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Chiffren der Transzendenz als Synonym für Gott

Existenz ist stets auf den Anderen gerichtet. Das Selbstsein bedarf wesentlich der Kommunikation mit anderen Menschen. In der Kommunikation von Mensch zu Mensch realisiert sich Philosophie im „liebenden Kampf“, in dem Angriff und Rechtfertigung nicht dem Gewinn von Macht dienen, sondern Menschen sich gegenseitig nahe kommen und sich einander ausliefern. So erreicht man das „Innewerden des Seins“, die „Erhellung der Liebe“ und die „Vollendung der Ruhe“…..
Quelle des Zitats: Karl Jaspers
Die Biografie hat mich über Kollektivschuld zum Befehlsnotstand geführt, wo ich eine äußerst interessante Logik vorfinde:

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Der beste Krieger

ist nicht der, der alle besiegen kann, sondern der, der andere, sich und das Leben respektiert, schätzt und meinetwegen auch liebt (was immer das auch sein mag). Schätzen bedeutet nicht über- oder unterbewerten, ja nicht einmal bewerten, sondern eben schätzen, genau so, wie ich es geschrieben habe.
Der Pfad oder Weg eines Menschen ist immer der eines Kämpfers, wichtig ist nur, wogegen oder wofür man kämpft, bzw. lebt und wie man es vollbringt.
Falls Sie kämpfen und leben nicht gleich setzen können, dann sagen Sie mir doch bitte, weshalb gerade jetzt Menschen (-kinder) verdursten und verhungern müssen auf dieser Welt! Der Kommentarbereich steht zur Verfügung.
Zurück zum Krieger, siehe dazu auch Gedanken zu TCC und Niki Deistler’s – Der zerbrochene Krieger, der mit dem Zitat endet „Letzten Endes bleibt dir nicht erspart deinen eigenen Weg zu finden!“ Lau K. King
Nun, ob The Way Of The Warrior findet man auch über Für Tai Chi interessierte: Erle Montaigue’s Tai Chi World, oder der zerbrochene Krieger, ich lese da jedenfalls schöne Vorstellungen heraus. Schönere jedenfalls, als man z.B. unter Extreme Tierquälerei – Achtung Realität! findet.
Ich finde da eine Divergenz, die, ach, drücken Sie doch einfach einen Neandertaler ein Handy in die Hand. Wissen Sie was ich meine? Es geht nicht um’s gewinnen und nicht um den Sieg, nicht darum der Beste zu sein, micht um Technik, nicht um „Haben“, nicht um Sex und auch nicht um Macht – es geht um’s Leben.
Im Krieg und Kampf wird das ganz deutlich und hervorgehoben, es wird leichter verständlich, aber es ist immer das Gleiche: „der wahre Gewinner muss nicht unbedingt siegen und irgend etwas besser können.“ Wir wissen das seit tausenden Jahren, aber ist es uns bewusst? Ich meine, so bewusst, dass wir damit glücklich sein können, verlieren können und trotzdem dabei gewinnen? So bewusst, dass wir von vornherein anderes menschliches Leben mindestens als gleichwertig betrachten, solange wir es nicht kennen?

Ein nicht ganz zulässiger Vergleich dazu: Wenn ich 10 Jahre glücklich lebe und dann als siegender, schlechter Krieger mein Leben um 10 weitere Jahre verlängern kann, habe ich ein glückliches Leben verloren und ein unglückliches gewonnen. Ich denke, ein guter Krieger kennt keine Zeit.

Eine Attosekunde, 90 Jahre, eine oder mehrere Ewigkeiten, was spielt das schon für eine Rolle, denn die Zeit ist eine Erfindung des menschlichen Denkvermögens – das Leben aber nicht. Je mehr einem das bewusst ist, umso besser ist man als Krieger. Der beste Krieger kämpft nur für das Leben und nie dagegen und zwar zeitlos, zu jeder Zeit.
(Anmerkung für dummies: wenn er das wagt und beginnt, hat er schon gewonnen, egal wie das Ende aussieht – ich meine, egal, wo und wann man begraben wird, wenn man begraben wird; sterben muss man auf jeden Fall, wenn man geboren wurde; dazwischen liegt der Pfad des Kriegers und es liegt an dir, ob du ein guter oder ein schlechter Krieger bist)

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