Body moving am Basic Sword Workshop

(Last Updated On: 13. April 2014)

Das bei dem Workshop fotografiert wurde bemerkte ich, aber die Aufnahmen für den Clip, der mir ausgesprochen gut gefällt, sind mir entgangen, so sehr habe ich mich auf den spannenden Vortrag konzentriert. Frank Miller konnte eben geballte Information locker und bei guter Stimmung vermitteln und uns dabei ins Schwitzen bringen. Es freut mich, dass dieses Video zur Erinnerung an das tolle Wochenende erstellt wurde. Jetzt, wo sich mein Muskelkater wieder davon geschlichen hat, klingt „body moving“ schon wieder ganz anders für mich. 🙂
Thank you to Nikolaus Deistler and Frank Miller und all den netten Teilnehmern, die geduldig meine Versuche mit dem Softstick über sich ergehen ließen.

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History

4 Gedanken zu „Body moving am Basic Sword Workshop“

  1. Yiliquan 意力拳, so schreibt man die Zeichen korrekt in Pinyin, kenne ich nur von einem farbigen Taiji-Freund aus Südafrika, der mit mir die 7-tägige intern. Trainer-Ausbildung hier gemacht hat. Er war recht gut und für sein Gewicht explosiv, aber bei einem Gewichtsunterschied von fast 50 kg wird es schwer, Pusherfahrungen auf Technik und Können zurückzuführen, da spielt dann die Masse schon ein enormes „Gewicht“.
    Trotzdem scheint das Ganze schon gut durchdacht und basiert auf eingehenden Kampfkunst-Studien des Vaters des heutigen Hauptvertreters Sam Jin, fast wie das Yiquan von Wang Xiangzhai. Beide Stilgründer haben nach 30 Jahren ihre Erfahrungen stark abstrahiert und sind in den Händen erfahrener Kampfkünstler sicher ganz toll. Als Einstiegskünste halte ich beide eher ungeeignet, die Formenarbeit muss sein, aber Yiliquan hat da ja noch wesentlich mehr zu bieten als Yiquan.
    Was mir aber gar nicht gefällt, sind die Ansprüche auf Alleinbesitz der Prinzipien-Terminologie und entsprechender Übungen, die in den USA von den Yili-Vertretern auch per Gericht eingeklagt werden. Da hört der Spaß für mich auf, das ist kulturelles Allgemeingut, aber in DL haben wir ja auch einen eingewanderten Prof., dessen Titel in DL gar nicht rechtsgültig ist, der aber den Begriff „Lebensnährung“ patentieren hat lassen. Also ich ihm mitteilte, dass ich sein Patent nicht respektieren würde, meinte er dann, dass er nur Missbrauch vorbeugen wolle und mir die Benutzung des Terminus frei stellen würde, haha.
    Besuch aus DL ist da, gestern bei den Makaken am Affenberg gewesen, tolle Tiere, gemeinsames täglichs Training wird wegen des Jetlacks langsam aufgebaut. Kühle Morgen- und Abendstunden, blaue 26°-Himmel tagsüber, Chinesisches Neujahr dann am Donnerstag, der Hase, Tu 兔, steht an, Phase Metall, Jin 金, Himmelsstamm und Erdzweig-Kombination Xinmao 辛卯.
    Gongxi facai! Gratuliere und mögest Du Reichtümer anhäufen!
    Die Zeichen musst Du einfügen, eine kl. Hausaufgabe!

    1. Hallo Hermann und Danke für deine Auskunft. Ich bin in letzter Zeit wirklich sehr zufrieden mit mir selbst, da ich mich konsequent an meinen intensiven Trainingsplan halte. D.h. gesund ist mein TCC auf jeden Fall, aber es kommt mir immer wieder die Frage auf, ob Taijiquan auch als KK wirklich funktioniert. Ich habe mich in 50 Jahren nie wirklich selbstverteidigen müssen (außer manchmal gegen meine Katze) und falls sich meine Lebensumstände dahingehend ändern sollten, dass SV nötig werden sollte, würde ich um einen Waffenschein ansuchen. Ich will damit sagen, dass es einfach nur Neugierde ist, weil im TCC ja keine gute Vergleichs- oder Testmöglichkeit vorhanden ist. Eigentlich sollte es mir ja genügen, wenn ich mich zufrieden, ruhig und etwas müde fühle, aber trotzdem möchte ich es immer wieder wissen. Tui Shou reicht mir dazu völlig aus und in den nächsten Jahren möchte ich eben über push hands herausfinden, ob TCC auch für mich wirklich funktioniert. Ich bin immer entweder zu weich oder zu hart, es passt nie und falls ich mein Zentrum einmal verstecken kann und den anderen wirklich zu haben glaube, dann weiß ich nicht ob es Einbildung und Zufall ist, oder ob es die ersten, seltenen aber wirklichen Beweise sind, dass es klappt. Zu etwa 99% beginne ich aber meine rohe Körperkraft einzusetzen, sobald es eng für mich wird. Also interessant finde ich Yiliquan jedenfalls schon und dein Kommentar bestätigt mir, dass mein Interesse nicht ganz unbegründet ist, aber demnächst habe ich ohnehin keine Zeit dafür, da ich den Chen Stil wirklich zuerst einmal richtig verinnerlichen möchte.
      Du hast immer so viele interessante Neuigkeiten und Information für mich, dass ich mit der Hausaufgabe noch nicht begonnen habe. Also wünsche ich dir einfach auf deutsch ein gutes neues Jahr des Hasen und eine schöne Zeit mit deinem Besuch aus der Heimat.

  2. Ganz gut anzuschauen, wenn auch nicht unbedingt aus dem Taijiquan, oder? Etwas wenig Schutz sehe ich da, auch stumpfe Metallschwerter dringen schnell tief in den menschl. Körper ein.
    Na ja, eigentlich ist das chin. Schwert sowieso stilunabhängig.
    Zum Partnertraining sehr gut geeignet, weil eher an der echten Form:
    Black Dragon Swords – Bezug von Schwertsparringausrüstung:
    https://www.black-dragon-swords.de/
    Außerdem in Deiner Reichweite in Freising bei München:
    https://www.schwertsparring.de/
    Und dann meine Artikel zum Schwert wieder mal anschauen, auf meiner Website.
    Und Servus!

    1. Hallo Hermann,
      Entschuldige bitte, dass ich wegen der 2 Links den Kommentar erst frei schalten musste, wenn du dich als taiwandeutscher anmeldest, kannst du natürlich sofort posten, kommentieren, löschen bearbeiten usw.
      Nein, die Schwertkampfkunst von Frank Miller stammt nicht direkt aus dem Taijiquan. Ich zitiere am besten einfach aus seiner Homepage:

      Frank Miller, Inhaber und Trainer der WuDao – Schule für chinesische Schwertkampfkunst, kann auf eine 20-jährige Kampfkunstlaufbahn zurückblicken. Neben einer mehrjährigen Taekwon-Do-Ausbildung betreibt er seit langem das Gottesanbeterinnen (Tang Lang) Kung Fu. Seit über 6 Jahren setzt er sich mit dem chinesischen Schwertfechten auseinander. Sei es bei chinesischen Meistern (z. B. in den Wudang Bergen/China) oder bei seinem deutschen Meister Heiko Klisch (Wudao/Hamburg). Unterrichtet wird das „Wu Jian“ Schwertsystem, das von Shifu Klisch, eine Koryphäe der chinesischen Schwertkunst, in Deutschland entwickelt worden ist. Im Wu Jian-System gibt es 11 Schüler- und 3 Lehrerstufen. …

      Bezüglich Schutz muss ich sagen, dass der Workshop Anfängern die Basics zeigen sollte. Einige von uns (auch ich) hatten überhaupt das erste mal ein Schwert in der Hand. Im Video sieht man das nicht, aber er hat uns auch so einiges nur zum Zusehen vorgeführt und da sieht es das Ganze natürlich etwas anders aus – schon in der Grundstellung sieht man nur sein Schwert. Mir ist auch aufgefallen, dass er mit den Softstick eine ins Gesicht bekam, was aber daran lag, dass er, meiner Anfängermeinung nach, perfekt das gegnerische Schwert abgeholt hat und extrem genau und nahe an seinem Kopf vorbei geführt hätte. Nur, ein Softstick biegt sich eben wesentlich leichter als ein Schwert und so geschah es. Ich, weiß nicht, ob es sonst jemand bemerkt hat, aber das Ende des Sticks traf ihn kurz – ein Metallschwert hätte ihn sicher nicht gekratzt. Ich fand es jedenfalls sehr beeindruckend und es herrschte gute Stimmung, obwohl es ganz schön anstrengend war.
      Ich habe übrigens auch einen Teilnehmer kennen gelernt, der I Liq Chuan betreibt. In einer Pausen habe ich ein wenig mit ihm „gerangelt“ und war recht beeindruckt, wie gut er auf sein Zentrum geachtet hat. Es ist dabei natürlich immer das Gleiche, wer wagt und angreift verliert, aber ich wollte die kurze Zeit effektiv nutzen und möglichst viel erfahren, weshalb ich immer an meine Grenzen und darüber hinaus ging und so eine schöne Demonstration seiner Technik bekam. Die kurze Probe genügte mir, um mich näher umzusehen und mir ILC näher anzusehen.
      Was hältst du davon? Kennst du ILC?
      Liebe Grüße, Helmut

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