Archiv der Kategorie: IT-Sicherheit

„Digitale Signatur, elektronische Unterschrift und Spam“ oder „Spammt mich doch, na und“?

emailEs gibt ja schon einen Alternativ-Titel, aber ich hätte auch titeln können: „Ich wurde von unserer Gesetzgebung in die Kriminalität gedrängt, oder „Ich war ein Krimineller“.
In den ersten Jahren des 21. Jhdts habe ich mich erstmals intensiv mit Spam auseinander gesetzt. Im Zuge eines Projektes war ich selbst einerseits versucht zu spammen und wurde anderseits mit Spam bombardiert, wie man sich das kaum vorstellen kann. Wenn täglich tausende Emails über den Email- bzw. IMAP-Server laufen, aber zigtausende vom SpamAssassin ausgefiltert wurden, kann das schon nachdenklich stimmen. Trotzdem rechnete ich ernsthaft aus, wie hoch die Strafe ist und wie viel Spam ich verschicken muss, damit ich gegebenenfalls die Strafe finanzieren kann. Das klingt vielleicht unmoralisch, ist es in meinen Augen aber nicht, denn ich halte die österreichischen Spam bzw. Anti-Spam-Gesetze für verantwortungslosen Wahnsinn. Info zum Spamverbot:
„Unerbetene Nachrichten“ (Spamverbot), Spam, Telekommunikationsgesetz 2003, Fassung vom 29.09.2015 und E-Commerce-Gesetz (ECG).
Es ist mir absolut unbegreiflich, wie die gesetzgebenden Menschen nur so dumm sein können und dürfen. Was bedeutete diese sehr dümmliche Gesetzgebung damals nämlich für mich? Ich machte mich in Österreich strafbar, wenn ich Emails zur Kundenwerbung irgedwohin die weite Welt verschickte, obwohl ich gleichzeitig von vielen Ländern aus, legal mit Werbung bombardiert wurde, oder ich konnte den legalen, österreichischen, eigentlich unbegehbaren Weg gehen.
Ich hatte eine Datenbank mit knapp unter 100.000 Adressen von Betrieben weltweit. Eine Email-Aussendung kostete mich nichts, war aber vom Gesetz her untersagt.
D.h., es müssen Bäume gefällt werden zur Herstellung von Papier, es muss Toner erzeugt werden für meinen Drucker und ich kann mir 100.000 Briefe ausdrucken, die ich dann versenden darf, damit fast alle, vom Empfänger in den Papierkorb geschmissen werden.
Wer kann das ausrechnen, wie sehr damit die Umwelt unnötig belastet wird? Ich konnte mir nur ausrechnen, wie viel mich 100.000 Briefe gekostet hätten. Das Ergebnis sagte mir, solange das Spamverbot nicht mit Haft- oder Todesstrafe belegt wird, braucht ein Geschäftsmann, der sich um nachhaltige Umweltverträglichkeit seiner Arbeitsweise bemüht und effizient arbeiten will, keine weiteren Überlegungen anstellen. Er muss illegal handeln!
Das brachte mich in ein moralisches Dilemma, da ich ja Unternehmer und nicht Krimineller sein wollte. Also entschied ich mich damals für den recht aussichtslosen Weg und bot nur Opt-in an, wobei die Zustimmung für Nachrichten von mir, zuerst vom Interessenten kommen musste. Nur wer die Website fand, weil er sie suchte, konnte sich vorher über ein Webformular registrieren und musste dazu sein Einverständnis erklären, dass ich ihm eine Email schicken darf.
Diese Situation regte mich zum Nachdenken an und plötzlich war mir klar, wie man Spam ganz einfach bekämpfen kann. Man muss die Emails nur digital signieren. Dadurch ist der Sender identifizierbar. Also versandte ich nur noch digital signierte Emails. Einige tausend pro Tag und fast genau so viele Beschwerden bekam ich. Kein einziger Kunde wollte das und manche Kunden und Antivierusprogramme hielten mein gültiges Zertifikat von Thawte überhaupt für Maleware und somit bekam ich ernsthafte Probleme. Schon nach Tagen war es vorbei mit den zertifizierten Emails von mir. Das war 2000 und heute ist die Situation nur noch schlimmer, obwohl alles so einfach zu lösen wäre. Ja sogar eine Spamsteuer hielt ich noch für sinnvoller, als das Verbot.

Die Leute sollten einfach dazu gezwungen werden, indem man Spam erlaubt, dass sie nur zertifizierte Emails annehmen und schon wäre das Problem fast gelöst. Fast deshalb, weil die Zertifikate immer weniger Sicherheit bieten. Warum? Weil sich die Leute nicht um Sicherheit kümmern und nicht einmal wissen, was der Unterschied zwischen einer digitalen Unterschrift und einem zertifizierten und/oder verschlüsselten Email ist. Geschweige denn, wie man überprüft, wer das Zertifikat ausgestellt hat. Weil wir also zu dumm und zu faul sind, soll und darf sich der Staat um unsere Sicherheit kümmern. Der kennt natürlich nur Gesetze, Verbote und Strafen, aber sicher keine sinnvollen Lösungen.
Nach meinem Reinfall mit den zertifizierten Emails wurde ich angesichts der aussichtslosen Lage doch noch „kriminell“ und versendete täglich ein paar hundert, eventuell „unerwünschte Nachrichten“. Von vornherein kann ja nur ausschließlich, per Definition, die Gesetzgebung wissen, dass die Nachrichten unerwünscht sind.
Gut, ich war ab und an in einer Blacklist und die Reaktionen auf meine Emails nahmen von 2000 an jährlich ab, aber es gab nur ein paar Beschwerden, wobei ich die belästigten Personen mit einer Entschuldigung und dem Versprechen, dass es nie wieder vorkommen wird, beschwichtigen konnte. Wohlfühlen kann man sich damit natürlich nicht. Produktivität auf legalem Weg war aber total umweltschädlich, ineffizient, teuer und verblödet, also musste ich einige Jahre in diesem Dilemma leben, bis ich endlich genügend Interessenten und einen guten Bekanntheitsgrad hatte, um mit der Opt-In Möglichkeit mein Auslangen zu finden.
Inzwischen gibt es dieses Projekt nicht mehr und jetzt finde ich als Privatmensch Spam natürlich auch noch lästig, aber ein einziger „Klick“ auf Spam genügt, um Emails dieser Art und von diesem Versender in Zukunft nicht mehr im Posteingang zu finden. Das ist mir unendlich mal lieber, als die unzähligen Prospekte, die ich täglich ungesehen entsorgen muss. Ich schnappe mir den ganzen Pack und werfe ihn zum Altpapier.
Also bitte, wenn ihr für zertifizierte Emails zu dumm seid, dann spammt mich doch einfach an, na und? Aber bitte schickt mir keine Prospekte mehr, denn das sollte meiner Meinung nach bei hohen Geldstrafen verboten werden.
Dazu noch ein Zitat von help.gv.at

In Österreich ist gemäß § 107 Telekommunikationsgesetz 2003 (TKG 2003) die Zusendung elektronischer Post, einschließlich SMS, verboten, wenn die Zusendung ohne vorherige Einwilligung zu Zwecken der Werbung erfolgt oder an mehr als 50 Empfängerinnen/Empfänger gerichtet ist (auch ohne Werbung).
Eine vorherige Zustimmung ist allerdings nicht erforderlich, wenn folgende Voraussetzungen gleichzeitig vorliegen:
Die Versenderin/der Versender hat die Kontaktinformationen anlässlich eines Kaufes bzw. einer Dienstleistung von der Kundin/dem Kunden erhalten
Die Versenderin/der Versender verwendet diese Daten nur für Werbung für ähnliche Produkte und Dienstleistungen
Die Empfängerin/der Empfänger erhält die Möglichkeit, die Zusendung bereits bei der Erhebung der Daten oder anlässlich jeder weiteren Zusendung abzulehnen
Die Empfängerin/der Empfänger hat die Zusendung nicht von vorneherein durch Eintragung in die sogenannte E-Commerce-Gesetz-Liste bei der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GesmbH (RTR) abgelehnt

Man beachte in dem Satz: „Eine vorherige Zustimmung ist allerdings nicht erforderlich, wenn folgende Voraussetzungen gleichzeitig vorliegen“ das „gleichzeitig„! Man tut so, als handle es sich bei Email-Werbung um Terror-Anschläge oder Attentate, aber der Papiermüllberg vor meiner Haustür ist ganz legal und in Ordnung. Geht’s noch ein wenig dümmer? Ich glaube nicht!
Oder doch? „Die Versenderin/der Versender und Die Empfängerin/der Empfänger“ lassen mich erahnen, dass die Dekadenz und Verblödung der Gesellschaft noch nicht abgeschlossen ist. Auch die Versionisierung des Internets, beginnend mit Web 2.0 nach einem Brainstorming ein paar ermüdeter Gehirne lässt mich das vermuten, da wir noch nicht einmal über Web 1.0 Beta hinaus sind. Was soll’s, als nächstes werden die CA’s vernichtet und weiter geht der Wahnsinn, siehe dazu den nicht mehr ganz aktuellen Artikel Unzulängliche Prüfungen durch CAs bringen Nutzer in Gefahr. Ein wenig aktueller dagegen ist Studie: 99 Prozent aller SSL-verschlüsselten Verbindungen nicht sicher.

Ich sehe kein Datum bei dem Artikel im c’t von Axel Kossel, Jürgen Schmidt Mit digitalen Signaturen gegen die Mail-Plagen, aber ich bin offensichtlich nicht der einzige, der ähnlich denkt, wenn er es auch nicht so verbal aggressiv zum Ausdruck bringt wie ich, wenn er schreibt:

Anonyme Mails mit gefälschten Absendern machen uns das Leben schwer. Der hartnäckige Verzicht auf digitale Signaturen bei E-Mails hat dem Phishing den Boden bereitet. Höchste Zeit also, dass zumindest Firmen umdenken und ihre Mails fälschungssicher signieren.

Ja, man braucht keinen Man-in-the-Middle und auch keinen neuen Heartbleed-Bug wir machen uns mit Gesetzen, Verboten und Wildwuchs schon alles selbst kaputt, was noch kaum funktionierte. Man lese dazu
Worin besteht die Gefahr der Verwendung von selbstsigniertem SSL?, Die verschlüsselte Gefahr: Sicherheitsrisiken im SSL-Datenverkehr oder Secure Sockets Layer: Schutz oder Gefahr? um sofort zu erkennen, dass es nicht an der Technik liegt. Nein, wir sind zu dumm, zu faul und zu gutgläubig, um sie richtig zu nutzen.

Die Regierungen unternehmen nichts gegen „anonyme Proxies“ wie ich es schon seit 20 Jahren verlange, dafür verbieten sie Spam und bestrafen und kriminalisieren Spammer und fördern, die meines Erachtens, kriminell umweltfeindliche, unternehmensfeindliche, ineffiziente und teure Drucksorten-Werbung. (Naja, vielleicht lässt sich bei diesem Geschäft hier und da eine Provision von Amts wegen erpressen, oder ähnliches. Einen anderen Grund dafür kann ich nicht finden.)
Private Personen hingegen beschweren sich über Spam und lassen abmahnen, sind aber selbst unfähig Zertifikate zu benutzen und anzunehmen und ein „Klick“ auf „Spam“ ist ihnen offensichtlich und auch laut unserer Gesetzgebung, nicht zumutbar. Ich verstehe es einfach nicht. Einerseits planen wir eine Marsbesiedlung, wissen über den Alterungsprozess Bescheid, können klonen und gentechnisch verändern und erzeugen, setzen Nanotechnologie und KI ein, aber andererseits sind wir dumm wie Bohnenstroh.

Siehe dazu auch:
Spam: Bis zu 37.000 Euro Strafe für ein E-Mail
Weitere Weblinks (fahren Sie einfach mit der Maus über den Link, dann sehen Sie ja, wohin er führt):
Digitale Signatur
Elektronische Signatur
Handy-Signatur ¬ Bürgerkarte
E-Mail und digitale Signatur
Elektronische Signatur und E-Mail
A Trust
Man-in-the-Middle-Angriff
Anonym im Internet
So funktioniert der Heartbleed-Exploit
OpenSSL – Der Heartbleed Bug und seine Folgen
Student nach Heartbleed-Angriff verhaftet
SSL-Gau: Heartbleed-Angriff über WLAN
SSL-Verschlüsselung ist ein großes Risiko
IT-Sicherheit: Wie SSL-Zertifikate vor den Gefahren im Internet schützen
E-Mail nur noch mit TLS
EveryCook: Koch-Roboter holt Rezepte aus Web; steht nicht im direkten Zusammenhang mit diesem Artikel, aber ich bin gerade darüber gestolpert und merke mir den Artikel hier.

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LastPass – Endlich kann ich mir die unzähligen Passwörter merken

lastpass2Eigentlich macht das LastPass für mich und ich denke, dass dadurch meine Passwörter sicherer wurden, denn früher musste es immer einfach und immer wieder das selbe Passwort sein, damit ich mir die Passwörter für die vielen verschiedenen Accounts merken konnte. Jetzt merke ich mir nur noch das von LastPass.
Funktioniert in Firefox, Chromium und am Galaxy Note ausgezeichnet.

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Achtung Garessio-DroidUp ist noch gefährlicher als 3 selbst

Das ich auf 3 sauer bin, wird mir niemand verübeln können, denn man hat mich mit einem 0 € Angebot hereingelegt. Im Online-Portal sah ich, dass ich einen HSPA+ Modem USB-Stick um 0 € haben könnte. Naja, ich benötigte ihn nicht wirklich, aber für den Laptop könnte er mir eventuell nützlich sein, dachte ich mir und bestellte ihn.
Ich erhielt das Teil und stellte fest, dass man es unter Linux nicht benutzen kann. Also rief ich bei 3 an und fragte, ob ich es zurückgeben könnte, weil es mit meinem System nicht kompatibel ist. Ich bekam als Antwort, dass ich damit machen könnte, was ich wolle, aber es hat keine Auswirkung auf meine automatische Vertragsverlängerung, die damit einher ging.
Toll, ich habe ein Gerät, das sonst etwa € 20.- kostet, geschenkt bekommen und habe damit, ohne meines Wissens, einer Vertragsverlängerung für 24 Monate, um € 1.200.- zugestimmt.
Na was soll ich machen, mit 3 werde ich mich nicht anlegen, das kann nur noch teurer werden, also warte ich mit Sehnsucht auf den Ablauf der Kündigungsfrist. Ja, ich hätte alles genau lesen und prüfen müssen und daher habe ich gegen diese Praktiken von 3 sicher keine Chance, obwohl sie meiner Meinung nach nicht in Ordnung sind. Aber ich darf wahrheitsgemäß darüber berichten und davor warnen!

Gestern erhielt ich eine Rechnung mit „6 Mehrwertdienste 24,948“ also rief ich bei 3 an, um zu erfahren was das bedeutet. Man sagte mir, dass ich von „Garessio-DroidUp“ ein Abo um € 4,99- (Abo 2x pro Woche) bestellt hätte. Ich dementierte, weil ich davon noch nie etwas hörte und auch keine derartigen SMS erhalten hatte. Man konnte das Abo stoppen und die Mehrwertdienste sperren, aber den Betrag müsste ich trotzdem zahlen. Danke, liebes 3-Team!
Gut, es sind mit MWSt rund € 30.- die ich überleben werde, genau so, wie ich die Kündigungsfrist bei 3 abwarten kann, aber in Ordnung ist das alles überhaupt nicht.

Eine kurze Internetrecherche ergab, dass ich nicht der Einzige bin, der von „Garessio“ geschädigt wurde, aber leider habe ich keine Ahnung, wie ich an den Namen des Verantwortlichen kommen kann, um eventuell eine Klage einreichen zu können, denn anscheinend habe ich auf „neue Verbindung suchen“ oder eine ähnliche Meldung geklickt, was als Kaufbestätigung gewertet wurde. Das darf doch nicht mehr war sein!
Kennt jemand einen Weg um die Garessio-Gauner vor Gericht zu bringen?

Weblinks:
Abo-Falle von Garessio – DroidUp
Abzocke mit Mehrwert-SMS-, WEB- und WAP-Abos – was tun?
Inkasso auf Fingertipp – Tückische Abofallen in iPhone- und Android-Apps
Ob garessio.ro etwas damit zu tun hat, oder die Stadt in Italien bzw. die Gemeinde in Kanada?
082820202

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Handelsgericht Wien sperrt movie4k.to und kinox.to – Alternativen gibt es unzählige

Nachtrag am 10.01.2015: Ich habe die Seite gerade ohne Add-Blocker aufgerufen und kann nur sagen: „Ein großer Verlust ist es wirklich nicht, wenn die Seite gesperrt wurde“. Unzählige Porno-Werbungen poppen da auf und als ich dann nach vielen, sehr unappetitlichen Hindernissen endlich zu einem Film kam, war dieser in einer unsagbar schlechten Qualität. Vermutlich wurde er mit einem Handy im Kino aufgenommen. Also da versäumt man wirklich nicht viel, wenn diese Seiten gesperrt werden. Abgesehen davon, gibt es heute schon viele kostengünstigen Anbieter, wo man sich um Legalität keine Gedanken machen muss.


Das Thema war schon im März 2011 aktuell Alternativen zu kino.to, movie2k.to und Co. Da habe ich schon ein paar Alternativen angeführt, wie

“online-schauen.com”
“2kino.net/”
“Kinodeutschland.com”
“flash-moviez.tv”
“www.kinokiste.com/”
“www.mega-stream.to/”
“www.monsterstream.info/”
“www.megavideo.com/”
“www.online-moviez.com/”
“www.cine24.tv”
“streamload”
“movie-stream.to”
“DokuStream.org”
“rapidvideo.com”
“www.videobb.com”
“video2k”
“www.novamov.com”
“wwitv.com”
“filmefinden.com”
und im Kommentarbereich (über 80 Kommentare) finden sich noch einige weitere.
Im Juni 2013 gab es noch mehr Seiten, die Links auf ghostete Videos sammelten, siehe Alternativen zu movie2k und wenn das so weiter geht und sich immer wieder Schildbürger finden, die die Seiten sperren, die nur Links anbieten, dann wird vermutlich bald jeder Blog direkt auf die Videos (Filme) linken.

movie4kDas Handelsgericht Wien hat sich also als Meisterleistung, den Geniestreich gegönnt, Movie2k und Kionx zu sperren. Was ich schon sehr interessant finde, weil sich dort die gleichen Links, wie auf https://www.movie2k.tl/ finden. Abgesehen davon, wurde die Domain ohnehin schon oft gewechselt, genau so wie bei der ehemaligen Seite kino.to. hoster
Ganz besonders gescheit finde ich, dass die Seiten, die auf die Hoster linken gesperrt werden. Also die Seiten, die ohnehin nur Links enthalten werden gesperrt, aber die Seiten, auf denen sich die „illegal“ hochgeladenen Videos befinden, sind nach wie vor zugänglich. Schilda lässt grüßen, dumm ist eben nicht dumm genug, es muss schon extrem blöd sein, was wir machen. Wundert mich, dass sie die Streams nicht mit einem Sack einfangen und aus dem Internet tragen wollen.
Das ist natürlich eine Behinderung der Religionsausübung der Kopimisten – soviel zur Religionsfreiheit in Österreich. Das ist sarkastisch gemeint, was ich dazu schreibe, denn wer so dumm ist, könnte auch das missverstehen.

Dazu ein Zitat von futurzone.at

Stellungnahme der Politik

Für Niko Alm, Sprecher für Netzpolitik der Partei NEOS, „wird Wieder einmal an dieser Stelle nur Kosmetik betrieben. Die Sperrung dieser beiden Streamingportale kann das Problem illegal im Internet angebotener Inhalte nicht lösen, nur kaschieren und verschieben.“ Alm schlägt als Lösung eine Förderung der legalen Streaming-Anbieter vor, indem etwa auf EU-Ebene bessere Rahmenbedingungen für Contentanbieter geschaffen werden.

Andreas Czák, Netzpolitiksprecher der Piratenpartei Österreichs, findet harte Worte für die Netzsperren: „Hier beweist die Copyrightindustrie wieder mal ihre Ahnungslosigkeit vom Internet. Schlimm ist es, dass diese Ahnungslosigkeit strukturell bis in die höchsten juridischen Kreise im EU-Gerichtshof geht.“ Auf der Website der Piratenpartei ist eine E-Mail-Vorlage zu finden, um „den VAP’lern die Sinnlosigkeit ihrer Versuche vor Augen zu führen.“

Netzsperren umgehen

Bei UPC wurden die Netzsperren der beiden Websites bereits umgetzt. UPC-User können mit Tricks dennoch die Streaming-Portale aufrufen. So sind die Websites derzeit noch über die IP-Adressen 91.202.63.160 (movie4k.to) und 91.202.61.170 (kinox.to) aufrufbar (Stand: 2. 10., 19:17).

Je nach der technischen Umsetzung gibt es mehrere Arten die Netzsperren zu umgehen. Mögliche Methoden sind etwa das Ändern des DNS-Servers direkt am Router/Gerät, das Nutzen von Diensten wie Tor oder kostenpflichtige VPNs.

Einen ausführlichen Bericht zu technischen Möglichkeiten der Umgehung von Netzsperren gibt es hier: Wie Netzsperren umgangen werden können

Aber wie oben gesagt, man muss die Sperren gar nicht umgehen, sondern einfach auf die neuen Adressen gehen, oder direkt auf die Hoster, wo sich die Videos befinden.

Übrigens, falls jemand auf extrem brutale Horror- und Kriegsfilme steht, den kann ich nur CNN, BBC oder Euronews empfehlen.

Vor vielen Jahren (mehr als 15) habe ich mich über anonyme Proxies, Maleware, Hacker, Kreditkartenbetrüger usw. geärgert und vor allem darüber, dass meine signierten Emails nicht akzeptiert wurden (der beste Schutz gegen Spam). Damals war mir schon klar, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: entweder man akzeptiert Anonymität im Internet, oder man sorgt auf internationaler Ebene weltweit dafür, dass man nur nach Identifikation Zugang zum Internet hat. Dann müssten natürlich auch illegale anonyme Proxies gesperrt werden und zwar alle auf der ganzen Welt. Sonst machen lokale Sperren einzelner Seiten so viel Sinn, wie Licht mit einem Sack aus einem Raum tragen. Für solche Aktionen werden die Spezialisten, die sich so einen Schwachsinn einfallen lassen dann auch noch bezahlt. Das ist das wirklich traurige an der ganzen Angelegenheit.

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Windows XP Besitzer – wechselt zu Ubuntu!

pingioder einem anderen Linux. Eigentlich sollte ich sagen Windows XP Benutzer, denn es ist ja bekannt, dass von Microsoft Produkten unglaublich viele Raubkopien verwendet werden.

Vorweg mein Tipp:
Ubuntu oder ein anderes Linux.

Dann ein paar Schlagzeilen mit Kurzzitaten:
Keine Sicherheitsupdates mehr für Windows XP (ORF):

Am 8. April läuft der Support für das Betriebssystem Windows XP aus. Ab dann werden Lücken, die gefunden werden, oder die neu auftauchen, nicht mehr geflickt. Bis zu einem Drittel aller PCs weltweit laufen Schätzungen zufolge immer noch mit Windows XP. In Österreich sind es noch 15 Prozent. Für User des knapp 13 Jahre alten Betriebssystems Windows XP ist nun Handeln angesagt.

Kein Support mehr für Windows XP 23 2 – Kommunen drohen Angriffe von HackernPR online:
Düsseldorf. Drei Tage bleiben noch, bis Microsoft seinen Support für Windows XP einstellt. Neu entdeckte Sicherheitslücken werden dann nicht mehr geschlossen – und viele Kommunen, Kreise und Behörden in NRW vermeintlich leichte Opfer für Hacker-Angriffe. Obwohl Microsoft den Endtermin bereits vor Monaten bekannt gab, läuft das Betriebssystem weiterhin auf Tausenden Rechnern in Rathäusern, Schulen und Polizeistellen. Von Florian Rinke …


Microsoft verstößt Windows XP
Frankfurter Allgemeine:

Das mehr als ein Jahrzehnt alte Betriebssystem war nicht totzukriegen, also hilft der Softwarekonzern nach: Von nun an gibt es keine Sicherheits-Updates mehr. Wer an XP festhält, setzt sich Risiken aus.

Dazu muss ich gleich sagen: Na, wenn es nur das wäre, aber leider setzen sich Benutzer nicht nur selbst Risken aus, sondern sie stellen auch für andere eine Gefahr da. Ein gehackter PC kann für alles mögliche, illegale verwendet werden und wenn er als Basis für einen Angriff auf ihren brav gekauften, gut gewarteten Windows 7 Rechner dient, dann ist das nicht mehr nur ein Risiko für den XP Benutzer. Na gut, wie soll das die Frankfurter Allgemeine wissen?
Windows XP wird Geschichte – und ein SicherheitsrisikoStandard:

Support für Microsoft-Betriebssystem läuft nach fast 14 Jahren aus – Computer bleiben ohne neue Schutz-Updates

Windows XP: “Wir stehen vor einem Massenproblem”futurzone

Am Dienstag macht Microsoft Ernst und stellt den Support für Windows XP ein. In Österreich laufen noch rund 15 Prozent der PCs auf dem System. Mit Angriffen wird gerechnet.

Wir nicht, liebe futurzone, denn mein Linux kennt nicht einmal Viren und obwohl ich gar keine Firewall bräuchte, habe ich eine sehr gute, die genau so 0.- Euro gekostet hat und legal erworben wurde, wie meine gesamte fantastische Anwendungssoftware.

Gigantisches Sicherheitsloch durch Windows XP

Die Besitzer von 18 Millionen Computern in Deutschland müssten von heute an eigentlich unruhige Nächte haben: Microsoft beendet die Unterstützung von Windows XP. Das ist ein großes Sicherheitsrisiko.

Naja, meiner Meinung nach war Windows eh schon immer ein gigantisches Sicherheitsloch.

Ab heute ist Windows XP von gestern

Jeder fünfte Windows-User in privaten Haushalten meldet sich beim Hochfahren des Betriebssystems mit Windows XP an. Doch ab heute läuft der Support dafür aus.

So gelingt der Umstieg auf ein anderes Betriebssystem stern:

Alternativ zu Windows kann auch Linux auf den Rechner gespielt werden. Von dem Open-Source-Betriebssystem gibt es diverse Versionen mit unterschiedlichen Benutzeroberflächen, die meist sehr günstig oder sogar gratis erhältlich sind. Leider sind viele Windows-Programme nicht mit Linux kompatibel, aber es gibt viele, oft kostenlose Alternativen. Ein Beispiel: Libre Office statt Microsoft Office. Zum Umstieg von Windows auf Linux hat zum Beispiel die Zeitschrift c’t gerade erst ein Sonderheft herausgegeben.

Ubuntu:

Erste Schritte mit der kostenlosen Windows XP-Alternative netzwelt
Microsoft stellt den Support von Windows XP ein. Ein idealer Zeitpunkt für ein neues Betriebssystem. Eine Alternative zu Windows 7 oder 8 ist Ubuntu von Canonical. Das OS ist kostenlos und Open Source. Wir erklären Ihnen, wie die Installation, die Verwendung von Windows-Programmen oder auch das E-Mail-Setup funktionieren.

Jetzt wieder mein Tipp:
Ubuntu oder ein anderes Linux.

Überlegen Sie, wie viel Zeit und Geld ein Upgrade seit 1995 bei Windows (95) gekostet hat bzw. hätte. Jedes mal kaufen, sichern und Vorbereitungen treffen, um dann eine neue Version installieren zu können. Bei Ubuntu können Sie mit einem Klick immer die neueste Version um 0.- Euro erhalten und sämtliche Software (tausende und abertausende Anwendungsprogramme) direkt aus dem Linux heraus, ohne dafür etwas zu bezahlen oder das Programm besorgen zu müssen, mit gutem Gewissen installieren.

Natürlich gilt das in erster Linie für Privatpersonen, denn Betriebe sind oft von einer bestimmten Software abhängig, die nur auf Windows bzw. einer Emulation läuft. Für den Produktionsbetrieb ist Wine natürlich keine Lösung, aber wer sein altes Windows unter Linux weiter nutzen möchte, kann das ebenfalls relativ einfach.

Jetzt ist es aber endlich für alle „Nur-Windows-Benutzer“ an der Zeit, von Windows XP Abschied zu nehem, obwohl ich sogar noch Windows 3.11 verwende. Es das einzige Windows, das ich übrigens legal erworbene habe, mit dem ich sogar noch im Internet gefahrlos unterwegs bin, denn es läuft auf einer Emulation auf Linux. Das ist für mich ungefähr so, wie wenn jemand eine originalgetreue Dampflokomotive in seiner Eisenbahnsammlung hat.
Ich empfehle den XP Benutzern jedenfalls einen raschen Umstieg auf Ubuntu und viel Freude mit kostenloser Open Source Software.

Und zum Schluss noch einmal mein Tipp:
Ubuntu oder ein anderes Linux.

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