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EM-Quali: Schweden – Österreich

emquali

Ich schreibe hier nichts zu den Details, denn ich bin keiner, der Millionen Team-Chefs von Österreich und das Spiel haben Sie ja hoffentlich nicht verpasst. Außerdem denke ich, dass sich sogar der Möchtegern, der von sich selbst am meisten überzeugt ist, allmählich lieber als Co-Trainer sieht und auf Marcel Koller vertraut.
Was sollte ich auch viel schreiben, wenn selbst dem Reporter schon nach wenigen Minuten die Superlativen ausgehen. Sie haben gerade einmal bis zum hyper-coolen Elfmeter in der neunten Minute gereicht.

Ich schreibe diesen Artikel deshalb, weil ich damit sagen will, was nur ich sagen kann. Ich habe mich mein Leben lang nicht für Fußball interessiert, bis zu dem Kopftor von Marc Janko. Ich weiß gar nicht mehr gegen wen wir da spielten, aber es war eines der ersten Qualifikationsspiele. Später brachte mich sein Fallrückzieher endgültig auf den Geschmack. Ich hebe hier Marc Janko hervor, weil er mir mit seinen herrlichen Aktionen als erster aufgefallen ist. Seither sehe ich jedes Spiel der Nationalelf und bin von jedem Spieler und dem Trainer begeistert. Ja, inzwischen kenne ich sogar schon die Regeln. 😉
Also nur ein kurzes, anerkennendes Dankeschön für die unglaublich guten Spiele. Insbesondere natürlich auch für das Spiel gestern, denn es war für mich sehr attraktiv und spannend. Es ist mir ein Rätsel, wie man so schnell und perfekt spielen kann. Es ist wirklich eine Freude solche Spiele zu sehen, sagt der ehemalige Anti-Fußballer.
Die haben mich sogar schon soweit gebracht, dass ich auch in der Bundesliga einen Favoriten habe. Als Rapid-Fan möchte ich mich aber noch nicht bezeichnen, sondern nur als Rapid-Sympathisant. Vom Nationalteam bin ich hingegen schon ein Fan. Ich glaube für die würde ich mich sogar in ein volles Stadion trauen, obwohl ich größere Ansammlungen von Menschen nach Möglichkeit immer meide.
Also dann, vielleicht sehen wir uns ja im Happel-Stadion wieder.

Info zum Spiel auf kleinezeitung.at ÖFB-Team nach 4:1-Sieg im Freudentaumel.


Bild ist ein Screenshot von der ORF Übertragung.

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Taijiquan: Kampfkunst versus Sport

Ich habe allgemein die Erfahrung gemacht, dass man in Insiderkreisen als Ahnungsloser belächelt wird, wenn man Taijiquan als Kampfsport bezeichnet. Anfangs glaubte ich, das sogar zu verstehen, denn es gibt in traditionellen Stilen keine Wettkämpfe, keine Punktevergabe und es muss Waffen, wie Schwert, Säbel, Stock etc., also ein Waffensystem geben, damit man von einer Kampfkunst spricht. Aber wozu überhaupt eine Kampfkunst? Ich frage mich heute, was es für Vorteile mit sich bringt, wenn man an diesen historischen Begriff festhält. Wenn man Kampfkunst im Sinne von Kriegskunst betrachtet, haben sämtliche Kampfkünste vor einigen hundert Jahren ausgedient. Was gibt es also für eine Motivation an diesem Begriff festzuhalten und keinen Kampfsport, sondern eine Kampfkunst zu erlernen, bzw. wo kann diese gebraucht werden?
Mir fällt ein:
a) in illegalen, gewalttätigen Auseinandersetzungen und zur Verteidigung gegen solche Übergriffe
b) bei der Polizei
c) beim Militär

ad c) Das hat sich mit dem letzten Ritter und Samurai erübrigt, heute sind technisches Know How gefragt, um die modernen Waffensysteme bedienen zu können.
ad b) Hier ist vielleicht am ehesten ein Bedarf gegeben, da die Polizei die schonenste Möglichkeit einsetzen soll, um Täter zu überwältigen; ich denke aber, dass Taijiquan dazu recht ungeeignet ist und die lange Ausbildungszeit spricht ebenfalls dagegen.
ad a) Krimineller Einsatz kann ja sicher nicht angestrebt werden und zur Verteidigung gegen diesen ist Taijiquan meiner Meinung nach für Durchschnittsmenschen kaum zu gebrauchen; für Meister womöglich, aber es gibt Selbstverteidigungskurse in diversen Kampfsportarten (Krav Maga, Jeet Kune Do, Eskrima, Panantukan, Kickboxen und Co) die von Anfang an eingesetzt werden können und nicht erst nach 10 Jahren täglicher Übung. Abgesehen davon, ist ein Waffenschein und eine Handfeuerwaffe sicher noch effizienter, falls jemand wirklich einen Grund hat sich zu schützen und die Selbstverteidigung dringend erforderlich ist. Ich bin erfreulicher weise in 52 Jahren noch nicht in so eine Situation gekommen, weshalb ich auch annehmen kann, das es in Österreich nicht sehr häufig vorkommt, dass man sich selbstverteidigen muss.
Die gesundheitliche und spirituelle Anwendungsmöglichkeiten sind meiner Meinung nach die heutigen Vorzüge von Taijiquan und weshalb sollte man das nicht fördern wollen und sportlich betreiben? Ich würde es begrüßen, wenn es zu einem Volkssport werden würde und finde es Schade, dass es kaum Wettkämpfe gibt, denn Tui Shou wäre dazu gut geeignet, genau so Punktevergabe für die Ausführung der Form und sogar Wettkämpfe mit Anwendungen wären möglich. Im Fechten verwendet man übrigens auch Säbel und trotzdem ist es eine olympische Disziplin und es ist ein Sport. Das Taijiquan Anwendungen so viel gefählicher sind, als die in Karate oder Kickboxen, kann nur ein Gerücht sein. Ich verstehe also den tieferen Sinn nicht ganz, weshalb sich Taijiquan-Insider dagegen so wehement wehren, Sportler zu sein. Was ist daran so verwerflich? Diese irgendwie elitären Ansprüche und Mythen von Geheimnissen, die nur Meister an auserwählte Schüler weitergeben, führt zu einer Inflation an Meistern, Schulen und Stilen und so könnte aus Taijiquan bald eine reine Geschäftssache und Modeerscheinung werden, wenn dies nicht ohnehin schon der Fall ist. Bei Sportarten, auch bei Kampfsportarten ist hingegen eine Auslese gegeben, denn dazu gibt es ja die Wettbewerbe, um den Besten zu ermitteln. Ich finde der Beste sollte der Meister sein und nicht der Älteste, der Hineingeborene oder der, mit den schönsten Namen. Daher fände ich es jetzt, nach einigen Überlegungen, begrüßenswert, wenn aus Taijiquan ein Volkssport und ein Kampfsport mit Wettkämpfen werden würde, damit man sich mit anderen und dabei die eigenen Fähigkeiten ehrlich, sportlich fair messen könnte.
Übrigens halte ich mich noch für lernfähig und falls es Argumente für die Aufrechterhaltung der Bezeichnung „Kampfkunst“ gibt, würde mich das interessieren. Ich persönlich bin von Taijiquan begeistert, sehe mich aber eher als sportlich aktiver Traumdänzer, der nach Harmaonie und Perfektion in der Bewegung sucht.
Da fällt mir noch eine Frage ein, weshalb sollte man die Taichi Prinzipien nur zum Zweck der Heilung oder des Kampfes einsetzen und nicht auch für völlig andere Tätigkeiten im Alltag? Irgend ein Beispiel zur Verdeutlichung was ich meine: „Rettet jemand einen Hilfebedürftigen, weil er sein Chi steuern kann und die Kraft optimal in Muskelsynergien vom Dantian über Becken, Hüfte und die gesamte anatomische Struktur hin optimal entfalten kann, dann wäre das in meinen Augen ein möglicher und sinnvoller Einsatz (es gäbe aber unzählige Möglichkeiten, auch körperliche Tätigkeiten aus der Arbeitswelt sollte man nicht einfach außer acht lassen), aber für eine derartige friedliche Nutzung der Prinzipien im Alltag, ist die Bezeichnung „Kampfkunst“ irgendwie irreführend, finde ich.
Umfrage:

Sollte aus Taijiquan ein Kampfsport werden? (2)

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Extrempurzelbauming

hoedhuette

hoedhuette

Auch wenn Sie sich bei Wintersportarten gut auskennen, werden Sie vermutlich noch nichts von Extrempurzelbauming gehört haben, da ich diese Sportart erst vor kurzem mit meinem Bruder und meiner Tochter entwickelt habe. Ja, man kann ohne Übertreibung von Entwicklung sprechen, da wir mindestens 5 verschieden Styles und einige Variationen entwickelt haben. Wir unterscheiden gehockt, gestreckt, gegrätscht, eingesprungen und verkehrt und außerdem noch das Extremdownhillhechting und das etwas aus der Reihe tanzende Extremsidewärtsrolling.
Es ist zwar keine spezielle Ausrüstung und kein Sportgerät dazu erforderlich, aber es ist ratsam, sich in so viele Schichten Kleidung zu stecken wie nur irgendwie möglich. Ein Steilhang mit guter Schneelage und möglichst keinen Hindernissen genügt. Brillen, Zahnprothesen, Schmuck und andere Gegenstände mit denen man sich verletzen könnte, lässt man am besten zu hause. Ein Helm erhöht das Risiko eines Genickbruchs wesentlich, daher bin ich für eine einfach Mütze. Abgesehen von möglichen Hals-, Bein- und Rippenbrüchen ist der Sport eigentlich ungefährlich. Schmerzhaft waren nur die Lachkrämpfe, daher ist ein Zwerchfelltraining die beste Vorbereitung.
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