Volksbefragung von 11. bis 13. Februar 2010

Volksbefragungen passen genau in meine Vorstellung von Demokratie und es ist die ausschließlich einzige Art von Politik, die mich interessiert. Ich gebe meine Stimme nie mehr einer Partei, die dann ihre Interessen vertritt, aber das Thema falsche Wahlversprechen, Opportunismus, Klubzwang, Skandale, Skandale und noch mehr Skandale wegen persönlicher Bereicherung auf Kosten der Bürger kann hier nicht das Thema sein. Auch der immer noch sehr zurückgebliebene Einsatz moderner Technologien für die einzig wahre, direkte und unmittelbare Demokratie gehört diesmal nicht zu meinem Thema, obwohl ich als überzeugter Demokrat diese Punkte natürlich irgendwie erwähnen muss. Das ist somit erledigt 😉 und ich kann mich der geliebten Volksbefragung widmen.

Ich gebe unten die gleichen Fragen zur Auswahl, um das Ergebnis der Abstimmung mit dem meiner Besucher vergleichen zu können. Außerdem möchte ich die Gelegenheit zum Meinungsaustauch zu den jeweiligen Punkten nützen.

Wie erwähnt begrüße ich jede Volksbefragung sehr, auch wenn man allmählich auf modernere Mittel umsteigen könnte, aber Österreich ist bezüglich E-Government und Erledigung von Amtswegen auf elektronischen Weg über Internet ohnehin eine vorbildliche Entwicklung vorzuweisen, die auch international Anerkennung findet, daher versuche ich meine Zunge bzw. Finger im Zaum zu halten und ausnahmsweise einmal nicht weiter zu lästern. Trotzdem ist die „Briefabstimmung“ zu kompliziert, umständlich, unökonomisch und teuer. Digg, Yigg, Google und Co brauchen auch keine Briefe um Stimmen zu bekommen und wie man unten sehen kann, brauche das nicht einmal ich mit meinem privaten elektronischen Schmierzettel bzw. Notizblog. Zugegeben mit einem WP lässt sich eine Volksbefragung sicher nicht durchführen, aber in ein paar Tagen könnte ich als Laie die erforderliche SW erstellen, falls sich mein RoR aktualisieren lässt (;-) .
Hier finden sie die Wahllokale und auf Wahlinfo findet man alle nötigen Informationen zur Abstimmung und folgende Fragen:
Folgende fünf Fragen können Sie bei der Volksbefragung beantworten

1. Im Jahr 2000 wurde durch den Bundesgesetzgeber die Möglichkeit abgeschafft, Hausbesorger/innen anzustellen. Eine bundesgesetzliche Neuregelung ist seither nicht zustande gekommen.

2. Internationale Studien zeigen, dass die Ganztagsschule der entscheidende Erfolgsfaktor für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darstellt sowie das Bildungsniveau der Bevölkerung deutlich hebt.

3. Einige Großstädte (z.B. London, Stockholm) haben zur Bewältigung des innerstädtischen Verkehrs eine Einfahrtsgebühr für das Stadtzentrum eingeführt (Citymaut). In Wien konnte durch die Verkehrspolitik (Ausbau öffentlicher Verkehr, Parkraumbewirtschaftung, Wohnsammelgaragen, Ausbau Radwegenetz) in den letzten Jahren der Autoverkehr in der Stadt deutlich reduziert werden.

4. In Wien fahren täglich Nachtbusse von 0.30 bis 5.00 Uhr. Ein 24-Stunden-U-Bahn-Betrieb am Wochenende (Freitag und Samstag) kostet pro Jahr 5 Millionen Euro und bewirkt veränderte Fahrtrouten der Nachtbusse am Wochenende.

5. Seit 2006 wird in Wien ein freiwilliger Hundeführschein angeboten. Der Hundeführschein ist eine fundierte Ausbildung für Hundehalter/innen, bei welcher der richtige Umgang mit Hunden gelehrt wird. Bei der Prüfung müssen Hundehalter/innen zeigen, dass sie den Hund auch in schwierigen Situationen im Griff haben.

Die Fragen werden nicht geschlossen, denn die Meinungen können sich ja ändern, ab und zu werde ich in einem Kommentar den aktuellen Stand fest halten.
Das ist überhaupt ein ganz eigenes Kapitel. Wird die Abstimmung irgendwann wiederholt? Bei den steinzeitlichen Wahlen der Parteien als meine Vertreter gibt es irgendwann Neuwahlen und vorher verfügt eine Partei über Stimmen von …. ja, sogar von inzwischen verstorbenen Bürgern. In nächster Zeit besteht für Wien also sicher keine Gefahr, ein Alphaville Vienna zu werden.

(1023)

Es gibt keine Geheimnisse

Ich hatte zwar mehr Einzelheiten über TCC erwartet, aber im Großen und Ganzen gefiel mir das Buch recht gut. Besonders die Aussagen zu Tuishou und Details über Cheng Manching fand ich interessant. Also bei „uns“ sehen die Frauen ganz sicher nicht von der Bank zu und die „starken Männer“ rangeln auch nicht um den Sieg, sondern es ist eher umgekehrt. Jeder will aus dem Verlieren lernen und jedem scheint klar zu sein, dass ich der Gewinner bin, wenn ich 100 mal gestoßen werde und jedes mal dabei verliere, denn nur so kann man verstehen wie man stößt und wie man damit umgehen kann. Da jeder in die Position des „Neutralisierens“ und auch des „Verlierens“ kommen will ist eigentlich eher das gegenteilige Problem gegeben. Keiner will pushen und einmal oder eben 100 mal gewinnen, sondern jeder will die Prinzipien tiefer verstehen, nachgeben, kleben bleiben, folgen und sich weiter entwickeln. Einer muss aber der Dumme sein und „pushen“, sonst funktioniert es nicht, also tue ich dem Partner auch ab und zu den Gefallen. 😉

(325)

Viele Jahre nach einem abgebrochenen Studium

interessierte mich wieder einmal, was es auf der Med. Uni Neues gibt. Erstaunt stelle ich fest, dass sich quasi alles geändert hat. Das es heute ein Diplomstudium und einen Eignungstest gibt. Die aussagekräftigen Bezeichnungen für Fächer der Vorklinik wie Physik, Chemie, Biochemie, Anatomie, Histologie oder Physiologie finde ich im Studienplan überhaupt nicht mehr, ebenso funktionelle Pathologie oder Pharmakologie im Abschnitt „allgemeinen Klinik“ den es in der Form auch nicht mehr gibt usw. Dafür fand ich eine unterhaltsame Darstellung zum neuen Geschäftszweig „Vorbereitung auf den EMS“, siehe Sind Kommerzielle Trainingskurse notwendig?
Dieses „Ratespiel“ für angehende Mediziner muss ich mir bei Gelegenheit näher ansehen. Auf den ersten Blick frage ich mich, weshalb man nicht einfach überprüft, ob die naturwissenschaftlichen Fächer ausreichend beherrscht werden und eine Grundlage in Mathematik, Chemie, Physik und Biologie vorhanden ist? Oder ist das heute nicht mehr wichtig? Irgendwie kommt mir beim ersten Blick auf die Änderungen die Assoziation auf, dass „gut raten“ statt „fleißig lernen und verstehen“ immer zielführender wird. Das ist vielleicht nur der erste Eindruck, ich werde mir das aus Interesse näher ansehen.

Links die ich mir merke:
med uni
https://www.medizinstudium.at/

parts of brain ist zwar lustig:

aber ich finde auf YouTube bessere Videos zu „The Nervous System“ und v.a. auch welche, die man sich nach erfolgreich abgeschlossenem Kindergarten auch noch ansehen kann, I guess.
Außerdem ist mir aufgefallen, das Denglisch anscheinend zur neuen Amtssprache geworden ist, dafür ist aber vielleicht Latein obsolet geworden.

Noch schnell ein Zitat aus oben angeführter Seite, das meine erste Vermutung verstärkt

Es ist auch darauf hinzuweisen, dass der EMS kein Wissenstest ist. Es ist nicht notwendig, sich mit Fakten aus den Naturwissenschaften „vollzustopfen“. Die Aufgaben bestehen vielmehr darin, vorhandenes Wissen in einem Diagramm, einem Text oder einer Tabelle zu erkennen und logisch richtig damit zu operieren. Bei allen Aufgaben dieser Art wird sogar sehr genau darauf geachtet, dass alle notwendigen Fakten in der Aufgabe enthalten sind und noch kein spezielles Fachwissen vorausgesetzt wird.

Also mit anderen Worten, gefordert ist also doch „nix wissen – gut raten“ und Denglisch, denn ich finde in jedem deutschsprachigen Text unzählige Wörter, die der Englischen Sprache entrissen wurden, obwohl es sehr treffende deutsche Bezeichnungen dafür gäbe.

(195)

02-02-2010_Bild 2 TCC Wiese




02-02-2010_Bild 2 TCC Wiese

Originally uploaded by helmeloh13

Weil es über Flickr so einfach und gut funktioniert gleich noch ein Foto von
meinem Übungsort heute.
Geübt habe ich heute die CMC Kurzform, die Säbelform und die 19er im Chen Stil. Jetzt habe ich gerade “ A Simlified Method of Calisthenics for Health and Self Defense“ zur Seite gelegt und „Es gibt keine Geheimnisse“ erhalten und einen ersten Blick in das Buch über Prof. Cheng Nanching und sein TCC von Wolfe Lowenthal geworfen. Wird sicher spannend, daher muss ich heute mit dem Geschreibsel hier sofort aufhören. 😉

(731)

02-02-2010_Bild 1 – TCC Übungswiese




02-02-2010_Bild1

Originally uploaded by helmeloh13

Das Foto zeigt nur die Wetter- und Bodenverhältnisse der Praterwiese, auf der ich heute wieder geübt habe. Zu gestern gab es kaum Veränderungen. Nein, halt! Da war doch etwas wesentlich anders, es gab einen neue Spur von einem Eichkätzchen, das anscheinend Hunger hatte und das Depot plünderte.

(220)