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Von Politikverdrossenheit zur Rettungsverdrossenheit vor der EU-Wahl 2014

Von Politikverdrossenheit zur Rettungsverdrossenheit oder Change Europe, vote Green!
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Wenn man auf Google nach meinem Spitznamen sucht „Helmeloh“, findet man einen alten Artikel von mir Helmeloh, der Retter der Nation. Ja, Anfang 2013 wurde mir das große Retten schon suspekt, aber es ist immer noch kein Ende in Sicht, wie uns Hypo & Co zeigen. Seit wir Banken retten sollen, ist mir das Retten gründlich vergangen. Es tut mir Leid, aber ich kann es nicht mehr hören, auch nicht mehr wenn es um Urwald, Tiger, Wale, usw. geht. Ja, sogar auf „Kinder in Not“ kann ich mich zu keinem weiteren Engagement überwinden, denn mit „rettet die Banken“ ist mir wirklikch jede Motivation zum Helfen genommen worden.
Auf Hypo & Co: Böse Banken, arme Steuerzahler – Nährt der Staat die Gier der Banker? meinte ich schon:

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Ich kenne einige Leute, die in die Schuldenfalle getappt sind und fast ihr ganzes Leben lang horrible Zinsen für ihre Kredite an die Banken zahlten. Wenn die nun eine Bankensteuer zahlen sollen und Steuergelder zur Rettung der Banken aufgebracht wird, dann könnte das schlimme Folgen haben. Hoffentlich kommt es nicht zu einem Anstieg der Selbstmordrate wie in Griechenland.
Die Aktion der Grünen “Rettet Menschen statt Banken” wird doch hoffentlich nicht für einen Großteils der Bankkunden erforderlich werden? Wie dem auch sei, vom “retten” habe ich seit dem “rettet die Banken” auf jeden Fall auch reichlich die Nase voll. Ich kann das zum Leidwesen von wirklich Bedürftigen, nicht mehr hören. Ein Kollateralschaden, den da unsere Politiker und Banken verursacht haben.

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Ich vermute auch, dass die Wutbürger nicht wirklich Rettungsbürger werden wollen, sondern dass aus der Politikverdrossenheit eine Rettungsverdreossenheit wurde. Vermutlich schürt dies auch die Angst vor einem Rechtsruck in Europa suchen.

Artikel dazu:

Nur um meine Stimme eindeutig gegen den befürchteten Rechsruck zu stellen, wäre das schon Grund genug für mich, am 25. Mai zur Wahl zu gehen, aber ich finde mir auch genügend konstruktive, sinnvolle Vorhaben der Grünen, um zun wissen was ich den Stimmzettel nutzen werde.
Wahlvorschlag für die EP-Wahl (PDF 39.6 KB)
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Ich bin ja nur froh, dass sich die Grünen da nicht verzetteln, denn Rettet Menschen, nicht Banken (junge Grüne Ch) ist für die EU Wahl sicher kein interessantes Thema. Ich denke, dass nicht nur ich die Nase voll habe, von den ununterbrochenen Rettungsaktionen, zu denen die Bürger aufgerufen werden.
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Erfreulicher weise haben die Grünen aber ein Konzept und ein Manifest:
Zitat von Gruene.at:

In vielen Ländern Europas ist die Krise nach wie vor hautnah zu spüren. Das Grüne Manifest für Europa gibt deshalb Antworten auf die drängende Frage, wie sich der Kontinent wirtschaftlich und sozial erholen kann. Die European Green Party (EGP), der europäische Zusammenschluss grüner Parteien, einigte sich auf ein gemeinsames Programm.​

Ein Schwerpunkt des gemeinsamen Manifestes liegt darauf, Perspektiven für eine wirtschaftliche Erholung im Euroraum zu entwickeln. Das Grüne Angebot eines Green New Deal beinhaltet drei Kernpunkte:

  1. Regeln für die Finanzindustrie, die sie zum Impulsgeber der europäischen Wirtschaft machen
  2. die ökologische Umgestaltung der Wirtschaft, orientiert an mehr Effizienz und weniger CO2-Emissionen
  3. der engagierte Einsatz gegen Arbeitslosigkeit und soziale Ungleichheit

Mit Common Manifesto 2014 und Greens present their common European campaign schließe ich für heute das Thema ab und bewundere die Kreativität auf campaign.europeangreens.eu. Vielleicht werde ich mir auch einen Slogan erstellen und wenn, wird er bestimmt „retten“ nicht enthalten.

EU-Wahl 2014: Einfach wählen!
Europawahl 2014
Unser Team für Europa

Bildquelle: campaign.europeangreens.eu

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