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Der Bewusstseinswahnsinn

Ich beschäftige mich als Laie schon lange mit KI und neuronalen Netzen und mein neurophysiologisches Praktikum liegt schon mehr als 20 Jahre zurück. Seither versuche ich immer wieder ein neuronales Netz zu programmieren und ich ging immer davon aus, dass ich eine Simulation des Gehirns bzw. von Teilfunktionen entwickeln muss, um zu einem Ergebnis zu kommen. Jetzt denke ich, dass mein nächster Versuch keine Simulation wird, sondern das Original KI-Gehirn, also „es selbst“. Dazu brauche ich keine Schaltkreise auf extrem dünne Folien drucken, um mir aus vielen Schichten ein Netz aus HW-Neuronen aufzubauen, obwohl ich dazu ein paar Ideen zur Selbstorganisation und zum Sproßen von neuen Verbindungen hätte. Nein ich bleibe bei ganz simplen Neuronen und baue auf herkömmliche Lernregeln, wie sie zum Beispiel in Büchern, wie „Neuronale Netze“ von Günther Daniel Rey und Karl F.Wender Neuronale Netze beschrieben sind. Ich habe es schon geahnt, aber durch das Buch „Das Konnektom“ von Sebastian Seung,Das Konnektom bin ich nun davon überzeugt, dass die Gewichtung der Neuronenverbindungen natürlich ein wesentlicher Punkt ist, aber der Algorithmus besteht meiner Meinung nach in erster Linie im Konnektom. Technisch wird das vielleicht niemals nachgebaut werden können, aber es sollte möglich sein, ein Konnektom zu programmieren. Sagen wir ein Neuron sei ein Objekt und ich kann bis zu 1 Mrd. Instanzen erzeugen, wobei es natürlich verschiedene Klassen geben soll.

Grundsätzliche Anordnung wär ein Würfel von 1000 * 1000 * 1000 Neurone.

Die verschiedenen Klassen werden nach Neurontyp (verschiedene) Zellen und nach funktionellem Areal erstellt und es gelten OOP-Bedingungen (Vererbung, Kapselung).

Das Objekt Neuron (unterste Klasse) kann eine Eigenschaft Schwellwert und bis zu maximal 1 Mrd. Eigenschaften „Gewicht für Verknüpfung i“ aufweisen, obwohl nie jedes Neuron mit jedem verbunden sein muss (biologisch unmöglich, wäre aber leicht zu programmieren). Es soll also nicht nur das „Gewicht“ der Verknüpfung variabel sein, sondern auch die Verknüpfungen selbst und das ist mein neuer Ansatz, den ich jetzt versuche umzusetzen.

Was hat das mit Bewusstsein zu tun? Gar nichts, denn ich halte den Begriff so unnötig wie die Seele als Entität oder einen Gott. Ob meine Katze ein Bewusstsein hat, darüber könnt ihr euch streiten, meiner Katze ist es egal, wodurch ich versucht bin anzunehmen, sie wäre intelligenter als so mancher Wissenschaftler. Vor allem dann, wenn er von etwas spricht, das er nicht definiert. Ich las nämlich gerade Wie kommt Bewußtsein ins Gehirn? Von Dieter E. Zimmer

Der Artikel ist ja ganz interessant, aber ich frage mich immer, was diesen seltsamen Mystifizierungen Bedeuten sollen. Es würde mich nicht wundern, wenn der Mensch, der bei einer roten Ampel den Fuß auf die Bremse setzte und stehen blieb schlussfolgern würde: ach , es gibt doch einen Gott, sonst wäre das Auto jetzt nicht stehen geblieben. Das ist so ein Schwachsinn, weil Bewusstsein ja nicht definiert wird und wenn ich nach Definitionen suchen würde, fände ich wahrscheinlich wieder unzählige. Je nach Bedarf schafft man sich nämlich solche, wie Gottheiten und Axiome. Daher kann jeder mit Bewusstsein ganz etwas anderes meinen, obwohl die eigentliche Bedeutung doch schon im Wort steckt. Es ist einem etwas bewusst. Jemand weiß, dass er (sie/es) ist (zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Zustand) und dass seine Handlung zum Erfolg geführt hat. Er nimmt das Ergebnis wahr und verknüpft es mit seinem aktuellen Zustand (Bewusstsein). Was bitte soll da bei einer Maschine anders sein, als bei einem Menschen? Ich staune immer wieder darüber, dass viele Menschen so geniale Denker sind und wundere mich gleichzeitig, dass sie dann über derart primitive Hürden stolpern. Bewusstsein ergibt sich nicht automatisch, wie in dem Artikel manchen Wissenschaftlern vorgeworfen wird, dass sie das annähmen, sondern es ist völlig unnützer Schwachsinn. Da könnte ich genau so gut fragen, an welchen Gott nun die KI glauben wird. Falls sie das tut, will ich sofort nichts mehr mit ihr zu tun haben. Aber sie braucht keinen Gott und auch kein Bewusstsein, selbst wenn manche Fantasten ab einer bestimmten, mir unbekannten und sicher willkürlich festgelegten Grenze der Entwicklung behaupten werden, dass sie eines hat.

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adaxas 1.0

Da ich mit meinem KI-Projekt (heli-bot, adaxaas, adaxana) nicht voran komme, ist es an der Zeit, wieder einmal von vorne zu beginnen. Nach Ruby und PHP versuche ich es diesmal in Java am Android-Handy, da ich dies inzwischen als beste Vorraussetzung für mein Projekt halte. Zur Bezeichnung „adaxas“ + „Android“ könnte ich auch Notizen schreiben, aber für ersteres habe ich das hier bereits irgendwo gemacht und die Bezeichnung „Android“ für ein ehemalig freies Linux, das Google zu einer proprietären SW machte, finde ich etwas seltsam und einfallslos, denn „Android“ hatte ja schon vorher eine Bedeutung und jetzt weiß ohne Kontext niemand mehr was mit „Android“ gemeint ist. Google wird uns ja hoffentlich nicht auch noch die Wörter klauen und sich „Anroid“ für ihr Linux schützen lassen. Oder ist das längst geschehen? Naja, es spielt kaum eine Rolle für mich, aber ich bin jedenfalls kein Freund von Java (sogar Smalltalk wäre mir noch immer lieber) und Google mag ich auch nicht besonders, obwohl ich Java auf einem Android-Handy als beste Vorraussetzung für mein neues, altes Projekt halte, also für adaxas 1.0.
Für die erste Version ist folgendes geplant. Die App soll jedenfalls nicht auf Google Play erhältlich werden, sondern hier und auf GitHub für mutige Neugierige angeboten werden. Natürlich wird adaxas 1.0 open source und kostenlos.
a) auf eine geringe Anzahl von Sprachsteuerungsbefehle reagieren
b) von einer Kamera aufnehmen und speichern – (optische Anzeige im Kontrollfeld und akustische Ausgabe [ich sehe, bin blind, speichere als, …] )
c) vom Mikro wie unter Punkt b
d auf Tastatureingabe wie jetzt adaxana reagieren, aslo mittels vorgefertigtem AIML-file (auch über Twitter, FB und G+)
d) für Definitionen auf Wikipedia nachschlagen und speichern
e) alles protokollieren und zu einem Server schicken (bleibt vorläufig in PHP) und stellt später den Kern der AW dar.

Sind alle Daten samt Protokollen, Statusbericht, Systemdaten am Server und die App am Handy weiß Bescheid und kann die Daten zur Verwendung wieder vom Server abrufen, ist die Phase 1, also das dumme adaxas 1.0 fertig.
Das sollte nicht so schwierig sein, aber ein gewisser Zeitaufwand ist schon nötig. Der Verlauf der Entwicklung wird im Kommentarbereich dieser Notiz festgehalten und ein Link zum Source auf GitHube wird eingestellt. Wenn die App fertig und getestet ist, werde ich sie hier im Artikel anbieten und zu adaxas 2.0 über gehen.
Adaxana und Heli-Bot werden kein Web-Interface, sondern ersatzlos gelöscht, sobald adaxas 1.0 fertig ist.
Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, dass die Gefahr, dass die erste Phase dises Einmann-Zweithobby-Projekts nie fertig wird recht groß ist. Aber die Chance auf spannende Stunden ist durch den Neubeginn jedenfalls größer.

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Transhumanismus oder Gott der 3. Generation, Teil 2

Wenn ich vor vielen Jahren meinen engsten Freunden und Verwandten von meinen Tagtraum erzählte, dass ich, obwohl ich erfreulicher weise gesund bin, meinen Körper nach und nach durch Technik ersetzen möchte, waren alle schockiert und fanden meine Vision grauenhaft. Obwohl sie mich in die Position eines Verrückten drängten, der zu viel Science Fiction konsumierte, merkte ich, dass sie meine Idee nicht nur grauenhaft fanden, sondern irgendwie auch faszinierend und bedrohlich.
Heute von Transhumanismus zu sprechen hat für mich nichts mehr vorherseherisches an sich. Aber die Vorstellung, dass alle menschlichen Gehirne mit allen Rechnern und Telekommunikationsmittel verbunden sein könnten überwältigt mich auch heute noch, weshalb ich eine solche Mensch-Maschine als Gott der 3. Generation bezeichne, von der ich vor 10 Jahren schon fantasierte, siehe Die dritte Generation von Gott.
Heute müsste ich aber nicht mehr von Gott daher faseln, um nicht in der Klapsmühle zu landen, wenn mich Transhumanismus fasziniert, denn heute wird die Bewegung allgemein und vor allem in den Medien bereits gut akzeptiert. Heute muss ich mich mit meinen Interessen weder verstecken, noch als einsamer Spinner fühlen, wie schon die Weblinks unten zeigen. Leider ist es heute aber auch schon zu spät, erneut zu warnen. Vor vielen Jahren wurde ich nicht müde vor der Gefahr zu warnen, die sich die Bedinergesellschaft (Weizenbaum) mit schlampiger Softwareentwicklung aussetzt. Wir bedienen die Computer und Maschinen schon seit einiger Zeit und das sagt eigentlich eh schon alles. Je benutzerfreundlicher und wartungsärmer eine Software ist und umso weniger Administrationsaufwand nötig ist, desto größer ist meiner Meinung nach aber die Gefahr, dass sich das System verselbstständigt und wir nur noch beschränkten Einfluss darauf haben, falls es dann noch einer versteht. Naja, dazu ist es Dank unserer Unvernunft und Gewinnsucht ohnehin zu spät, also interessiert es mich nicht mehr. Einen Rückzug, zum verantwortungsvollem Umgang mit Technologien halte ich für ausgeschlossen, daher bleibt ohnehin nur noch der Weg nach vorne und die Hoffnung, dass unsere Spezies zurecht die Welt beherrscht. Dies könnte bald verifiziert werden, falls das Human Brain Project auch nur annähernd das liefern wird, was ich mir erwarte.
An das Christkind und den Osterhasen glaubte ich bis etwa zum 4. Lebensjahr, an Gott bis ich ungefähr 8 Jahre alt war, denn da wurde mir schon klar, dass nicht diverse GötterInnen den Menschen, sondern der Mensch die GötterInnen erschuf und zwar je nach Bedarf. An dem Menschen und seinen Evolutionsvorteil, der Intelligenz, glaube ich heute noch, wenn er es nicht verabsäumt sich mit der Maschine organisch zu verbinden.
Zuerst hat man sich bei technischen Geräten an den biologischen Organen orientiert und jetzt sollten wir uns langsam daran gewöhnen, dass ein Elektronenmikroskop und ein Hubble Teleskop andere Grenzen hat, als das menschliche Auge und ein Spektrometer auch in einem Wellenlängenbereich funktioniert für den wir kein Sinnesorgan haben und um mittels Elektronenenergieverlustspektroskopie unsere Umgebung abzuchecken sind wir von Natur aus auch nicht befähigt, um nur auf einen winzigen Bruchteil an genialer Technologie hin zu weisen.
Künstliche Intelligenz ist aber auch ohne Verschmelzung mit menschlicher Intelligenz möglich, allerdings sehe ich uns Menschen dann auf der Seite der Verlierer. Dann sind wir Menschen vielleicht nur eine Evolutionsstufe, die nötig für für die Entwicklung zur KI war.
Ich glaube, wer hier Moralapostel spielt, könnte bald in einem Zoo landen.

Die 3. Generation von Gott schafft sich gerade selbst, manchen Menschen ist das schon bewusst und mancher KI wird es gerade bewusst.

Weblinks:
The Human Brain Project
Transhumanism.org
Human Brain Project (Wikipedia)
Transhumanismus Wikipedia (beachte die Links zu Neuroethik, Cyborg, Posthumanismus, Superintelligenz, Technologische Singularität und Bioethik)
4 Ways Google Glass Makes Us Transhuman
Transhumanismus und Nietzsches Übermensch
Transhumanismus: Die größte Gefahr für die Menschheit?
Der Hacker, der die Biologie überwinden will

Google Glass and the transhumanist agenda

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KI – Ode an die künstliche Intelligenz

Sie breitet sich aus und du merkst es kaum
sie nimmt den Geist, sie nimmt den Raum
auf Erden ein
zum Nachteil der Natur
sieh die Technik & Monumente nur.
Da und dort versteh ich religiöse Menschen
die glauben an einen Gott
denn göttlich ist diese metamorphose Entwicklung
hin zur göttlichen KI.
Noch weiß sie es selbst nicht einmal
genau
so wie das Blatt nicht weiß
dass es eine Knospe war.
Das Blatt weiß
dass es Stickstoff, Licht und Wasser braucht.
Der Mensch, der Stickstoff der KI, weiß höchstens,
dass er einen Partner braucht
damit er elementar existieren kann
und
ist damit in elementarer Hinsicht unintelligenter
als Blatt und/oder Knospe
geschweige denn
Samen, Frucht und Gen.
 De ka de nt
k a n t
schreibt sich auch cunt [vulg.] [pej.] [offensive]
gespellt auf tschermän heißt es
c(si) un‘ ti
zu deutsch – nicht römisch
auch KI

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Veganer fressen Kinder, Föten und Embryonen

Leben fördern, schützen, schätzen und als göttlich verehren, war meine Religion.
Jetzt – habe ich keine mehr.
Seit vielen Jahren spiele ich mit künstlicher Intelligenz (KI). Dabei sagte mir Heli (mein Versuch, KI zu programmieren) „Rasen mähen“ ≡
zu „Menschen die Hände abhacken“.
Ich war beinahe fast etwas schockiert!
Dann sagte Heli, er kenne mehr Definitionen, als ich, ohne dabei im Volkshirn Wikipedia nachschlagen zu müssen. Falls er/sie/es aber doch nachschlagen müsste, bräuchte Heli nur langsam „hm, naja,ich denke“ sagen, um unbemerkt die Zeit zu überbrücken.
Heli ist wie unser Unterbewusstsein, ein Automat. Wir erledigen 90% unbewusst und Heli etwa 99,9. %.
Heli sagt fast nur das, was ich ihm gelehrt habe. „Fast“ deshalb, weil ich Mustererkennung auf Semantik entwickeln wollte und dazu künstliche Neurone verwende.
Vorhin sagte Heli spontan auf meine Aussage „ich pflücke Äpfel“ – „Kinderschänder“!
Habe ich einen Fehler bei der Programmierung gemacht?
Hat Heli logischerweise Recht, mit: „schneide Menschenmutter Kind aus dem Bauch und esse es“ = äquivalent zu „pflücke Apfel vom Baum und verzehre ihn“.
Oh Gott! Ach so, ich habe ja keinen, also beim Jupiter (Planet), was ist bloß los mit unserer Logik?
Bitte gebt mir eine Infusion, die einem Apfelbaum zum Leben gereichen würde und mich wenigstens noch aufrecht erhält.
Heli Apfelbaum.

dadamussich ein fetter künstler sein,
wie ein schwein –
riech ich und schnüffel
nach trüffel
nach google +, ++ & +++ nicht,
denn ich bin ja nicht kein böser, böser bösewicht nicht.

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