Ich habe ja nichts zu verbergen

(Last Updated On: 27. Februar 2014)
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Mir kann moderne Technologie nie genug für die direkte Demokratie eingesetzt werden. Dazu habe ich mir hier schon einige Tagträume notiert. Es war ein Grund für mich,  gegen Anonymität im Internet zu sein. Natürlich hatte ich noch andere Argumente, wobei mir zwei wichtig schienen. Anonymität leistet kriminellen Aktivitäten Vorschub und außerdem hätte ich ja nichts zu verbergen.
Heute finde ich es auch noch unglaublich gut, dass ich momentan nichts zu verbergen habe. Ich sehe keine Anzeichen für eine Verschlechterung der demokratischen Entwicklung und habe berechtigte Hoffnung (lebe seit fast 56 Jahren in einer Demokratie), dass sich das in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten auch nicht ändert. Es kann aber keiner die theoretische Möglichkeit bestreiten, dass wir in zig Jahren ein totalitäres System haben. Dann könnten Tierfreunde oder Tierfeinde – Vegetarier, Karnivoren oder Allesfresser – Kammillenteetrinker oder Raucher die Staatsfeinde Nummer 1 sein. Hätte ich dann etwas zu verbergen? Es wäre jedenfalls zu spät, denn die unüberschaubaren Kommentare auf diversen Plattformen kann man manuell nicht mehr löschen.  Ganz davon zu schweigen, dass Informationen über mich und Inhalte von mir auch in Filesharing-Netzen landen könnten, wodurch sie quasi unlöschbar werden würden. Abgesehen davon weiß niemand, wer wo was legal, halblegal oder momentan auch illegal gespeichert hat. Abgesehen von den Daten über die österreichischen Lehrer, die ja frei zugänglich sein sollen und laut Medien gerade auf einen anonymen türkischen Server „ausgelagert“ wurden. 😉 Hier und jetzt habe ich zwar immer noch nichts zu verbergen und ich hoffe, es bleibt dabei. Aber wozu sollte ich eigentlich der ganzen Welt mitteilen wollen, das ich gerne Kräutertee trinke? Ist das wirklich wichtig und interessant für mich und meine Facebook-Freunde? Oder werde ich nur dazu angehalten, damit sich durch meine Kommentare und likes jemand bereichern kann? Naja die haben dann jedenfalls etwas zu verbergen.
So, wenn ich noch lange so vor mich hin tippe, schicke ich Zuckerberg vielleicht noch einen Freundschaftsantrag und schalte meine Nachrichten auf privat. 
Langer Notiz kurzer Sinn:
Direkte Demokratie und Transparenz sind mir wichtig. Anonymität ist mir nach wie vor suspekt (jeder kann sowieso selbst entscheiden, was er von und über sich bekannt gibt) und ich verstehe noch immer nicht, weshalb man nicht längst rigoros auf internationaler Ebene gegen illegale anonyme Proxy-Server und Raubkopien (hs. MS-Produkte) vorgeht. Da hat sich meine Meinung seit 20 Jahren nicht geändert, obwohl ich mir bezüglich Anonymität nicht mehr so sicher bin, selbst wenn ich hier und jetzt nichts zu verbergen habe.

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