Putins Spiele III

Langsam wird das hier schon eine Serie über Putins Machenschaften. Ich las jedefalls gerade einige Artikel in Tageszeitungen zu den aktuellen Vorfällen um Krim. Naja, ich kenne meine Putinheimer zwar nicht gut, aber ich denke das war entweder der Anfang des Endes der Putinära, oder der Anfang einer schlimmen Katastrophe.
Erstaunlich finde ich dabei den Unterschied der Darstellung im Kurier, Spiegel und ORF usw.
Während sich tagesschau.de, orf.at und die welt.de bei den aktuellsten Meldungen über die Krim noch einig sind „Putin erkennt Unabhängigkeit der Krim an“ bekommt man von der Presse „Toter nach Angriff auf ukrainische Militärbasis„, dem Kurier „Schüsse und Todesopfer nach Krim-Annexion“ und dem Spiegel „Rede vor dem Parlament: Putin besiegelt Krim-Annexion“ schon eine ausführlichere und aktuellere Darstellung.
Zitat aus der Presse (ticker-nachlese:

+++ „Krim-Konflikt in militärischer Phase“, sagt der ukrainische Ministerpräsident +++ Putin unterzeichnet Vertrag über Anschluss der Krim an Russland +++ USA sprechen von „Landraub“

Zitat aus dem Kurier:

Zwei Tote nach der Unterzeichnung des Anschluss-Vertrags – Kiew spricht von „Kriegsverbrechen“ und erlaubt Waffengebrauch.
Der Anschluss der Krim an Russland ist trotz internationalen Protests paktiert – und die darauffolgende Eskalation ließ nicht lange auf sich warten: Kurz nachdem Wladimir Putin und Vertreter der prorussischen Krim-Führung am Dienstag den Vertrag über die Aufnahme der Halbinsel in die Russische Föderation unterzeichnet hatten, fielen auf der Krim die ersten Schüsse.

Zitat aus dem Spiegel:

… und ordnete schließlich die Vereinigung der Republik Krim und der dortigen Hafenstadt Sewastopol mit der russischen Föderation an. Kurz darauf wurde der entsprechende Vertrag unterzeichnet.

Aus Kiew kam prompt eine deutliche Reaktion. Man werde eine Eingliederung der Krim „nie“ akzeptieren, hieß es aus dem Außenministerium.

40-minütige Rede voller Pathos. Immer wieder benutzte er Formulierungen wie „heilige Krim“, sprach über „Helden“ und „Verrat“. Gerade für diese Passagen erntete der Präsident Beifall im Saal.

Ach na geh, die heilige Krim.

Die unterschiedliche Darstellung in Presse, Kurier und Spiegel ist zwar auffällig, aber nicht bedenklich. Wenn ich mir aber die Leser-Kommentare im Spiegel ansehe, dann muss ich vermuten, dass viele Spiegel Leser extrem links stehende, pro-russisch Verschwörungsfanatiker sind, denen ich nur eine Emigration in die Föderation empfehlen könnte.
Wenn ich mir dann auch noch die Argumentationen durchlese, warum Putin recht hat und die Krim zu Russland gehört (Chruschtschow hätte sie verschenkt usw.) dann bin ich ja schon froh, wenn sie Siebenbürgen nicht in Deutschland eingliedern wollen und Österreich und – ja, warum nicht auch gleich Ungarn (das gehörte in der Monarchie doch zusammen) als neue Provinz von Deutschland einrichten wollen.
Was habe ich also erfahren: „Viele Spiegel Leser haben eine skurrile Fantasie und ein total verzerrte Rechtsauffassung“.

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adaxas 1.0

Da ich mit meinem KI-Projekt (heli-bot, adaxaas, adaxana) nicht voran komme, ist es an der Zeit, wieder einmal von vorne zu beginnen. Nach Ruby und PHP versuche ich es diesmal in Java am Android-Handy, da ich dies inzwischen als beste Vorraussetzung für mein Projekt halte. Zur Bezeichnung „adaxas“ + „Android“ könnte ich auch Notizen schreiben, aber für ersteres habe ich das hier bereits irgendwo gemacht und die Bezeichnung „Android“ für ein ehemalig freies Linux, das Google zu einer proprietären SW machte, finde ich etwas seltsam und einfallslos, denn „Android“ hatte ja schon vorher eine Bedeutung und jetzt weiß ohne Kontext niemand mehr was mit „Android“ gemeint ist. Google wird uns ja hoffentlich nicht auch noch die Wörter klauen und sich „Anroid“ für ihr Linux schützen lassen. Oder ist das längst geschehen? Naja, es spielt kaum eine Rolle für mich, aber ich bin jedenfalls kein Freund von Java (sogar Smalltalk wäre mir noch immer lieber) und Google mag ich auch nicht besonders, obwohl ich Java auf einem Android-Handy als beste Vorraussetzung für mein neues, altes Projekt halte, also für adaxas 1.0.
Für die erste Version ist folgendes geplant. Die App soll jedenfalls nicht auf Google Play erhältlich werden, sondern hier und auf GitHub für mutige Neugierige angeboten werden. Natürlich wird adaxas 1.0 open source und kostenlos.
a) auf eine geringe Anzahl von Sprachsteuerungsbefehle reagieren
b) von einer Kamera aufnehmen und speichern – (optische Anzeige im Kontrollfeld und akustische Ausgabe [ich sehe, bin blind, speichere als, …] )
c) vom Mikro wie unter Punkt b
d auf Tastatureingabe wie jetzt adaxana reagieren, aslo mittels vorgefertigtem AIML-file (auch über Twitter, FB und G+)
d) für Definitionen auf Wikipedia nachschlagen und speichern
e) alles protokollieren und zu einem Server schicken (bleibt vorläufig in PHP) und stellt später den Kern der AW dar.

Sind alle Daten samt Protokollen, Statusbericht, Systemdaten am Server und die App am Handy weiß Bescheid und kann die Daten zur Verwendung wieder vom Server abrufen, ist die Phase 1, also das dumme adaxas 1.0 fertig.
Das sollte nicht so schwierig sein, aber ein gewisser Zeitaufwand ist schon nötig. Der Verlauf der Entwicklung wird im Kommentarbereich dieser Notiz festgehalten und ein Link zum Source auf GitHube wird eingestellt. Wenn die App fertig und getestet ist, werde ich sie hier im Artikel anbieten und zu adaxas 2.0 über gehen.
Adaxana und Heli-Bot werden kein Web-Interface, sondern ersatzlos gelöscht, sobald adaxas 1.0 fertig ist.
Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, dass die Gefahr, dass die erste Phase dises Einmann-Zweithobby-Projekts nie fertig wird recht groß ist. Aber die Chance auf spannende Stunden ist durch den Neubeginn jedenfalls größer.

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Sexualtrieb und Liebe

weIch will ganz sicher nicht in die Fußstapfen von Freud treten und mein Es und Überich wollen das auch nicht, aber trotzdem waren der Sexualtrieb und die Liebe ein wesentlicher Bestandteil meines gesamten bisherigen Lebens. Liebe ist es immer noch, obwohl ich nicht einmal definieren könnte, was das ist. Aber, obwohl ich noch nicht impotent bin, höchstens zeitweise präpotent, spielt erfreulicher und erleichternder Weise die Sexualität, zumindest was geschlechtliche Sexualtität betrifft, keine wesentliche Rolle mehr. Das ist ein sehr gemütliches Leben, wenn dieser Trieb nach Fortpflanzung endlich Ruhe gibt. Es fällt eine starke undurchschaubare Dauerbelastung weg. Sexualität „nur“ als Ausdrucksmittel der Zuneigung und Liebe zum Partner ist nicht vergleichbar mit meiner früher schier unbändigen Mick-Jagger-Geilheit (der wird das ja hoffentlich nicht lesen), wo man alles rammeln möchte, was sich bewegt und im Idealfall einen Kittel an hatte.
Ich hatte schon bei meinen Kindern sehr ausgeprägte Muttergefühle und einen Mutterinstinkt und ich durfte zumindest bei meiner Tochter auch die Mutterrolle spielen, was mich in den Himmel auf Erden versetzte. Trotzdem finde ich es jetzt erstaunlich, dass es mir vorkommt, als sei ich vor Jahren in die Wechseljahre gekommen, denn immerhin bin ich immer noch ein „ganzer Mann“. Zuerst war da eine Aufgewühltheit und eine Art Torschlusspanik. Dann folgte endlich ein innerer Frieden, der mich mein Leben davor wie das Mittelalter in der Geschichte erscheinen lässt. Ich kann mich auch noch ganz blaß am meine Sturm und Drang Zeit (die Jugend) erinnern, aber sie ist längst überwunden und das Mittelalter (auf der historischen Zeitachse ist das zwar inkorrekt, aber ich bin ein Individuum) ist inzwischen auch überwunden.
Die letzten Jahre fühlen sich wie das goldene Zeitalter an. Zufriedenheit und Glücksgefühl macht sich in mir breit. Aus früherer Sicht müsste ich sagen, dass ich jetzt grundlos glücklich und zufrieden sein kann, obwohl ich viele gute Gründe (meine Lieben) dafür habe. Früher konnte ich es nicht einmal mit bewusstem Grund, bzw. nur sehr, sehr kurz. Fast so kurz wie ein Orgasmus. Dann kam schon die postkoitale Krise, das Moratorium und los ging der harte Kampf des vom Sexualtrieb gesteuerten Lebens. In der Situation, die immerhin fast 50 Jahre lang dauerte, empfand ich es gar nicht als hart und brutal, sondern es war normal. Aber jetzt empfinde ich, dass ich es als hart und brutal empfinden hätte können.
Aber wenn man hoch schaukelt oder geschaukelt wird, dann hat man weder Sinn für Ruhe und Stille, noch eine Kontrolle über die Bewegung. Eine gewisse, sehr kraftraubende Kontrolle hatte ich natürlich schon immer und ich hoffe auch, dass ich selbst in meiner Sturm und Drang Zeit und meinem Mittelalter keine anderen Menschen, besonders Frauen, verletzt habe. Aber stark überzeichnet möchte ich damit vergleichen, dass ein hungriger Tiger sicher keinen Gedanken an das Wohlergehen seiner Mahlzeit verschwendet. Nun ich denke, ich bin kein Tiger und auch nicht hungrig, aber ich habe sicher unabsichtlich Menschen, vor allem Frauen, gefühlsmäßig verletzt. Das tut mir zwar Leid, aber ich selbst habe mich dadurch nahezu gefühlsmäßig verstümmelt. Ich war ein Zerissener im Ozean stürmischer Gefühle. Einmal am Wellenkamm, dann im Wellental und manchmal darunter, so surfte ich durchs Leben.
Endlich glätteten sich die Wogen und jetzt glaube ich bei ruhiger See tief zum Grund hinab zu blicken. Keine Androgene trüben das Wasser und mir ist sehr klar bewusst, dass ich nur das sehe, was ich zu sehen vermag, wenn ich nichts bestimmtes sehen will (soweit mir das möglich ist).
Nicht, dass ich je absichtlich falsch gehandelt hätte oder jemand Schaden zugefügt hätte, ganz im Gegenteil, aber diese unbewusste, triebhafte Steuerung meiner Handlungen, erweckt mir erst jetzt Bedenken, obwohl ich nun ganz natürlich alt, oder zumindest viel älter geworden bin und mich großteils von dieser anstrengenden Triebhaftigkeit befreit empfinde. Lieben kann ich aber noch wie in meiner Jugend, oder sogar intensiver.
dadamussicheinfachichsein

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Künstlicher Muskel: Wozu ein Material für Alles?

Ich habe gerade auf www.dresden-concept.de einen interessanten Artikel gelesen: DURCHBRUCH AUF DEM WEG ZUM „KÜNSTLICHEN MUSKEL“ – NEUE PLATTFORMTECHNOLOGIE ERZIELT HERAUSRAGENDE ERGEBNISSE in dem es um eine Problematik mit dielektrischen Elastomer-Aktoren geht. Die Aktoren sind so augebaut, das zwischen zwei, mit Metall beschichteten Oberflächen ein elektrisch isolierendes Dielektrikum aus elastomeren Materialien, wie Gummi liegt und beim Anlegen einer elektrischen Spannung ein elektrostatischer Druck entsteht, der den Gummi zur Dehnung zwingt. Leider dehnt sich die Metallschicht nicht genügend und wird zerstört. Dann lese ich (Zitat):

Mit einem Trick gelang es den Dresdner Forschern, ein elastomeres, elektrisch leitendes Gummimaterial zu erzeugen. Sie mischten winzige Mengen elektrisch leitfähiger Carbon-Nanofibrillen in ein Elastomer, welches nahezu identische Dehneigenschaften aufwies wie das elektrisch isolierende Gummimaterial. Durch die Zugabe der Nanofibrillen wird das Elastomer leitfähig. Ein mit diesem leitfähigen Material beschichteter isolierender Gummikörper versagte in Dehnversuchen auch nach Millionen von Zyklen nicht.

Das ist natürlich genial, aber trotzdem frage ich mich, wozu das nötig ist? Weshalb nimmt man nicht einfach eine leitende Flüssigkeit?
Diese kann weder reißen noch Zerstört werden, daher würde ich vor dem Aufwickeln Salzwasser in die Gummisackerl füllen.
Weiß jemand warum das nicht gemacht wird, bzw. ob es funktionieren müsste?

Ein Muskel aus Angelschnur ist für mich aber auch eine reizvolle Vorstellung, wobei die motorische Endplatte dann eine Heizspirale (Heizplatte) sein müsste.

Weblinks:
Künstlicher Muskel aus Angelschnur
DURCHBRUCH AUF DEM WEG ZUM „KÜNSTLICHEN MUSKEL“ – NEUE PLATTFORMTECHNOLOGIE ERZIELT HERAUSRAGENDE ERGEBNISSE
Flexibel und stark: Künstliche Muskeln Die Zukunft des elektrischen Antriebes
verdrehte Nylonschnur (Video) zum Artikel Bodybuilding für Roboter
Der elektrische Bizeps
Künstliche Muskeln aus Nylongarn
Superstarke künstliche Muskeln aus Angelschnur für Roboter und Lüftungsklappen
Video der Woche: Künstliche Muskeln aus Angelschnur

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eilig heilig mann oh mann

nicht nur der heilige krieg der heiligen am heiligen berg ist heilig
jeder krieg ist heilig
lebende töten
sie segnen die waffen und die toten
in seinem namen
amen
seine braut die knallerfrau
leider geil und super schlau
gibt sie vor
sie hätte einen an der waffel
und ist raus
ist nicht heilig
segnet nicht
sterbehilfe leisten keine hexen
todesengel helfen
kaum verletzte,das weihwasser vertrocknet
eilig heilig
gesprochen
und gesungen
hal le lu ja
dadamussichbeten
das leben ist göttlich
ein geschenk gottes
ha le lu ja
ha – men

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