Tai Chi wird mir Dank Julia immer einfacher

(Last Updated On: 17. März 2011)

Anfangs waren da bei mir viele spirituellen Träume und ein hoch komplexes Kampfkunstsystem – jetzt, kaum noch ein Muskelkater, kaum Spiritualität und die Figuren und Formen sind alle gleich. Ein paar Prinzipien und das war’s auch schon, wenn du sie täglich, jahrelang, ununterbrochen leben kannst.
So, wie fast alle Tiere, wobei mir meine geliebte Katze am nächsten ist. Sie lebt Taijiquan von ihrer Geburt und sie ist eine meiner besten Meisterinnen. Nicht weil sie ganz locker und lässig, elegant, entspannt 10 mal so hoch springt, als sie lang ist (das wäre bei Menschen höchstens ultramegasuperunmögliches Wushu, da sie einen anderen Schwerpunkt und Schwanz haben), sondern weil ich sie noch nie aus dem Zentrum gekommen gesehen habe. Das geht nicht bei ihr! Egal, ob du sie in die Luft schmeißt oder, ob sie sich in Luft auflösen muss. Wenn sie will, ist sie einfach weg; du siehst sie nicht, hörst sie nicht und du findest sie nicht. Wenn sie will, sitzt sie dann auf deinen Schoss, während du noch überlegst, wo sie sich wohl versteckt haben könnte. Für sie ist das so einfach, wie für Einstein E=mc² und für mich ist beides gleich genial. Leider nicht so einfach, wie für Einstein oder meine Katze, aber ich habe das Gefühl, dass es in die richtige Richtung geht, denn mein Weltbild und mein Verständnis der Dinge und des Lebens wird immer einfacher, genau so wie Taijiquan. Langsam bemerke ich ein paar Zusammenhänge und Verbindungen. Das verdanke ich allen, die ich kenne und ganz besonders meinen Taijiquan Lehrern und nicht zuletzt meiner Katze, Julia, die eigentlich meiner Tochter gehört. Schade, dass ich sie nicht mitnehmen kann auf meine Taijiquanwiese. Julia ist übrigens eine ganz gewöhnliche, aber irrsinnig liebe, brave Schmusehauskatze, wie man vielleicht auch am Foto sehen kann. Übrigens hat mir Julia noch ein Taijiprizip verrraten, dass ich noch nie in einem Buch, Video oder Vortrag erfahren habe: sauber bleiben! Äußerlich und innerlich sauber bleiben und sich pflegen, ohne einen Putzzwang oder Reinlichkeitstick zu bekommen.

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