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Die Nazi-Keule oder blauner NaziDepp

Ich bin jetzt 60 Jahre alt und habe als Grüner die Stalin-Keule gegen die SPÖ geschwungen, gegen die ÖVP die Bonzen-Keule und gegen die FPÖ die Nazi-Keule. Aber jetzt habe ich meine Keulen in die Donau geworfen. Ich brauche sie nicht mehr, ich versuche statt dessen zu denken und menschlich und vernünftig zu handeln. Da unsere Regierung, also die SPÖVP, schwere Fehler machte und nicht zur Verantwortung gezogen wurde, musste ich mich ändern um eine Chance auf Gerechtigkeit und Fairness zu erhalten. Ich hörte Herrn Strache lange zu und fand die für mich unglaubliche Lösung. Ich habe Kreisky meine Stimme gegeben und ein paar mal den Grünen und sonst immer nur gewählt, damit die FPÖ eine Stimme weniger bekommt, aber meine Lösung heißt jetzt FPÖ und Herr Strache. Sie sind die einzigen, die wirklich etwas verändern können und ich will Veränderung. Da ich vom linken Hund (ich bezeichne mich selbst so) nach rechts wechsle, spüre ich plötzlich die Nazi-Keule und ich muss sagen, es ist peinlich. Peinlich für den, der sie schwingt, denn ich kann sie kaum spüren – das kitzelt nicht einmal.
Gebt der Zukunft eine Chance und vergesst, was euch die Nazi-Geschädigten einreden wollen. Wir sind alle viel zu jung (ja, auch ich mit 60), um Schuldgefühle haben zu müssen für das, was unsere Urgroßväter womöglich („womöglich“ deshalb, weil nicht „jeder“ Urgroßvater – ich bestreite sicher kein Holocaust [heute muss man alles immer ganz genau erklären, sonst wird einem sofort das Wort im Mund umgedreht, wenn man FPÖ- und Strache wählt {laut Wolf ist der Pilz ja auch schon ein Antisemit, obwohl der Pilz nicht einmal richtig blau geworden ist}]) angerichtet haben. Nein, ich kann niemals ein Nazi sein, denn ich bin erst 1958 geboren, da gab es keine NSDAP mehr. Neo-Nazi, Skinhead, Hooligan usw. kann ich auch nicht sein, denn ich bin Österreicher und spreche Deutsch, was bei all diesen skurrilen Gruppierungen nicht der Fall ist. Trotzdem muss ich mir jetzt gefallen lassen, als „blauner Nazidepp“ bezeichnet zu werden. Kein Problem – ja – ja ich lasse es mir gerne gefallen, denn ich weiß, wie verzweifelt argumentationslos man sein muss, um so eine Keule auszupacken. Ich bin nicht mehr so verzweifelt, denn ich wähle die FPÖ und zwar mit der subjektiven Gewissheit, dass ich mich nicht verhört habe, als ich Herrn Strache zugehört habe und dass ich mich nicht verlesen habe, als ich das Parteiprogramm der FPÖ las. Genau das, liebe Leute und ÖsterreicherInnen empfehle ich euch auch, denn wenn ihr das wirklich ehrlich macht, dann werdet ihr eure Keulen auch weg schmeißen, oder sie höchstens gegen den eigenen Kopf schlagen.


Bildquelle: Eybl, Plakatmuseum Wien/Wikimedia Commons / , via Wikimedia Commons

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Für wie blöd halten die Medien uns Österreicher eigentlich?

Da wird ständig pseudo-fachmännisch von Akademikern diskutiert, ob der kernlose (keine und gleichzeitig viel Erfahrung) Kern oder der kurze (kurz in der Politik) Kurz Kanzler wird. Seid ihr so ignorant und dumm, oder ist das eure Wahlkampfstrategie? Ihr müsst froh sein, wenn der, den ihr für einen eventuell nur theoretisch  möglichen Kanzler haltet, mit uns Österreichern und der FPÖ nicht die absolute Mehrheit schafft. So schaut’s aus.

Was glauben K. & K. eigentlich, wer sie noch wählt? Steuerzahler? Eltern von Kindern in Kindergärten und Schulen? Raucher? Wirte? Wer weiß, vielleicht hoffen sie ja auf die Stimme von illegalen Flüchtlingen und sie haben sie deshalb ohne jede Kontrolle willkommen geheißen.

Die SPÖ und ihre Salafisten-Mimose (wer gemeint ist dürfte klar sein, aber ich nenne explizit keinen Namen, obwohl die Bezeichnung Salafist und Mimose nicht von mir stammen; ich habe sie nur zusammengefasst) sind sowieso Vergangenheit und wer glaubt den schon an die Konvertierung des neuen ÖVP-Chefs der neuen ÖVP?
Das ist doch klar, dass nach der Wahl die neue ÖVP wieder die alte ÖVP werden würde und sich nichts änderte. Auch wenn Kurz plötzlich alles fehlerfrei nachbeten kann, was Strache seit Jahren sagt, dann wird wohl kein Österreicher das ernst nehmen und für authentisch halten.
Aber gut schauspielern kann er schon. Da hat ihm der Chef der Neos anscheinend doch mehr beigebracht, als bei einer Rede breitbeinig zu stehen. Als Kanzler ist der Jungspund vielleicht in 20 Jahren interessant, wenn er vorher langfristig beweist, dass er sich nicht dauernd erneuert. Das wir jetzt einen erfahrenen Erfahrungslosen, wie er selbst sagt, als Kanzler haben, ist eine Schande, aber im Oktober wird sich das ändern, darauf wette ich, obwohl ich sonst nie wette.

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Sommergespräche 2015

Bildschirmfoto vom 2015-08-19 16:08:40Auf tvthek.orf.at sind sie noch 19 Tage lang verfügbar. Ich habe Sie aufmerksam verfolgt und war von Heinz-Christian Strache eher positiv überrascht, obwohl er Stimmungsmache betrieb, siehe dazu den „Strache im Sommergespräch: Faktencheck“. Trotzdem hielt ich ihn für relativ sachlich und gut, im Vergleich zu anderen Reden von ihm. Ja, es gab bei mir eine Zeit, da ging ich nur wählen, um irgend einer anderen Partei meine Stimme geben zu können, nur nicht der FPÖ. Seit ich mir vor Jahren Werner Kogler und Eva Glawischnig etwas genauer anhörte, bin ich ein überzeugter Grüner, obwohl ich natürlich auch so einiges an deren Politik auszusetzen habe. Auch im Sommergespräch bekommt Eva Glawischnig ganz eindeutig meine Stimme.
Sogar Frank Stronach habe ich mir angehört, weil als Alternative weder „Wir sind Kaiser“ noch „Was gibt es Neues“ gesendet wurde.
Wie der Kaiser Palfrader mit dem Stronach fertig werden würde, möchte ich wirklich sehen, denn Ihre Majestät lässt sich auch nicht gerne unterbrechen. Der „Wutbürger“ Matthias Strolz hat meine Erwartung zwar erfüllt, aber seine Argumente haben mich nicht unbedingt vom Hocker gerissen. Frau Glawischnig war da unvergleichbar konstruktiver und überzeugender und sie hat die Themen sehr geschickt behandelt, obwohl Herr Bürger schon recht hartnäckig war. Herausforderungen annehmen ist jedenfalls wesentlich besser, als sich mit gegenseitige Schuldzuweisungen zu verzetteln. Außerdem hat sie drei gute Vorschläge angebracht und selbst mit dem Beispiel „die Fischer aus dem Senegal“ auf dem Herr Bürger herumreiten wollte, hatte sie recht und echten Weitblick gezeigt. Bei Gelegenheit hat sie gleich den Klimawandel angesprochen und die Klischees über die Grünen kosteten ihr hauptsächlich ein Lachen und sie betonte dazu, dass ihr das nachhaltige Gewinnen des Vertrauens der Bevölkerung wichtig ist. Man kann sie nicht in ein Eck drängen, sondern sie holt aus jeder Anspielung das bestmögliche heraus, weil sie eben eine profunde, solide politische Grundlage hat und rhetorisch sehr geschickt ist. Dazu kommt als Draufgabe noch das sympathische, gewinnende, freundliche und trotzdem suveräne Auftreten von Frau Glawischnig. Wie gesagt, meine Stimme hat „die Brave“ auf jeden Fall.

Wen fanden Sie am überzeugendsten beim Sommergespräch?

Wer hat Sie bis jetzt bei den Sommergesprächen überzeugt?

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Das Titelbild ist ein Screenshot vom Gespräch mit Frau Glawischnig

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Strache ist nicht schwul, habe ich aus der „Heute“ erfahren

Mich interessiert die sexuelle Orientierung von Herrn Strache ganz genau null, nada, ganz und gar nicht, aber wenn du die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt, hast du gegen diese Gehirnwäsche keine Chance.
Auf dem Sitzplatz mir gegenüber lag die „Heute“ aufgeblättert und ich musste lesen „Strache klagt Vorstadtweiber“, oder die Augen schließen.
Eigentlich sollte man für diese Belästigung die Wr. Verkehrsbetriebe klagen, denn ich bezahle ja für die Beförderung, weshalb ich nicht einsehe, dass ich mich dabei jedes mal geistig vergewaltigen lassen muss.
Vorstadtweiber? Noch nie gehört, aber Google meint, dass es sich um eine österreichische Fernsehserie handle. Also schon alleine des Titels wegen, würde ich mir so eine Sendung niemals freiwillig ansehen. Aber Herr Strache oder einer seiner FreundeInnen dürfte die Sendung mit hoher Aufmerksamkeit konsumiert haben, denn es ging um einen Untertitel für Gehörlose der da anzeigt. “ Oder bei uns der Strache. Die sind doch alle schwul und stehen dazu.“ Man hat die Passage gestrichen und auf den Untertitel vergessen.
Wow, in einem Untertitel einer Schmierenwirklichkeitsserie liest man „die sind alle schwul“ und Strache klagt. Das ist ja wirklich ein Hammer. Wenn Allah mit einem Schweinegesicht karikiert wird, schreit die Welt „Meinungsfreiheit, künstlerische Freiheit, …. wir lassen uns diese Freiheiten nicht nehmen!“ Wenn in einer Seifenoper jemand „alle sind schwul“ sagt, wir es zensiert, also heraus geschnitten und wenn man dabei auf den Untertitel vergisst, gibt es eine Klage. Wow, wow, wow!
Ich meine, wenn jemand tatsächlich direkt, also nicht über ein Kunstmedium jemanden „schwul“ schimpfen würde, dann wäre es zwar immer noch kein Schimpfwort, aber aus schlechter Gesinnung heraus, könnte man es eventuell als versuchte Beleidigung oder Diskreditierung sehen, wenn man gleichzeitig dabei einräumt, das Homosexualität etwas Schlechtes ist.
Auf die sexuelle Orientierung von Herrn Strache, würde ich bei all diesen Quellen und Aussagen in keinem Fall schließen. Ich glaube ja auch nicht einmal wirklich, dass Frau Fekter ein Faultier ist, obwohl sie von staatstragenden Politikern im Parlament so bezeichnet wurde. Man beachte, wer, wo, was gesagt hat und staune über die Klage und Aufforderung zum Widerruf.
Bin gespannt, ob es dazu ein Urteil geben wird und hoffe davon zu erfahren, falls es soweit kommt.
Der FPÖ-Chef stellt jedenfalls klar: „Bin nicht homosexuell“ und so möge es sein. Und wen interessiert das? Na die Medien und die verschaffen Herrn Strache, eine von der U-Bahnsteuer, über Umwegen, über ein paar Werbegangster, einer kostenlosen Werbezeitung, die öffentliche Einrichtungen verschmutzt, Werbung auf der Titelseite des Mediums, dem man sich nicht entziehen kann, wenn man sich und seine Umgebung, als sich blind stellenden Passagier, nicht gefährden will. Ja, ich habe tatsächlich schon Werbung für die Wr. Verkehrsbetriebe in diesen kostenlosen Werbezeitungen gesehen. Welche Konkurrenz haben die? Oder geht es darum, die Fußgänger und Radfahrer, die sich dieser Gehirnwäsche nicht mehr unterziehen wollten zurück zu holen. Wer blickt in diesem Korruptionssumpf denn schon noch durch, jedenfalls hat sogar unser Heer noch Geld für Werbung, wenn das auch das Einzige sein mag, wofür noch Geld da ist. Ob das wirklich „klug“ ist?

Filmemacher sattelt um auf Karikaturisten, kann ich da nur noch sagen, oder filmt in Zukunft solche Passagen als Karikatur.

Vielleicht sollte ich hier noch eine Kategorie „erbärmliche Logik“ einführen.

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