Yalm 02/2009 erschienen

Nein, heute ist weder Weihnachten noch der erste April, und ja, die Februar-Ausgabe ist hiermit offiziell erschienen. Heute, oder besser: Jetzt, zum Zeitpunkt dieses Postings, ist es, mehr oder weniger auf die Sekunde genau, 1234567890.

Und nein, auch seht ihr hier weder das Ergebnis eines humorvollen Virus, noch das Werk eines Grundschülers, der seine Kenntnisse im Zahlenraum bis 10 der Öffentlichkeit präsentieren wollte. Man kann es kaum glauben, aber es handelt es sich hier tatsächlich um eine Zeitangabe. Und da die Redaktion auch hin und wieder zur Weiterbildung der Leserschaft beitragen möchte, findet ihr im Folgenden einen kleinen Exkurs:

Wie ein jeder hier wissen dürfte, entstehen in der Linux-Welt tagtäglich sinnvolle – und hin und wieder auch sinnfreie – Ideen, die aber alle in Erstaunen zu versetzten in der Lage sind. Eine dieser Ideen nennt sich Unix- oder POSIX-Time. Zugegeben, es sieht auf den ersten Blick kompliziert aus, hört sich in manchen Ohren blöd an und funktioniert streng genommen nicht einmal richtig, das Prinzip ist aber denkbar einfach: Das System stellt die Zeit in Sekunden dar, die seit Mitternacht des 01. Januar 1970, gemäß der koordinierten Weltzeit, kurz UTC, verstrichen sind. Für an der Materie »Linux« interessierten Personen ist dieses System verhältnismäßig interessant, findet es doch bei vielen unixoiden System auch heute noch Anwendung.

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Hoppala mal drei

und schon ist’s mit den Artikeln der letzten Zeit vorbei.
Wenn eine Zeit lang alles gut funktioniert, so wie mein Backup-System, werde ich leider immer wieder leichtsinnig. Unlängst habe ich mir ein kleines Programm überschrieben und es daher aus dem Backup geholt. Dabei habe ich gesehen, dass mir die tägliche Nachricht „Backup OK“ begründet schicken lasse. Gestern habe ich mir mit dem MySQL wieder ein paar riskante Spielchen erlaubt und weil die Sicherung ja eh funktioniert, habe ich sie natürlich vorher nicht kontrolliert. Dann ein kleiner Fehler und alle Daten einer DB waren unbrauchbar, dabei hatte ich in der Eile „nur“ auf das WHERE vergessen. Hoppala dachte ich und holte hektisch das Backup hervor. Ich habe keine Ahnung, weshalb ich nach dem letzten Full-Backup gesucht habe und von diesem Tag die Sicherung der DB ins „home“ verschob und entpackte. Auf das Hoppala zwei folgte sofort die Nummer drei. Ich war weder betrunken noch sonst irgendwie beeinträchtigt, sondern einfach recht flott unterwegs. SQL-Dump einlesen fertig, dachte ich mir, und führe es aus. Oh, nicht in alle Datenbanken … zu spät. Warum vom 4. Februar fragte ich mich jetzt? Leider ein wenig zu spät, denn alle folgenden dumps waren unvollständig. Mein Backup-System ist zwar gut, aber trotzdem hätte ich mich ab und zu überzeugen sollen, ob auch alle Daten gesichert wurden.
Besonders um die Artikel „Dadaichmussistische Psychoanalyse der heutigen Christen“, „DAU-Geständnis zur Fehlermeldung – Aperture beyond 4GB“ und die umfangreiche Recherche zum mystischen Königreich Shambhala ist mir schon ein wenig Leid, aber dafür habe ich wieder etwas dazugelernt. Nach einen Fehler eine kurze Pause machen und vor riskanten Aktionen kontrollieren, ob die Datensicherung auch tatsächlich in Ordnung ist.
Außerdem habe ich eine weitere Bestätigung bekommen, dass ich InnoDB nicht besonders mag und auf die eventuell bessere Performance gerne verzichte, wenn mir dadurch der Fullindex von MyISAM erhalten bleibt. Ich hätte also nur meinen Programmen mitteilen müssen, dass ich sie nicht brauche und nicht verwenden möchte. Irgend so ein Object-Relational Mapping framework, ich glaube es war Propel, hat aber leider nichts davon gewusst.

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Dadaichmussistische Psychoanalyse der heutigen Christen

Erster Satz:
stiegst du von der Taufe aus der Traufe
in den Regen ohne Segen
positiv denkendes Amen
in seinem Namen
im Namen des Herrn
er hat uns so gern
Regentropfen
Wüste kalt
uralt uralt
halt
uralt ist heil-bar

Zweiter Satz:
Psychologen retten Seelen
aus dem Fegefeuer
burn out
das wird teuer
ungeheuer
Seelenheiler retten Psychen
und in ihren Küchen
sie aus der Rippe schufen Wesen
Frau, du bist so schlau
Eva, Adam, Amen
alles ohne Samen
auch Maria
Jesus
zeugen ist heilbar

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