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Schadet Yoga der Gesundheit?

Tim und Tom unterhalten sich über Yoga.
Tim: Ich las einen Artikel über Yoga. Da kam der Autor zu dem Schluss: „Yoga sei mit Vorsicht zu betreiben, denn es gäbe sehr viele schwere Verletzungen. Damit stellte er den Gesundheitswert in Frage und betonte, dass Yoga, besonders wenn es als Spitzensport betrieben wird, auch extrem gefährlich sei“. Glaubst du, dass Yoga eher schädlich, als gesund ist?
Tom: Denkst du, dass Lesen und Lernen verblödet?
Tim: Du musst nicht unfreundlich werden und mich und den Autor zum Idioten machen, wenn du nicht über dieses Thema sprechen willst.
Tom: Nein, ganz und gar nicht und das war auch nicht meine Absicht. Ich bezog mich auch nicht auf das Lesen dieses Artikels, sondern auf das, was du ganz allgemein unter lesen und lernen verstehst.
Tim: Ich sehe da keinen Zusammenhang und wollte eigentlich eine Antwort erhalten, nicht eine Gegenfrage.
Tom: Ich wollte mit einem Vergleich Antworten.
Tim: Meinetwegen, es ist ja klar, das lesen und lernen nicht verblödet und was soll das jetzt?
Tom: Na gut, wenn du von Yoga sprichst, meinst du damit vermutlich nicht die Darshana, denn die indische Philosophie ist dir meines Wissens nach, nicht geläufig. Oder habe ich da etwas nicht mitbekommen? Du wirst dieses Yoga meinen, dass in Indien ein paar Jahrhunderte v. Chr. entstand. Ob nun Patanjali der Begründer ist oder nicht, ist hier unwesentlich, aber sein Werk, das aus 194 kurzen Merksprüchen bestehen und auf vier Bücher verteilten wurde, ist unbedingt erwähnenswert, finde ich, denn es ist die Grundlage für jedes, uns zweien bekanntem Yoga.
Die klassischen indischen Schriften beschreiben übrigens 4 Yogawege:

  • Raja Yoga nennen sich die meditativ orientierten Stufen des Achtgliedrigen Yoga nach Patanjali (auch Ashtanga Yoga genannt: „Ashta“ = acht, „Anga“ = Teile).
  • Jnana Yoga (Yoga der Erkenntnis, intellektuelle Richtung)
  • Karma-Yoga (Yoga der Tat, des selbstlosen Handelns)
  • Bhakti Yoga (Yoga der Liebe/Verehrung/Hingabe an Gott oder eine Ishtadevata)

Nehmen wir einmal an, die 4 Wege wären gleich wichtig, dann stellen schon einmal 75% von Yoga mit Sicherheit keine erhöhte Verletzungsgefahr dar. Nur Raja Yoga enthält körperliche Übungen und im Raja Yoga unterscheidet man 8 Stufen.
Nur die 3. Stufe beinhaltet die körperlichen Übungen, die Asanas. Also kann nur bei einem Achtel von den verbliebenen 25% erhöhte Verletzungsgefahr bestehen.
Nun zu meinem Verglich: Nimmt man aus dem Lehrplan einer Mittelschule die 3. Klasse heraus und unterrichtet ausschließlich den Stoff der 3. Klasse, also 8 Jahre lang, was werden die Schüler zur Matura wohl können? Es wird schon einige Jahre dauern, bis sie den Stoff der 3. Klasse beherrschen, weil ja die Inhalte der 1. und 2. Klasse fehlen und die restlichen Jahre verbringt man mit Optimierung des Wissens der 3. Klasse, also mit Wettbewerben, Variationen usw.
Entweder man prüft dann zur Matura nur mehr den Stoff der 3. Klasse, oder es wird keinen mehr mit bestandener Matura geben. Wenn in der 3. Klasse unregelmäßige Vielecke gerade nicht am Lehrplan stehen, dann wird jeder Gymnasiast den Verkäufer und Handwerker um Hilfe bitten müssen, wenn er …
Wärst du dann immer noch so überzeugt davon, dass Lernen nicht verblödet?
Tim: Entschuldige, aber das gibt es ja nirgends, das ist doch Schwachsinn.
Tom: Du hast recht, im Unterrichtssystem gibt es das erfreulicherweise nicht, aber im Yoga schon.
Tom (weiter): Besonders wenn die Darbietung des Stoffs der 3. Klasse als Spitzensport betrieben wird, dann besteht doch erhöhte Gefahr, ein gewisses Bildungsdefizit durch Lernen zu erhalten, oder?
Tim: Ähm, ah, aum, ich meine, om.
Willst du damit sagen, dass jemand, der „Asanas“ meint, nicht „Yoga“ sagen sollte?
Tom: Korrekt!
Verstehe – und hältst du jetzt Asanas für gesund oder gibt es da eine hohe Verletzungsgefahr?
Tom: Entschuldige, aber wieso sollte ich jahrelang nur den Stoff der 3. Klasse üben? Im Rahmen von Yoga halte ich Asanas auf jedenfalls für sinnvoll, zielführend und gesund. Asanas herausgelöst aus dem Yoga ergeben für mich keinen Sinn, da mache ich doch einfach genau die gleichen Gymnastikübungen, die es als Asanas gibt. Wozu sollte ich das dann aber als Yoga und Asanas bezeichnen? Nur um hier und in Indien Verwirrung zu stiften?
Om!
Ob diese Gymnastikübungen dann gesund sind und welche Risiken bestehen, das solltest du lieber einen Sport- oder Präventivmediziner fragen, aber nicht mich. Denn ich verstehe weder etwas von Medizin, noch von Yoga und darüber hinaus, weiß ich nicht einmal, wie du „gesund“ definierst.
Tim: Ok, lassen wir es, ich frage dich lieber morgen.
T om: om!

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Yoga Ruins Your Life

Yoga Ruins Your LIfe from Yoga Workshop on Vimeo.

Bin gerade über den Newsletter der Yogawerkstatt auf dieses Video aufmerksam geworden. Dazu sollte ich vielleicht vorerst einmal anmerken, dass ich noch kein Ashtanga Yoga betreibe, ich habe dort lediglich einen Basiskurs besucht. „Noch kein“, weil es mir einfach zu anstrengend ist. Ich denke, wenn man das mit 56 Jahren beginnen will, ist es auf jeden Fall möglich, aber wenn ich das wirklich will, muss ich dazu vorher meine Lebensweise ändern. Tägliche Übungen statt alle paar Wochen einmal intensiv, keine überschwänglichen Naschorgien, kein Alkohol, keine Zigaretten, gesündere Ernährung und vor allem insgesamt weniger in mich hinein stopfen.
Nun, ich habe zwar keine Ahnung von Yoga, aber eine solche ist für diese tagebuchartige Notiz auch nicht erforderlich. Tagebuchartige Notizen sind sicher nicht den Yogis vorbehalten. Nun, der Mainstreamjournalismus nimmt den aktuellen Verbots- und Gesundheitswahnsinn ja recht gut auf und man kann in jedem Blatt, zu jeder Zeit lesen, wie sehr die Politiker doch um die Volksgesundheit und um meine Gesundheit besorgt sind. Es gibt kaum irgend etwas, was mir noch nicht verboten ist. Manchmal wundert es mich, dass auf den kostenlosen Revolverblättern kein Pickerl angebracht werden muss: „Achtung, diese Lektüre könnte sie noch mehr verblöden“. Naja, vielleicht weiß man, dass das kaum noch möglich ist. Ich habe es ja schon oft genug beschrieben, aber ich finde es so grotesk, dass ich es immer wieder einbauen muss. Dazu fahren und fliegen die Umweltschutz-Heinis rund um die Welt zu Konferenzen, bei denen sie dann fest stellen, dass mein weg geworfenes Kaugummipapierl oder meine Zigarette die Umwelt belastet und die Gesundheit gefährdet. Ich vermute die würden doch sogar in Schilda wegen Dummheit ausgeschlossen, aber in unserer Gesellschaft haben sie das sagen. Naja, unabhängig davon kann natürlich alles so dosieren oder betreiben, dass es ungesund wird. Trinksüchtige schaffen das sogar mit Wasser.
Wenn du dir jeden Tag einen Schweinsbraten und ein paar Bier antust und dann das Ganze mit ein paar Verdauungszigaretten und eventuell noch ein, zwei Schnäpschen und einen Liter Kaffee mit Kuchen und Keksen, aufrundest, dann wirst du dich vermutlich irgendwann unwohl fühlen. Wenn du dann mit wenigen intensiven Yogastunden ein fitter, gelenkiger, ausgeglichener Akrobat und Guru werden willst, dann kann Yoga womöglich wirklich ungesund oder sogar gefährlich sein. Versuche es am Besten nicht autodidakt, dann wird dich erfreulicher weise wahrscheinlich ein erfahrener Yogalehrer davor bewahren.

Ich hätte nichts dagegen, könnte ich mit Yoga meinen Autopiloten dazu bringen, gesünder zu leben. Wobei ich gesünder für mich selbst, längst definierte und mir dazu Statistiken und wissenschaftliche Studien relativ egal sind. Ich weiß genau, wie ich leben möchte, es mangelt „nur“ an der Umsetzung und daher versuche ich immer wieder, mir regelmäßige Taijiquan- und Yoga-Übungen anzugewöhnen. Ich bin überzeugt: „gelingt mir das, gelingt es mir auch, meine schlechten Angewohnheiten zu zerstören und somit mein jetziges Leben“. Ja, auch das ist eine Perspektive, so kann man es auch sehen und gerade dieses Video hat dazu angeregt.
Gunas hin, Gunas her – öfter weniger, ist mehr.

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Ein sehr elitärer, eleganter und moderner Yoga-Stil: „Der betrunkene Yogi“


Ich schreibe nicht mehr so viel auf meinem Notizblog, weil sich mein Leben stark geändert hat, seit ich beruflich nicht mehr am neuesten Stand der Technik, Entwicklungen für Programmierer und Internet-Trends sein muss. Meine Online-Zeiten haben sich von täglich mehr als 10 Stunden auf ab und zu wöchentlich geändert, was mir in jeder Hinsicht sehr gut bekommt. Ich übe aber nach wie vor TCC und seit Monaten nun auch Yoga. Ach ja, da wollte ich mir auch schon notieren, wie das für mich zusammen passt, aber heute hat mich überrascht, dass es nicht nur im Kung-Fu einen „betrunkenen Affen-Stil“ und „die betrunkene Faust“ gibt, sondern dieser Stil auch im Yoga zu finden ist. Er dürfte also auf eine sehr alte gemeinsame Wurzel zurückzuführen sein. Ich entdeckte dazu auch gleich ein Video mit der tollen Form (Sequenz an Figuren), wie ich sie auch aus dem Taijiquan kenne, oder ist das etwa eine Abwandlung des Sonnengebetes? 😉

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Knoblauch-Yoga

Zehe hin – Zehe her.
Das Buch, dass er sich genau ansehen würde, bevor er es nicht kaufte „Reich, jung und schön mit Hata-Yoga“ hat H. David Coulter, der Autor des vortrefflich gelungenen Buches „Anatomie des Hatha Yoga“, angeblich noch nicht gesehen. Ein international anerkannter Yoga-Guru, sein Name ist mir entfallen, meinte unlängst, dass Yoga-Schulen, -Richtungen und -Stile aus dem Boden schießen, wie die Schwammerl im Wald und er verkündete mit diplomatischen Worten sinngemäß, dass die meisten ungenießbar, aber trotzdem nicht giftig wären.
Ich will jetzt keinen einzigen Begriff in den Raum stellen, sei es Fußbadekundalini-, Fingerkuppenpower- oder Zungenkrauldynamik-Yoga mit Musik, da ich nur ein Laie mit ausgezeichneter Unkenntnis bin.
Da Yoga aber in jedem Fall, den Körper mit der Seele verbinden soll und ich zumindest einen Körper habe und je nach Definition, mich sogar zu meiner Seele bekenne, habe ich zwangsläufig auch Yoga-Kentnisse, die mir niemand absprechen kann, es sei denn, er/sie kennt mich besser, als ich mich selbst.

Wikimedia: Pivari
Wikimedia: Pivari

Ursprünglich wollte ich mir von Yoga eigentlich nur Anleihen holen, um in Taijiquan bessere Fortschritte zu erzielen, inzwischen beschäftige ich mich aber schon mehr mit Yoga, als mit TCC. Es gibt da einfach so unglaublich viele gute Anregungen, Weisheiten, … Steigerung der Lebensqualität ….. bin dadurch auch zum Vegetarier geworden …, aber von einem haben die meisten Yogis, meiner Meinung nach, absolut keine Ahnung. Nämlich vom göttlichen Wuderheilmittel und Lebenselexier Knoblauch.
Entzündungen, Zahnschmerz, Müdigkeit, Angeschlagenheit, burn out or in, Antriebslosigkeit, Depressionen, Gedächtnisschwäche, … –> Knoblauch hilft mir immer. Ja, mir natürlich besonders bei Gedächtnisschwäche, das ist schon klar. Außerdem schmeckt er fantastisch, dafür lasse ich jedes andere chinesische, indische, koreanische, russische, amerikanische, ägyptische und europäische (Aufzählung nach weltweiter Produktion) Gewürz und Gemüse aus dem gesamten asiatischen Raum – selbst wenn man manche davon schon fast wie Gold handelt – in meinem Regal und das ist meiner Meinung nach, wirklich reichlich gefüllt, mit Kostbarkeiten der Natur aus aller Welt.

Dickes Prana hin – dünnes Chi her, ohne Knoblauch könnte ich nicht leben, sondern höchstens kränkelnd dahinvegetieren, aber die Menschen scheinen eben doch verschieden zu sein und das riecht man natürlich auch.
Bei ausreichender Körperpflege, also zumindest einmal duschen am Tag und nach extremen Knoblauchexzessen vielleicht sogar unter Verwendung von Seife oder Duschgel, ist mir persönlich die knoblauchartige Ausdünstung oder ein lauchartiger Atem aber bei weitem angenehmer, als der, für meine Nase, penetrante Gestank der meisten Parfüms.

Kann ja sein, dass Knoblauch soviel Lebensenergie spendet, dass es manchen Menschen einfach zu viel ist und sie selbst bei geringer Dosis (ein paar Zeherl am Tag) die Energieleitbahnen, mögen es nun Nadis oder Meridiane sein, einfach zu schwach sind für diese Power und dadurch nervös, unkonzentriert und zittrig werden, aber ich verzichte deshalb sicher nicht auf mein kaltes Erbsenpüree, also Humus mit meiner Olivenöl-Knoblauch-Mixture, als Aufstrich Nummer Eins.
Ich kenne die Bestandteile des Knoblauchs nicht, sondern nur ihre Wirkung auf mich und diese möchte ich nicht missen, obwohl ich sicher keine Knoblauchkapseln brauche.

Selbstverständlich ist das jedem seine Sache, ob er einfach alles glaubt was man ihm sagt, aber ich weiß für mich bei Knoblauch aus eigener langjähringen Lebenserfahrung, dass er mir sehr gut tut und ich sicher nicht, aus welchen Gründen auch immer, auf dieses Geschenk der Natur verzichten werde. Was in der Sahara für die meisten (nicht alle) Menschen gesund und gut sein mag, muss für die meisten Menschen am Nordpol nicht ebenso bekömmlich sein.

Wie dem auch sei, mir stinkt es, dass mir manche Yogis, Knoblauch als tamasisch vergraulen wollen, daher gründe ich ein neues Knoblauch-Yoga mit Schwerpunkt auf Zehen-Asanas und Meditation in der Knofihütte. Meine Leser wissen, dass das natürlich nur ein Witz war. 😉

Weblinks:

http://www.yoga-bracun.at/blog/allgemeines/das-wundermittel-knoblauchsirup-rezept-und-zubereitung.html
http://www.yoga-shop.at/Knoblauch-Bio-42-g-60-Kapseln muss ja nicht sein
http://de.wikipedia.org/wiki/Knoblauch
http://www.knobi.com/knoblauch-linktipps.html
http://www.knobi.com/
http://lexikon.huettenhilfe.de/gewuerze/knoblauch/knoblauch-in-der-heilkunde.html
http://www.yoga-vidya.de/de/service/forum/read.php?10,588,596#msg-596
http://www.yogapad.de/forum/topics/zwiebeln-und-knoblauch-ja-oder?commentId=2015507%3AComment%3A21367
http://www.yoga-welten.de/yoga-einfuehrung/yogische-ernaehrung.htm

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Olympiamaster – Der Meister im Olymp

Der Olympiamaster versteht sich, wie alle Artikel der Kategorie „dadaichmuss“, als Literaturversuch.

Quelle: Wikimedia, Parutakupiu
Quelle: Wikimedia, Parutakupiu

Meister gibt es viele, noch mehr, als Meisterschaften, denn manche Meister mancher Zünfte nehmen nicht an Meisterschaften teil. Vielleicht gab es früher im indogermanischen Landen schon Gurumeisterschaften, aber in taoistischen Gebieten, wo die friedvollen Kampfkünste geübt wurden, hielt man sich davon fern, weil es sonst schnell wirklich nur mehr einen gegeben hätte und das könnte nicht der Highl“ä“nder gewesen sein.
Heute ist das natürlich anders, sprach der Meister und berichtet von dem Treffen.
Politikermeister, Religionsmeister, Rechenmeister, Atmungsmeister, Wirtschaftsmeister, Osterfeiertagsberechenmeister, Sportmeister, Meditation-Lebens-Entspannungsmeister, Bewegungsmeister, Kirschenkernspu(c)kmeister und andere, traten miteinander im Oval gegeneinander in einer remixed-marterial-masterschaft an. Es war die erste, einzige und letzte Olympiamasterschaft. Der verblödetste, dekadenteste, reichste, verkommendste musste gewinnen, sonst regierte ja heute noch Zeus im Olymp. Doch der, der brennt wie seine Umgebung.
Gleicher als gleich ist extremmegagleich und entspannter als entspannt ist einfach nur extrementspannt, so hört man, aber jetzt stellt sich der erste Teilnehmer vor.

Adam Riesenoudry, der Entspannungsmeister will die Meisterschaft gewinnen, indem – wie sollte es anders sein – er beweist, dass alle anderen Entspannungsmeister eigentlich Spannungsmeister und somit zu disqualifizieren wären.
Adam: Ein Muskel kann sich kontrahieren und entspannen, aber man kann ihn mittels Fremdeinwirkung oder unnatürlicher Haltung auch über den Ruhetonus hinaus dehnen und in die Länge ziehen, da er elastische Elemente enthält. Siehe unter Ruhedehnungskurve in der Fiesiologie usw. usf. und diese passive Spannung der Dehnung ist natürlich auch eine Spannung und keine Entspannung, behauptet er dreist vor der Kommission der olympischen Schildbürgermeister. Diese dachten hin und her, im Kreis und zurück und kürten dann aber doch den Dehnungsspannungsmeister zum Olympiaentspannungsmeister, weil die €geister doch stärker sind, als alle Groß- und Urgroßmeister der Meister, sonst regierte ja heute noch Zeus im Olymp.
Ihr überspanntes Argument im Olympiasiegerehrungsdokument: „nur weiter, als bis zum Reißen spannen – entspannt total“.
Kurzer persönlicher Exkurs eines Konsumentenmeisters, der interviewt wurde, weil er als halbintellektueller Master of master- & champignonships einen Logenplatz bei der Olympiadenmasterschaft hatte:

Er sprach über Yoga und Extremverblödung:
Eigentlich wollte ich schon vor Wochen einen Artikel über meine jüngsten Erfahrungen mit Yoga schreiben, sagte er und der hätte bestimmt einen ganz anderen Inhalt gehabt, da ich in den ersten Wochen von der Extremverblödung, damit meine ich, Yoga als Extrementspannung für die Olympiade, verschont blieb.
Aber warum sollte die Extremverblödung und die Extremvermarktung von allem und nichts auch ausgerechnet Yoga oder Taijiquan verschonen? Was ist eigentlich der olympische Gedanke? Etwa, wie lässt sich wann und womit der größte Gewinn machen? Egal, ob sich die Athleten dabei umbringen, nein es ist wahrscheinlich sogar besser, wenn sie es täten, weil es sensationeller ist und somit besser verkauft werden kann.
Gut, solange man mich nicht zwingt an der Olympiade teil zu nehmen, oder diesen Wahnsinn in irgend einer Form zu konsumieren – abgesehen von dem Gratisticket für heute in der Loge, sollen sie doch machen was sie wollen. Gut heißen kann ich diesen Extremwahnsinn aber nicht. Zuerst also gleich einmal das, was mich so aufbringt:
Extrementspannung: Yoga soll olympisch werden

Aber wie gesagt, warum sollte es bei Yoga oder Taijiquan anders sein. Menschen führen immer noch Kriege und schlagen sich die Schädel ein, rotten ihre Familien aus und bringen sich selbst um, wenn sie etwas für ihre Gesundheit tun, in einigen Ländern verhungern sie, in anderen fressen und saufen sie sich zu Tode, die Extremverblödung ist eine zeitlose, globale Erscheinung, auf die ich hier nicht mehr weiter eingehen werde. Es wäre sinnlos, destruktiv und hoffnungslos, denn dem Sport, der Wirtschaft, Politik und Religion ist heute eben nichts mehr heilig….
(Der Interviewer nimmt ihm das Mikro weg …)
OlympianikInnen (die sprachliche Evidenz der totalen Dekadenz) und liebe Gäste, meinte der Interviewer dann zu den Olympiamasterschaftskonsumenten, das war Adam, der Looser. Für Extrementspannung benötigt man eben ein wenig mehr als nur 40° Celsius, da sind schon Extremtemperaturen, bei Extrembedingungen und Extremleistungen mit Extremspannungen nötig.

Das war’s für heute, vielleicht stellt ihnen der Reporter nächstes mal einen weiteren Teilnehmer vor. 😉

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