Achtung, frei herumlaufende HundebesitzerInnen im Prater!

(Last Updated On: 10. Oktober 2018)

Ja, mir ist heute eine frei herumlaufende Hundebesitzerin im Prater über den Weg gelaufen, die offensichtlich lebensgefährlich unverantwortlich ist. Diese bescheuerte Tussi (Schlampe, sehr unwichtige, oberflächliche Person) hat mit ihrem Dobermann innerhalb von 1 bis 2 Stunden zig Leute terrorisiert und so nebenbei mussten auch noch ein paar kleinere Hunde lernen, dass hier total unverantwortliche Menschen Hunde besitzen dürfen, von denen sie offensichtlich absolut keine Ahnung haben.

Zuerst einmal zum Anlass dieses Artikels. Ich wollte heute wieder einmal ein wenig Qigong und Tai Chi auf einer Praterwiese üben. Dazu laufe ich ein paar Schritte und da ich absolut keine Kondition habe, muss ich dann wieder ein paar hundert Meter gehen, dann laufe ich wieder und als ich gerade die letzten Meter bis zu „meiner“ Übungswiese laufen wollte, kam mir ein wirklich sehr schöner, edel aussehender, junger Dobermann entgegen. Ich blieb sofort stehen und ich glaube, mein Herz machte es mir nach.
Ich hatte das unglaubliche Glück, dass er nicht mit mir spielen wollte, sondern an einer Familie mit Kinderwagen und einem kleinen Hund mit Beißkorb und an der Leine interessiert war.
Ich habe mich sofort unauffällig etwas entfernt, um aus größerer Entfernung mein Kniezittern unter Kontrolle bringen zu können. Es gab ein Gejaule und das Herrchen versuchte, den schon am Rücken liegenden kleinen Hund an der Leine vom Dobermann weg zu ziehen. Allmählich kam auch die Besitzerin des Dobermanns mit dem Fahrrad über die Wiese zum Tatort, kramte eine Leine hervor und nahm den Hund also an die Leine. Irgendwie wunderte es mich, dass diese blöde Tussi überhaupt so etwas dabei hatte. Jedenfalls hatte die Mutter mit dem Kinderwagen und einem Kleinkind am Arm noch den Mut mit der Besitzerin zu reden. Die Entfernung war zu groß, daher konnte ich die Worte nicht verstehen, aber ich sah, dass diese Frau unglaublich beherrscht und mutig, normal sprechen konnte und dann ihren Weg fortsetzte. Ich hingegen konnte das Schlottern der Knie einfach nicht in den Griff bekommen und die Angst steckte mir schon im Hals. Ärger kam auch auf, muss ich mir das wirklich bieten lassen? Habe ich kein Recht auf angstfreies Leben in einem öffentlichen Erholungsgebiet?
Die Tussi stieg auf’s Fahrrad und wollte den Hund nun an der Leine neben ihr herlaufen lassen, aber schon nach ein paar Metern stürzte sie und der Hund lief nun eben mit der Leine herum. Sie rappelte sich hoch und rief den Hund zu sich, doch dieser dachte nicht daran, dem Frauchen zu gehorchen. Also musste sich diese Tussi auf den Weg zum Hund machen und dieser lief ein paar mal weg, als sie nach der Leine griff. Dieses Spielchen zu beobachten regte meine Adrenalinproduktion unheimlich an, mir wurde fast übel von der Dosis, aber endlich konnte sie den Hund einfangen und siehe da, sie nahm ihm die Leine wieder ab, setzte sich auf ihr Fahrrad und beide verschwanden auf einem Waldweg – in den Wald hinein!
Ich dachte mir noch, wie kann man so verblödet sein und mit einem Hund, den man absolut nicht unter Kontrolle hat, ohne Beißkorb und Leine in den Wald gehen. Was denkt diese Tussi, was ihr Hündchen wohl macht, wenn sich ein Hase zeigt?
Egal, ich konnte nun endlich meine Übungen beginnen und mich allmählich beruhigen.
Kaum aufgewärmt und noch immer ein leichtes Zittern in den Knien wollte ich gerade mit der Form beginnen, als ich dieses Gespann zurückkommen sah. Sch… sie kamen auf die Wiese. Da gab es einige belegte Parkbänke, aber alle Menschen verflüchtigten sich, als diese Tussi mit ihrem Dobermann zurück kam. Diese wollte mit ihrem Hündchen Balli spielen, aber das Hündchen hatte keine Lust und sah zu mir herüber. Ich habe sofort abgebrochen und mich aufs andere, äußerste Eck der Wiese verzogen. Ich suchte mir einen festen, spitzen Stock, nur um mich beruhigen zu können, steckte ihn in die Erde und begann wieder mit meinen Übungen. Um den Stock herum und den Hund nie aus den Augen lassend. Gut sie waren einige hundert Meter entfernt, aber ich weiß wie verdammt schnell so ein Kerl laufen kann und ich rechnete mir aus, dass ich es mit einem Hechtsprung auf den ersten Ast von dem Baum unter dem ich übte locker schaffen kann, wenn ich ihn achtsam im Auge behalte. Natürlich habe ich einen Baum gewählt, der mir die Möglichkeit bot, weiter hinauf zu klettern.
Hunde können nicht Baumkraxeln, daher halte ich mich ganz gerne in der Nähe von Bäumen auf, aber ist das wirklich nötig? Muss ich mich wirklich in die Baumkronen zurückziehen, weil es Tussis gibt, die einen Rottweiler, einen Dobermann oder ähnliche Hunde mit einem Plüschtierchen oder einem Schoßhündchen verwechseln? Ich laufe ja auch nicht mit einer geladenen, entsicherten Kanone herum, ziele damit auf Menschen und sage: „hallo, ich will ja nur spielen“!
Die Dame gehört hinter Gitter und der Hund in verantwortliche Hände! Schafft ein Gesetz, das mir meine Menschenrechte gewährleistet und ich mich frei und ohne Angst auf öffentlichen Plätzen bewegen kann. Falls es das Gesetz schon gibt, dann achtet bitte darauf, dass es auch eingehalten wird. Das Gackerl muss in ein Plastiksackerl eingepackt werden, was so ziemlich die dekadenteste Umweltzerstörung ist, die ich kenne, aber mit entsicherten, geladenen Waffen in Form eines Dobermanns oder Rottweilers, darf so eine blöde Tussi schon herumlaufen.
Der Hund war sicher nicht bösartig, sondern sehr kraft- und elanvoll, etwas übermütig und quasi ohne Beaufsichtigung bzw. Führung, obwohl das Frauchen sogar mit ihm Balli spielen wollte. Kann sich diese Dame nicht einen Rehpinscher oder noch besser einen Teddy zulegen?

Ähnliches ist mir übrigens gerade vor ein paar Tagen auch in der U-Bahn widerfahren. Da blockierte, ebenfalls eine „Dame“ mit ihrem Hund ohne Beißkorb die ganze U-Bahn. Wenn nämlich jemand am Gang vorbei gehen wollte, hat das das Hündchen als Angriff auf ihr liebes Frauchen gewertet.
Hundebesitzer sollten je nach Rasse, oder zumindest für bestimmte Rassen, eine Prüfung machen müssen und nur wer verantwortungsvoll mit einem Hund umgehen kann und wer ihn artgerecht halten kann, sollte einen besitzen dürfen. Ich kann ja auch nicht ins nächste Waffengeschäft gehen, mir einen Revolver kaufen, laden und in der U-Bahn jedesmal demonstrativ den Hahn spannen, wenn jemand an mir vorbei gehen will.
Der Vergleich soll Hundebesitzern nur zeigen, wie ich mich fühle, wenn ich einen freien Platz suchend durch den Gang gehe und plötzlich springt vor mir ein aggressiver, scharfer Hund auf und blockiert mit den Zähnen fletschend den Weg.
Ich meine, in einer zivilisierten Gesellschaft, die nicht gerade im Ausnahmezustand lebt, sollte das eigentlich nicht vorkommen. Ich habe keine Ahnung weshalb man sich so einen Hund (als Waffe missbrauchtes Tier) zulegt, aber wenn es zum Schutz ist, dann sollte man ihn wenigstens sichern, wenn man sich nicht in Gefahr wähnt. Falls man sich permanent in Gefahr wähnt, empfehle ich statt den scharfen Hund eine psychiatrische Behandlung.
Ich bin tierliebend und die Hunde können sicher nichts dafür, dass sie bei mir immer unbeliebter werden, sondern die Besitzer sind daran Schuld, denn ich weiß, dass ein Hund in Händen eines unberechenbaren, unwissenden oder einfach unfähigen Besitzers eine unberechenbare Gefahr darstellt. Muss ich mich deshalb auf legalem Weg bewaffnen, oder ist die Stadt in der Lage, diese gemeingefährlichen, herumstreunenden BesitzerInnen einzufangen?

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Abgesehen von ein paar Kleinigkeiten hatte ich eigentlich immer nur freudige Erlebnisse mit Hunden und es wäre schön, wenn das auch so bleiben könnte, aber das kommt eben auf die Besitzer an.
Bei den erwähnten Kleinigkeiten war ich teilweise selbst Schuld, also zumindest bei meiner ersten unangenehmen Erfahrung. Als Kleinkind wollte ich einen Bernhardiner, der um einiges größer war als ich und auf dem ich sogar manchmal geritten bin, aus der Küche bringen und dabei schnitt ich mich an seinen Zähnen, weil er sich einfach nicht auf die Nasen hauen lassen wollte. Nicht einmal von einer kleinen Kinderhand, die ihn sonst immer nur lieb kraulte und streichelte und das verstehe ich auch voll und ganz. Danke lieber Burli, dass du damals nicht zugebissen hast, sonst wäre meine Hand weg gewesen.
In meiner Jugend zwickte mich ein Dackel von hinten in den Oberschenkel, als ich ihn aus den Augen lies, weil ich ja schon an seinem Haus vorbei war. Ja und ein Schäfer holte mich vom Fahrrad, anscheinend bin ich ihm zu langsam gefahren. Ich hatte aber nur ein zerfetztes Hosenbein, eine leichte Bisswunde, weil er einmal die Hose verfehlte und Abschürfungen vom Sturz. Die schönen Erlebnisse mit Hunden – Hunde von mir fremden Menschen und v.a. den Hunden meiner Großeltern – überwiegen und mein Verhältnis ist eigentlich ungetrübt, abgesehen davon, dass sie mir vielleicht zu schnell Angst machen, aber das liegt vor allem daran, dass ich ja die Besitzer, von frei herum laufenden Hunden in Erholungsgebieten und Parks nicht kenne.
Da fällt mir ein, wie machen diese Tussis das eigentlich mit dem Gackerl, wenn die Hunde nicht an der Leine sind und irgendwo frei herum laufen?

Weblinks:
Dog Guide – Tipps für den richtigen Umgang mit Hunden
Hundeführschein
Selbstverteidigung gegen Hunde!
Hundeschule in Wien
ÖGV
Hundewelt.at
Leinen- und Maulkorbpflicht, Verunreinigung: Start einer zweiwöchigen Schwerpunkt-Aktion der Wiener Polizei

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8 Gedanken zu „Achtung, frei herumlaufende HundebesitzerInnen im Prater!“

  1. Geschätzer Herr,

    haben Sie schon mal daran gedacht, dass Sie sich eventuell auf einer Hundeauslaufzone befunden haben, wo – wie der Name von erraten lassen dürfte – Hunde FREI laufen dürfen?

    Ihre „Übungen“ können Sie getrost auch zu Hause verüben oder an Plätzen, die allein für Zweibeiner gedacht sind. Ein Hund braucht zumindest seinen Auslauf.

    Ich gehe aber nicht davon aus, dass Sie das nachvollziehen können.

    Liebe Grüsse,

    ein Gast

    1. Danke Melanie, Das ist sehr freundlich, dass ich zuhause üben darf, während ihr die Wälder und Wiesen okkupiert. Wenn ein Hund seinen Auslauf braucht, das verstehe ich, dann sollte man sich nur dann einen Hund zulegen dürfen, wenn man diesen Auslauf auch bieten kann. Ich lasse mich provozieren und überreagiere mit der Aussage: Nur Grundbesitzer sollten Hunde halten dürfen und in der Öffentlichkeit gehören sie an die Leine oder die Freilaufzonen sollten unbedingt baulich abgetrennt (umzäunt) werden, denn wenn neben der schlecht gekennzeichneten Hundefreilaufzone ein Spielplatz oder die Prater Hauptallee ist, dann ist diese Freilaufzone eine Sauerei Menschen und Kindern gegenüber, die vor Hunden Angst haben und daher die riesigen Wälder und Wiesen nicht benutzen können. Angst habe ich vor Hunden vor allem deshalb, weil ich den unverantwortlichen oft gemeingefährlichen Hundebesitzern nicht traue und die Hunde durch falsche Haltung und gemeingefährliche Herrchen und Frauchen oft unberechenbar und gestört sind.
      Ich kann nicht nachvollziehen, dass Hunde ihren ungestörten Auslauf bekommen und ich nicht.
      Danke für den menschenfeindlichen Kommentar.
      LG, Helmut

      PS: Ich habe es schon öfter angemerkt, aber halt noch einmal mehr: „Ich ärgere mich nicht über frei herum laufende Hunde in Freilaufzonen, sondern wenn sie in Hundeverbotszonen die Leute terrorisieren!“ Die Jesuitenwiese ist zum Beispiel eine Hundeverbotszone, da haben frei laufende Hunde nichts verloren, aber jedes mal, wenn ich dort war, sprinteten da mehrere große Hunde in Wahnsinnstempo kreuz und quer über die Wiese. Entweder sie kommen mit dem 1er und lassen sofort ihre Hunde von der Leine, weil sie jetzt ja in der freien Natur sind, oder sie parken dort ihre Autos und lassen ihre Lieblinge aus dem Auto springen und los geht’s. Da werden die Eichkätzchen genau so, wie die Bälle der Kinder gejagt. An Übungen (egal welcher Art) oder Laufen ist da nicht einmal zu denken, wenn man nicht eigene Hunde, am besten gleich ein Rudel, mit hat, die auf einem aufpassen. Klar, wenn ich meine eigenen großen Hunde ohne Beißkorb und Leine dabei habe, dann brauche ich auch keine Angst vor fremden Hunden haben, aber das ist dann eine ähnliche Situation, wie in einem Kriegsgebiet. Aber sonst muss ich mir anhören, dass ich ein Trottel bin und die Hunde mit meinen depperten Stecken provoziere, wenn ich Nordic Walking betreiben möchte. Eine Hundeverbotszone und daneben eine Hundefreilaufzone ohne Zaun dazwischen ist ein gefährlicher, verblödeter Schildbürgerstreich, der Probleme vorprogrammiert. Dann kommen noch die Raser mit den Fahrrädern in der Hauptallee, aber auch auf Gehwegen dazu und dadurch können Kleinkinder, alte Leute und ich zuhause bleiben, wie es mir Melanie eben nahe legt.
      Gerade vorige Woche ist eine gute Bekannte von mir, die keine Angst vor Hunden hat, auf einer öffentlichen Straße am Land von einem Schäferhund gebissen worden. Sie hat sich keine Anzeige erstatten getraut, weil sonst ein schlechtes Verhältnis zu den Hundebesitzer in der Nachbarschaft entstanden wäre. Da sie meinen Rat, zum Arzt zu gehen und sich nähen und behandeln lassen aus Angst nicht gefolgt ist, will ich zukünftig nichts mehr mit ihr zu tun haben.
      Wie schon an anderer Stelle gesagt, betrifft es mich aber ohnehin nicht mehr, da ich mit dem Fahrrad auf die Donauinsel fahre und dort laufen zwar auch viele Hunde ohne Leine und Beißkorb herum, aber es herrscht eine entspanntere Stimmung und die Hunde (und ihre Besitzer, denn diese sind offensichtlich auch selbst bereit ein paar Schritte mit ihren Hunden zu gehen – statt sie nur aus dem Auto heraus auf die Menschen los zu lassen) kommen mir dort meist etwas natürlicher und normaler vor. Außerdem ist die Anzahl der Hunde dort überschaubar und damit habe ich eine bessere Chance, mich rechtzeitig auf einen Baum zu retten.
      Ich bin für rigorose Kontrolle, ob jeder Hundebesitzer die Hundesteuer zahlt und sein Tier artgerecht haltet. Weiters sollte man Privatfirmen beauftragen, für die Einhaltung (der Leinen- und Beißkorbpflicht, Verunreinigung, Betretung von Hundeverbotszonen … ) bestehender Gesetze zu sorgen. Privatfirmen deshalb, weil die, wenn sie Gewinn machen wollen, dann wirklich rigoros vorgehen würden. Nicht so wie Kontrollorgane der Verkehrsbetriebe, die mich zwar bei einer Fahrt drei mal kontrollieren, aber den betrunkenen, vollgekotzten Typen, der sich in die Hose gepisst hat und der zwei Sitzreihen weiter liegt und vier Sitzplätze, bei sonst voller U-Bahn, in Anspruch nimmt, einfach übersehen, statt ihn raus zu schmeißen, ihm eine Ordnungsstrafe zu verpassen und die Reinigung zahlen zu lassen. Erfreulicher weise hatte dieser wenigstens keinen scharfen Hund dabei, aber das habe ich auch schon öfter erlebt, dass der Hundebesitzer völlig unzurechnungsfähig war und eventuell höchstens vom Hund nach hause gebracht werden konnte, wenn er überhaupt am selben Tag nach hause gekommen ist. Die Kontrolle ist mir übrigens gestern in der U3 passiert; dabei wurde ich tatsächlich zwei mal in der U-Bahn kontrolliert und am WBH beim Aussteigen das 3. mal; der besoffene Typ ist schnarchend weiter gefahren und hat vielleicht noch ein paar Runden gedreht. Jetzt komme ich vom Thema ab, aber mir ist meine Assoziation verständlich, denn in den Öffis kann man ja auch oft wirkliche Gustostückerl an assozialem Verhalten von Hundebesitzern erleben.

  2. Was halten Sie von einer Prüfung für Hundebesitzer bestimmter Rassen?

    Antwort – gar nichts.

    Das heißt aber nicht, daß ich mich gegen Prüfungen ausspreche.
    Eine ordentliche Prüfung, nicht wie diesen bescheuerten Test in NRW Deutschland, sollte JEDER zukünftige Hundehalter ablegen und später verpflichtend auch mit dem Hund gemeinsam.

    Ich habe selber einen großen Hund und habe diesen dämlichen Sachkundetest abgelegt. Und? Das hat rein gar nichts zu sagen. Meinen Hund bescheiden erziehen kann ich trotzdem. Kontrolliert ja eh erst jemand, wenn ein Kind gebissen wurde.

    Ich bin auf den Artikel gestoßen, weil mir eben der Kragen geplatzt ist. Mein Hund (43 kg) läuft angeleint im Fuß neben dem Kinderwagen, meine Tochter (20 Monate) auf der anderen Seite des Weges. Meinen Hund habe ich angeleint weil ein anderer Hund kam und mein Rüde neuerdings ein Beschützerverhalten zeigt. Um sein Beschützen zu verhindern lief er neben mir und war ein wenig angespannt. Was macht die Frau mit dem kleinen unangeleinten Hund die uns entgegenkam? Nichts, und das, obwohl ihr Hund eine eindeutige angriffshaltung einnahm, bevor er auf meinen Hund zustürmte. Also nahm ich meine Wasserspritzflasche und verabreichte dem Hund eine ordentliche Ladung.
    Frauchen sah mich verwirrt an, als ich sie fragte ob sie sie nicht mehr ganz beisammen habe.

    Hunde sind ungefährlich schreibt hier jemand. Das liegt ja wohl im Auge des Betrachters. Ich als Hundehalter habe einfach die Pflicht, niemanden zu gefährden. Und für manchen ist es bereits eine unerträgliche Streßsituation, wenn ein Hund unangeleint angelaufen kommt.
    Was der Person passiert ist, woher die Angst kommt, ob es Angst oder Abneigung ist usw. das hat mich nicht zu interessieren.
    Ich habe meinen Hund zumindest ranzurufen. Ohne wenn und aber.
    (ebenso wenn mir ein angeleinter Hund entgegenkommt)

    1. Hallo Tina,
      Danke für deinen Kommentar und deine Meinung.
      Mein Problem hat sich inzwischen erübrigt, denn ich Dummkopf habe endlich bemerkt, dass ich mitten in einer Hundezone Taiji üben wollte. Allerdings habe ich erst nachdem ich wusste, dass dort eine Hundezone sein soll ein einziges Schild gefunden und dieses war nur sichtbar, wenn man aus der Hauptallee kam.
      Wenn mir nur ab und zu ein großer Hund ohne Leine und Beißkorb begegnet hält das mein zartes Nervenkostüm gerade noch aus, aber trotzdem sollte man unbedingt Lösungen finden ohne neue Gesetze dafür zu benötigen. Denn sonst dürfen wir alle miteinander bald nur noch blechen und/oder gehorchen.
      Aber das ist ein Traum fern von jeder Realität, dort zählt Rücksichtslosigkeit und Egoismus, trotzdem wollen die Menschen dann auch noch bewundert und geliebt werden. Ist das nicht paradox?
      Ich habe von den Menschen viel mehr Angst als vor den Tieren, denn ich glaube, dass Tiere gar nicht so dekadent, pervers, dumm, eitel und selbstsüchtig sein können wie es manche Menschen zustande bringen, aber sie sind abhängig und leiden teilweise unter einem BesitzerIn, durch Freiheitsentzug und sonstige widrige Umstände, wodurch sie für mich unberechenbar werden.
      Ich finde, dass vorbestrafte Gewalttäter auf keinen Fall einen Rottweiler usw. bekommen sollen. Mein Bezug auf Rassen begründet sich darin, dass ein Zwergpinscher oder irgend ein Schoßhündchen einfach in der Haltung und Handhabung nicht mit einem, ich sage einfach „großen“ Hund nicht zu vergleichen ist. Auch nicht mit der Verantwortung der Mitmenschen gegenüber, daher sollte doch irgendwie gewährleistet werden, dass nur diejenigen einen großen Hund bekommen, die für ihn sorgen können und das Umfeld dabei nicht gefährden.

  3. ich frage mich echt wie einem so langweilig sein kann, dass man so einen blödsinn schreibt! eigentlich ziemlich traurig, wenn man sich immer um andere kümmern muss. ihr leben muss ziemlich fad sein, wenn man sich über solche sachen aufregt und außerdem sind hunde viel ungefährlicher als menschen, wenn man bedenkt was menschen alles anrichten! gehen sie zum psychotherapeuten, wenn sie so angst haben vor hunden und terrorisieren sie nicht die hundebesitzer damit.
    außerdem würde ich mir über andere, wichtigere sachen im leben gedanken machen und über wirkliche probleme schreiben!

    1. Liebe Lisa,
      Genau weil es solche Leute gibt wie sie, fürchte ich mich vor Hunden. Sie meinen mir vorschreiben zu können was mich interessieren darf und sprechen mir sogar meine Meinungsfreiheit ab und schicken mich zu einem Psychotherapeuten, nur weil ich mich vor frei herumlaufenden Rotweiler, Doberman, Doggen usw. fürchte. Wer so intolerant seinen Mitmenschen gegenüber ist, dem traue ich auch zu, dass er seinem Hund ein Stachelhalsband anlegt, in einen Zwinger einsperrt und schlägt.
      Abgesehen davon gibt es Gesetze und auch die Hundehalter sollten sich gefälligst daran halten. Wirkliche Probleme – sind Menschen wie sie, deshalb kann ich gerne über sie schreiben, wenn sie erst einmal nicht mehr so feig sind, dass sie anonym auftreten müssen. Menschen, die ein so massives Problem mit Meinungsfreiheit, Gesetzen und anderen Menschen haben wie sie, halte ich für gefährlich und sie sollten meiner Meinung nach auf jeden Fall einen Pscho-Test machen müssen, um einen großen Hund halten zu dürfen. Da wäre ein neues Gesetz nötig und ansonst bin ich für die strikte Exekution der bestehenden Gesetze.
      Ich kenne die Besitzer dieser großen frei herumlaufenden Hunde im ganzen Prater z.B. nicht, aber wenn sie eine Einstellung wie sie haben, dann sind ihre Hunde zweifellos gefährlich!

    1. Das ist ja mein Problem, um ehrlich zu sein. Ich weiß, dass ich Angst habe und jetzt bekomme ich wieder bestätigt, dass ich daher gebissen werden, also habe ich noch mehr Angst. Ganz so schlimm ist es nicht, vielleicht übertreibe ich ein wenig, trotzdem bin froh, wenn ich sehe, dass ein HudebesitzerIn mit ihrem Liebling umgehen kann. Der Hund auf diesen hört und womöglich sogar noch an der Leine ist. Das muss nicht unbedingt sein, aber wenn ich nur daran denke, dass mir ein Besitzer sagte, es sei ihm sch… egal, wenn sein Hund jemand beißt, da er ja eh versichert ist, dann wird mir schon wieder leicht mulmig in der Bauchgegend.

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