Alle Beiträge von Helmut Hirner

Was mir bleibt, ist Ironie

Canada lynx in Montana (© Alan and Sandy Carey/Minden Pictures)
Ich bin es leid, mich wegen Egoisten und Soziopathen, Besserwisser und Querulanten zu grämen. Wut und Verzweiflung nützt auch nichts, Humor habe ich keinen, also bleibt mir nur noch die Ironie.

Ja, es ist immer wieder schön zu sehen, wie alle Menschen zusammen helfen, sich gegenseitig unterstützen und an einem Strang ziehen. Alle befolgen nicht nur die Maßnahmen, sondern helfen sogar aktiv mit und daher wird der Abstand überall eingehalten und alle tragen die Masken korrekt. Falls jemand auf die Maske vergisst, oder diese unter der Nase trägt, bekommt er vom Nächsten eine, bzw macht ihn dieser aufmerksam. Wofür sich der Betroffene bedankt und sofort ist alles wieder in Ordnung.
Jeder will sich testen lassen, alle wollen sich impfen lassen und wer in Quarantäne ist, dem hilft der Nachbar. Keiner verbreitet Gerüchte und tut sich durch Besserwisserei hervor, sondern alle sind freundlich und helfen einander wo immer nur möglich. Das wurde statt Feiern, Unterhaltung und Freizeitaktivitäten zur Freude der Menschen. Man freute sich nicht mehr über ein Fest oder einen schönen Tag mit den Skiern usw., sondern darüber, dass man anderen helfen konnte und einen Beitrag zur Bekämpfung des Virus leisten konnte.

Da das Virus nicht einmal ein richtiges Lebewesen ist und sich auch nicht selbst fortbewegen kann und fast so dumm ist wie ein Stein, ist es eine Kleinigkeit für den verständigen, intelligenten und wissenden Menschen, mit dem Virus und der Pandemie fertig zu werden.
Das Virus vereinsamt und verreckt und alles wird wieder gut und die Menschen wissen jetzt, dass sie alle zusammen helfen, wenn es nötig ist.

Nein, mit der Ironie klappt es doch auch nicht, denn ich komme mir dabei selbst lächerlich und dumm vor, obwohl es tatsächlich so einfach wäre, unser Problem zu lösen, wenn wir es nur alle wollten.

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Zur Covid-19 Impfstoffgewinnung

Weil sich manche fragen, wie der Impfstoff so schnell entwickelt werden konnte und ob der dann überhaupt sicher sein kann. Ich habe dazu ein interessantes Interview gefunden.
Emer Cooke, Chefin der Arzneimittelbehörde, im Interview mit der WELT:
Zitat:
Natürlich: In einer Pandemie sitzt den Forschern und Forscherinnen die Zeit im Nacken – denn selbst in Deutschland, das bisher vergleichsweise gut durch die Krise kam, sterben aktuell um die 500 Menschen binnen 24 Stunden an dem Virus. Alle an der Impfstoffentwicklung Beteiligten ziehen deshalb an einem Strang – weltweit bündeln sie Wissen und Expertise. Sie gestalten ihre Zusammenarbeit enger, die Prozesse national und international effizienter – und zwar „ohne Abstriche bei der Sorgfalt“ zu machen, so das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. Wie das geht? Das PEI nennt vier Punkte:

  • „Zeitgewinn durch Wissenschaftliche Beratung“: Schon früh im Prozess der Impfstoffentwicklung und -zulassung erhalten die Herstellerfirmen fortlaufend wissenschaftlich-regulatorische Beratungen durch die Arzneimittelbehörden. Sie werden dadurch u.a. auf die inhaltlichen Anforderungen bei der Stellung des Zulassungsantrags vorbereitet – das gestaltet den Prozess reibungsloser und vermeidet Verzögerungen.
  • „Zeitgewinn durch Rolling Review“: Das Rolling-Review-Verfahren ermöglicht, dass Impfstofffirmen erste Daten „zur Vorab-Bewertung für die Zulassung“ abgeben, obwohl die klinische Phase 3-Prüfung noch im Gange ist. „So können Teile des Antragsdossiers bereits vor der eigentlichen Antragstellung geprüft, verbessert und bewertet werden“, erklärt das PEI. Das verkürzt am Ende die Zeit der Bearbeitung des gesamten Zulassungsantrags; mit der Bewertung des Kandidaten kann früher begonnen werden.
  • „Zeitgewinn durch Kombination von klinischen Prüfungsphasen“: Die klinischen Studienphasen I, II und III finden in der Regel hintereinander statt. Nicht so in einer Pandemie: Sie können miteinander kombiniert werden. Das heißt: Es ist möglich, z.B. Organisatorisches – wie etwa die Rekrutierung von Probanden und Probandinnen – für zwei Studienphasen in einem Vorgang zu bündeln.
  • „Zeitgewinn durch Forschungswissen zu Coronaviren“: Die Arzneimittel und Impfstoffe, die aktuell eine Chance auf Zulassung haben, bauen auf den Forschungsarbeiten vieler Jahre auf. Es stimmt: SARS-CoV-2 ist noch nicht lange bekannt. Andere, ähnliche Coronaviren aber schon – man denke nur an die Epidemie mit SARS-CoV-1 2002/2003 oder mit MERS im Jahr 2012.
    Coronavirus-Impfstoff

Monatliche Berichte zur Sicherheit: Alle Nebenwirkungen sollen zügig aufgedeckt werden. Foto: ©iStock.com/Roop_Dey
Hinzu kommt: Weil Pandemie ist, gibt es viele Krankheitsfälle und eine große Aufmerksamkeit für das Thema weltweit. Die EMA-Chefin betont, dass das Tempo der Impfstoffentwicklung „zwar hoch ist, aber gleichzeitig auch die verfügbaren Informationen viel umfangreicher als sonst. Es wurden im Rahmen der klinischen Studien jeweils mehr als 30.000 Probanden geimpft.“ Das sei deutlich mehr, „als das bei vielen anderen Produkten der Fall war, die längst zugelassen sind.“ Aufgrund „der großen Datenmengen bei den COVID-19-Vakzinen kann man daher schon jetzt Rückschlüsse über Sicherheit und Wirksamkeit ziehen, obwohl alles so schnell ging.“

Gefunden auf Pharma-Fakten – eine Seite mit Impressum 😉

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Wer wird für die Kosten der Pandemie aufkommen?

Conifer tree cones, Netherlands (© Marcel ter Bekke/Getty Images)
Bin gerade kurz aus meinem Winterschlaf aufgewacht und frage mich, wer für die Pandemie eigentlich bezahlen wird.

So wie ich mir das vorstelle, wird es jedenfalls bestimmt nicht ablaufen, aber ich bin für eine Erbschaftssteuer, Schenkungssteuer, Vermögenssteuer, Transaktionssteuer und eine viel progressivere Einkommens- und Gewinnsteuer, da ich nicht einsehe, dass manche nicht wissen, was sie mit ihrem Vermögen machen sollen, so viel haben sie und andere kaum über die Runden kommen und oft gleich viel oder sogar mehr leisten.

So, jetzt träume ich weiter.

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Der Streit um Irlands Baumplantagen

Auf ARTE sah ich mir Re: Aufforsten für das Klima? an und bin etwas verwundert, dass die Aufforstung Klimaschützer auf den Plan ruft.
Wenn man gegen die Brandrodungen im Amazonasgebiet auf die Barrikaden steigt verstehe ich das, aber gegen Aufforstung? Klar wären Mischwälder besser, als Monokulturen, aber wer soll Mischwälder aufforsten, wenn sie dem Besitzer nichts bringen?
Man müsste die Gegner fragen, was ihnen lieber ist: Keine Aufforstung, sondern eine andere Nutzung des Grundes, oder Fichtenwälder. Aber vermutlich würden sie sich für keine Wälder entscheiden, denn ich hörte ja ihre Argumente. Eines davon ist, dass man durch den Wald das Nachbaranwesen nicht mehr sieht und sich isoliert fühlt.
Wow, vielleicht sollten diese Leute einfach in die Großstadt ziehen, dort haben sie diese Probleme nicht.

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Facebook hat mein Konto eingeschränkt, weil ich keck anzweifelte, dass FPÖler ihr Hirn in der Nase haben

Ich musste dadurch lernen, dass es laut FB-Richtlinien anscheinend tatsächlich möglich ist, sonst hätte man ja mein Konto nicht eingeschränkt.

Wegen einer sensiblen FPÖlerin die auf FP kommentierte:

 

 

auf den ich reagierte mit

Helmut Hirner
Monna Krainer ein boshafter Mensch würde Sie fragen, ob Sie ihr Hirn tatsächlich in der Nase haben.

FB meinte dazu: „Dein Kommentar hat gegen unsere Gemeinschaftsstandards zu Belästigung und Mobbing verstoßen“

Nun, ich sagte doch nur, dass Sie ein boshafter Mensch das vielleicht fragen würde, obwohl man dazu aber eigentlich gar nicht boshaft sein muss. Ja, ich hätte das boshaft vielleicht weglassen und direkt fragen sollen. Denn Monna Krainer sagte doch selbst, dass sie sich nicht von einem Bundesheerler ins Hirn fahren lasse will, bei einem Nasenabstrich.

Also was ist an meinem Kommentar so schlimm, dass man mein Konto einschränkt?
Ja, nächstes mal werde ich noch subtiler kommentieren und sagen:
„ich bin kein FPÖler und ich habe mein Hirn nicht in der Nase“.
Da kann sich dann aber wirklich niemand mehr angegriffen fühlen.
Als ob das meine Schuld wäre, wenn FPÖler ihr Hirn laut Aussage von Monna Krainer in der Nase haben – und das hat sie gesagt, sonst könnte man ihr bei einem Nasenabstrich nicht ins Hirn fahren.
Schade, dass man sich auf FB nicht rechtfertigen kann und ich meine Antwort wegen der Einschränkung nicht posten kann.
3 Tage auf FB nichts posten – wie werde ich das nur überleben?

Liebes FB-Team, es tut mir wirklich Leid, ich hatte ja keine Ahnung was anscheinend anatomisch alles möglich ist bei FPÖlern. Den Betroffenen kann ich nur wünschen, dass sie keinen Schnupfen bekommen und sich zu oft die Nase putzen müssen.

Ich habe zwar Anatomie für Mediziner bestanden, bin mir durch die Einschränkung von FB doch unsicher geworden. Hat die FPÖlerin wirklich eine begründete Angst, dass ihr ein Budesheerler bei einem Nasenabstrich ins Hirn fahren könnte?

die Angst ist begründet

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Ein „ja“ würde mir erklären, weshalb FPÖler gegen den Test sind und nicht hingehen.

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