52.) Der Herzmuskel; Erregungsbildungs- und Erregungsleitungssystem


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1. Grobe Orientierung

Das Herz hat die Aufgabe einer Pumpe. Die im Sinusknoten gebildete Erregung breitet sich über das Vorhofsmyokard aus, wobei dieses erregt wird (das Herzskelet isoliert gegen die Ventrikel). Über das Erregungsleitungssystem wird dann das Ventrikelmyokard erregt und es kommt über die elektromechanische Koppelung zur Zuckung. Durch die Kontraktion und Erschlaffung (Sogwirkung) wird das zum Herzen zurückgeflossene Blut in den kleinen bzw. großen Kreislauf gepumpt, wobei die Richtung des Blutstromes durch die Klappen (Ventilfunktion) festgelegt wird.
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Dialog im Institut der Physiologie oder Stubiosus (K)urt und (H)ans Maria Huana


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H: Du braucht nicht entäuscht zu sein, Kurt, wenn sie dir hier immer wieder das gleiche Kind unter einem andren Namen verkaufen. So brauchst du nicht so viel lernen.

K: Ach, es stinkt doch zum Himmel, daß sie lange bekannte Mechanismen einfach immer wieder neu definieren und teilweise richtigstellen oder auch falschstellen, was schon klar gestellt war. Und nur um sich wichtigstellen zu können, diese Tierschinder. Keine Quellenangaben, Angaben zur Durchführung, Protokolle etc. Naturwissenschaft? Reprodutzierbar? Beweisbar? Lehrbuch? Scheißpapiere sind das!

H: Was hat ersteres mit zweiterem zu tun? Und außerdem verbiete ich mir eine derartig verschlüsselte Diktion, mein Freund.

K: Verbiete dir was du willst. Mir verbietest du nichts. Auch nicht, daß ich sehr wohl einen Zusammenhang zwischen Ruhm- und Geldsucht einzelner, Tierversuchen, alten Erkenntnissen und neuen Termini sehe.

H: Du solltest die dynamische Entwicklung der Sprache berücksichtigen. Sie entwickelt sich weiter. Sie blieb weder beim Expressionismus stehen noch beim Dadaismus. Sie macht auch beim Aktionismus keinen Halt, — bis Stille Eintritt im künstlerischen Ausdruck der Gefühlswelt –. Doch der Ersatz für die Sprache nämlich Zeichen als Datenträger in strukturierter Anordnung, nimmt bereits den Raum der gewordene Leere ein. Es entsteht die universelle Ersatzsprache, die der Zeit besser entspricht, eine technisch-wissenschaftliche-international-basic-umgansgesellschafssprache.

K: Denkste, du A…

H: Wendet sich entsetztab, mit den Worten: „niveauloses Geschöpf“ und schreitet steif von dannen.

K: Ruft ihm nach: Lieber ein primitiver Tierfreund als ein Professor wie dein Vater. Wer Leben nicht ehrt,
Was ist der wert?
Warum nimmt man nicht das Tier, welches ist bestimmt, den Mensch zu ernähren?
Stirbt das arme Schwein in des Schlächters Hof durch die elektrische Zange,
niemandem wird es bange –
oder stirbt es in Ehren
betäubt für die Lehren
was macht es aus? was ist zu klären?
Doch lebt es, so lebet es
gebet es,
erhebt es – wenn lebt es,
lebt es ,
so bebt es und
klebt es am
lebt es –
gottverbrannt! hundverdammt!
es lebt!
Vivat!
es ist kein Präparat!

(Da ich eine falsche Interpretation dieses Satzes vermeiden möchte sei erläutert, daß ich unabhängig von meinem Gottesbegriff annehme, daß viele Menschen glauben, Gott sei „Alles“ und sei „Überall“..

Daher ist Gott auch in der unnotwendigerweise zutodegequälten Katze. Der perverse Schänder, der aus Leben ein Präparat macht, schändet daher einen Teil Gottes bzw. Gott. Er kann den Gottesteil der Katze bzw. Gott zwar nicht töten, aber er kann diesen Gottesteil bzw. Gott verlieren. Das heißt ich hätte statt „Gott ist tod“ auch schreiben können „Gott ist für den lebensverachtenden Tierquäler verloren“.

Ich habe nicht vor ein Religionsbuch zu schreiben (obwohl sogar in etablierten Physiologielehrbüchern das Leib-Seele-Problem religiös abgehandelt wird), doch möchte ich trotzdem erwähnen, daß ich mir um Gott keine Gedanken zu machen brauche. Ich kenne nicht einmal die atomaren, materiellen und energetischen Verhältnisse eines x_beliebigen (nicht den der Weisen) Steines. Seine Entstehung, sein Ordnungsprinzip und sein zukünftiges Sein begreife ich nicht. Sich für Leben, Pflanzen, Tiere, Menschen, deren Interaktionen Glück und Unglück zu interessieren halte ich für vewrwegen genug. Wer Wasser, Erde, Feuer und Luft versteht. Wer Leben, Pflanzen, Tier und Mensch verstanden hat und nichts mehr für das Verstandene tun kann, der solle sich meiner Meinung nach um Gott kümmern.

Bzgl. den anderen Sätzen meiner Sonate möchte ich die Gefahr einer falschen Interpretation eingehen und die Gewinnchance dafür erhalten, daß Sie sie besser interpretieren als ich sie gemeint.)

(516)

Postscript


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Natürlich hätte sich eine Katze oder ein Affe mit in das Gehirn eingesetzten Elektroden gut als abschreckendes Beispiel geeignet, da mir schon viel daran liegt, aufzuzeigen, daß es leider noch immer genügend Grund gibt, sich als Tierfreund und als einer der jedes Leben respektiert, Abneigung gegen das Fach Physiologie zu haben. Zu häufig findet man Lehrbücher der Physiologie, welche eigentlich nicht viel mehr als ein Konglomerat von diversen Tierversuchen darstellen. Es ist mir extrem widerwärtig, wenn von Thalsmustieren, sich am Laufband rhytmisch bewegenden spinalisierten Tieren und dgl. die Rede ist, aber wenn gleich ich auch der Meinung bin, daß heutzutage – aufgrud der guten Kommunikationsmittel und aufgrund des ungeheuer umfangreichen Material, das teils unbearbeitet vorliegt – eigentlich weltweit nur mehr in seltesten Fällen Tierversuche, bei denen Tiere leiden müssen oder zu Schaden kommen, gerechtfertigt werden können. Physiologen sollten Lebensvorgänge beschreiben und zu erklären versuchen. Wenn sie dabei Leben zerstören, zerstören sie ihr eigenes Werk und nehmen sich selbst ihre Existenzberechtigung (als Physiologen natürlich). Physiologie, sagt u.a. Prof. Wünsch vom Wiener Institut für Physiologie, ist interessant. Nun, um wirklich interessant zu bleiben, muß sie auch moralisch unbedenklich werden. Mein Motto ist: „Phantasie ist Gift für die Physiologie, aber eine lebensfeindliche (ich spreche von jedem Leben) Grundeinstellung ist der Tod der Physiologie“. Es soll aber auch darauf hingewiesen werden, daß das Bewußtsein der heutigen Generation nicht aprupt und von selbst entstanden ist. Damit möchte ich sagen, daß die Tierversuche aus früherer Zeit teilweise sinnvoll durchgeführt wurden und wichtige Erkenntnisse für den Menschen brachten. Es wäre ein schlimmes Vergehen, z.B. einen F. Starling einen Vorwurf zu machen, aber es ist auch ein schlimmes Vergehen, wenn jemand zu Demonstrationszwecken den Studenten schlagende Froschherzen im Praktikum zeigen möchte. Ein Interessierter hat Möglichkeiten genug, schlagende Herzen während chirurgischer Eingriffe zu sehen. Wer sich diese Gelegenheit nicht findet, hat kein echtes Interesse.

Auf diser Seite finden Sie also kein Bild eines Tierversuches, sondern angedeutete Konturen eines Menschen und einen symbolhaften T-Lymphocyten (im Moment leider nicht verfügbar). Ich finde den Gedanken einfach faszinierend, daß der Mensch seit Jahrtausenden versucht, sich selbst zu finden oder sich selbst zu erkennen, und eigentlich nur der T-Lymphocyt mit Gehilfen fähig dazu ist. Selbst wenn Sie, z.B. bei Vorliegen einer kleinen Wunde ihr Gewebe mittels Mikroskop untersuchen (es genügt auch ein Blutausstrich), so können Sie nicht immer mit Sicherheit sagen, ob das, was sie sehen, tatsächlich ein physiologischer eigener Bestandteil, oder ein Fremdkörper ist. Sehr viele Menschen besitzen einige Zellen, die eigentlich nicht zum Individuum gehören, d.h. sie haben andere MHKA . Bei nicht Autoimmunerkrankten sind die T-Lymphocyten aber in der Lage, solche Zellen auszumustern bzw. unter Kontrolle zu halten. Mehr zu diesem phantastischen Spiel der Natur finden Sie unter der Frage „Abwehr“.

(611)

Kann ich als über 3 Milliarden Jahre alter Yogi, 6 Quadrillionen gleichzeitige Vorgänge in mir erfassen?

Ein paar meiner Gene stammen jedenfalls von den ersten Gene überhaupt ab, wenn auch nicht direkt und mit ein paar Updates dazwischen, aber erstaunlich finde ich es trotzdem. Genau so wie die Tatsache, dass ich etwas aus 100 Billionen Zellen bestehe, wobei etwa 90% davon keine menschlichen Zellen sind, sondern Pilze, Bakterien und Mikroorganismen.
Ungefähr 6 000 000 000 000 000 000 000 000 (6 Quadrillionen) „Dinge“ passieren in mir höre ich gerade in „The 11th Hour“.

Ich habe versucht 6 Quadrillionen gleichzeitige Vorgänge in mir zu erfassen und bin gescheitert. Also werde ich noch ein paar Taijiquan und Yoga Stunden nehmen, vielleicht gelingt es mir dann.
Innerhalb von 10 Sekunden finden in mir ein 100 faches an Vorgängen statt, im Vergleich zu allen Vorgängen, die auf allen Sterne und Planeten statt gefunden haben, das nennen wir „Leben“, höre ich weiter in dem oben angeführten Film.

Die Angaben sind zwar ein wenig vage und ganz schön spekulativ, aber jedenfalls trotzdem recht beeindruckend. Sagen wir einmal ein wenig vereinfacht: Mensch, da spielt sich ganz schön was ab, in dir und in mir. Alleine die etwa 2 kg Bakterien eines Menschen machen schon einen ganz schönen Wirbel.

Weblinks:
Die Entstehung des Lebens auf der Erde Teil 1

(619)

Logotragedy an der Scola Vindobona oder …Dialog „UNINOW“:

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Als Motto möchte ich wieder Shakespeare zitieren:

„ Ich habe gehört, daß schuldige Geschöpfe,
Bei einem Schauspiel sitzend, durch die Kunst
Der Bühne so getroffen worden sind
Im innersten Gemüt,
daß sie sogleich
Zu ihren Missetaten
sich bekannt“.

Personen:
1. Student: I [i:]
2. Student: Uniknow Ort der Handlung: Theoretica
Zeit: hm

I: Zum wesentlichen Punkt der Frage „BSG“, nämlich der Erhöhung der Sinkgeschwindigkeit der Ery. durch Akute-Phase-Proteine möchte ich ein Zitat aus B.Oders Skriptum „Prüfungsfragen nach Doz. Marktl“ anführen:
„Verschiebung des Albumin-Globulin-Quotienten zugunsten der Globuline. Globuline sind pos. geladen, Erys.neg. >>>>vermehrte Abstoßung, schnelleres Sinken.“

Das ist „not amusing“ und schlicht und einfach Nonsens.

Außer für die sauren Glykoproteine liegen die IP‘s der Globuline ca. zwischen 4,5 und 7. Bei g-Globulin, z.B. ist IP für IGG etwa 5,8 und für IGA liegt der IP bei 7,3; für Albumin hingegen findet man einen IP von rd. 4,9. Bei einem pH-Wert > 7, also z.B auch bei pH = 7,4 wandern die Proteine bei der Elektrophorese zur Anode. (Anmerkung für Herrn Oder: Die Anode ist der Pluspol; siehe auch Sachunterricht der 2.Klasse Volksschule; dort erährt man auch, daß sich gleichnamige Ladungen abstoßen und ungleichnamige anziehen; mit Coulomb möchte ich nicht überfordern).

Sowohl die Ladung der Plasmaproteine (Ampholytcharakter), als auch die der Glykokalix der Ery. ist pH-abhängig. Übereinstimmend wird von verschiednen Autoren angegeben, daß bei normalem Blut-pH eine relativ positive Ladung der Globuline und eine relativ negative Ladung der Ery. vorzufinden ist. Siehe auch unter Wanderungsgeschwindigkeit der verschiedenen Proteine im elektrischen Feld und unter isoelektrischer Punkt, insbesondere von Glykoproteinen, Albumin, und Globulinen. Wenn nun die relativ positiv geladenen Globuline vermehrt werden und die Ery. relativ negativ geladen sind, kommt es natürlich zu keiner Abstoßung, sondern zum Gegenteil, zu einer Anziehung und in Folge dessen werden sich die Ery. untereinander nicht stärker abstoßen, sondern weniger. D.h. es kommt zu Agglomerationen und, da größere Partikelschneller sinken (Stock‘sches Gesetz; Oberflächen-Volumen-Verhältnis), zu einer erhöhten BSG. Übrigens würden Globuline (z.B. Anti.A und Anti-B) zu einer „vermehrten Abstoßung“ führen, wie Herr Oder schreibt, sokönnte es im AB0-System, mangels Annäherungsmöglichkeit von AK aund AG zu keiner Afflutination kommen.

Ich kann mir schlecht erklären, welche Gründe für eine Veröffentlichung eines solchen „Skriptums“, das fast auf jeder Seite nur so strotzt vor Fehlern,teilweise sind die Kommentare zu Fragen ja nicht einmal dem Richtigen Kapitelin der Physiologie zugeordnet, vorlagen. Das einzige was stimmt sind die Fragen selbst. Ich besitze Mitschriften von Prüfungen des Herrn Doz. Marktl von 1983 bis 95, teilweise mit Datum, Uhrzeit, Geschlecht des Kanditaten und Beurteilung. Für unsere Bearbeitung haben wir die Fragen aber weitgehend prüferunabhängig zusammengestellt, sodaß hoffentlich der Großteil des geprüften Physiologistoffes abgedeckt ist. Was aber die Beweggründe für die Veröffentlichung oben genannten Meisterwerks sind, ist mir wirklich rätselhaft.

Versucht man absichtlich Kollegen am Studieren zu hindern, oder hat man zuviel Rheobase geübt? Studiert man zu schnell, hat man bei Nawaski maturiert, oder versucht man nur, wie üblich bei manchen exponierten Mitgliedern der Zwangsgemeinschaft, sich auf Kosten anderer Studenten eigene Vorteile zu erhaschen, statt ihre Anliegen zu vertreten?
Seitens des physiologischen Institutes erfolgte selbstverständlich keine Reaktion. Wahrscheinlich ist das Skriptum nicht wert ernstgenommen zu werden, so wie es anscheinend die Physiologie nicht wert ist einen Lehrziel-Katalog und verbindliche Lehrmittel (Lehrbücher, Skripten etc. herauszugeben).
Natürlich können nicht alle Professoren kapazitäten und Persönlichkeiten darstellen, wie z.B. der ehrwürdige Herr prof. Kaiser von der Chemie, oder Herr Prof. Firbas, Herr Prof. Schwarzacher oder Herr Prof. Plenk, um nur einige zu nennen, deren Engagement und Fähigkeiten offensichtlich sind, und die auch Lehrinhalte vermitteln können (sogar schriftlich). Bei einer einzigen Prüfung eines Herrn Prof. Plenk kann man mitunter mehr lernen, als bei einer gesamten Hauptvorlesung der Physiologie (vorausgesetzt man kennt das Lehrbuch, aus dem vorgelesen wird, und ausgenommen Herrn Prof. Binders Vorträge, die allerdings profunde Englischkenntnisse vorraussetzen). Übrigens findet ein Herr Prof. Plenk stundenlang Zeit, um die Kenntnisse der Kandidaten zu überprüfen, ohne daß er es dabeinotwendig hat, zu drohen, persönlich zu beleidigen oder politisch zu agitieren, wie es am physiologischen Institut vorkommt, wenn eine Prüfung einmal länger dauert als 30.sec. Müßte ich bei Herrn Spieckerman eine Prüfung ablegen, würde ich erstens eine Rechtsanwalt beiziehen, zweitens einen Leibwächter mitbringen und drittens um eine, auf die Prüfungszeit abgestimmte Vorbereitungszeit nach gestellten Fragen bitten, also in etwa um 0,5 ms, was angesichts der hervorragenden Darbietungen während der physiologischen Ausbildung (Praktikum, Lehrunterlagen, Vorlesungen, öffentliche Prüfungen) und des eindeutigen Lehrzielkataloges ja leicht ausreichend sein müßte, um die Fragen, die keineswegs auf die Physiologie beschränkt sein müssen (ein wenig klinische Erfahrung, Allgemeinbildung und politisches Interesse sollte man natürlich schon mitbringen), einstellen zu können.

In welch Richtung das politishe Engagemet gehen soll, um sich bei Herrn Prof. Spieckermann beliebt zumachen könnte man einem MED-Extra entnehmen, wo es heißt: „Man will den herrn Prof. ja nicht ins rechte Eck drängen, aber…“, doch wer ihn einmal prüfen hört weiß ohnehin wie der Hase läuft, oder ist es normal, wenn man geprüft, wird ob es theoretisch möglich ist im Kopfstehen ein Bier zu trinken wie es bei manchen Burschenschaften üblich sein soll?

Allgemein ist die Physiologie aber der Studinordung ganz gut angepaßt, da man ohnehin nicht soviel Zeit hat (Semesterfrist), um sich über Dargebotenes und Inhalte Gedanken machen zu können. Denken scheint auf manchen Instituten nichvorgesehen zu sein. Ich befürchte, daß Herr Spickermann das „niedrige Niveau der österr. Stundenten, welches unter dem der Marokkaner liegt (Aussage von Herrn Prof. Binder in einer Tageszeitung) noch senken kann, und daß er dabei von einegen exponierten Zwangsmitgliedern des Vereins, der Herrn Oders Skriptum veröffentlichte, unterstützt wird, oder? Es gibt meiner Meinung nach aber auch hervorragende ÖH-Skripten. „Das System der natürlichenAbwehr“ (August 88) möchte ich als solches bezeichnen, obwohl man dort zur BSG ebenfalls eine seltsame Einstellung hat.

Man findet auf Seite 23 unter Blutsenkungsreaktion (BSR) die Aussage, daß bestimmte Plasmaproteine die Ery in einer Art Schutzkolloid in Suspension halten. Weiters steht, daß es z.B. bei Entzündungen zu einer Änderung des Proteinm,usters und damit der Schutzkolloidwirkung kommt. Den nächsten Satz möchte ich wörtlich zitieren: „Nach neueren Untersuchungen sind es aber NICHT die elektrischen Ladungsverhältnisse, die zur veränderten Sedimentationsgeschwindigkeit der Ery führen.“ Es folgen keine weiteren Erklärungen, was dann zu einer veränderten BSG führt. Es wurde auch nicht erwähnt wer, wann und wo diese sog. neuen Untersuchungen durchgeführt hat, sondern es wird einfach in Boulvardblatt-Manier eine Behauptung aufgestellt, die fundierten Theorien und Aussagen ernsthafter Physiologen und Physiker widerspricht. Zum Glück sind derartig Ungereimtheiten in dem sonst ausgezeichneten Skriptum kaum zu finden.

 


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