Debian wechselt zu LibreOffice

Das Debian-Projekt ist stolz darauf, verkünden zu dürfen, dass die
Umstellung von OpenOffice.org nach LibreOffice abgeschlossen ist.
LibreOffice war bereits für die Zweige »Testing« und »Unstable«
erhältlich und ist nun nach Debian 6.0 »Squeeze« rückportiert worden.

Rene Engelhard, Debians LibreOffice-Betreuer und Mitglied des LibreOffice Engineering Steering Commitee, sagt dazu: „Ich bin mir sicher, dass Debian und seine Anwender großartig von dieser Umstellung profitieren werden; ich erwarte nicht nur eine verbesserte Zusammenarbeit, sondern auch kürzere Veröffentlichungszyklen.

heißt es auf Debian News.

Zur Installation auf Debian 6.0 kann man mit
deb https://backports.debian.org/debian-backports squeeze-backports main
in der source.list einfach
apt-get update ; apt-get install -t squeeze-backports libreoffice benutzen.

Klingt recht gut für mich und ich werde es auch gleich installieren.

Weblinks:
LibreOffice
Debian

Enttäuschendes Quando-Update

Quando möchte ich auf meinem Handy ja eigentlich nicht mehr missen, aber von dem neuen Update bin ich etwas enttäuscht. Ich bekomme immer die Meldung, dass meine Version nur mehr bis 30. Juni verfügbar ist. Was soll das heißen? Ich habe sie ja schon lange laufen und vermute, das sie mit „verfügbar“ meinen, dass sie nur mehr bis 30. Juni genutzt werden kann. Daher versuchte ich schon mehrmals ein Update durchzuführen, was bis jetzt aber immer scheiterte. Die Links in der Meldung funktionieren überhaupt nicht, also gehe ich auf quando.at, um festzustellen, dass sie zwar als aktuelle Versionen:

  1. qando iPhone: 3.0
  2. qando Android: 3.0
  3. qando Mobile Web: 1.0

anbieten, aber es können nur erstere zwei und ein „Gadget für Ihren PC“ und ein „Widget für Ihren Mac“ herunter geladen werden. Der „download-Link“ auf m.quando.at funktioniert für mich auch nicht und auf Hilfe – Installation finde ich unter qando Web

Als Nutzer von qando Web müssen Sie keine Installation vornehmen. Besuchen Sie einfach mit Ihrem Mobiltelefon die Seite: www.m.qando.at

Auf den Webmonitor kann ich aber gerne verzichten, der ist ja unvergleichlich schlechter, als meine derzeitige Anwendung, die mir sofort per GPS sagt, welche Haltestellen in der Nähe sind und welche ich unlängst verwendet hatte. Ich weiß nicht, ob es da überhaupt eine Echtzeitanzeige gibt, denn „quando web“ brauche ich eigentlich nicht.
Ich kann also nur hoffen, dass meine Version am Nokia auch nach dem 30. Juni noch funktioniert.

Tai Chi ist mir zu langsam zur SV – LOL

„Kennt jemand einen anderen Kampfsport, weil mir Tai Chi zu langsam ist zur Selbstverteidigung“ las ich unlängst in einem Forum.

Ich will ja niemanden zu nahe treten, aber so einen halblustigen Blödsinn habe ich auch noch selten gelesen. „Tai Chi“ ist gar nichts, außer zwei transkribierte chinesische Wörter, die übersetzt etwa der höchste Punkt (Pool….) bedeuten und sonst gar nichts. Wenn mit „Tai Chi“, aber Taijiquan oder Tai Chi Chuan (englisch) gemeint sein soll, dann kann keine ähnliche Sportart gesucht werden, denn traditionelles Taijiquan ist sicher kein Kampfsport (beim Sport gibt es Wettbewerbe, Punkte usw), sondern eine innere Kampfkunst, die absolut alles andere als langsam ist. Ich möchte sogar behaupten, dass Tai Chi Chuan Meister schneller sind, als alle anderen Kampfkünstler, die ich aber sicher nicht mit Kampfsportlern gleichzeitig nennen möchte. Schneller deshalb, weil sich ein Muskel nach den Gesetzen der Physiologie zuerst entspannen muss, bevor er sich für eine bestimmte Willkürbewegung anspannen kann, wie es bei den äußeren Kampfkünsten, auf niedrigem Niveau zumindest, der Fall ist.
Über die Naturgesetze und physiologische Fakten wird man sich kaum hinwegsetzten können, aber wer Taijiquan für langsam hält, nur weil langsame und sogar extrem langsame Bewegungen eine Übungsmethode sind, (ja sogar langes stehen in der Stehmeditation ist eine wichtige Taijiquan Grundübungen, also überhaupt keine sichtbar Bewegung) dem kann ich sicher nichts über Taijiquan erzählen, denn der hat absolut keine Ahnung wovon er spricht und offensichtlich auch kein echtes Interesse.

Wer Selbstverteidigung nötig hat, sollte sich vielleicht einen Waffenpass zulegen, oder sich zumindest einem System zuwenden, dass dafür geeignet ist, wie Krav Maga oder unzählige andere Systeme, die Selbstverteidigung anbieten und in ihrem Programm haben. Empfehlen würde ich meinen Freunden aber eher, dass man gefährliche Situationen wenn möglich von vornherein meidet und sonst vor allem sein Herz und Hirn einstetzt, statt seine Muskeln für den Kampf zu trainieren.

Aikido wird in diesem Zusammenhang auch gerne erwähnt, allerdings handelt es sich dabei ebenfalls um eine innere Kampfkunst und somit kann man schon mit vielen Jahren täglichem Training rechnen, bis man damit Erfolg haben kann. Vorher ist es zur Selbstverteidigung meiner Meinung nach völlig wertlos und höchstens gefährlich, wenn man im falschen Glauben lebt, dass man sich bei einem Angriff wehren könnte und womöglich etwas gerade im Dojo gelerntes versucht, statt weg zu laufen. Ja und selbst nach jahrelangem, täglichen Training sollte man bedenken, dass in Aikido immer nur Standardsituationen eingeübt werden. Wenn man von einem wild gewordenen Verrückten auf der Straße angegriffen wird, so wird dieser aber vielleicht nicht die rechte Hand zum Angriff heben und dabei das rechte Bein vorne haben usw., sondern wahrscheinlich völlig irrational und unorthodox, gemeingefährlich, rasend und unberechenbar sein. In so eine Situation werde ich hoffentlich nie kommen, aber wenn es doch geschehen sollte, dann möchte ich eigentlich nur eines – irgend eine Fluchtmöglichkeit.