Alle Beiträge von Helmut Hirner

Bereinigung meines Notizblogs

Ich werde diesen Notizblog von notizblog.digital auf notizblog.hirner.at übersiedeln.
Vorher möchte ich aber radikal ausmisten. Dabei kommt der Großteil der 2700 Artikel in den Papierkorb, weshalb es schon einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Ich werde nur mehr wenige Kategorien behalten. Vor allem Rezepte, meine Pflanzen, Tai Chi, Physio und was ich eben immer noch interessant oder nützlich finde, auch wenn es schon veraltet sein mag, wie so manche Artikel zu Linux.

Ich notiere mir hier, bis wie weit zurück ich meine Artikel bereinigte: 09.11.18 – Seite 7 aller Artikel

Traumurlaub

Meine Verwandten, Freunde und Bekannten halten mich in einem Punkt für etwas seltsam. Manche denken vielleicht auch, dass ich unehrlich oder sehr geizig bin, aber jedenfalls kann etwas mit mir nicht ganz stimmen, denn ich will keinen Urlaub. Damit meine ich nicht arbeitsfreie Zeit zur Erholung, denn die war mir immer sehr willkommen, aber jetzt bin ich in der Pension, weshalb sich das erübrigt hat. Und im Urlaub Weg fahren, also eine Urlaubsreise antreten wollte ich nie seit ich älter als 20 Jahre bin und möchte ich auch heute nicht.
Ich weiß nicht, ob ich Angst vor dem Fliegen habe und sehe auch keinen vernünftigen Grund es herauszufinden, denn ich möchte an kein Flugziel der Welt. Wenn schon fliegen, dann höchstens mit einem Paragleiter, aber dazu bin ich wahrscheinlich zu feige. Aber auch das werde ich nie herausfinden, denn wozu sollte ich? Wenn ich von oben eine schöne Aussicht will, gehe ich wandern.

Na dann vielleicht eine Luxuskreuzfahrt übers Meer, haben mir Bekannte ernsthaft vorgeschlagen. Ich finde es traurig, dass man mir so etwas zumuten kann. Ich würde mich nie im Leben auf so eine umweltfeindliche Dreckschleuder begeben – um keinen Preis der Welt. Wozu soll das wieder gut sein, von der Natur bekommt man da ja sowieso nichts mit. Wenn schon am Wasser, dann höchstens auf einem Kanu oder Paddelboot, aber auch das reizt mich nicht, denn ich bin ein Landlebewesen und kein Vogel und auch kein Fisch.

Wozu sollte ich überhaupt woanders hin wollen, wenn es mir hier, in Österreich und besonders in meiner Umgebung am besten gefällt.

Wegen eines bestimmten Essens etwa, also einer besonderen Küche vielleicht? Nein, sicher nicht, denn meine Küche ist die Beste und da habe ich auch noch das zusätzliche Vergnügen gratis beim Einkauf am Markt und der Zubereitung mit Liebe.

Ja, dann könntest du mit deiner Frau ein Wochenende in einer Therme verbringen. Ja, ihr zuliebe würde ich das auch sogar in Kauf nehmen und über mich ergehen lassen, wenn es dort wenigstens ein normales Schwimmbecken gibt. Aber um ehrlich zu sein, ich selbst will das überhaupt nicht und ich weiß es mit Sicherheit, dass sich andere dort erholen und mich nervt, stresst und langweilt der Aufenthalt gleichzeitig.

Und weil ich eben kein Urlaubsziel hatte, hielten mich manche für etwas verschroben. Aber jetzt wird sich das ändern, denn ich habe einen Traumurlaub gefunden: „Eine Woche mit dem Fahrrad in einem österreichischen Nationalpark„. An erster Stelle stehen da die Kalkalpen und das Gesäuse, denn das ist meine eigentliche Heimat, obwohl ich schon seit meiner Jugend in Wien lebe.

Folgendes Video hat mich an meine Heimat erinnert:

In sieben Tagesetappen führt die Strecke durch vier Regionen über circa 460 Kilometer und circa 5.000 Höhenmeter auf gut markierten Radwegen vom Steyrtal über das Kremstal und das Almtal bis an den Traunsee nach Gmunden.

Naja, eine Urlaubsreise meiner Frau zuliebe ist damit vom Tisch, denn von Fahrrad, Wanderungen, Almhütten möglichst einfachen Unterkünften und einfacher Kost ist sie so wenig begeistert, wie ich von Luxushotels (in solchen habe ich lange genug gearbeitet), Fliegen oder so Kreuzfahrten, die ich für sinnlose Kreuzzüge gegen die Natur halte.

Aber wir haben schon einen Kompromiss gefunden, sie fährt wieder mit ihrer Freundin in die Therme und ich Glücklicher muss nicht mitfahren. Dafür sattle ich mein Fahrrad und erkunde einen der 7 Nationalparks. Jetzt habe ich also auch einen Traumurlaub! Bin ich trotzdem noch verschroben? Egal, Kalkalpen – ich komme! 😉

Nationalparks Austria

Brathähnchen auf Bierflasche

Eigentlich wollte ich heute einfach wieder einmal ein Brathuhn mit Pommes zubereiten, doch Thomas hat mich bei ganz einfachen Speisen schon öfter überrascht. Daher warf ich einen Blick in seinen Kochkanal und fand Brathähnchen im Ofen zubereiten:

Er nimmt ein Bio-Huhn und eine Flasche Bier und mariniert das Hähnchen mit – 50 ml Sonnenblumenöl
– Saft einer viertel (Bio) Zitrone
– ein paar Zweige Thymian
– 4 gute TL Paprikapulver
– Salz
– Pfeffer

Nachdem er es für den Ofen vorbereitete, zeigt es uns seine Beilage:
– geschälte oder auch ungeschälte Kartoffeln
– Champignons
– Paprika
– Zwiebeln
– Karotten
– Olivenöl
– Salz
– Pfeffer
– ein paar Zweige Thymian und/oder Rosmarin
– 2-3 ganze Knoblauchzehen

Er steckt das Huhn auf die Bierflasche und brät es nach einer Marinierzeit von 2 Stunden und von den verteilten Beilagen umgeben bei 180 °C Umluft, 45-60 Min. garen (dabei alle 10 Min. Hähnchen drehen).

Das Rezept auf seiner Seite Brathähnchen im Ofen zubereiten.


Und schon hat er mich wieder überzeugt. Ja, diesmal werde ich es auch so zubereiten und auch seinen Vorschlag statt Pommes annehmen.