Archiv der Kategorie: SW + Open Source

gedit unterstützt RegExp bzw Regex

gedit ist nicht nur das Standard-Programm für Textbearbeitung in vielen Linux Distributionen, wie meinem Ubuntu, sondern es ist auch für Windows und macOS erhältlich.

In Ubuntu ist die Textbearbeitung schon installiert und bietet ein schnelles, einfaches aber trotzdem mächtiges Werkzeug. Öffnet man „Finden und Ersetzen“ kommt die Dialogbox

Reguläre Ausdrücke auch RegExp oder Regex von regular expression, können in Linux auch gleich mit grep verwendet werden, siehe Regular expressions in grep ( regex ) with examples oder Using grep (and egrep) with Regular Expressions aus Bash programming, aber in gedit finde ich es sehr praktisch.
Vorraussetzung ist allerdings, dass man mit regex umgehen kann. Aber dazu muss man nicht unbedingt Perl Programmierer sein, sondern die Grundlagen sind eigentlich recht einfach und auf regular-expressions.info sehr gut beschrieben. Nach dem Regexp Tutorial ist man für alle schnellen Manipulationen im Textfile gut gerüstet.

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Bücherverwaltungssoftware

Dieser Artikel sollte mir eigentlich peinlich sein, denn er macht deutlich, dass mein Denkvermögen bereits stark nachgelassen hat. Ich besitze viele Bücher und wollte sie nun endlich einmal ordnen und mittels einer Software verwalten. Hätte ich mich vor 20 Jahren mit diesem Ansinnen zum PC gesetzt, dann hätte ich vermutlich sofort eine MySql- oder PostgreSQL-Datenbank angelegt, etwas später wäre auch SQLight in Frage gekommen und keine Zeit verloren. Entweder ich hätte mir in irgend einer Sprache, wahrscheinlich PHP oder Perl eine Eingabemaske und eine Ausgabe programmiert oder ich hätte ein Tool wie phpMyAdmin benutzt, wenn ich für die Erstellung der Abfragen zu faul gewesen wäre. Es könnte aber auch sein, dass ich einfach Calc oder Base genützt hätte. Sicher hätte ich aber nicht in einem Browser nach einer Verwaltungssoftware für Bücher gesucht. Vielleicht hat auch der Google PlayStore dazu beigetragen, dass ich heute so ein seltsames Verhalten zeigte, für das ich mich schon ein wenig schäme. Ich ging zuerst in Ubuntu auf Software und fand dort kein geeignetes Programm. Dann suchte ich tatsächlich mit Google nach einer Verwaltungssoftware für Bücher. Für Linux war nichts dabei, dass mich angesprochen hätte, aber für Windows gab es viele Programme. Ich ließ mich also tatsächlich dazu hinreisen, Windows zu starten und sah mir einige Programme an. Alle entsprachen nicht meinen Vorstellungen. Man konnte nicht einmal so viele Kategorien und Subkategorien anlegen wie man wollte. Trotzdem installierte ich jenes, das mir optisch am besten gefiel. Sofort nach der Installation deinstallierte ich es wieder, da ich gleich sah, dass man damit 10 Bücher verwalten kann und dann muss man es kaufen, will man weitere Bücher eingeben.
Während ich wieder Ubuntu startete, viel mir erfreulicher weise wieder ein, wie ich so etwas früher handhabte.
Ein eigenes Script oder phpMyAdmin ist mir zu mühsam, also entschied ich mich für Base.
Und siehe da, nach ein paar Minuten hatte ich schon die erste Version meiner Buchverwaltungssoftware. Da es so einfach ist und unglaublich viele Möglichkeiten der Gestaltung zulässt, werde ich jetzt auch meine Pflanzen und Rezepte mit Base verwalten.
Jetzt bin ich froh, dass ich keine Software dafür fand und jetzt weiß ich auch wieder, weshalb man dafür kein bestimmtes Programm benötigt, denn es gibt ja LibreOffice.

Falls jemand nicht gerne eine Doku liest Handbücher und Base noch nie benutzte, der kann sich dazu auch Videos ansehen, in denen alles genau erklärt wird.

Weblinks:
httpss://www.libreoffice.org/
httpss://extensions.libreoffice.org/
Einführung in Base (pdf)
Datenbanken anwenden mit mit LibreOffice/OpenOffice Base Übungen, Online-Quiz und Zusammenfassung für LibreOffice/OpenOffice Writer
Einstieg in LibreOffice Base
LibreOffice Base Wer sucht…
Daten verwalten mit OpenOffice Base

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Der hängende Einzug im LibreOffice Writer funktioniert nicht richtig

Der hängende Einzug bzw. Absatz funktioniert im LibreOffice Writer, wie es in der Doku beschrieben ist, solange ich nur in einem Writer Dokument schreibe. Ich kann entweder mit oder ohne hängendem Einzug arbeiten. Aber sobald ich „copy & paste“ verwende, macht mir der Writer immer einen hängenden Einzug, den ich nicht weg bekomme, unabhängig davon, was ich einstelle.
Hat jemand eine Idee, wie man das umgeht, bzw. abstellen kann?

Was man hier findet, habe ich schon alles vergeblich versucht.
Einzüge und Absätze
HängenderAbsatz
LibreOffice Writer
Hängender Absatz in LibreOffice (OpenOffice.org)

Wow, mit LibreOffice kann man sogar ePub 3 Dateien erzeugen. Naja, müsste ich nur noch mit dem hängenden Einzug zurecht kommen.

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Libre Office und der Writer sind ausgesprochener Müll


Es tut mir Leid, aber das geht ja überhaupt nicht, dass ich einen ganzen Vormittag damit verbringe den hängenden Einzug beim Kopieren und Einfügen weg zu bringen versuche. Bei neuen Dokumenten und wenn man den Text eintippt, funktioniert es wie hier in der eigenen Doku nicht beschrieben httpss://help.libreoffice.org/Common/Indents_and_Spacing/de und hier auch nicht httpss://help.libreoffice.org/Writer/Indenting_Paragraphs/de, sondern nur hier https://www.ooowiki.de/H(c3a4)ngenderAbsatz.html
Also in der Doku von Open Office. Wenn man Open Office in Ubuntu installieren will, meint es, dass Libre Office Schmarrn schon installiert sei. Ja toll, es gibt ein Forum, wo ich das erfahre, was in der Doku von Open Office steht httpss://www.libreoffice-forum.de/viewtopic.php?t=9529 und nicht funktioniert, sobald man copy and paste verwendet. Stundenlang habe ich mich jetzt mit diesem Schwachsinn gespielt, obwohl ich nur einen Absatz in einem bestehenden Dokument an eine andere Stelle verschieben wollte.
Da bin ich ja mit der Schreibmaschine schneller. Glücklicherweise gibt es Google Docs und Office 2000 unter Windows, denn das neueste Office von MS ist genau so ein Müll wie Libre Office. Da konnte ich nicht einmal ein Inhaltsverzeichnis erstellen, weil es noch nicht implementiert war, aber sie verlangen € 10.- oder so im Monat. Wer wundert sich da noch über den verdienten Erfolg von Google?

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Linux hat wirklich massive Probleme

Ich bin seit 1992 ein Linux-Prediger und war wirklich ein treuer Fan, der einiges in Kauf nahm und auch brav seine Beiträge für Linux geleistet hat. Von der ersten Slackware Version über SuSe, Mandrake, Red Hat bzw. Fedora und vor allem Debian und seit langem Ubuntu, ist letzteres meine erste Wahl am Desktop.

Was mache ich am Desktop mit einem Betriebssystem? Quasi nichts, es soll mir die Basis für die Anwendungsprogramme sein. Leider gibt es kaum Anwendungssoftware, die in der Produktion eingesetzt werden können. Ja, einzelne Teile wie ein Webserver, Datenbanken, Email-Server sind ausgezeichnet, sicher und wirklich ganz hervorragend. Doch ein Betrieb benötigt eine ERPS (Enterpise Ressource Plannig Software) oder entsprechende Anwendungssoftware für Buchhaltung, Lohnverrechnung, Planung, Fertigung, Verkauf …. Ohne dieser Software ist das Betriebssystem, sei es noch so gut und sicher, quasi wertlos.

Als privater Nutzer konnte ich bislang immer irgendwie Lösungen finden und somit, mit einer brauchbaren, kostenlosen Open Source Software auskommen. Ich sage euch, ich bin noch „Kernel backen“ und „kompilieren“ gewöhnt, also kann ich mir wirklich in fast jeder Situation helfen. Trotzdem ist irgendwo eine Grenze. Wenn ich ein Programm wie Anki, nach einer Stunde noch immer nicht unter Ubuntu zum Laufen bringe, dann lasse ich es und starte Fedora. Verflixt und zugenäht auch dort gibt es Qt-Bindungs Probleme und Module werden nicht gefunden, die man nicht so nachinstallieren kann, damit dieses Anki wieder läuft, obwohl ich es vor den letzten Updates jahrelang benutzte.
Langsam wird es mir wirklich zu blöd und ich starte Windows. Anki installiert und es funktioniert.

Liebe Linux Gemeinde, es ist eine absolute Schande was ihr in den letzten Jahren zusammen pfuscht. Macht aus der Hundertschaft an Distributionen eine einzige und seht zu, dass diese endlich einwandfrei funktioniert und dass dafür auch OSSW auf den Markt kommt, mit der auch Firmen etwas anfangen können.
Ich bin stink sauer und stelle zumindest für die nächsten Tage in meinem Bootmanager (Grub 2) Windows als Default-System ein.

Es geht mir ja nicht nur um Anki, aber bei OpenOffice bzw. Libre Office (wir brauchen ja unbedingt zwei Office Versionen, damit dann keine funktioniert) ist es das Gleiche wie bei Gimp und Co. Nach einem Vierteljahrhundert Linux-Treue muss ich sagen: „Es reicht mir“!

Bildquelle: httpss://www.heise.de/newsticker/meldung/Linux-4-4-wird-Storage-und-Netzwerk-Performance-verbessern-2921404.html

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