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Nach der Trauung

vorige Woche, gab es eine Hochzeitstafel, wobei ich eigentlich annahm, dass „unser“ Beisl bzw. das Waldviertler Wirtshaus in unserem Wohnbezirk, eher ein Insidertipp und relativ unbekannt wäre. Als ich aber heute eine Tageszeitung durchblätterte, stolperte ich über einen Artikel über den Möslinger in der Beilage der Kronen Zeitung (Krone Bunt) und stellte fest, dass das Lokal als Wiener Landessieger ins Finale um den Titel „Genuss Wirt des Jahres“ kommt. Die Küche und Bedienung waren wirklich wieder sehr zufrieden stellend und ich hoffe nur, dass die Qualität und freundliche Bedienung erhalten bleibt, falls sie tatsächlich verdient „Genuss Wirt des Jahres“ werden sollten.
Hier die Webseite vom Gasthaus Möslinger.

Unter den Hochzeitsgeschenken fanden wir auch zwei Casino-Packages „Dinner & Casino“ die wir bereits kosumierten. Dazu möchte ich mir hier noch ein paar Worte notieren. Das 4-gängige Dinner & Casino-Menü im Restaurant Korso (Speiserestaurant des Hotel Bristol) schmeckte ausgezeichnet und die Räumlichkeiten waren ebenso beeindruckend, wie das Service. Ich habe das Menü übrigens heute nach gekocht und dabei das Rezept ziemlich genau rekonstruieren können. Den Wildschweinbraten beim Möslinger hingegen würde ich nicht so gut hin bekommen, obwohl ich ganz gerne Wildgerichte kreiere.
Dann ging es ab ins Casino. Es war mein erster Besuch, bis jetzt habe ich nur anderen Krawatten geborgt, wenn sie ins Casino gingen. Ich nahm also mindestens Krawattenpflicht an und somit kam ich leicht overdressed ins Casino. Ja, tatsächlich, wer hätte das gedacht. Ich, der meist in Jeans und Pulli herum läuft war einer der wenigen in Anzug und Krawatte. Die Räumlichkeiten waren allerdings schon sehr beeindruckend und da alles neu für mich war, sah ich mich zuerst einmal um. Meine Frau, die das Casino von früher her kannte war von der Atmosphäre etwas enttäuscht und so durfte ich das ganze Spielgeld verprassen. Wir machten uns aus, dass wir keine Jetons nachkaufen und mit keinem kleinen Gewinn das Haus verlassen. Ich wollte eigentlich nur am Rouletttisch spielen und hatte auch gleich Glück und sammelte einige kleine Gewinne. Ein paar hektische Spieler, die offensichtlich um ihre Existenz kämpften, waren mir ziemlich unangenehm, da ich mich ja nur unterhalten wollte. Ein Stammgast (keiner der angesprochenen Hektiker) viel mir auch auf, weil er ungefähr mit der selben Lässigkeit 500er setzte, wie ich es mit den 5ern handhabte. Eine Gruppe asiatischer Leute – keine Ahnung aus welchem Land die kamen, aber es waren keine Chinesen oder Japaner, die hätte ich erkannt, vergraulten mir das Spiel durch ihre relativ hartnäckige Rüpelhaftigkeit. Wenn mich wiederholt jemand mit Ellbogen vom Tisch drängt, lasse ich es lieber und so gingen wir nach einem Glas Sekt zu den Automaten. Meine Frau war bereits müde und ich versprach, dass es nun ganz schnell gehen wird. Das Versprechen konnte ich aber nicht ganz einhalten, da mich der Automat immer wieder mit kleinen Gewinnen hin hielt. Was sich die anderen Besucher wohl gedacht haben, wenn sie immer bei einem Gewinn seufzte und meinte: „Du wolltest doch schnell verlieren“! 😉
Schließlich stellte ich den Automat auf automatisches spielen ein und damit habe ich es auch schnell geschafft, den Gewinn los zu werden. So ging es ab nach Hause und ins Bett!

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