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Dany Odins Glückstreffer

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Dany war ein zurückgezogener Hacker und Open Source Fanatiker. Er wurde nicht schlau aus dem Text, den er auf dem Erweiterungsspeicher fand. Er schrieb den Text aber auf und erweiterte den Text schließlich zum Buch Heliosis, vom Urknall zum Urknall. Früher hatte sich Dany schon anonym, als “Red_Hat_Hotelmanager“, mit dem Buch „Future Hotel- und Business Software“ oder „Kampf gegen die Provisions-, Schutz- oder Lizenzgeld-Mafia im Hotelgewerbe“ versucht, doch es wurde im Vergleich zu Heliosis nur ein mittelmäßiger Erfolg. Aber Dany lag auch nichts an Erfolg, sonst würde er nicht als kleiner Büroangestellter in einer völlig bedeutungslosen staatlichen Stelle arbeiten. Er ist so etwas wie ein Hacker, der jede freie Minute vor seinen PC’s sitzt oder seit neuestem, sich mit seinem Handy mit seinem Server verbindet und dann am Server spielt. Er lebt quasi auf seinem Server, kennt alle Systeme und kann alle Programmiersprachen. Und wenn er einmal eine nicht kann, aber benötigt, dann verwendet er sie trotzdem so, als hätte er sie gelernt. Ja, für ihn war es ein Spiel und sein Lebensinhalt, sich das Treiben im Netz anzusehen und dann und wann gezielt einzugreifen, wenn er es für nötig hält. Unlängst viel ihm ein stümperhafter Angriff auf einen Rechner der Regierung auf. Er konnte den Angreifer aufspüren, seinen Rechner hacken und ein Rootkit aufsetzen. Dann säuberte er über Nacht den Rechner, machte sich über die Person schlau, es war ein 12-jähriger Junge der sich wichtig machen wollte und spielte harmlose Dateien und Programme die diesen 12-Jährigen gut entsprachen auf den Rechner. Als nächsten Tag die Polizei den Rechner des Jungen konfiszierten, fanden sie zu ihrem erstaunen nichts, was auf einen Hackerangriff schließen lies. Alle Protokolle waren vorhanden, aber sauber. Ja, sie stammten von einem gleichaltrigen anderen Jungen, bei dem nur IP’s und Namen ersetzt wurden.
In dem Moment, in dem Dany den Rechner präpariert hatte, war die Angelegenheit für ihn vergessen, er bemerkte gerade eine interessante Aktivität eines Zugangsrechners zu einem AKW…..
Danys einziger Kontakt war Jonny_White_Hat. Ja, selbst von dem wusste er nur das Pseudonym und sie hatten anfangs ausschließlich über einen gemeinsamen Email-Server Kontakt. Allerdings schickten sie sich keine Emails, sondern sie schrieben sie lediglich und der andere hatte darauf Zugriff. Jonny_ hatte einmal einen Compiler gebaut, also eine eigene Programmiersprache entworfen und sie Dany am Email-Server hinterlegt. Stunden später hinterlegte Dany ein Programm in dieser neuen Programmiersprache, das mit komplexen Protokollen arbeitet, für die es vorher keine Schnittstellen gab. So sah der gewöhnliche Alltag für Jonny_ und Dany aus. Es gab nur eine handvoll Menschen auf der Welt, die ihnen in der IT-Welt das Wasser reichen könnten und die waren spezialisiert, was Jonny_ und Dany vermieden. Diese sehr zeitaufwendige Lebenseinstellung war auch ein Grund, weshalb die zwei keine Freunde hatten und keinen anspruchsvollen Job wollten. Dany meinte einmal zu Jonny_, dass er als Programmierer, Systemanalytiker, Admin oder Sicherheitschef nur in Versuchung käme. Nur Jonny_ verstand, was er damit meinte. Er wollte seine Freiheit nicht gefährden und sich nicht spezialisieren müssen.
Seit dem Web 2.0 sprossen die Startups mit und im Internet, wie die Schwammerl im Wald. Unzählige Foren, Plattformen und Online-Portale entstanden. Es haben sich nicht die Besten durchgesetzt, sondern es spielten dabei mehrere Faktoren eine Rolle. Nicht zuletzt der Zeitpunkt, der Name für das Startup und das Glück. Sonst hätte Facebook oder Twitter nie bekannt werden können, denn die Programme mit denen sie angefangen haben, waren so primitiv und noch dazu stümperhaft umgesetzt, dass es nahezu jeder Schüler programmieren hätte können, der eine Einführung in Informatik besuchte. Trotzdem mussten viele Foren und Social Media Seiten schließen, wie die Benutzer zu Facebook oder Twitter überliefen. Natürlich hatte man am Anfang auch noch etwas nachgeholfen mit gefakten Accounts usw. Trotzdem war es ein neuer Trend geworden, dass man die Benutzer auf Seiten lockte und ihnen dort die Möglichkeit gab zu kommunizieren und ihre Daten der Öffentlichkeit anzubieten. Mit diesen kostenlosen Mitarbeitern konnte und kann man leicht Geld verdienen. Klar, haben es viele versucht und nur bei Facebook und Twitter hat es geklappt. Den ersten Ansturm haben beide gut genützt und dann muss man ihnen zugestehen, dass sie sehr gute Geschäftsleute waren. Das Gleiche gilt für Google und Amazon. Aber jeder kann eben nicht so viel Glück haben und zusätzlich so viel Spürsinn, um zum richtigen Zeitpunkt, das richtige Projekt starten.
Dany hatte dieses Glück, denn in der Hotel- und Tourismusbranche gab es zu dieser Zeit den wildesten Wucher mit Provisionen. Für eine Reservierung in einem Hotel wären eventuell 2 bis 5 Prozent angemessen und lange Zeit waren 8 Prozent üblich. Doch wenn eine Firma eine Monopolstellung erlangt, kann sie diese Macht ausnützen und völlig unverschämte Provisionen, die sogar schon zwischen 20 und 30% lagen, verlangen. Und das quasi ohne eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Fast alle Hoteliers waren abhängig von einem Online-Portal und viele mussten ihren Betrieb schließen, weil die Provisionen einfach unbezahlbar wurden. Da konnte man sein Geld ja gleich auf die Bank bringen und warten, bis es durch Inflation aufgebraucht wurde. Genau in dieser Zeit schrieb Dany unter einem Pseudonym sein Buch in dem einfach aber genau erklärt wurde, wie man sich mit einem guten, effizienten, umweltfreundlichen, papierlosen Konzept, Open Source Software und speziell mit einer ERPS (Enterprise Resource Planning Software) aus dem Dilemma retten konnte. Dany erstellte dieses Konzept mit Ubuntu oder Fedora, Odoo, Postfix & Dovecot, MySQL oder PostgreSQL, AmaViS, Clam Antivirus, SpamAssassin, Roundcube, Libreoffice, Backup-Manager, Firefox, eigenen Scripts, Evolution und OpenXchange, das auf einem eigenen Server im Haus oder remot in einem Rechenzentrum umgesetzt werden konnte. Für die Workstations wurde ebenfalls Open Source Software verwendet. Durch diese Software hatte auch kleinere Betriebe, die schon kurz vor dem Aufgeben waren, wieder eine Chance.
Als Jonny_ erfuhr, dass Dany dieses Buch schrieb besorgte er sich ein altes, verstaubtes Exemplar des Buches „Future Hotel- und Business-Software“ und da war zum Beispiel zu lesen:
“Ich finde es unfassbar, wie Firmen, die zu einer Art Monopolstellung gekommen sind, diese Macht ausnützen. Teilweise muss sogar schon der Staat regulierend eintreten, weil diese Blutsauger sonst ihre eigenen Kunden ruinieren. Als Vermittlungsprovision oder als Provision für die Nutzung einer mittelmäßigen Technologie sind meines Erachtens 2 bis 3 Prozent angebracht, aber niemals 20 bis 30 Prozent des Umsatzes. Obendrein bestehen diese Blutsauger schon auf Bestpreisgarantie und verbieten einem Hotelier, dass dieser im Direktverkauf über die eigene Homepage seine Dienstleistung billiger anbietet.
Damit nicht genug, Rauchverbot hin und Rauchverbot her, Kennzeichnungspflicht der Waren, Kassapflicht und dann auch noch Lizenzen und horrende Kosten für die Hotelmanagement-Software, Buchhaltung und Lohnverrechnung.
Das Problem mit dem Provisionswahnsinn wäre natürlich ganz einfach zu lösen, denn wenn alle Hoteliers ab heute keine Provisionen mehr an Spezialsuchmaschinen, Preisvergleicher und Onlineportale zahlen würden, gäbe es diese morgen nicht mehr und die Anzahl der Buchungen bliebe gleich. Leider kann man so eine Geschlossenheit von den Hoteliers nicht erwarten, weshalb ich für diejenigen, die sich aus der Abhängigkeit befreien wollen Hotel-ERP&PMS ins Leben rief.
Hotel-ERP&PMS macht Schluss mit all dem und durch Einspaarungen auf bereits angedeuteten Bereichen, können Sie eventuelle Umsatzeinbussen, wenn Sie keine Buchungen von der Provisionsmafia mehr erhalten sofort wett machen und auf längerfristig wieder zu einem Gewinn kommen, dem ein gut geführtes Unternehmen erwirtschaften kann, wenn es keine „Schutz- und Erpressunsgelder“ zahlen muss.
Investieren Sie lieber einen Teil der Provisionen, die Sie bis jetzt bezahlten in „Google AdWords“ und gegen Sie einen Teil direkt an Ihre Kunden weiter. So erreichen sie Unabhängigkeit.
Hotel-ERP&PMS ist eine Kampfansage und ein Versuch, den Leuten (Programmierern), die wirklich gute Arbeit geleistet haben und diese auch weiterhin leisten, ihren Anteil zukommen zu lassen. Wer mit Hotel-ERP&PMS zufrieden ist, soll den Erstellern der Open-Source-Software, die sie verwenden eine Spende nach eigenem Ermessen zukommen lassen, wenn dies die finanzielle Situation erlaubt. „

Ja, es handelte sich tatsächlich um eine Kampfansage, ein Konzept und einen Versuch, kleineren Betrieben ein Überleben zu ermöglichen. Dany hatte damit angeblich so großen Erfolg, dass er die Open Source Gemeinde kräftig unterstützen konnte und diese wiederum reagierte mit einer Anpassung ihrer Software an sein vorgeschlagenes Konzept. Schon nach kurzer Zeit mussten sämtlich Onlineportale, die nur von Vermittlungsprovision lebten und sämtliche Preisvergleicher und Spezialsuchmaschinen aufgeben und den Konkurs anmelden. Doch die Mitarbeiter dieser Firmen kamen in der mittlerweile gesundeten Tourismusbranche unter und leisteten nun eine wertschöpfende Arbeit.
Das Konzept sah vor, dass der Kunde bzw. Gast seine Daten bei einer Buchung eingab und diese Daten dann bis zur Jahresbilanz verwendet wurden. Da gab es keinen Rezeptionist und keine Buchhaltung, die auch nur ein einziges, redundantes Datum eingeben musste. Die Software war für alle Bereiche geeignet, nicht nur für Verkauf und Einkauf, Lagerwesen, Buchhaltung, Lohnverrechung und für den Webauftritt, sondern es gab tausende zusätzliche, kostenlose Module von Odoo, der ERP-Software. Die Ersparnisse durch das effiziente System sollten direkt an den Kunden weiter gegeben werden und die Benutzer des Systems Future Hotel Software waren sich einig, dass sie auf ihrer eigenen Homepage den besten Preis anboten. Google nützte die Gelegenheit und wartete mit einem Hotelfeature auf Google Maps auf, dass verfügbare Zimmer in der ausgewählten Umgebung und den jeweiligen Preis anzeigte. Es war ein kostenloser Dienst von Google, denn die verdienten ja durch die Benutzung des Features, indem sie, wie gewohnt Werbungen schalteten.
Durch die Vorteile wurden die erwähnte Open Source Software zur Standard-Software in Betrieben und im privaten Gebrauch, denn nach der Future Hotel Software folgte gleich die Future Business Software für alle Branchen. Die Open Source Gemeinde rückte zusammen, traf sich, besprach sich und sie bauten die Software schon direkt in den jeweiligen Linux-Distributionen eine, sodass es ganz simpel wurde, diese zu installieren und konfigurieren. Das System wurde auch noch um eine Version für große Firmen, wo der Server in einer Cloud lief, erweitert.
Der “Red_Hat_Hotelmanager“, also Dany, wurde vor allem in der Hotellerie als eine Art Robin Hood gefeiert und in der Open Source Gemeinde hatte er inzwischen auch eine Art Helden-Status. Doch kaum war das Projekt ein Erfolg, interessierte es Dany Odin nicht mehr. Er wollte sich wieder seiner alten Leidenschaft, dem Hacken, der künstlichen Intelligenz und den Androiden zuwenden, aber es kam anders, als er es sich vorstellte.

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Computer, Systeme, Superlativen und Schulpolitik

Super Computer
Die Presse schreibt Top 500 Supercomputer: China hat den US-Jaguar erlegt. Hier zuerst einmal ein Link zu der Seite, um die es im Artikel geht, also die Supercomputerliste: TOP500 List – November 2010 (1-100).
Eine beachtliche Leistung der Chinesen, die aber auch nur durch beachtliche Software möglich war.
Super Systeme und Software
Linux 91%
91% der Top 500 Supercomputer laufen unter Linux
Über 90% der Supercomputer laufen auf Linux (BSD wird natürlich extra gewertet, es ist ja kein Linux, aber trotzdem fantastisch) und auf den Servern läuft ohnehin seit eh und je fast nur UNIX oder Linux, heute auch auf Handys und PCs. Sogar Behörden in Wien verwenden Linux, nur für die Schulen und Lehrer ist es anscheinend nicht geeignet, die zahlen lieber Lizenzen. Weil es anscheinend einem Lehrer nicht zumutbar ist, einmal links unten, statt wie gewohnt rechts unten, auf ein Knöpfchen zu klicken. Natürlich kann sich das jedes Kind selbst konfigurieren, damit das Knöpfchen wie gewohnt auch links erscheint, aber Lehrer eben nicht, denn sie haben ja kein abgeschlossenes Informatikstudium mit anschließenden postgraduate Seminaren.
Daher verlangen sie auch von Schülern, dass sie MS-Produkte statt OpenOffice.org oder OpenOffice in Schulen benutzen.
Es ist Ihnen offensichtlich egal, wenn eine Familie ein Monat lang Nudeln essen muss, weil sie für Ihre Kinder teure Software kaufen müssen, oder wenn sie kriminell werden und als einzige Alternative Raubkopien verwenden. Wichtig scheint nur zu sein, dass der Lehrer bzw. der Verantwortliche nicht nachdenken muss und alles bleibt wie es ist, auch wenn viele Firmen (späterer Arbeitsplatz der Schüler) ohnehin schon längst auf Open Source umgestellt haben. Wie lange wird es wohl dauern, bis diese Erkenntnis belegbarer Tatsachen der gegenwärtigen Entwicklung zu den österreichischen Schulen durchsikert?
Ich sage dazu:
Super asoziale, dumme Schulpolitik
Ich frage mich, welcher Partei die Verantwortlichen wohl angehören müssen und ob mir da in der Schul- und Bildungspolitik etwas entgangen ist. Gibt es vielleicht inzwischen eine „Österreichische Neandertaler-IT-Renaissance Partei“ oder eine „Neue Rote Steinzeit-Klopferpartei“?
Ich hoffe, das Verantwortliche endlich umdenken und die Schüler wenigstens nicht gezwungen werden, privat und für Hausaufgaben und Prüfungen MS-Produkte verwenden zu müssen. Wer mit einer open source SW, wie open office eine MS-Datei nicht öffnen kann, oder in einem solchen Format abspeichern kann, sollte super schnell in einer Hilfstätigkeit (putzen zum Beispiel) eingeschult werden. Bitte achtet dann aber darauf, dass nie die Behälter, die das Putzmittel enthalten geändert werden, denn wenn da plötzlich Blitzo draufsteht, dann trinken es die Dummies womöglich, um sich von ihren schmutzigen Gedanken zu reinigen. 😉
Ach tut das gut, wenn man sagen (und sich auch öffentlich notieren) darf, was man denkt – jetzt fühle ich mich wieder erleichtert!

Weblinks:
Edubuntu
Open Office
Open Source in der Schule
Links auf schulrelevantes Material
Informatik
Linux in der Schule
Linux für Schüler!

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Kaufen, kaufen, kaufen

oder einfach die freien open source Versionen unter GNU-Lizenz nutzen? Diese Frage stellt sich immer häufiger, genau so wie: Outsourcen (outsourcing nutzen), um sich Lizenzen zu ersparen und dann Lizenzen zu kaufen, um auf die outgesourcten Ressourcen zugreifen zu können. Ich beobachte nur die mir seltsam erscheinenden Verunsicherungstendenzen, für mich selbst kommt ohnehin nur freie SW unter GNU-Lizenz in Frage, also nicht kaufen, sondern nutzen und wenn möglich auch über die Benutzung hinaus zu fördern.

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Open Source is Magic

Interessantes Video von Chris DiBona (Google). Im Video erklärt der Google Open Source Programs Manager Chris DiBona warum „Open Source is too good to be true and thus must be magic“.

Das Video findet man auch auf der Startseite von Project Hosting on Google Code, das ich gerade entdeckt habe und mir näher ansehen werde.

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Neuerungen in GNOME 2.26

GNOME 2.26 ist die neueste Ausgabe des GNOME-Dektops: einer beliebten, mehrere Plattformen unterstützenden und freien Desktop-Umgebung. Der Fokus liegt bei GNOME auf einer einfachen Bedienung, auf Stabilität und erstklassiger Internationalisierung und Barrierefreiheit. GNOME ist freie und quelloffene Software und stellt alle Werkzeuge bereit, die ein Anwender heutzutage erwartet. Darunter sind zum Beispiel E-Mail, Groupware, ein Internet-Browser, Dateiverwaltung, Multimedia und Spiele. Weiterhin gehört auch eine flexible und mächtige Basis für Software-Entwickler, die sowohl Desktop-Anwendung als auch mobile Lösungen entwickeln.

Den aktuellen Originalartikel dazu lesen auf Neuerungen in GNOME 2.26

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