Schlagwort-Archive: Militär

Unser Heer – kein Geld für irgend etwas, außer für Werbung

image

Wer die wohl zu welchem Zweck in Auftrag gab?

(392)

Wehrpflicht? Berufsheer? Militär, ja oder nein in der Heimat großer Töchter und Söhne?

Leider steht ja nur die Wahl „Berufsheer oder Wehrpflicht für Männer“, also für die Söhne Österreichs zur Debatte. Wieso dann Frauen überhaupt mitreden dürfen, frage ich mich verärgert. Es geht um uns Männer!
Wer vorsätzlich einen anderen Menschen tötet ist ein Mörder, außer er hat eine Uniform an und den Auftrag dazu. Ist das nicht etwas seltsam? Besonders wenn wir uns die Möglichkeiten an Auftraggebern international und über die letzten Jahrhunderte hin genauer ansehen. Vor zweieinhalb tausend Jahren hat ein Grieche gemeint, dass stehende Heere den Zweck der Kriegsführung haben. Leider können die Menschen Gene ändern, im Weltall herum düsen, aber die einfachsten Sätze der Welt haben sie anscheinend noch nicht begriffen. Ein Militär macht nur dann Sinn, wenn ich einen Krieg führen möchte.
Ich wäre daher prinzipiell für die ersatzlose Abschaffung des Militärs, stünde es zur Debatte. Den Grenzschutz könnte die Polizei übernehmen und die Katastrophenhilfe die Feuerwehr. Für mich wäre es auch denkbar, wenn den militärischen Schutz einfach die UNO übernimmt, aber wie gesagt, darum geht es ja leider nicht, sondern darum, ob wir ein Berufsheer oder die Wehrpflicht wollen. Und Frauen dürfen (mit-)entscheiden, ob Männer ihn leisten müssen, das ist eine Diskriminierung der Männer sondergleichen.
Statt der Wehrpflicht, wie sie aktuell umgesetzt wird, würde ich ein Berufsheer bevorzugen, denn wozu soll man Menschen die das gar nicht wollen, zu einer Ausbildung und einem Dienst an der Waffe zwingen? Als Alternative können sie den Dienst an der Waffe verweigern und sind dann eben Wehrdienstverweigerer mit einem denkbar schlechtem Image, obwohl sie für die Gesellschaft meiner Meinung nach mehr tun, als Halbwüchsige in Uniform, die im Dreck herum kriechen und Indianer spielen, bevor sie sich dann gemeinsam zuschütten.

Wieso nur Männer zum Wehrdienst einberufen werden verstehe ich überhaupt nicht, denn meiner Meinung nach beginnt da die Gleichberechtigung. Wieso werden nur Männer mit dieser Belastung konfrontiert und müssen einen Beitrag für die Gesellschaft leisten? Weil sie einen XY-Chromosomensatz haben, oder wie begründet man das in Zeiten, wo die FemministInnen sogar eine Abänderung der Bundeshymne durchsetzten? Wenn Österreich schon Heimat großer Töchter und Söhne sein soll, dann sollen sich die Töchter gefälligst auch im Dreck wälzen, oder, als WehrdienstverweigerInnen die Zeit sinnvoller nützen müssen.

Leider steht auch das (also alle wichtigen Angelegenheiten) nicht zur Debatte, aber ich wäre unbedingt dafür, dass man die Wehrpflicht auch auf Frauen ausdehnt und dass der Zivildienst von vornherein als die attraktivere Möglichkeit angeboten wird, um einen sinnvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten zu können.

Auch das Image müsste umgedreht werde, oder wollt ihr etwa einen Krieg führen?

Diese Augenauswischerei kommt mir vor, wie wenn wir zum Frühstück den Kakao aus einem blauen, roten oder grünen Häferl wählen könnten, aber Kaffee oder Tee steht nicht zur Debatte. Naja, solange ihn die Frauen hinterm Herd zubereiten müssen, statt den Wehrdienst zu leisten, ist die Welt ja noch in Ordnung, oder?

Bei den gegebenen Vorgaben (ich wünschte mir übrigens andere, wo Frauen auch meiner Meinung nach, legitim mitreden dürften; siehe oben) sollten Frauen wirklich von diesem Thema ausgeschlossen werden, aber wenn ich ehrlich bin, würde es mich in dieser pervertierten Welt kaum überraschen, wenn wir morgen eine Verteidigungsministerin bekämen.

(563)

Darabos – Militär, Offiziere, Rekruten und die Meinungsfreiheit

Auf orf.at liest man zu Darabos Plänen:

Sieben verschiedene Modelle hat Verteidigungsminister Norbert Darabos heute vorgelegt. Sein Favorit ist eine Mischung aus Berufsheer und Miliz. Die Opposition und viele Militärs stehen nicht hinter Darabos Plan. Und die ÖVP steht auf der Bremse.

Siehe dazu auch ZIB 24 – 17.01.2011 00:00 Uhr und Abschaffung der Wehrpflicht – Verteidigungsminister Darabos stellt Modelle vor.
Ob man nun einverstanden ist mit einem Modell oder nicht, ich bin zwar kein Fan von Darabos, aber seine Pläne halte ich für gute Arbeit. Bessere Arbeit, als die der Grünen, die die Wehrpflicht schon zur Debatte stellten, bevor sie noch einen Schritt ins Parlament setzten durften (deshalb habe ich sie auch ein einziges mal gewählt). Was haben sie jetzt zu bieten, zitiere aus Wehrpflicht von Peter Pilz (SAMSTAG, 22. JÄNNER 2011):

Das Parlament hat gezeigt: Die Debatte ist völlig offen. Nur zwei Parteien haben eine klare Position. Die FPÖ will am alten Panzermilitär festhalten. Und wir haben über die letzten Jahre ein Konzept für eine radikale Reform entwickelt, in dem die Wehrpflicht keinen Platz hat.

In der Debatte zeigt sich, wer ernsthaft nach Losungen sucht – und wer sich populistisch nach wechselnden Winden richtet.

Faymann, Pröll, Häupl, Darabos – das sind die politische Fahnen, die immer dann, wenn sich die andere Partei dreht, eine taktische Gegendrehung versuchen. Von der Sache haben sie alle keine Ahnung. Für sie ist auch die Sicherheitspolitik ein Ort, an dem man vor allem eines versucht: dem anderen ein Bein zu stellen.

Also nur mehr parteipolitisches, dümmliches Hickhack (wir sind die Guten, alle anderen die Bösen) und Blablabla….

Darabos für schwedisches Modell zeigt seine Tendenzen. Wenn Darabos „personelle Konsequenzen“ in Betracht zieht falls sich Offiziere gegen ihn stellen, weil sie ihre Pfründe schüzen wollen, dann wird das nicht nur als Drohung, undemokratisch, verfassungswidrig und geradezu stalinistisch bezeichnet, sondern ich lese dazu sogar:

FPÖ: Fichtenbauer: Darabos agiert als Kleindiktator und Verfassungsbrecher
Wien (OTS) – Empört reagiert der freiheitliche Wehrsprecher NAbg. Dr. Peter Fichtenbauer auf die Drohungen von Verteidigungsminister Darabos gegenüber seinen Generälen: „Es sollte bekannt sein, dass jeder Minister sein Gelöbnis ablegt, sein Amt gemäß der Verfassung und getreu den Gesetzen auszuüben. Die Verfassung sieht die allgemeine Wehrpflicht vor. Es ist gesetzlich legitim für eine Änderung zu argumentieren. Aber Offizieren, die das verfassungsrechtlich geschützte Recht der Meinungsfreiheit für sich in Anspruch nehmen und die gegebene Verfassungslage beiehalten wollen, mit Hinauswurf, Absetzung oder sonstigen Konsequenzen zu drohen, bleibt sonst nur Diktatoren aller möglichen Schattierungen vorbehalten. Die Einschränkung der Meinungsfreiheit ist nur möglich, wenn sie das Amtsgeheimnis betrifft, aber nicht im Rahmen einer politischen Debatte.“

Gut, die kennen sich nur bei Diktaturen und totalitären Systemen aus, wovon sollten sie also sonst sprechen, trotzdem sollte man sie für diese Aussage verklagen.

Meine Meinung zu diesen parteipolitischen Wahnsinn:
Rekruten, nehmt euch ein Beispiel an euren Generälen und Offizieren. Hinterfragt jeden Befehl und beruft euch auf Meinungsfreiheit!
Rechnet aber dafür nicht mit einem Orden und die FPÖ wird euch dann vielleicht als terroristische Freischärler und Söldner (ohne Sold) bezeichnen, oder eben als Schergen Stalins, wie es eben ihrer einseitigen, beschränkten Diktion entspräche.

Weiteres Zitat aus Militär in Österreich:

Das österreichische Bundesheer als bewaffnete Streitmacht der Republik Österreich ist Teil der österreichischen Bundesverwaltung und steht gemäß Artikel 80 B-VG – de iure – unter dem Oberbefehl des Bundespräsidenten und – de iure und de facto – der Befehlsgewalt und, soweit diese nicht dem Bundespräsidenten obliegt, der Verfügungsgewalt des Bundesministers für Landesverteidigung. Der Bundesminister für Landesverteidigung übt die Befehlsgewalt über die Dienststellen des Bundesheeres grundsätzlich durch deren Kommandanten und Leiter aus.

Umfrage:

Wer hat in Österreich nach dem Bundespräsidenten die höchste Befehlsgewalt?

View Results

Loading ... Loading ...

Weitere Weblinks:
Verpflichtendes Sozialjahr? Für Darabos undenkbar
Darabos auf Konfrontationskurs mit Offizieren
Darabos soll zurücktreten
Lebenslauf von Verteidigungs- und Sportminister Norbert Darabos
Salzburgs Militärchef kritisiert Minister

(592)

Staatsgeheimnis im Internet

Zitat aus „Die Zeit“: Militär-Technologie Staatsgeheimnis im Netz

Ein wohlgehütetes Geheimnis des US-Militärs ist der Propeller-Antrieb von Atom-U-Booten. Jetzt kann ihn jeder im Internet sehen – dank Microsoft. Das Pentagon ist sauer.
Luftaufnahmen waren früher oft strenggeheime Dokumente, die der Öffentlichkeit nicht so einfach zugänglich gemacht wurden. Vor mehr als vierzig Jahren haben solche Aufnahmen sogar einmal den Kalten Krieg befeuert: Die Kubakrise im Jahr 1962 wurde ausgelöst, nachdem die Amerikaner die karibische Insel überflogen und fotografiert hatten ……

Nicht ganz so gefährlich (staatstragend) wären dagegen Nacktfotos von Google Earth, siehe Top 10 Naked People on Google Earth

(330)

Wozu Eurofighter und ein Militär, wenn es die UNO gibt?

Frage ich mich!
Österreich muss den Luftraum verteidigen können, sagt unser Kanzler in späh. Wozu und vor wem, frage ich. Gegen Lichtenstein haben wir schon einmal im Fussball gewonnen und vielleicht können wir unseren Luftraum mit €-fighter auch gegen Lichtenstein oder den Vatikan verteidigen, aber macht das irgend einen Sinn? Verteidigen muss man sich gegen alle potentiellen Gegner (Angreifer, Feinde oder was auch immer) können, also gegen alle Staaten mit einem „stehenden Heer“. Falls unsere staatstragenden Politiker einmal Dampf machen würden (Steuergeld sparen) und irgendwann zu einer Entscheidung kommen könnten, bevor die €-fighter verrosten, die gekauft werden sollen, dann frage ich mich, wieviele brauchen wir, um unseren Luftraum gegen die USA verteidigen zu können! Vermutlich können auf österreichischem Staatsgebiet nicht einbmal soviele untergebracht, geschweige denn, finanziert werden! Also ist die Aussage: Wir (der Kanzler und seine Kumpane wahrscheinlich, denn mich hat er nicht einbezogen) müssen den österreichischen Luftraum verteidigen, ein Blödsinn!
Ich finde, wir sollten uns den Großteil unserer Ausgaben für das unnötige, weil ineffizent und unökonomische Heer spaaren (außerdem meinen alle Leute die ich kenne, dass Töten und die Ausbildung zum Töten von Menschen [das ist der Sinn und Zweck eines Militärs!] nicht unbedingt jedermans Sache ist; ja die meisten finden es sogar abscheulich, aber vielleicht verdanken wir das der historisch gewachsenen Kultur, zu der viele große österreichische Politiker sicher sehr viel beigetragen haben [aber das war einmal und ist nicht mehr]).
Verstärkter Grenzschutz (Teil der Polizei), verstärkter Katastrophenschutz (Teil der Feuerwehr und Polizei) und ein kleines Berufsheer mit motivierten, willigen und sogar freiwilligen und gut bezahlten Soldaten, die der UNO unterstellt sind, gäben einen weit optimalren Schutz. Wer kann dann Österreich schon angreifen, wenn uns die UNO schützt und wir können dann die USA nicht mehr als potentiellen Gegener sehen, sondern höchstens als potentiellen Helfer. Die USA wird übrigens hier nur deshalb als Beispiel strapaziert, weil sie derzeit offensichtlich die stärkste Macht auf diesem Planeten sind, aber USA kann natürlich durch jeden anderen Staat, der ein „stehendes Heer“ hat ausgetauscht werden.
Müssen wir uns diesen kleinen Größenwahn wirklich gefallen lassen und dafür auch noch bezahlen? Nein, wir müssen nicht! Wir brauchen eine direkte Demokratie, kein Militär und keine Gebühren, die man dann wieder rückerstattet bekommt, wenn man Berufung enlegt. Statt diesem kafkaresken Nonsens wollen wir direkt entscheiden und den Wunsch der Mehrheit respektieren! Wir wollen nicht mehr viel Geld dafür bezahlen, dass irgenwer „ja“ sagt, weil die andere Partei „nein“ gesagt hat und Klubzwang ist wie Zwangsmitglidschaft bei der Gewerkschaft oder Hochschülerschaft oder bei der römisch katolischen Kirche (da wird man mit der Taufe sogar schon als Baby dazu gezwungen [denn die können sich bestimmt noch nicht wehren]) und auch bei Rapid oder Austria einfach nicht mehr zeitgemäß.
Ich will die direkte Demokratie und heutzutage wäre sie möglich, wenn andere sie auch wollen.
Falls es aber gar nicht stimmt, dass andere unzufrieden sind mit den derzeitigen Verhältnissen, dann will ich sie zwar immer noch, beuge mich aber der Mehrheit.
Die Mehrheit ist die Mehrheit der Bevölkerung (heute hier und jetzt: österreichische, volljährige Männer und Frauen), aber in der direkten Demokratie könnte das leicht geändert werden.
In der direkten Demokratie dauert es nicht Jahre bis irgend etwas entschieden ist (wieviel kostet der hin und her Wahnsinn), sondern etwa 14 Tage. Ich habe eine Idee, einen Wunsch, eine Anregung und bringe sie übers Internet ein. Unser Bürokratenapparat und meinetwegen auch die derzeitigen Politiker (Schulung, Aus- Witerbildung, Um- und Einschulung wäre sicher nötig) und v.a. Sachverständige bearbeiten diese Eingabe und wenn es Sinn macht, kommt es zu einer Abstimmung. Alle „interessierten“ werden abstimmen und die kennen sich aus! Es gibt (gab) Bildungsminister die nicht schreiben und lesen konnten, es gibt (gab) Verteidigungsminister die keinen Grundwehrdienst geleistet haben, es-……. Das macht keinen Sinn!
Die Betroffenen wissen was sie wollen, nicht die, für die ein guter Posten gebraucht wird!
Ich will die direkte Demokratie! Wer will das noch?

(277)