Archiv der Kategorie: Yang

Taijiquan 太极拳: Den Affen zurückstoßen

Yin Yang

Yin Yang Symbol

Taijiquan im Yang Stil
Zurück zur Übersicht der Yang Form 24 und der 37er Form
Bevor ich zu der Form 6 des vereinfachten Yang Stiles komme einige Anmerkungen zu den Grundlagen:

  • Körperhaltung
  • Gewichtsverlagerung
  • Drehung
  • Armbewegung
  • Handhaltung
  • Standpositionen
  • Schreiten

Diesmal ein paar Anmerkungen zur Gewichtsverlagerung.
Zuerst das Gewicht auf beide Beine in der Grundhaltung gleichmäßig verteilen. Die Aufmerksamkeit auf dass Körperzentrum richten und das Zentrum (Dantian) nach links bewegen, bis das gesamte Gewicht auf dem linken Bein ruht. Das Zentrum führt die Bewegung und der Körper folgt nach. Wenn der Fuß das Gewicht trägt, muss das Knie senkrecht über dem Fuß sein und das Hüftgelenk ist auch in der senkrechten Linie über dem Knie. Das Zentrum wird wagrecht zum boden bewegt. Nach einer Gewichtsverlagerung den Fuß an eine andere Stelle setzten únd hin und her gewichten.

6. Form: Den Affen zurückstoßen oder ein Schritt zurück und beide Arme wirbeln

Eingangs wieder ein erklärendes Video Tai Chi: Step Back & Repulse Monkey Tips

Zur Form 5 siehe auch Vorderansicht, Seitenansicht und Zeichnungen.

Den Oberkörper nach rechts drehen und die rechte Hand mit der Handfläche nach oben am Bauch vorbei, von unten in einem Kreis nach hinten oben bewegen und horizontal heben, der Arm ist dabei leicht angewinkelt. Die linke Handfläche aufwärts drehen. Mit der Drehung des Körpers nach rechts zunächst nach rechts blicken und dann mit dem Blick die Bewegung der rechten Hand verfolgen. Dann den rechten Arm beugen und die rechte Hand vom Ohr vorwärts stoßen, die Handfläche ist dabei nach vorn gerichtet. Den linken Ellbogen krümmen und, die Handfläche nach oben zur Außenseite der linken Rippe zurückziehen.
Das linke Bein gleichzeitig leicht anheben und einen Schritt rückwärts etwas nach links setzen, dabei die Sohle zuerst auf den Boden und dann den ganzen Fuß fest auf den Boden setzen. Das Körpergewicht auf das linke Bein zur Bildung eines rechten hohlen Schritts verlagern. Den rechten Fuß mit der Sohle als Achse zur richtigen Position drehen, wenn sich der Körper wendet. Auf die rechte Hand blicken. Dann den Oberkörper leicht nach links wenden und gleichzeitig die linke Hand nach hinten oben mit der Körperwendung in einem Kreis bewegen und horizontal heben, Handfläche nach oben. Die rechte Handfläche sofort nach oben drehen. Zuerst nach links schauen und dann die Bewegung der linken Hand verfolgen.
Der linke Arm wird nun angewinkelt und die linke Hand vom Ohr vorwärts gestoßen, die Handfläche ist nach vorn gerichtet. Den linken Ellbogen beugen, und die Handfläche nach oben, zur Außenseite der rechten Rippe zurückziehen.
Gleichzeitig das rechte Bein leicht anheben und einen Schritt rückwärts nun leicht nach rechts setzen, dabei wieder die Sohle zuerst und dann erst den ganzen Fuß langsam und fest auf den Boden setzen. Das Körpergewicht auf das rechte Bein zur Bildung eines linken hohlen Schritts verlagern. Den linken Fuß mit der Sohle als Achse zur richtigen Position drehen, wenn sich der Körper wendet. Auf die linke Hand blicken. Dann den Oberkörper leicht nach rechts wenden und gleichzeitig die rechte Hand nach hinten oben mit der Körperwendung in einem Kreis bewegen und horizontal heben, die rechte Handfläche nach oben. Die linke Handfläche sofort nach oben drehen. Zuerst nach rechts und dann nach vorn auf die linke Hand blicken.
Den rechten Arm beugen und die rechte Hand vom Ohr vorwärts stoßen, die Handfläche nach vorn gerichtet. Den linken Ellbogen anwinkeln und, mit der Handfläche nach oben, zur Außenseite der linken Rippe zurückziehen. Gleichzeitig das linke Bein leicht anheben und einen Schritt rückwärts (leicht nach links) tun, dabei die Sohle zuerst und dann den ganzen Fuß langsam und fest auf den Boden setzen. Das Körpergewicht auf das linke Bein zur Bildung eines rechten hohlen Schritts verlagern. Den rechten Fuß mit der Sohle als Achse zur richtigen Position drehen, wenn sich der Körper wendet. Auf die rechte Hand blicken. Anschließend den Oberkörper leicht nach links wenden und gleichzeitig die linke Hand nach hinten, oben mit der Körperwendung in einem Kreis bewegen und horizontal heben, Handfläche nach oben. Die rechte Handfläche sofort nach oben drehen. Zuerst nach links und dann vorwärts auf die rechte Hand schauen.

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Taijiquan 太极拳: Die Pipa spielen

Yin Yang

Yin Yang Symbol

Taijiquan im Yang Stil
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Bevor ich zu der Figur 5 des vereinfachten Yang Stiles, bzw. Figur 13 in er 37er Form komme einige Anmerkungen zu folgenden Punkten den Grundlagen:
Körperhaltung, Gewichtsverlagerung, Drehung, Armbewegung, Handhaltung, Standpositionen, Schreiten

Bei den folgenden Formen werde ich mir zu jeweils einem Punkt der oben angeführten Grundlagen ein paar Notizen machen.
Ich beginne mit der Körperhaltung, der Grundhaltung.
Der entspannte aufrechte Stand kann als typische Tai Chi Körperstellung bezeichnet werden. Er ist die Grundlage jeder Taiji-Bewegung. Die Füße sind parallesl in einem Abstand der etwa der Schulterbreite entspricht und die Zehen zeigen nach vorne. Die Knie und die Hüftgelenke sind leicht gebeugt. Die Knie sollen nicht nach innen fallen und nicht über die Zehen hinaus ragen. Das Becken ist aufgerichtet und die gesamte Wirbelsäule, soll möglichst senkrecht sein. Um eine möglichst senkrechte Wirbelsäule zu erreichen, kann man sich mit dem Rücken an eine Wand stellen. Die Füße (parallel, schulterbreit) sollen dabei ungefähr eine halbe Fußlänge von der Wand entfernt sein. Nun versucht man besonders mit den Lendenwirbel die Wand zu berrühren. Wenn es nicht klappt kann man ein Hohlkreuz machen, also den Abstand zur Wand absichtlich vergrößern, um dann einen erneuten Versuch zu starten. Der Rumpf soll möglichst entspannt sein, die Schultern hängen herab, wobei noch etwas Luft unter den Achselhöhlen sein soll. Brustkorb und Bauch bewußt entspannen und dann einen Schritte weg von der Wand.
Der Kopf ist aufrecht und der Scheitel zeigt gegen Himmel. Der Blick ist nach vorne gerichtet, ohne einen bestimmten Punkt zu fixieren.
Die Fersen, die Außenseiten der Fußsohlen, die Ballen und die Zehen sollen guten Bodenkontakt haben, was sich positiv auf Fehlhaltungen (Platt-, Knick- und Senkfüße) auswirken kann.

5. Form: Die Pipa (Leier, Laute, Gitarre) spielen

Zur Abwechslung soll hier einmal ein Demonstrationsvideo aus dem Wu Tai Chi Style gezeigt werden:

Zur Form 5 siehe auch Vorderansicht, Seitenansicht und Zeichnungen.

Den rechten Fuß einen halben Schritt vorwärts bewegen die Sohle zuerst aufsetzen, dann erst den ganze Fuß und den Oberkörper etwas nach hinten zurücknehmen. Das Körpergewicht auf das rechte Bein verlagern. Den Oberkörper halb nach rechts wenden, den linken Fuß leicht anheben und die Ferse am Boden und die Zehen aufwärts, in einem hohlen Schritt nach vorn setzen. Das Knie ist dabei leicht gebeugt. Gleichzeitig die linke Hand von unten in einem Bogen an die rechte Seite der Nase führen. Die Handfläche zeigt nach rechts und der Arm ist leicht angewinkelt. Die rechte Hand mit nach links zeigender Handfläche neben den linken Ellbogen zurückziehen. Dabei auf den Zeigefinger der linken Hand blicken.

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Taijiquan 太极拳 – Der vereinfachte Yang Stil mit 24 Formen

Yin Yang

Yin Yang Symbol

Als Tai Chi Anfänger möchte ich mir mit diesem und den folgenden Artikeln in der Kategorie Tai Qi Gong das nötige theoretische Wissen, Hintergrundinformationen und vor allem weiterführende Links zurechtlegen. Für jede Figur ist ein Artikel geplant, der etwa folgendes bieten soll: „Eine Beschreibung, Links zu den sehr guten Darstellungen auf Taiji.de, Links zu Erklärungen und Videos von Erle Montaigue und dem China Portal, so wie verschiedene Anmerkungen und mir wichtig erscheinende dazu passende Grundlagen aus diversen Quellen (die immer in der Linksektion angeführt werden) und natürlich ein Video, das die 24 Formen im vereinfachten Yang Stil zeigt.

Die 24 Formen (Übungen):

1. Beginn; Eröffnung nach links
2. Die Mähne des Wildpferdes teilen
3. Der weiße Kranich breitet seine Schwingen aus
4. Das Knie streifen und den Schritt drehen
5. Die Pipa spielen
6. Den Affen zurückstoßen
7. Den Vogel beim Schwanz fassen
8. Den Vogel beim Schwanz fassen – rechts (siehe oben)
9. Die einfache Peitsche
10. Die Wolkenhände
11. Die einfache Peitsche (siehe oben)
12. Dem Pferd einen Klaps geben
13. Kick mit der rechten Ferse
14. Heißer Wind bläst in beide Ohren
15. Drehen und mit der linken Ferse kicken
16. Die gehockte Peitsche – links
17. Die gehockte Peitsche – rechts
18. Am Webstuhl arbeiten – links und rechts
19. Die Nadel vom Meeresboden holen
20. Die Arme wie einen Fächer ausbreiten
21. Drehen, blocken, pariren und zustoßen
22. Hände zurückziehen und stoßen
23. Die Hände kreuzen
24. Schluß
Ursprung und Bedeutung von Taijiquan:
Das {de:Taijiquan|Tàijíquán} (chin. 太极拳 / 太極拳, T’ai-chi-ch’üan), auch T’ai-Chi-Ch’uan oder chinesisches Schattenboxen genannt, ist eine {de:innere Kampfkunst} .
Das Taìjíqúan auch T’ai-Chi-Ch’uan (alte Umschrift), verkürzend Tai Chi oder auch chinesisches Schattenboxen genannt, ist eine Jahrhunderte alte im Kaiserreich China entwickelte innere Kampfkunst. Es verbindet die Aspekte Selbstverteidigung, Gesundheit und Meditation.
Ob der Genaue Urspung nun auf das Dorf Chenjiagou zurückzuführen ist und ob Zhang Sanfeng oder Wang Zongyue der Begrüder war sei dahingestellt. Wang Zongyue schrieb jedenfalls ein Buch über Taijiquan, in dem er die Theorie und die Techniken des Taijiquan systematisch erklärte. Manche Leute sind überzeugt, dass Wang Zongyue, der ein bekannter {de:Wushu} ­Meister war, die Erfahrungen seiner Vorgänger ausgewertet und daraus das Taijiquan entwickelt hat, das er dann in dem Dorf {de:Chenjiagou} einführte.
Das Wort „Taiji“ bedeutet „höchst“, „äußerst“, „absolut“ oder „einzigartig“ und ist im {de:Daoismus} ein Synonym für das allerhöchste Wirkprinzip. Man kann es auch übersetzen mit „Das größte Ganze“ oder die „Allergrößten Gegensätze“ und „Quan“ heißt wörtlich übersetzt „Faust“.
Wushu steht mit der Religion und Philosophie in enger Verbindung, weshalb man annimmt, dass das Taijiquan seinen Ursprung im {de:Wudang} ­Gebirge hatte, einem heiligen Ort des {de:Daoismus} . Taoistische Priester hätten es erfunden, denn Sie waren der Überzeugung,
dass tiefes Atmen, verbunden mit körperlichen Übungen, das Leben verlängern könne, weil es zu
einem reibungslosen Fließen der vitalen Energie innerhalb des Körpers führe. Die Hauptfunktionen
des Taijiquan sind danach die Reinigung der Kanäle für den Fluß der Energie und die Regulierung
des Energieflusses und Blutkreislaufs, um auf diese Weise die Widerstandsfähigkeit gegen
Krankheiten zu erhöhen und das Leben zu verlängern (Erlangung von Unsterblichkeit).

Nun einmal ein Video von YouTube, das die anmutigen Bewegungen gut zeigt:

This video, courtesy of https://taiji.de/, is an exceedingly graceful demonstration of the Yang Simplified 24, the most popular form of Tai Chi after its adoption by the Chinese State Committee of Sports in 1956.

Verbindung zur Philosophie:
Das Taijiquan hatte einen großen Einfluß auf die Wushu Kultur in China und zwar nicht nur wegen des Gesundheitsschutzes und der Verbesserung der Kampfkunstfertigkeit und des Temperaments,
sondern mehr noch durch seine Philosophie, die bei vielen Menschen ein großes Interesse geweckt hatte. Taijiquan wurde gerne und immer häufiger praktiziert und zu studiert.
{de:Yin_und_Yang|Yin und Yang}

Yin und Yang ergänzen und bedingen einander und lösen einander in rhythmischem Wechsel ab, wobei in allem der Himmel für die irdischen Verhältnisse Vorbild ist. Das eine kann nicht ohne das andere existieren. In ihrem Wechselspiel und Zusammenwirken zeigt sich die Weltordnung, zeitlich ebenso wie räumlich. So betrachtet erscheint keines der beiden als wichtiger oder als moralisch überlegen. Allerdings findet man in der daoistischen Philosophie eine deutliche Bevorzugung des Yin, das dadurch faktisch überlegen wirkt; dort wird immer wieder betont, dass das Weiche (Yin) das Harte (Yang) besiegt. Im Konfuzianismus hingegen ist faktisch ein klarer Vorrang des Yang gegeben, was sich in der patriarchalen Grundhaltung der Konfuzianer und ihrer Betonung des Vorrangs des Älteren gegenüber dem Jüngeren äußert.
Ein Beispiel aus dem Taiji:
Frage: Schau einen Stock an – sein eines Ende ist Yin, das andere Yang. Welches ist wichtiger?
Antwort: Der Stock selbst ist wichtig!

Die Gegensätze wie Bewegung und Ruhe, hart und weich, vorwärts und rückwärts, öffnen und schließen, Spannung und Entspannung, Krümmung und Ausdehnung, hoch und niedrig, die im Taijiquan eine wichtige Rolle spielen, sind eine Manifestation der Veränderungen von Yin und Yang. Die Beziehungen zwischen Härte und Weichheit, Stille und Bewegung sowie Yin und Yang sind ein Ausdruck des Prinzips der Einheit der Gegensätze in unterschiedlichen Formen. Es sind zwar Gegensätze, doch sie ergänzen einander und bedingen sich gegenseitig. Wang Zongyue schrieb in seinem Buch Über das Taijiquan, dass das Taijiquan auf den Veränderungen basiert, die aus den Beziehungen zwischen Bewegung und Stille sowie zwischen Yin und Yang resultieren.
Vom {de:Zhou_Dunyi|Wuji} zum Taiji
Das ist die grundlegende Idee und die Quintessenz des Taijiquan.
Zitat aus (2):

„Vom Wuji zum Taiji“. Der Begriff „Wuji“ (pollos) wurde im alten China durch einen Kreis mit leerem Platz im Innern dargestellt. Dieses Symbol steht für das Chaos (oder den urzeitlichen Zustand des Weltalls, bevor sich die Erde vom Himmel und Yin von Yang trennten). Dieses Prinzip, das im Taijiquan verkörpert wird, ist die Faustkampfstellung, in der Geist und Körper zu einer Einheit integriert sind, bevor die Bewegungen beginnen und bevor Yin und Yang sich trennen. Das Taiji­Diagramm ist ein Kreis, doch was die Linien der Bewegung im Taijiquan betrifft, so sind dies meistens flache oder kleine Kreise, große Kreise, Ovale, Halbkreise, Bögen und Spiralen. Die Bewegungen müssen ununterbrochen und fließend ausgeführt werden. Sie werden nur scheinbar unterbrochen und nur scheinbar abgeschlossen. Der Fortbestand der Kreise und Bögen ist das Sinnbild des Wuji. Infolgedessen muß man beim Üben des Taijiquan offenen Geistes sein und sich durch nichts ablenken lassen. Ruhig und leer wie das grenzenlose Weltall muß das Gefühl sein.
„Vom Wuji zum Taiji“ ist die grundlegende Idee und Quintessenz des Taijiquan. Das Taijiquan
erfordert den Einsatz eines Energiestroms, um die körperlichen Bewegungen in Kreisform zu leiten.
Die Kreise umfassen innere und äußere Kreise: (1) Der innere Kreis bezieht sich darauf, dass der Fluß des Energiestroms glatt und natürlich vor sich gehen soll; dabei muß gewährleistet sein, dass es beim Atmen nicht die kleinste Pause gibt; (2) der äußere Kreis bezieht sich auf die Bahn der Kreisbewegung der Gliedmaßen und des Körpers. Die Kreisbewegungen sind das Ergebnis des sorgfältigen Studiums der philosophischen Prinzipien, die von den chinesischen Taijiquan­Meistern der vergangenen Dynastien im Buch der Wandlungen festgehalten sind. Sie sind die Essenz der Praktizierung des Taijiquan.
Die traditionelle chinesische Philosophie betont die harmonische Einheit zwischen Mensch, Natur und Universum. Das Taijiquan hat diesen philosophischen Gedanken absorbiert. In der Ausführung des Taijiquan wird Wert auf die aufrechte Haltung, Entspannung, Leichtigkeit, Bequemlichkeit, Langsamkeit und Weichheit, gelegt. Bezüglich der einzelnen Teile des Körpers ist folgendes zu beachten: Kopf aufrecht halten, Brust einziehen, Rücken gerade strecken, Schultern fallen lassen, Ellbogen nach unten, Bauch und Taille entspannen, Hinterbacken einziehen, Knie entlasten und Füße leicht aufsetzen. Darin drückt sich die harmonische Übereinstimmung zwischen dem Taijiquan und der Natur aus.

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In der Volksrepublik China ist Taijiquan in zumeist stark vereinfachter Form ein Volkssport und in den Parks der Städte sieht man in den Morgenstunden tausende Menschen beim Üben der Bewegungen.

Über den Aspekt von Taijiquan als Kampfkunst hinaus wird Taijiquan häufig als allgemeines System der Bewegungslehre oder als Gymnastik betrachtet, welches einerseits der Gesundheit sehr förderlich ist, andererseits der Persönlichkeitsentwicklung und der Meditation dienen kann. Besonders im Westen tritt der Kampfkunstaspekt häufig hinter diesen Aspekten zurück, da die meisten Lehrer nur eine kurze Ausbildung haben und mit den energetischen, inneren Aspekten selbst nicht vertraut sind.

Im Zentrum des Übens von Taijiquan steht meistens eine so genannte „Form“, eine feste Bewegungssequenz, die unterschiedlich lang sein kann (vergleichbar einer Kata in den japanischen Kampfkünsten).
Die Form wird typischerweise langsam und ruhig ausgeführt, doch kann es hier je nach Stil und Form Unterschiede geben. Die inneren Prozesse, deren äußerer Ausdruck die Formen sind, sind jedoch in allen Schulen gleich.

Eine Form setzt sich aus mehreren Bildern bzw. Einzelbewegungen zusammen. Viele Formen werden deswegen nach der Anzahl ihrer Bilder benannt, so zum Beispiel die 24-Bilder-Form (Pekingform) oder die 48-Bilder-Form. Die längsten Formen haben über 100 Bilder und ihre Ausführung dauert über eine halbe Stunde.

Links:

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Hebende Abwehr nach links

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Pferd

Bildquelle: Pferd

Ursprünglich wollte ich „Die Mähne des Wildpferdes nach links und rechts teilen“ aus der Pekingform und die „hebende Abwehr nach links“ (Left Wardoff; Zuo Peng aus der Kurzform nach Cheng Man Ching) in einem Artikel beschreiben, was nur zu Verwirrung führte. Daher ist jetzt hier nur noch die „hebende Abwehr nach links“ beschrieben

Hebende Abwehr nach links (Left Wardoff; Zuo Peng)

Man drückt sich vom rechten Fuß weg und dreht den linken auf der Ferse ein (Variation – im Video unten ist das nicht der Fall, da bleibt der linke Fuß in fixer Position).
* Ich habe beide Versionen öfter versucht und bringe bei fixer Position des linken Fußes, nach der Drehung mehr Kraft nach vorne.
Das Gewicht auf das linke Bein verlagern, es folgt eine Drehung nach rechts, dabei den rechten Fuß auf der Ferse nach außen drehen. Die Drehung geht von der Hüfte aus, welche die Schulter mit zieht und diese wiederum den rechten Arm. Der Arm wird dadurch nach oben bewegt und kommt vor die Brust, die Handfläche wird nach unten gedreht. Der linke Arm schwingt vor den Körper unter den rechten Arm, als würde man einen Ball halten. Auf die rechte Hand blicken.
Das Gewicht wird dann auf den rechten Fuß nach vorne verlagert (* Druck von der linken Fußsohle). Das linke Bein wird dadurch „leer“ und kann im Bogenschritt nach vorne gesetzt werden.
Gewichtsverlagerung nach links, dabei kommt der linke Arm angewinkelt nach oben vor die Brust mit einer leichten Drehung, sodass der Handrücken nach vorne zeigt. Die rechte Hand sinkt neben die Hüfte, der Ellbogen ist leicht gekrümmt und die Handfläche zeigt nach unten. Bei dieser Bewegung der Arme berühren sich die beiden Mittelfinger der jeweiligen Hand auf halben Weg und Lie (trennende Kraft) kommt zur Anwendung.
Die Augen sind nun auf die linke Hand gerichtet.

Hier wird diese Figur als Beispiel erwähnt: Yin und Yang im Taijiquan

Siehe dazu auch Taiji Diagram and Yang Style

„Left Wardoff (Zuo Peng)“: Upon completion of the commencing posture, the right hand follows the turning of the body along the front of the abdomen while gradually moving up to the front of the right chest. This is shown in Diagrams 3 and 4 from Fu Zhongwen’s book titled Yang Style Taijiquan. The right hand traces out a three-dimensional S-shaped line moving from the head of the Yin and Yang fish to the abdomen and then to the tail. Following, the right hand makes an arc toward the right front pulling down to the side of the right hip to trace out the back of the fish and its head (Diagram 5).

und die 11er Form (pdf).

Weblinks:
First Section of Standard Simplified 24 Form Tai Chi (Yang Style)
Wild Horse Parts Mane
ITCCA Der alte authentische Stil der Yang Familie
Taijiquan Wikipedia
48 Taijiquan (chin. 太极拳) Figuren.
Willkommen im Tai Chi Verein Linz
Sportschule Jung
Deutschen Sporthochschule Köln
Tai Chi + Qigong Lehrer Schulen in Österreich
Zentrale Info-Stelle für Tai Chi & Qigong in Deutschland
Der Österreichische Hunyuan Chen Taiji Verein
Taijiquan und Qigong werden im Shambhala
Qi Gong und Taiji Quan bei Irene Strohmeier
Yin und Yang
Fach-Chinesisch
Basisbegriffe im Tai Ji Quan und Qi Gong
Long Form
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Taijiquan: Beginn – Arme heben und senken

Yin Yang

Yin Yang Symbol

Figur 2) Beginn – Arme heben und senken
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Arme heben (Yang)
Die gesammelte und zentrierte Energie (Chi) soll sich jetzt in die Peripherie entfalten und nach vorne und oben ausdehnen.
Man drückt sich vom Boden weg und wächst langsam und kontinuierlich zum Himmel. Die Handrücken kommen etwas nach oben und dann schräg nach vorne. Die Arme nach und nach horizontal anheben, bis die Hände auf Schulterhöhe und in Schulterbreite sind. Dabei sind die Finger leicht angewinkelt, die Handflächen zeigen nach unten und die Ellbogen hängen ein bisschen herab.
Arme senken
Den Oberkörper aufrecht halten, die Knie langsam beugen und die Hände bis in Bauchhöhe nach unten drücken. Die Handflächen zeigen nach unten. Die Abwärtsbewegung der Arme soll mit der des Körpers koordiniert sein.
Der Neigungswinkel zwischen Oberschenkel und Boden beträgt 45 bis 60 Grad, kann jedoch je nach Körperkondition variieren. Bis auf einige wenige Ausnahmen (z.B. bei den Positionen „Hockehaltung mit weit ausgestrecktem Bein“, „auf einem Bein stehen“ und „auf gespreizten Beinen stehen“) sollte man den Körper in gleicher Höhe halten.

Dem Inhalt des folgenden Videos kann ich zwar nicht unbedingt zustimmen, aber ich möchte damit zeigen, dass es eben viele Interpretationen gibt. Auch bezüglich der Herkunft gibt es mehrere Ansichten.

Up & Down Stroke for Tai Chi — powered by ExpertVillage.com

Bei der Eröffnungsfigur wird schon klar wie schwierig Tai Chi ist, denn wo ist die Gewichtsverlagerung (wichtiges Prinzip im Tai Chi) beim Heben und Senken der Arme, wie wird dem Prinzip „Jede Bewegung muss gleichzeitig enden und anfangen“ entsprochen? Wo vollzieht sich der Wechsel von Yang zu Yin und umgekehrt? Wie kann ich die Bewegung im Dantian beginnen lassen und nicht in der Schulter?
Nun, die ersten Fragen werden im Video „No. 3 part1 SUNG: Erle Montaigue“ und den Videos
Structure & Movement Lesson One Part One: Montaigue
Part Two of On-Line Lesson No. 1 Structure & Movement
Lesson 2 Structure & Movement Part 2. Montaigue
Lesson No. 2: Structure & Movement Part Two erklärt.
Bevor ich mir eine Antwort auf die letzte Frage oben finde, will ich noch einmal die 10 wichtigen Prinzipen des Meisters Yang Zhenduo erwähnen:
1) Den Kopf gerade aufrichten
2) Die Ruhe in der Bewegung
3) Die Schultern, Ellbogen und Handgelenke senken
4) Die Brust senken – Rücken dehnen
5) Das Kreuz entspannen
6) Die Leere und Fülle unterscheiden
7) Inneres und Äußeres verbinden
8.) Kraft des Geistes statt Körperkraft
9) Unten und oben des Körpers koordinieren
10) Bewegung ohne Anfang und Ende
Die Bewegung soll dem Gedanken folgen soll (das Qi dem Yi). Die Bewegung soll vom Zentrum aus erfolgen. Dazu zitiere ich aus Tai Chi (Zeit für mich) von Helmut Oberlack von Gondrom Verlag GmbH, Abschnitt: Von innen nach außen verbinden:

„Stellen Sie sich vor, Ihr Körper bewegt sich wie eine Alge oder ein Seil. Wenn das eine Ende bewegt wird, setzt sich diese Bewegung wellenförmig zum anderen Ende fort. sie können dieses Prinzip recht einfach üben, indem Sie nur einen Arm bewegen. Heben sie leicht eine Schulter an und lassen Sie diese Bewegung weiter laufen in den Oberarm, in ellenbogen, Handgelenk, Handrücken und zum Schluß in die Finger, die sich so nacheinander anheben.
Erweitern Sie diese Bewegung um das Senken der Schulter … isolierte Übungen für einen Arm, die das Prinzip „von innen nach ausßen“ leicht nachvollziehbar machen. sie sind aber keine vollständigen Tai chi-Bewegungen, denn si beginnen in der Schulter und nicht im Körperzentrum. Zudem sollten beim Tai Chi die Schultern immer gesunken sein.“ Zitat Ende

Interessant ist dazu auch der Artikel aus dem Magazin für Chinesische Kampfkunst Artikel als pdf-file “Das Qi sinkt ins Dantian” in dem unter anderem beschrieben wird, wie man sich vom Taoismus übernommen die Bewegung des Qi vorstellen kann und wie das Qi den Körper antreibt. Aus dem Artikel geht auch die Bedeutung der Bauchatmung im Taijiquan gut hervor.

Weitere Weblinks:

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