Eine Unbequeme Wahrheit – das denke ich zu Klimaschutz

Gestern sah ich mir auf Puls24 Eine unbequeme Wahrheit und die Fortsetzung an und war beeindruckt. Der Dokumentationsfilm ist recht gut aufgebaut. Leider wurde ich nach dem Film gleich herb enttäuscht, als ich auf climacrisis.net ging, wo man laut Film weiteres erfahren kann. Die Seite gibt es nicht mehr und man wird auf https://web.archive.org/web/20121214213213/http://www.climatecrisis.net/climate_of_change.php umgeleitet. Während des ganzen Films ist ein Logo mit „Sunday(s) for Future“ eingeblendet und wenn man danach mit Google sucht, kommt man auf Kirchenseiten.
Nun, ich bin auf jeden Fall für Klimaschutz, aber ich werde mich nicht aktiv einsetzen, obwohl es unsere Kinder und Enkerl natürlich verdient hätten, weil ich denke, dass es bereits zu spät ist und die Erde keine Chance mehr hat. Ich halte die Katastrophe für unausweichlich, denn man hätte weltweit bei den ersten Anzeichen mit Nachdruck darauf reagieren müssen. Jetzt sind wir längst über die Phase der Anzeichen hinaus und in die erste Phase der Zerstörung unserer gewohnten Umgebung eingetreten. Tornados, Überschwemmungen, Hitzewellen, Austrocknung, Gletscherschmelze, … sind keine Anzeichen mehr, meiner Meinung nach, sondern der Anfang von der weltweiten totalen Katastrophe.
Die Mächtigen und Verantwortlichen zögern leider immer noch, was die Situation unwirklich und verrückt erscheinen lässt, denn wer am meisten hat, wird am meisten verlieren, da wir alle, alles verlieren werden und zuletzt sogar das Leben. Das ist keine Annahme oder Prophezeiung, sondern ein Faktum, oder kennen Sie einen Menschen der schon ewig lebt?
Man könnte denken, ich hätte resigniert und bin verzweifelt, aber dem ist nicht so, sondern ich habe die unbequeme Wahrheit akzeptiert und freue mich über jeden Tag und jede Stunde, in der ich von der Entwicklung nichts merke. Ich genieße also das Leben, bin für Klimaschutz, setze mich, wie gesagt, aber nicht aktiv ein, weil es bereits sinnlos wäre.

Ich tippe nicht einfach auf „bereits zu spät“ und ich brauche auch nicht die zunehmenden Umweltkatastrophen dazu, um zu meiner Ansicht zu kommen, sondern:
Wenn ein Al Gore, Ex-Vizepräsident und Präsidentschaftskandidat der USA (also sicher kein armer Mensch), mit seinen guten Beziehungen zu mächtigen, reichen Leuten den Film nicht einmal kostenlos zur Verfügung stellt und zwar jeden der ihn sehen will und in jeder Sprache, dann frage ich mich, wie ernst er die Sache wirklich nimmt. Wenn Umweltschutzorganisationen und Umweltministerien nicht dafür sorgen, dass dieser Film oder adäquate Information an jeder Schule geboten wird, dann frage ich mich das auch. Wenn Indien, China und Co denken, sie müssen zuerst einmal genau so viel CO2 in die Luft blasen wie es die USA bisher tat, damit man zu Gerechtigkeit kommt und dann erst angefangen werden kann mit Klima- und Umweltschutz ist es viel zu spät. Und solange es Präsidenten wie Trump, Bolsonaro, Putin und Co gibt und die Leute tatsächlich glauben, dass dieser Klimawandel nicht von Menschen beeinflusst wird und andere, dass man halt schön langsam etwas tun müsse – ist es viel, viel, viel zu spät, um die totale Katastrophe noch abwenden zu können.

(13)