Schlagwort-Archive: Projekt

Künstler musste Kopfkamera entfernen

Seit Streetview von Google frage ich mich, ob es eigentlich erlaubt wäre, wenn man ständig eine laufende Kamera bei sich trüge, um zu dokumentieren was man sieht und hört. Auf BBC habe ich nun dazu einen Fall gefunden: Artist forced to remove head camera implant

An artist who had a camera implanted into the back of his head has been forced to remove it after his body rejected part of the device….

Der Künstler Wafaa Bilal hat sich eine Kamera an der Rückseite seines Kopfes von einem Body-Piercing-Studio als Kunstprojekt eingepflanzen lassen.
Die Einrichtung verursacht ihm Schmerzen trotz Behandlung mit Antibiotika und Steroiden. Bilal, der im Jahr 1991 aus dem Irak geflohen ist, sagt das Projekt sei ein Kommentar zu der heutige Überwachungsgesellschaft, wo Menschen in den Städten einen Großteil ihres Lebens unter den wachsamen Augen von Überwachungskameras verbringen.

Soweit ich das sehe, hat er aus medizinischen bzw. gesundheitlichen Gründen die Kamera entfernen müssen, bzw. trägt er vorübergehend nur eine um den Hals gehängt. Aber wie steht es eigentlich mit der rechtlichen Lage? Darf ich permanent aufnehmen was meine Sinnesorgane wahrnehmen? Darf ich dies auch speichern und veröffentlichen?

Siehe dazu auch:

und

(590)

Joomla für neue Projektseite

Beim Aufräumen meiner Homepage merkte ich, dass ich immer noch relativ viele Projekte und Webseiten betreibe, obwohl ich schon einige eingestellt und gelöscht habe. Damit ich den Überblick behalte und auch als Motivation, die Projekte und Webseiten aktuell zu halten, habe ich mir auf Projekte eine Joomla Website eingerichtet und bin fasziniert von diesem CMS. In null-komma-nix war die SW installiert und das Grundgerüst eingerichtet. Viele, schöne HTML- und CSS-konforme Designs (Themen) und unzählige gute Module und Plugins werden geboten.
Ich verwende Joomla nicht zum ersten mal und hatte früher sogar schon in Mambo gute Erfahrungen gesammelt, aber ich bin trotzdem wieder überrascht, welche fantastische Software man heute um null-fließkomma-nix bekommt. Null-gleitkomma-nix hat es mir heute angetan, mein Wort des Tages. LOL
Diesen Blogeintrag schreibe ich in WP, auf Ubuntu und serverseitig Debian. Der Apache zeigt ihn an und all diese tollen Programme kosten … genau, null-komma-nix! 😉

Daher würde es mir auch z.B. nie einfallen (habe es gerade auf einer Webseite gesehen), bei den kostenlosen Themen, die Links in der Fußzeile zu entfernen. Ich könnte mir ja selbst ein Design basteln, aber wenn ich die Arbeit anderer schon kostenlos verwenden darf, dann lasse ich ihnen doch wenigstens gerne den Link.

(510)

Pluriforme, heterogene Erwerbsarbeitswelt

Die Erwerbsarbeitswelt sei pluriform und heterogen geworden meint Emmerich Tálos.

Wenn man von einer Krise in der Informationsgesellschaft sprechen kann, dann ist das wohl eher die Krise der Gesellschaft und nicht die der Information. Denn es wird häufig nicht beachtet, dass Wissensmanagement und Wertemanagement nicht so sehr eine Frage der Technik ist, sondern es Einsicht und die Veränderungsfähigkeit der Menschen sind immer noch die wichtigsten Faktoren. Da nützen überhöhte Hard- und Softwareinvestitionen wenig.
Es zeichnen sich zwei Trends ab: Das Ansteigen der Arbeitslosigkeit und die Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse hinsichtlich Arbeitszeit und Verträge.
Immer häufiger werden Menschen aus „normalen“ Arbeitsverhältnissen gedrängt und finden eine Beshäftigung als Teilzeitkraft, Projekt – und leiharbeiterInnen, als befristete oder geringfügige Beschäftigte oder durch Telearbeit, Scheinselbstständigkeit, freie Mitarbeit, Werksverträge.
Was ist Arbeit heute?
Da man volkswirtschaftlich schon zwischen produktiver und unproduktiver Arbeit unterscheidet, kann man Arbeit sicher nicht mehr als zweckgebundene, zielgerichtete, menschliche Tätigkeit bezeichnen. Arbeitswissenschaftlich kann man es als berufliche Tätigkeit im Gegensatz zur bezahlten Erwerbstätigkeit ansehen. In der Physik ist Arbeit jedenfalls das Produkt aus Kraft und Weg und Leistung ist Arbeit pro Zeit (daher auch der Di-Stress).
Man kann das Produkt Arbeit als geistig-kreative Überwindung der aufzuwendenen Kraft während des individuellen Lebensweges ansehen.
Eben aus diese Lebenswege entstehen die neuen differenzierten Arbeitswelten. Die zunehmende Internationalität der Wirtschaft und die Beweglichkeit von Gütern, Dienstleistungen und Arbeitskräften sowie demoskopische Veränderungen der Gesellschaft erfordert ein Umdenken in Managementlehren und führt zur Anpassung von Unternehmens- und Führungsstrukturen. Vielschichtige, schnelllebige Lebensstile, verbunden mit raschen Änderungen von Wertvorstellungen entstehen.
Wie es einen Wandel vom Agrarischen Zeitalter zu Industriellen zeitalter gegeben hat, so befinden wir uns jetzt in einem Übergang zu einem Zeitalter der Wissensökonomie.

Beachtenswert in diesem Zusammenhang sind unter anderem: IT-Vernetzung, Digitalisierung, Wirtschaftsstandort, Arbeitsmodelle und Ausbildung, steigende Lebenserwartung und persönliche Netzwerke.
Nach der endogenen Wachstumstheorie würde eine verstärkte Forschung und Entwicklung sowie adäquate Innovation zur Verstärkten Bildung von Wissen in kommenden Arbeitswelten führen, das sich wieder positiv auf das Wirtschaftswachstum auswirken würde.

Der Artikel wurde frei nach „Die Zukunft der Arbeitswelt“ information Professional Ausgabe 3/2007 Wien erstellt.

(228)