Klagenfurt: Tilman Rammstedt gewinnt Bachmann-Preis

Auch in diesem Jahr waren sich Jury und Publikum bei der Preis-Vergabe erstaunlich einig: Tilman Ramstedt erhielt den Ingeborg Bachmann Preis und den Preis des Publikums.

Der deutsche Schriftsteller Tilman Rammstedt erhält für den Text „Der Kaiser von China“ den Ingeborg Bachmann-Preis 2008. Das gab die Jury des Lese-Wettbewerbs unter dem Vorsitz von Burkhard Spinnen am Samstag in Klagenfurt bekannt. Der Hauptpreis der 32. „Tage der deutschsprachigen Literatur“ ist mit 25.000 Euro dotiert und wird von der Kärntner Landeshauptstadt gestiftet.
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Der Ingeborg-Bachmann-Preis wurde 1976 von der Stadt Klagenfurt gestiftet und wird seit 1977 jährlich in einer mehrtägigen Live-Veranstaltung durchgeführt. Er gilt als eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen des deutschsprachigen Raums.

In einem dreitägigen Lese-Marathon, in dem 18 vorausgewählte Bewerber/innen nacheinander antreten, um das Saalpublikum sowie insbesondere die neunköpfige Fach-Jury in Klagenfurt von der Qualität ihrer Texte zu überzeugen, werden jährlich die Preisträger des Ingeborg-Bachmann-Preises und anderer, im Rahmen der Veranstaltung Tage der deutschsprachigen Literatur vergebener Preise, ermittelt. Im Jahr 2008 wurde die Jury auf sieben Mitglieder verkleinert und damit auch das Teilnehmerfeld auf vierzehn Autorinnen und Autoren reduziert. Der Ingeborg-Bachmann-Preis ist seit 2006 mit 25.000 Euro dotiert (zuvor: 22.500 Euro).

Weblinks:
Bachmannpreis
Ingeborg-Bachmann-Preis (Wikipedia)

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TV à la Berlusconi – SPÖ und „Kronen Zeitung“ starten Wahlkampf

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Drinking bird von Wikimedia Commons

Ich habe mir schon oft Gedanken über die ungeheuerliche Macht der Medien gemacht und dazu auch schon einige Artikel geschrieben, aber nun scheint eine neue Ära anzubrechen, die man vielleicht mit von der Journaille zur Mediadatur bezeichnen könnte. Nun zu den aktuellen Entwicklungen in Frankreich und Österreich, die mich zu dieser Wortschöpfung inspirierten.

Österreich: Einfluss der Kronenzeitung auf den Bundeskanzler.

Dazu ein Zitat von Vienna Online:

Mogelpackung, Demokratieumsturz und „Vergewaltigung des österreichischen Volkes“. Die EU wird von links und rechts gewatscht. Der Reformvertrag mit dem klingenden Namen „Vertrag von Lissabon“ wurde von allen Seiten kritisiert, bevor das österreichische Parlament ihn am 9.April 2008 als achtes EU-Mitgliedsland ratifizieren konnte. Ohne davor das Volk zu befragen. Allen voran wetterte die Tageszeitung „Krone“ nach einer medienwirksam angelegten Anti-EU-Demo „Wir haben ein Recht auf Volksabstimmung“.

Auch die Linke Zeitung berichtet im April darüber Erfolgreiche linke Großdemonstration gegen den EU-Vertrag
Der aktuelle Vorfall in Österreich: Da wird nun dem Bundeskanzler Alfred Gusenbauer mehr oder weniger direkt vorgeworfen, er habe sich von der Kronen Zeitung dazu bringen lassen, das Volk nun doch zu EU-Verträgen abstimmen zu lassen, obwohl er vorher dagegen war.

Für die „Krone“ wiederum ist es ein Clou, die Kanzlerpartei in ihr Boot geholt zu haben. Als Gegenleistung dürfte Dichand Faymann seine Unterstützung bei der Nationalratswahl zugesagt haben. Diese Achse funktionierte schon bisher perfekt.

Zitat aus SPÖ und „Kronen Zeitung“ starten Wahlkampf
Siehe dazu auch SPÖ nun für Volksabstimmung über EU-Vertrag

Frankreich: Kritiker fürchten nun üble Staatspropaganda mittels TV.

Das öffentlich-rechtliche TV soll ab 2012 auf Wunsch von Präsident Sarkozy ohne Werbung auskommen. Gleichzeitig platziert er befreundete Journalisten im TV.

Denn die Tatsache, dass in den Wochen und Tagen zuvor Staatspräsident Sarkozy Ferrari als seine Wunschkandidatin für den Posten bei TF1 bezeichnet hat, macht die Nomination suspekt. Zu oft hatte sich Sarkozy in der Vergangenheit, als Minister, als Präsidentschaftskandidat und seit seiner Wahl ins Elysée, in die internen Angelegenheiten der Redaktionen eingemischt, manchmal direkt per Telefon oder indirekt dank seiner persönlichen Beziehungen zu den privaten Medienbossen Martin Bouygues, Arnaud Lagardère, Bernard Arnault, Vincent Bolloré und Serge Dassault, die zu seinem persönlichen Freundeskreis gehören. Diese zögerten nie, ihm einen kleinen Gefallen zu tun.

Finden Sie bitte hier aktuelle Details des Originalartikels Frankreich: Fernsehen à la Berlusconi
Der Spiegel schreibt dazu:
Es war eine Kopfgeburt von Nicolas Sarkozy und eine von drei Überraschungen bei seiner Pressekonferenz zum Jahresauftakt: Frankreichs öffentlich-rechtliches Fernsehen solle künftig von den nervigen Unterbrechungen der Werbespots befreit werden, verkündete der Staatschef damals und verblüffte damit das zuständige Kulturministerium ebenso wie die Hierarchen von France Télévisions oder die dort arbeitenden Journalisten. Zunächst blieb die nicht näher umrissene Vision hinter den beiden anderen Tagesmeldungen vom 8. Januar zurück – dem Eingeständnis: „Die Kassen sind leer“ und Sarkozys Hinweis („Es ist etwas Ernstes“) auf seine bald bevorstehende Ehe mit der Pop-Sängerin Carla Bruni. Den aktuellen Artikel lesen Sarkozy macht den Berlusconi
Siehe auch Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ohne Werbung

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Der Meister der Übertreibung oder Poesie des Hasses

wie der Artikel heißt, den ich gerade in der Presse gefunden habe. Hier ein kurzer Auszug aus Poesie des Hasses.
Sonderling, Partisan, Anarchist, Junggeselle und Selbstmörder sowie Liebhaber von Sensatio-nen. Zwei Biografien über Kleist: Die feuilletonistische von Jens Bisky schlägt die germanistische von Gerhard Schulz knapp nach Punkten.

Warum Kleist, warum nicht Iffland oder Kotzebue? Oder anders gefragt: wie entsteht und wie vergeht eigentlich literarischer Ruhm? Warum haben wir uns daran gewöhnt, Heinrich von Kleist, dem zu Lebzeiten nur sehr sparsame Anerkennung zuteil wurde, für den – vor oder neben Goethe und Schiller – größten deutschen Dramatiker zu halten, während jene seinerzeit viel gespielten und hoch populären Kollegen alsbald in der Versenkung verschwanden und aus ihr nie wieder hervor kamen?

Das ist – leider – nicht die Frage, auf die zwei Kleist-Biografien eine Antwort wüssten; sie haben sich verständlicherweise schon vorab entschieden, …

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Amnesty International: versteigerte Frauen auf eBay

AI Ebayangebote

Bildquelle: AI Ebay-Angebote

Getarnt als Verkaufsangebote für Autos, Fernseher oder Computer werden in mehr als 200 fingierten Online-Anzeigen junge Frauen zum Kauf angeboten. Mit der inszenierten Verkaufsaktion will AI darauf aufmerksam machen, dass Menschen heute wie Waren verkauft werden. Ziel ist es, die Öffentlichkeit für das Thema Menschenhandel zu sensibilisieren. Alleine in Europa werden laut der NGO pro Jahr rund 500.000 Frauen und Mädchen verkauft, versklavt oder in die Prostitution gezwungen. …

„Es geschieht nicht hier, aber jetzt“: Mit einer ungewöhnlichen Aktion auf der Internet-Handelsplattform eBay erinnert Amnesty International im Rahmen der Kampagne gegen Frauenhandel daran, dass weltweit auch heute wieder Menschen gehandelt werden wie Waren.

Den ganzen Originalartikel lesen: Toshiba, Mercedes, Nila…drei junge Frauen oder drei Auktionsgegenstände?
Sie finden dort auch Inserate und Sie können sich mit Ihrer Unterschrift engagieren.

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U.S. staff, troops die in Iraq blast

An explosion rocked a municipal building Tuesday in Baghdad’s Sadr City neighborhood, killing six Iraqis, two U.S. soldiers and two civilian U.S. Embassy employees, an embassy official said….
The U.S. Embassy statement didn’t identify the other victims.
The blast dramatizes the perils the war still poses for Americans despite a Pentagon report Monday that touted a sharp decrease in violence in Iraq in recent months.
The explosion also marked the third strike in two days involving local politicians and political institutions in Baghdad.
A city councilman on Monday fired on U.S. forces at a municipal building southeast of the capital in the Salman Pak area and killed two soldiers.
Separately, the head of Abu Dsheer City Council in Baghdad’s southern Dora area was gunned down at his home later Monday.
Last week, a bomb ripped through Baghdad’s Hurriya district near a neighborhood advisory council meeting where U.S. troops were stationed, killing 63 people and wounding 71 others.
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