Kann künstliche Intelligenz Menschen diskriminieren?

Das Doktor Whatson Team hat sich mit dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme zusammengetan, um eine große Videoserie zum Thema «Künstliche Intelligenz« zu machen. Zusammen mit Annika Buchholz erklären wir, wie Künstliche Intelligenz tatsächlich funktioniert und wie sie gerade erforscht wird.

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Afghanistan – Das verwundete Land

Mein letzter Artikel hier stellt einfach die Taliban als Terrorgruppe dar, was sie ja auch sein mag, aber ganz so einfach sollte man sich die Welt nicht zurecht biegen, denn es ist schon ein wenig komplizierter. Unlängst las ich so einen dummen Kommentar auf FaceBook:“Die Afghanen sollen doch selbst um ihr Land kämpfen“. Natürlich habe ich nicht darauf reagiert, aber ich dachte mir: „Die Afghanen haben den Krieg gegen die Sowjetunion gewonnen und sie vertrieben. Sie haben den Krieg gegen die USA und die NATO gewonnen und sie vertrieben. Wovon spricht dieser naive Mensch nur? Leider hat sich die Sowjetunion in die Studentenkrawalle in Kabul eingemischt und die linken Kommunisten gegen die rechten Muslime immer stärker, bis zur Besatzung, unterstützt. Und dann hat die USA alle Gegner der Kommunisten, egal welcher Terrororganisation sie angehörten massivst unterstützt, bis diese eben die USA angriffen.
Diejenigen Afghanen, die zuerst immer als Befreier gefeiert wurden – zuerst die Mudjahedin und dann die Taliban – übten nach der „Befreiung“ immer eine furchtbare Schreckensherrschaft aus. Die Afghanen haben gezwungener weise fast die ganze Welt besiegt, nur den Kampf mit sich selbst hat man ihnen nie austragen lassen, sondern immer von außen (UDSSR dann USA und NATO) bestimmen wollen. Ich habe starkes Mitgefühl mit den Afghanen die jetzt flüchten wollen und sie tun mir sehr Leid, aber vielleicht und das hoffe ich sehr, kann Afghanistan zu einer Stabilität und zu inneren Frieden finden, wenn sich endlich einmal die Welt nicht mehr einmischt und den Afghanen irgend etwas aufzwingen will. Falls jemand Hilfe anbietet, dann vielleicht hoffentlich einmal ehrlich gemeint und nicht wieder, um dann davon einen Machtanspruch abzuleiten.

Jetzt aber zu der Dokumentation:

Wenn man den jeweiligen Links oben folgt, kann man die Dokumentationen in der TV nach sehen und auf ARTE gibt es diese Folge auch. Da ist die nächste Ausstrahlung am: Mittwoch, 1. September um 00:00

Gestern sah ich die vierteilige Folge Afghanistan – Das verwundete Land (1/4) in zeit.geschichte von ORF III.
Ich zitiere hier die Beschreibung auf der Seite des ORF’s und von ARTE:
Afghanistan – Das verwundete Land (1/4)


Mit dem Abzug der NATO-Truppen aus Afghanistan haben die Taliban in kürzester Zeit die Macht über das Land ergriffen. Die Vielen, die zuvor an ein modernes Afghanistan geglaubt hatten, müssen nun um ihr Leben fürchten und versuchen sich verzweifelt ins Ausland zu retten. Doch woher stammt diese endlose Gewalt? Die preisgekrönte Dokumentarreihe beleuchtet die tragische Geschichte des einst blühenden Landes am Hindukusch.
In den 1960er Jahren steht Afghanistan am Scheideweg: zwischen Tradition und Moderne, Islamismus und Marxismus, Ost und West. Als die kommunistische Partei die Macht übernimmt, rufen die Mullahs den Dschihad aus. Tausende Afghanen folgen ihrem Aufruf und beginnen einen Aufstand. Schließlich marschieren sowjetische Truppen ein, Afghanistan wird zum Schlachtfeld des Kalten Krieges.
Anfang der 1960er Jahren herrscht zunächst Frieden in Afghanistan. Sein König, Mohammed Sahir Schah, fördert die Demokratie und die Rechte der Frauen. In Kabul werden Modenschauen und Schönheitswettbewerbe abgehalten. Die ersten Touristen kommen. Ähnlich wie in Paris oder Frankfurt haben auch die Studierenden der Universität Kabul revolutionäre Träume. Einige wünschen sich den Sozialismus, andere sprechen von einer islamischen Revolution. Ihr Konflikt breitet sich in der Gesellschaft aus und treibt die Nation an den Rand eines Bürgerkriegs. Die Monarchie geht unter, die kommunistische Partei ergreift die Macht und will Afghanistan radikal verändern. Tausende Afghanen protestieren. Außergewöhnliches Filmmaterial aus den 1960er und 1970er Jahren zeigt ein schönes, verloren gegangenes Afghanistan. Erzählt wird, wie utopische Träume in einen nicht enden wollenden Krieg münden. Unter den Protagonisten: „Miss Afghanistan 1972“, der Bruder der letzten afghanischen Königin, Gulbuddin Hekmatjar, Gründer der ersten islamistischen Partei, und Sima Samar, erste Frauenministerin, deren Mann Opfer der brutalen Unterdrückung durch das kommunistische Regime wurde.

In Kabul lebten die Menschen, wie in anderen europäischen Großstädten. Mädchen gingen zur Schule, Frauen waren ähnlich gleichberechtigt wie bei uns, es gab Restaurants, Hotels, Tourismus, Jazz, Frauen waren modern gekleidet und spielten öffentlich in Sportmannschaften. Ja, die „Miss Afghanistan 1972“ erzählt in der Serie, was alleine schon zeigt, wie es damals in Kabul gewesen sein mag.

Afghanistan – Das verwundete Land (2/4)

In den 1980er Jahren wird Afghanistan zum Schauplatz des Kalten Krieges und zum Schlachtfeld von Sozialismus und Islam. Die Sowjetarmee rückt an, um die Ordnung wiederherzustellen. Doch sie steckt in der Falle: In den zerklüfteten Bergen folgen viele Afghanen dem Aufruf zum Dschihad. Der afghanische Widerstand zieht auch viele junge Männer aus dem Ausland an. Unter ihnen: Osama bin Laden. Der Film gibt außergewöhnliche Einblicke in die Welt der Guerilla und der sowjetischen Soldaten. Ihr Konflikt dauert zehn Jahre und treibt eine Million Menschen in den Tod. Am Ende liegt die Nation in Trümmern. Die Niederlage der sowjetischen Truppen trägt zum Zusammenbruch der Sowjetunion bei, aber auch zur Geburt des islamischen Fundamentalismus. Ein Widerstandskämpfer berichtet, wie man die Aufmerksamkeit der westlichen Medien und Unterstützung aus dem Ausland gewann. Ein ehemaliger CIA-Agenten erzählt, wie die Mudschaheddin vom US-Geheimdienst unterstützt wurden – entschlossen, den Sowjets „ihr Vietnam“ zu geben. Unter den Protagonisten: ein sowjetischer Kriegskorrespondent, der Führer der größten Mudschaheddin-Fraktion und eine Ärztin im Einsatz für „Ärzte ohne Grenzen“.

Afghanistan – Das verwundete Land (3/4)


Als die sowjetischen Panzer 1989 Afghanistan verlassen, verschwindet das Land aus den Nachrichten, obwohl noch kein Frieden herrscht. Die Mudschahidin haben die mächtige Sowjetunion besiegt, aber ihnen fehlt die gemeinsame Vision für ihr Land. Rivalisierende Verbände kämpfen jetzt gegeneinander. Ihr Kampf stürzt die Nation ins Chaos und legt Kabul in Schutt und Asche. Schließlich verspricht eine neue Bewegung Ordnung und Frieden: die Taliban.
Ihr Sieg 1996 verwandelt das Land in eine Brutstätte für den radikalen Islam, in einen Trainingsplatz für Al-Kaida und in ein Gefängnis für Frauen. Die Protagonisten dieser Episode sind zwei Frauen: Schukria Baraksai verlor während des Bürgerkriegs ihre neugeborenen Kinder und wurde Lehrerin in einer geheimen Mädchenschule; Nadia Ghulam überlebte einen Bombenangriff, doch gegenüber den Taliban musste sie sich als Junge ausgeben, um zu überleben.

Ihre Erinnerungen zeugen von der Absurdität dieses Krieges und der rücksichtslosen Grausamkeit der Kriegsherren. Außerdem kommen Mitglieder verschiedener Mudschahidin-Fraktionen, der ehemalige Finanzminister der Taliban-Regierung und ein damaliger Fernsehkorrespondent aus Kabul zu Wort.

Afghanistan – Das verwundete Land (4/4)


Die letzte Episode der Serie beginnt am 11. September 2001. Als Folge des Terroranschlages auf New York müssen sich die Afghanen nun einem neuen Krieg stellen, denn die US-Armee rückt ein, um die Taliban zu stürzen und den Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden zu stellen. Trotz allem begrüßen Millionen von Afghanen die ausländischen Truppen voller Hoffnung: Frauen ziehen die Burka aus, es finden freie Wahlen statt, Flüchtlinge kehren zurück und Milliarden von Dollar fließen in den Wiederaufbau. Doch Afghanistan gelingt es nicht, dem endlosen Kreislauf der Gewalt zu entkommen. Ehemalige Kriegsherren ziehen ins Parlament ein, diesmal mit dem Segen der Vereinigten Staaten. Andere, wie die Taliban-Führer, werden ausgeschlossen, was den Anlass für einen erneuten Aufstand bietet. Die Korruption grassiert. Die NATO-Truppen wiederholen viele der Fehler der Sowjets. Afghanistan bleibt in Gewalt gefangen, wird zum Platz unzähliger Selbstmordattentate. Zu den Protagonisten dieser Episode gehören ein Mitglied der Taliban-Regierung, der US-General Stanley McChrystal und drei Frauen, die für die Hoffnung Afghanistans stehen, den Fluch der Gewalt endlich zu brechen.


Die Sowjetunion gibt es nicht mehr, die USA und NATO ziehen sich zurück, also habe ich die Hoffnung, dass Afghanistan endlich bald Frieden findet. Ich hoffe auch, dass es unter den Taliban doch mehr menschliche Menschen, als bestialische Fundamentalisten gibt, die nicht von den internationalen Beziehungen ausgeschlossen werden wollen und den Afghanen nicht nur eine Chance auf Frieden, sondern auch auf ein lebenswertes Leben ermöglichen.

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Die Taliban sind eine deobandisch-islamistische Terrorgruppe

Afghanistan und Taliban sind jetzt permanent in den Nachrichten, aber ich konnte mir wenig darüber vorstellen, also fragte ich die Wikipedia zu Taliban:

Die Taliban, manchmal auch Taleban (paschtunisch د افغانستان د طالبان اسلامی تحریکِ DMG Da Afġānistān da Ṭālibān Islāmī Taḥrīk, deutsch ‚Die Islamische Talibanbewegung Afghanistans‘), sind eine deobandisch-islamistische Terrorgruppe, die von September 1996 bis Oktober 2001 erstmals große Teile Afghanistans beherrschte. Der Name (paschtunisch طالبان DMG ṭālibān) ist die paschtunische Pluralform des aus dem Arabischen stammenden Wortes talib (طالب, DMG ṭālib ‚Schüler, Suchender‘, Plural طلاب, DMG ṭullāb, auch طلبة, DMG ṭalaba).[2] Diplomatisch wurde das Islamische Emirat Afghanistan der Taliban nur von Pakistan, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten anerkannt.

Und zu Afghanistan.

Aha, aber eigentlich wollte ich wissen, ob es sich um Sunniten (größte Richtung im Islam) oder Schiiten (im Iran an der Macht) handelt.
Erst auf Dar ul-Ulum Deoband fand ich das heraus.

Dar ul-‘Ulum Deoband (Urdu دارالعلوم دیوبند Haus der Gelehrsamkeit in Deoband), kurz Darul Uloom, ist eine 1866 gegründete islamische Hochschule in der Kleinstadt Deoband im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh.
Die einzige islamische Hochschule mit vergleichbarem Einfluss ist die al-Azhar-Universität in Kairo; die Dar ul-‚Ulum Deoband gilt nach der al-Azhar als das zweitgrößte islamische theologische Zentrum der Welt.
Die von dort ausgehenden Lehren haben sich zu einer Bewegung formiert, deren Anhänger meist Deobandis genannt werden. Die Deobandis selbst lehnen diese Bezeichnung ab, sie nennen sich selbst einfach Muslim. Die Bewegung hat Einfluss auf die Muslime in Pakistan und Indien, Bangladesch, Afghanistan, Malaysia, Südafrika und Indonesien.[2][3] Außerdem hat sie unter den meist aus Südasien stammenden Muslimen in Großbritannien großen Einfluss.

Und weiter zu Taliban:

Die Talibanbewegung hat ihre Ursprünge in religiösen Schulen für afghanische Flüchtlinge in Pakistan, welche meist von der politischen pakistanischen Partei Jamiat Ulema-e-Islam geführt wurden.[3] Die Ideologie der Bewegung basiert auf einer extremen Form des Deobandismus und ist zudem stark vom paschtunischen Rechts- und Ehrenkodex, dem Paschtunwali, geprägt. Der Anführer der Taliban war bis 2013 Mullah Mohammed Omar. Omars Nachfolger Akhtar Mansur wurde 2016 bei einem Drohnenangriff getötet. Mansurs Nachfolger ist Haibatullah Achundsada.[4]

So, das genügt mir als Baisinformation – die Shüler des „Haus der Gelehrsamkeit in Deoband“ (Universität in Indien) haben also die Regierung in Afghanistan übernommen. Da das Islamische Emirat Afghanistan der Taliban nur von Pakistan, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten anerkannt wird, bin ich gespannt wie sich das weiter entwickeln wird. Und damit meine ich nicht, dass ich neugierig auf weitere Horrormeldungen des Grauens und Schreckens bin, wie sie ja jetzt schon in den Nachrichten zu sehen sind, wenn sich Menschen außen an startende Flugzeuge hängen, um dann in den Tod zu stürzen, sondern auf die diplomatischen Reaktionen der Welt.

Es erinnert mich an den Satz, den ich unlängst in einer Doku über Indochina und Vietnam hörte und von einem amerikanischen Präsidenten kam, nachdem die Amerikaner 58.220 eigene Soldaten in Vietnam verloren (auf die unzähligen asiatischen Opfer, die totale Zerstörung der Länder und die Kriegsverbrechen kann ich hier nicht eingehen):
„Wenn die Vietnamesen nicht bereit sind um ihr Land zu kämpfen, warum sollten es wir Amerikaner sein?“
Das ist Ihnen also nach 20 Jahren (1955 bis 1975) totalem Wahnsinn dazu eingefallen.

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Liebe Mitmenschen,

Liebe Mitmenschen,
ich lernte in der Schule zwar noch die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“, aber „liebe Mitmenschen“ würde mir besser gefallen. Also, liebe Mitmenschen, ist das Gendern nicht diskriminierend? Wird dadurch der Mensch nicht über sein Geschlecht definiert? Ich sage ja auch nicht liebe Dicke und Schlanke, Große und Kleine, Alte und Junge, also weshalb ist das Geschlecht so wichtig, dass man gendern soll? Wenn dann aber richtig, stimmt’s meine Damen und Herrinen? Letzteres war natürlich nicht zynisch gemeint, sonder ganz ernst. 😉
Ich habe mich nicht sehr viel damit beschäftigt, stehe dem Gendern aber skeptisch gegenüber, weil dadurch das Geschlecht noch mehr in den Vordergrund gestellt wird, was ich für unangebracht halte. Eine „Neutralisierung“ wie „Liebe Mitmenschen“ finde ich dagegen eindeutig gut und richtig.
Vielleicht sollte man einfach zwischen natürlichen und grammatikalischen Geschlecht unterscheiden und betonen, dass das Eine mit dem Anderen nichts zu tun hat. Oder wird heutzutage der Mond und die Sonne auch schon gegendert, weil es manche für eine unglaubliche Frechheit halten, dass die so lebenswichtige und mächtige Sonne weiblich ist?

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