Schlagwort-Archive: Schlampe

Muselmann und Muselfrau

640px-HaremPoolWer kennt nicht Lessings Drama „Nathan der Weise“? Und darin heißt es über Nathan: „Jud’ und Christ und Muselmann und Parsi, alles ist ihm eins.“
Mit Parsi assoziierte ich Farsi und damit Perser, aber ich googelte es trotzdem und wurde bestätigt. Muselmann habe ich auch schon öfter gehört, aber ich wusste nicht, dass das heute ein Schimpfwort ist. Ach du meine Güte, Zigeuner, Neger, Muselmann, Muselfrau oder Muselmannfrau… wird bald aus jedem Wort ein Schimpfwort? Dafür wird „bitch“ (Hündin, Schlampe, Nutte oder Miststück) immer mehr zum Kosewort. Ja ich höre das immer öfter unter Freundinnen, die scherzen und lachen und sich dabei als „bitch“ bezeichnen.
Dabei ist „Muselmann“ im Duden noch eine „veraltete Bezeichnung für Muslime“. Was soll’s, ich fand dazu auch „Muselmann“ kostet 1200 Euro (diesen Titel bitte nicht falsch verstehen, sondern den Artikel lesen) und glaube daher, dass es tatsächlich als Schimpfwort gebraucht werden kann.
Für mich war es nahe liegend, dass dann die alte Bezeichnung für weibliche Muslime Muselfrau oder Muselmannfrau sein müsste und ich suchte danach mit Google. Neben dem Eintrag in der Wikipedia fand ich dazu noch Max Muselfrau auf FaceBook und ein paar andere leere Profile. Weiters dieses Bild was mich zuerst sehr verwunderte, doch ich fand gleich heraus warum es als Suchergebniss aufschien, es wurde der tag Muselfrau gesetzt.
Dann gab es noch Wie berechnet sich die Rente der Muselfrau bei 10 Muselkindern?, finde die böse muselfrau (der Titel eines nicht vorhanden Kommentares) und Radikalisierung der Muselfrauen wo zuerst aus der Welt Online zitiert wird:

Der Hamburger Verfassungsschutz stößt im Rahmen seiner Beobachtungen von Dschihadisten auf zum Teil erstaunlich schnelle Radikalisierungsverläufe bei jungen Frauen. Teils sind sie überzeugt, teils werden sie bedrängt. Im Extremfall führt diese Entwicklung bis zur völligen Selbstaufgabe und Isolation – oder in ein Terror-Camp.

und dann auf Moslemfrauen taugen nur als Brennholz in der Hölle verlinkt wird, wo man liest:

Die Aussage mit dem Brennholz stammt nicht von mir, sondern von einem hochgeschätzten Islamgelehrten des Mittelalters. Die Kopftuchträgerinnen sollten ihn vielleicht öfters lesen und auch öfters daheim bleiben, nicht mit engen Klammotten auf unseren Straßen provozieren. Dann wird die mohammedanische Hölle ihnen gnädig gesonnen sein. Die Moslemgelehrten sind es nicht:

[Es wurde] Überliefert von Usama ibn Zaid, dass der Gesandte Gottes sagte: „Ich stand am Tor zum Paradies, und die Mehrzahl derer, die hineingingen, waren die Armen. Ich stand am Tor zum Feuer, und die Mehrzahl derer, die hineingingen, waren Frauen.“ Von Djabir wurde überliefert: „Der Gesandte Gottes sprach zu den Frauen: ‚Gebt Almosen, den die meisten von euch sind Brennholz der Hölle.‘ Eine Frau mit dunkel gefärbten Händen aus den Reihen der Frauen stand auf und fragte ihn: ‚Warum, Gesandter Gottes?‘ Er antwortete: ‚Weil ihr das Übel vermehrt oder immerzu flucht und dem Gatten gegenüber undankbar seid.‘

Es handelt sich dabei um den im Islam hochgeschätzten Buch des arroganten Machomoslems Ibn al-Djauzi, „Buch der Weisungen für Frauen“, erschienen im Verlag der Weltreligionen.

Dann kamen schon Einträge für „Muskelfrau“, was ich recht seltsam und spärlich finde, denn ich wollte eigentlich etwas lesen über die Stellung der Frau im Osmanischen Reich und den Kalifenreichen. Naja, ich werde wohl ganze Geschichtsbücher lesen müssen, denn auch Suchbegriffe wie „Frau Osmanisches Reich“ bringt keine brauchbaren Ergebnisse. Nur ein paar sinnlose Stichwortsammlungen, in denen das Wort „Harem“ vorkommt.


Gemeinfreies Bild von Jean-Léon Gérôme – Haremsbad (1876) auf Wikipedia

(499)

Intellektuelle Schlampen in den Öffis – Junge Frauen, alter Mann

Bim

Bim

Meine differenzierte Grundeinstellung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien, erreicht einmal im Monat einen enthusiastischen Höhepunkt, der mit dem Erscheinen einer neuen Vormagazin Ausgabe einher geht.. Es ist ja fein, dass man sich in der U-Bahn, nach oft längeren Wartezeiten, im Abteil nicht anhalten braucht, weil man in dem Gedränge ohnehin nicht umfallen kann, aber wie soll ich da die neue Ausgabe des Vormagazins lesen? Würde man sie auf der Station auflegen, könnte ich sie mir ein paar mal durchlesen, bis eine U-Bahn mit einem echten freien Stehplatz kommt. Wenn ich eine neue Ausgabe wittere, mache ich daher eine Rundfahrt auf einer weniger frequentierten Linie. Als stolzer Jahreskartenbesitzer, ich kann ich sie mir gerade noch leisten, weil meine Familie und meine Verwandten etwas beisteuern, drehe ich dann ein paar Runden im 1er, der Bim um den Ring. Natürlich ohne vorgegebenen Ziel, denn wenn ich diese anspruchsvolle Literatur vertieft bin, könnte ich ohnehin nicht unterbrechen.
Diesmal hätte ich den Artikel: „Junge Frauen, alter Mann“ beinahe verpasst. Hier ein Zitat

Gestern in der City fiel mein wohlwollender Blick auf eine reizvolle weibliche Erscheinung, welche Zettel verteilte. Meine erste Einschätzung: schlampige Intellektuelle, Germanistik, 19. Semester. Ich liebe schlampige Intellektuelle, weil sie sich quasi im Handumdrehen in intellektuelle Schlampen verwandeln können. Prompt steuerte die junge Schöne auf mich zu und drückte mir mit geheimnisvollem Lächeln ein rosarotes Blatt Papier in die Hand. Hatte sie vielleicht unter meinem ehrwürdigen Haar den zur Lust bereiten Schelm entdeckt? Würde sie mir …

und da lesen Sie weiter Junge Frauen, alter Mann

Quelle:
Vormagazin
Bildquelle

(400)