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Der Mensch als Maß aller Dinge

Meine Interpretation beginnt mit einem Beispiel: Ein verschnupfter Autolenker hat einen Unfall bei dem ein wichtiges Blutgefäß lebensgefährlich verletzt wird.
Wenn ein Arzt an die Unfallstelle kommt und zuerst den Schnupfen behandelt, wird das Unfallopfer keine Überlebenschance haben. Stimmen Sie mir da zu?

Ich meine damit, dass jede politische Richtung, jede Religion, jede Philosophie und überhaupt jeder Mensch, als erstes die akuten Probleme der Menschen beachten sollte. Erst wenn diese gelöst sind, kann man sich sekundären, chronischen und dann latenten Problemen wiedmen. Dies sind meist längerfristige Probleme und bieten die Möglichkeit, dass dann auch andere Dinge beachtet werden können. Kommt heraus aus euren Parlamenten, Kirchen und Hörsälen, um die akuten Probleme der Menschen zu erkennen und zu lösen, oder versteckt euch weiter und gebt dann aber endlich zu, dass euch nicht der Mensch, sondern nur ein Mensch interessiert. Es kann aber nicht „ein Mensch“, sondern nur „der Mensch“ das Maß aller Dinge sein. Ich bezeichne alle als Lügner, die sich hinter der Maske „etwas gutes tun zu wollen, sich für etwas gutes eizusetzen“ verstecken und des Nächsten (den sie lieben sollten) akute Probleme nicht einmal wahrnehmen, geschwiege denn zur höchsten Priorität erklären. So wird das Ding oder die Religion, Politik, Philosophie zum Maß aller Menschen.
Protagoras: „Der Mensch ist das Maß aller Dinge, der seienden, daß sie sind, der nichtseienden, daß sie nicht sind.“
Unser Wahrnehmen und Messen ist ein Spiegel unseres Erkenntnisvermögens und wenn wir nicht einmal die akuten Probleme unseres Nächsten erkennen, mögen wir doch nicht versuchen Gott zu erkennen, einen Staat zu regieren, oder Belohnung für Weisheiten und Erkenntisse zu erhalten.

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