellen Glauben und diese Gewalt ist es, deren Bekämpfung mir wirklich als ein lohnendes Ziel erscheint.
Warum? – Darum!
Ja, vielleicht bin ich wirklich verrückt, da ich tatsächlich keiner Fliege etwas zu Leide tun kann. Nein, das ist kein Gerede sondern mein Outing, so ist es für mich.
Sie setzt sich auf meinen Arm oder mein Bein und ich sehe sie; spüre sie, beobachte sie.
Taijiquan Meister konnten vor langer, langer Zeit angeblich einen Vogel daran hindern, dass er von der Hand weg fliegt, weil sie so sensibel waren, dass sie ihm den nötigen Widerstand verwehrten.
Ich kann das bei einer Fliege! Vorrausgesetzt sie steht mir nahe und das tut sie, wenn sie auf mir sitzt. Ihre Beinchen ständig putzend huscht sie aufmerksam umher und registriert ihre Umgebung. Wenn ich meine ganze Aufmerksamkeit auf sie fokussiere, dann spüre ich einen starken gleichmäßigen Druck ihrer Beinchen, sobald sie weg fliegt. Ich versuche zu reagieren und ihr den Widerstand zu nehmen, aber ich bin viel zu langsam. Ich gebe nicht auf und kann sie inzwischen schon im Flug mit zwei Fingern fangen, ohne sie zu verletzen, aber bis ich sie am Wegfliegen hindern kann, wenn sie auf mir sitzt, werde ich noch viel intensiv üben müssen.
Ich kann also weder ihr noch jemand anderem weh tun (zumindest hat sich in 53 Jahren noch keine Situation ergeben wo ich dazu gezwungen worden wäre).
Was können aber die meisten Menschen? Die Fliege nachbauen? Sie erzeugen? So ein Kunstwerk schaffen? Nein, darauf klatschen und kaputt machen! So eine Fliege ist Leben und kitzelt doch nur – lasst sie leben, schaut ihr zu, lernt von ihr, denn sie ist schneller als ihr alle und sie kann fliegen! Könnt ihr das wenigstens auch?
Ach, ihr tötet sie, weil sie fliegen kann, aber ihr kaum noch gehen könnt?
Na, dann füttert wenigstens euren Hund – der gehört euch, im Gegensatz zu meiner Fliege!

Natürlich ist das nicht ganz ernst zu nehmen und wenn mich Fliegen in der Wohnung quälen greife ich auch zur Klatsche und eleganteren Lösungen aus dem Drogeriemarkt. Aber Fliegen sind jedenfalls wirklich harmlos im Gegensatz zu den Gelsen und die merkt man kaum, wenn sie auf der Haut landen, sondern erst wenn es zu spät ist und die Vampiermahlzeit schon begonnen hat.

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Spirituelles Wundang Tai Chi Chuan

ein taoistischer taijiquan meister namens chen und ein bergsteiger (wahrscheinlich nicht Messner) standen vor dem abgrund am höchsten gipfel der welt – eine sturmböe stieß beide in die tiefe – beide wussten, dass ihre letzten sekunden angebrochen waren. chen und der bergsteiger stürzten in die tiefe – der bergsteiger hatte todesangst und war absolut (nach menschlichen ermessen) verzweifelt und chen war aufmerksam – sie stürtzten den fels hinunter – chen sah eine eisblume am felsen und dachte: „welch wundervolle welt, so etwas schönes“ – tod. der bergsteiger meinte nichts und war noch 2 sekunden und 48 hundertstel sekunden und 273 tausendstel sekunden in todesangst verkrampft.
Wenn ihr die Sekunden aufs Leben extrapolieren könnt, liebe Leute, dann wisst ihr, was Tai Chi Chuan ist, meine ich, der glückliche Taijiquan Lehrling.

Was hat das jetzt mit Wundang zu tun?
Eigentlich nichts, außer dass Taijiquan auch als das Gebet der Taoisten bezeichnet wird und das sie die „Erfinder“ von Taijiquan sind. Das ist zwar vielfach belegt, wird aber gerne verleugnet, so wie es eben bei allem, was wirklich gut und wertvoll ist, der Fall ist.
dadaichmussüben

(402)

Gatka und Shastar Vidya

Eigentlich wollte ich mir nur ein paar Zeilen zur Atmung im Yoga notieren, aber dann wurden daraus wieder viele Stunden mit Religion, Philosophie, Kundalini und Vergleichen der indischen und chinesischen Kulturgeschichte.
Dabei stieß ich auf Gatka.

Zuerst ein paar Punkte meines Streifzuges:
Chinesische Philosophie
Die Anfänge der chinesischen Philosophie reichen bis weit in das zweite vorchristliche Jahrtausend zurück.
aus Wikipedia:

Zu ihren zentralen Fragestellungen gehörte von jeher die Ordnung des Kosmos wie auch die Stellung des Menschen in ihm. Sehr alt ist die Lehre vom Urprinzip Dao sowie dem der Welt immanenten Gegensatz von Yin und Yang. Später entwickelten sich auf ihrer Grundlage zahlreiche Lehren, von denen die bekanntesten der Konfuzianismus, der Daoismus und der Legalismus sind. Stets waren ausgeprägte synkretistische Tendenzen zu beobachten, in deren Rahmen teilweise auch von außen importierte Lehren wie der Buddhismus mitaufgenommen und sinisiert wurden. Aufgrund teilweise völlig unterschiedlicher Paradigmen, Fragestellungen und Herangehensweisen wird teilweise bestritten, ob die chinesischen Denktraditionen überhaupt als Philosophie im Sinne der westlichen Tradition angesehen werden können.

Indische Philosophie
Seit der Zeit der Upanishaden (9.–6. Jh. v. Chr) kann man in Indien von einer entwickelten Philosophie sprechen. Die Ursprünge reichen jedoch in das 2. vorchristliche Jahrtausend zurück.

aus Wikipedia:

Zentrale Themen bilden Samsara (Wiedergeburt), Karma („Gesetz der Tat“) und Dharma (kosmische Ordnung). Von den sechs orthodoxen indischen Systemen (d.h. die die Autorität des Veda anerkennen) sind Vedanta, Yoga und Samkhya die wichtigsten. Zu den sog. heterodoxen Systemen zählen der Jainismus und die verschiedenen buddhistischen Schulen.

Interessant ist auch, dass die indische Verfassung den Hinduismus so definiert, dass er auch den Jainismus, Buddhismus und Sikhismus umfasst.

Über Kundalini, Kundalini-Yoga und Nadis (es gibt 72 000), also mehr als Meridiane
kam ich schließlich zu Gatka.
Auf innere-kraft-64.de lese ich „Die Gatka Techniken„. Zitat:

Zusammengesetzt ist Gatka aus wenigen einfachen, kreisenden Grundbewegungen, die frei und fließend ausgeführt und beliebig miteinander kombiniert werden können, so dass man Gatka regelrecht tanzen kann. Ziel ist, diese Grundbewegungen zu natürlichen Bewegungen des Körpers zu machen und zu Reflexen..

und dass man sich mit Gatka einen beweglichen und ausdauernden Körper und einen konzentrierten Geist, der unvoreingenommen und ohne Angst oder Haß den Problemen des Lebens begegnet, erwerben kann.

Wer denkt immer noch nicht an Taijiquan? Höchstens diejenigen, die noch nie etwas davon gehört haben.
Naja, ich werde mir das jedenfalls näher ansehen, auch wenn ich es bestimmt nicht lernen möchte, da mir Chen Taijiquan völlig genügt.

Dazu merke ich mir noch schnell ein paar Webseiten:
Gatka und Shastar Vidya

Shastar Vidya
Shastar Vidya
Sikh-Forum

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