Sektenalarm in Schwarzkollm

(Last Updated On: 11. April 2014)

Im Koselbruch und in deren Umgebung wurden in letzter Zeit, meistens in Neumondnächten, aber letztens sogar in der Osternacht bemerkt, dass Lehrjungen der bekannten Mühle, die oft mit vielen Sagen verbunden wird, in der Nacht umherwandern. Runenähnliche Zeichen und auch Pentagramme wurden in Hölzer und Böden geritzt. Polizei und Sachverständige ermitteln nun in dieser Sache, denn es gibt Zeugen dieser Ereignisse, die von seltsamem Vorfällen berichteten, in denen die Lehrjungen immer wieder erwähnt wurden.

In der Osternacht waren die Mädchen, wie jedes Jahr, unterwegs um Wasser aus der Quelle zu holen, um ihren jährlichen Osterbrauch der “Reinwaschung“ auch dieses Jahr wieder zu vollbringen.
„Dieses Jahr seien sie zwei Lehrlingen aus der Mühle, die Pentagramme auf der Stirn und Fackeln in den Händen trugen, begegnet. Sie sollen die Mädchen ziemlich eigenartig angesehen haben, doch sie konnten deren Bedeutung nicht deuten.“, so eines der Mädchen.
Die gleichen Lehrlinge gaben sich ein paar Tage davor als Viehverkäufer in der Stadt aus und brachten so, einen anderen Viehhändler um sein Geld. Der Ochse soll sich laut Zeugen in einen Raben verwandelt haben. Seltsamerweise wurden auch in der Umgebung der Mühle immer wieder 12 gleiche Raben gesichtet. Vor einiger Zeit ist außerdem noch etwas Unerklärbares passiert. Soldaten waren in der Mühle, weil sie einen warmen Schlafplatz für die Nacht und etwas zu Essen brauchten. Da unter den Soldaten auch ein General war, musste natürlich alles vom Feinsten hergerichtet werden. Den Soldaten gefiel es dort in der Mühle natürlich recht gut und, weil die Lehrlinge gar so höfflich und so zuvorkommend wirkten, bot der General ihnen an, den Dienst in der Armee anzutreten. Die Lehrlinge stimmten zu und machten sich am frühen Morgen auf gemeinsam mit den Soldaten auf den Weg. Die Soldaten fühlten sich allerdings Grotten schlecht und hatten fürchterliche Bauchschmerzen. Das sorgte zu Belustigung der Gesellen. Doch kurz bevor sie im Lager ankamen begannen die Gesellen und die Soldaten die Hymne des Feindes zu singen. Die Soldaten behaupten starr, dass sie gegen ihren eigenen Willen gesungen hätten und dieser Vorfall nur durch Zauberei erklärt werden könne.
Psychologen vermuten jetzt, dass die Lehrjungen einer Sekte angehören deren Sektenmeister niemand anders als der Mühlmeister sein soll. Das Ritual der Sekte besagt, dass jeder der ihr beitritt meint er hätte einen Packt mit dem Teufel und daher übernatürliche Kräfte. Einige der Lehrjungen würden laut führenden Expertenmeinungen dringend psychologische Unterstützung benötigen. Ausnahmslos alle lehnen aber jeglichen Kontakt und somit auch Unterstützung kategorisch ab. Die Angst und der Wunsch die Sekte zu verlassen steht ihnen aber ins Gesicht geschrieben. Es wird angenommen, dass der Sektenmeister, die Jungen erpresst. Mit Aussagen von den Beteiligten ist nicht zu rechnen.

Zweckdienliche Hinweise erbitten wir an die die Polizeidienststelle von Schwarzkollm.
von Estella Reinrecht

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