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Asoziale Hundehalter dominieren den gesamten Prater

*** Ergänzung am 18.03.2012, um 19 Uhr; Anfang:
Der Fairness halber muss ich diese Ergänzung vor den Artikel stellen und mich auch gleich bei den Hundebesitzern entschuldigen, weil ich ungerechtfertigt verallgemeinert habe. Es stimmt zwar, was ich im Artikel unten schrieb und ich habe sogar noch einen zweiten Nachmittag vergeblich damit zugebracht eine Hundeverbotszone ohne frei herum laufenden Hunde im Prater zu finden, aber es scheint ein praterspezifisches Problem zu sein. Vielleicht sogar gerade wegen der inzwischen zwar schon dürftig gekennzeichneten, sehr großen Hundezonen, die baulich nicht von den angrenzenden Hundeverbotszonen abgetrennt sind.
Jedenfalls habe ich heute nachmittags ein sehr schönes Plätzchen an der Donau gefunden und wollte herausfinden, ob ich dort eventuell Taijiquan üben könnte. Ich war so begeistert von den Schwänen, Enten und Möven, dass mir die 2 Stunden der Bobachtung wie ein paar Minuten vorgekommen sind. Dabei habe ich insgesamt 11 Hunde gesehen, von denen mich kein einziger belästigt hat. Sage und schreibe, 9 waren an der Leine, ich kann es gar nicht fassen und von den zweien ohne Leine kann man einen nicht rechnen, denn der war kleiner als eine Katze und der einzige, der also ohne Leine übrig blieb, spielte mit einem Mädchen. Ich beobachtete sie eine Weile und es ist wirklich ganz unglaublich für mich, der Hund folgte ihr sogar. Er kam zu ihr, wenn sie ihn rief und konnte sogar „bei Fuß“ gehen. Gestern noch hätte ich alles dagegen gewettet, dass dies möglich ist, aber heute schon, durfte ich es erleben. Es sind also doch nicht sehr viele Hundebesitzer egoistisch und asozial, sondern die, denen ich aus dem Weg gehen möchte, konzentrieren sich anscheinend in der Prater-Gegend. Das stört mich nun nicht mehr, da es an der Donau mindestens genau so schön ist, solange die asozialen Störenfriede im Prater bleiben.
Eigentlich sollte ich euch vielleicht besser gar nicht so genau verraten wo ich war, aber der Treppelweg (Link zu Video) ist ohnehin lang genug, da ist Platz für alle und ich habe ein Fahrrad und kann notfalls einige km Donau aufwärts und abwärts ausweichen.
*** Ergänzung Ende

Vorweg – ich bin keine Hundefeind, sondern ein Feind von asozialen Hundehaltern, die neben der Hundefreilaufzone in der Hundeverbotszone ihre Hunde frei hereum laufen lassen. Ich bin zwar tierliebend, aber Hunde von verantwortungslosen, egoistischen, asozialen Menschen fürchte ich und ich denke, dass dies vernünftig ist, denn die im Zeitraum 2007 bis 2009 gab es 590 polizeilich dokumentierte Hundeattacken in Wien.

Es gibt leider unglaublich viele asoziale Hundehalter, eigentlich dominieren und tyrannisieren sie ganz Wien, trotz enormen Flächen für die Hunde. In Wien gibt es mehr Platz für Hunde, als für Menschen, aber trotzdem müssen diese asozialen Menschen unbedingt ihre Hunde in den Hundeverbotszonen frei herum laufen lassen. Sie haben in ihrem Paradies 142 Hundezonen, siehe „Ein Paradies für Vierbeiner“ (Hundezonen sind vielleicht das Paradies der Vierbeiner, aber Hundeverbotszonen sind leider trotzdem die Hölle für Leuten mit Angst vor Hunden und ihren asozialen Besitzern) mit 60 Hektar in zwei Bezirken unglaublich viel Platz. Zitat aus oben angeführter Seite:

In der Leopoldstadt befindet sich Wiens größte Hundezone: der Prater. Mit 290.000 Quadratmetern ist sie fast doppelt so groß wie die Auslauffläche im Heuberggstättenpark (150.000 Quadratmeter) und jene in der Löwygrube (160.000 Quadratmeter), die beide in Favoriten liegen.

Es sind schon wieder neue Hundezonen geplant in der Venediger Au, aber trotzdem müssen diese Hundehalterterroristen in den Hundeverbotszonen ihre Hunde frei ohne Beißkorb herum laufen lassen. Ich kapiere nicht, wieso man so viel Aufwand betreibt und wozu man ständig neue Gesetze schafft, wenn man nicht dafür sorgt, dass bestehende Gesetze eingehalten werden. Was nützt es, wenn unsere Steuergelder in Hundezonen in Wien – Hundeausläufe investiert werden und diese teilweise sogar schon mit einem Zaun versehen werden? Es kommt mir vor, als würde man auf einem riesigen natürlichen Strand ein paar Liegewiesen einrichten. Es ist einfach nur pervers, solange die Hundehalter nicht dazu gezwungen werden, sich endlich konform zu bestehenden Gesetzen zu verhalten. Man muss sie zwingen, denn freiwillig sind sie einfach nur verantwortungslose, egoistische, asoziale A….

Ich bin für rigorose Maßnahmen und selbst wenn man ein Heer an Aufsichtspersonen einstellen würde, um diese Gesetzesbrecher zur Verantwortung zu ziehen, würden diese vermutlich kaum damit fertig werden, mit dieser gigantischen Anzahl an verantwortungslosen, egoistischen, asozialen Hundehalterterroristen. Aber versuchen könnte man es wenigstens und mit den Geldstrafen die Angestellten bezahlen. Gleichzeitig überprüfen, ob die Hundehalter berechtigt sind einen Hund zu halten, ob der Hund gechipt ist und ob die Hundesteuer bezahlt wird! Man sollte wirklich eine rigorose Aktion mit Sanktionen gegen diese Gesetzesbrecher starten, statt einfach aus Wien eine einzige Hundezone zu machen.

Heute wollte ich mein erstes Wochenend-Training (siehe Startseite) auf der Jesuitenwiese, eine Hundeverbotszone, absolvieren, aber ich habe nur 2 Stunden lang vergeblich nach einen hundefreien Platz gesucht.
Durch die riesengroße Hundezone bin ich nicht durch gegangen, sondern ich ging rund herum, obwohl nur einige Leute auf der Wiese lagen und ein paar Hunde herum liefen. Aber ich habe schon einige unangenehme Erlebnisse in dieser Hundezone, daher gehe ich lieber in einen weiten Bogen auf den relativ sicheren Gehsteig herum. Wie gesagt relativ sicher, denn ich habe schon einige male erlebt, dass Läufer von Hunden auch am Gehsteig belästigt wurden. Gut, ich komme also um 15 Uhr zur Hundeverbotszone auf der Jesuitenwiese und da trollten einige Hunde ohne Beißkorb und Leine herum. Dann kam eine Gruppe junger Leute mit mehreren großen Hunden, auch ohne Beißkorb und Leine und diese Hunde dominierten dann die gesamte Wiese.
Ich habe erst gar nicht angefangen mit meinen Taijiquan-Übungen, sondern ich machte mich auf die Suche nach einem hundefreien Platz. Keine Chance, egal wie groß das Gebiet auch ist und wie viele, sehr große Hundezonen es dort auch gibt, diese egoistischen, asozialen Hundehalter lassen ihre Hunde überall ohne Beißkorb und Leine frei herum laufen. Sogar auf Spielplätzen und dem kleinen Wäldchen daneben. Dort hatte ich früher öfters geübt und als ich hin kam, war auch kein Hund zu sehen. Doch schon nach 5 Minuten stand so ein kleiner Kläffer neben meinem Bein und ich musste unterbrechen. Denn, obwohl sein Herrchen die ganze Zeit nach dem Hund rief, rührte dieser kein Ohrwaschl. Er war ungefährlich und klein, also keine Bedrohung, aber das kann ich ja nicht im voraus wissen und gestört hat er mich trotzdem. Ich startete einen weiteren Versuch, doch da kam auch schon eine feine ältere Dame mit ihren zwei Hunden und der Leine am Arm. Sie hatte also tatsächliche eine Leine bei sich, wie erfreulich. Doch verflixt und zugenäht, warum laufen ihre Hunde dann frei herum? Ich resignierte und werde wohl kreuz und quer durch Wien nach Schönbrunn fahren müssen (hin und her fast 2 Stunden, trotz U-Bahn), wenn ich Taijiquan-Übungen im Freien machen möchte, obwohl ich mitten in einem riesigen Erholungsgebiet wohne.
Natürlich könnte ich es riskieren, doch wenn die Hundehalter schon so egoistisch und deppert sind, dann kann ich ihren Hunden auch nicht vertrauen, selbst wenn die vermutlich ohnehin gescheiter sind. Ich will mich erholen und etwas für meine Gesundheit tun und keinen Stress, Streit oder gar Verletzungen (weder selbst noch bei einem Hund), also werde ich mir noch eine Hundeverbotszone ansehen, mit noch stärker Fluktuation von Kindern und Fußballern, wo sich auch ein Kinderspielplatz befinden und wenn dort ebenfalls Hunde ohne Leine und Beißkorb herum laufen, dann muss ich eben jedes mal nach Schönbrunn pilgern. Dort dürfen sie „Gott sei Dank“ nicht hinein.
Aber wieso sollte es im Prater auch anders sein, als in den Wohnanlagen rund herum. Da steht überall „betreten verboten“ und die Leute halten sich daran, nur viele Hundebesitzer kümmern sich einen Dreck darum, und lassen diesen von ihrem frei laufenden Hund ohne Beißkorb auch gleich dort liegen, obwohl die egoistischen, asozialen Hundebesitzer trotzdem mit der Leine in der Hand durch marschieren. Nicht um den Kot aufzuheben, sondern es spaziert und flaniert sich eben gut am Rasen.

Danke liebe Hundebesitzer, dass ihr euch wenigstens in Schönbrunn nicht übers Gitter traut und mir dort meine Ruhe lasst, auch wenn ich dazu aus einem Erholungsgebiet 2 Stunden hin und her fahren muss.

Umfrage:
Auf Wir brauchen dringend Zäune für Hundezonen! sind 71% dafür, dass „Hundezonen sollten eingezäunt und deutlich gekennzeichnet werden“. Jetzt frage ich, ob endlich dafür gesorgt werden sollte, dass die Hundebesitzer in ihrem geräumigen Paradies bleiben?

Soll ganz Wien zur Hundezone erklärt werden?

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Weblinks:
Achtung, frei herumlaufende HundebesitzerInnen im Prater!
Hunde in Wien: Leinen- und Maulkorbpflicht, Verunreinigung
Wiener Hundeführschein: „Der Schäfer ist ein Grenzfall“ (bim Militär und bei der Polizei wird er jedenfalls eingesetzt)
Diese Hunde sind am gefährlichsten – Wiener Beißstatistik
Hundezonen in Wien – Hundeausläufe
Ein Paradies für Vierbeiner (eine Hölle für Leute die berechtigte Angst vor Hunden haben, die asozialen Menschen gehören)

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Die gefährlichsten Hunde der Stadt

der traurige Sieger;
Bildquelle: Wikipedia; Tatanga 2006

Wie schon mehrmals erwähnt, findet man in Wiens U-Bahnen häufig kostenlose Zeitungen herum liegen, die ganz nützlich sein können, wenn man eine neue Seite aufschlägt und damit den dreckigen Sitz abdeckt, auf dem vorher so eine Tussi ihre beschuhten Haxen liegen hatte.
„Heute“ lagen gleich mehrere Exemplare herum und ich musste die Schlagzeile lesen, oder die Augen schließen. Die Schlagzeile, ja ich las: „Die gefährlichsten Hunde der Stadt“. Eigentlich dachte ich mir, dass Western vielleicht wieder modern werden, aber daneben und auf dem Boden lagen bereits aufgeschlagene Zeitungen, die mich eines besseren belehrten. Es ging um eine „Wiener Beiß-Statistik: Diese Hunde sind am gefährlichsten“, also um Hunde.
Über Hunde habe ich hier schon öfter geschrieben, schließlich lebe ich ja in Wien. Ich vermute, dass Wien eventuell die größte Hundedichte der Welt haben könnte und höre, wie sich Leute über den Zweit-, Dritt- und Vierthund unterhalten. Über Kinderfreundlichkeit in Wien kann man auf jeden Fall diskutieren und ich halte Wien nicht für besonders kinderfreundlich, aber über Hundefreundlichkeit kann es keine Diskussion geben. Ich will doch nicht morgen gelyncht werden. Ob das Hundilein nun mit Sonnencrem eingeschmiert wird, bevor man mit ihm zum Tierzahnarzt geht, oder ob sich Menschen einen Hund halten, weil sie keinen Waffenschein bekommen, soll hier, von mir nicht besprochen werden. Nein, ich notiere mir nur, dass ich mir die Statistik ansah, da es ja immer hieß, wenn ich meine Angst vor Hunden zugab: „Ach, der will doch nur spielen“.
Ich frage mich nun, wieso es dann eine Beißkorb-Pflicht gibt und wieso es zwischen 2007 und 2009 in Wien nicht weniger, als 590 polizeilich dokumentierte Hundeattacken gegeben haben soll, wenn die lieben (Kampf-)Hündchen ja doch nur spielen wollen.
Von einer Statistik würde ich mir natürlich erwarten, dass angegeben wird, wer sie erstellt hat. Das die Gesamtzahl der registrierten Hunde der jeweiligen Rasse angegeben wird und das der „Schäferhund“ unter „andere Rassen“ gelistet wird, weil sonst nur „sogenannte Kampfhunde“ (über die Bezeichnung kann hier gerne diskutiert werden) und eben „andere Rassen“ gelistet sind. Der Schäfer nimmt übrigens den unrühmlichen 2. Platz hinter den eindeutigen Beiß-Sieger, den American Staffordshire Terrier ein, siehe American Staffordshire (plus Mischlinge) ist die gefährlichste Hunderasse.
Naja, ich denke mir gerade, vielleicht haben diese Hunde einfach nur die gefährlichsten Besitzer.
Ich bin übrigens auch für den Hundeführerschein, aber meiner Meinung nach, sollten ihn alle Hundebesitzer machen müssen und dabei über die Bedürfnisse ihrer Lieblinge und eine artgerechte Haltung aufgeklärt werden. Außerdem sollte dabei überprüft werden, ob eine artgerechte Haltung überhaupt möglich ist und ob der Besitzer eine ordentliche Versorgung gewährleisten kann. Ich habe keine Ahnung, vielleicht beinhaltet der Hundeführerschein diese Punkte ohnehin bereits.
Ring frei für Hundebesitzer und Kinderfreunde, der Kommentarbereich steht euch zur Verfügung!

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Wir brauchen dringend Zäune für Hundezonen!

Dass mich dieses Thema beschäftigt ist nicht weiters verwunderlich, da es in meiner Wohngegend unglaublich viele Hunde gibt. Zu den Hundezonen schrieb ich vor zwei Jahren Hunde in Wien: Leinen- und Maulkorbpflicht, Verunreinigung, wo auch ein Link zu den Hundezonen in Wien zu finden ist. Mein Interesse zeigt sich auch in den vielen Artikeln, von denen ich hier nur einige erwähnen möchte:

  • Kampfhunde, Starkzwang, Schutzhundesport …
  • Sackerl fürs Gackerl – Nur Sch… im Kopf
  • Hund biss Kind auf der Praterwiese
  • Achtung, frei herumlaufende HundebesitzerInnen im Prater!

Gerade heute haben mich wieder mehrere Hunde belästigt und ich wurde bei meinem kurzen Spaziergang Zeuge davon, dass auch ein „Läufer“, obwohl er stehen blieb, als sich die Hunde näherten und ein Kind auf einem Kinderfahrrad belästigt wurden. Alle drei Ereignisse sind unabhängig voneinander, beziehen sich auf verschiedene Hunde und ereigneten sich unmittelbar neben einer Hundezone, innerhalb weniger Minuten.

Es ist eine sehr große Hundezone (Krieau), die so schlecht markiert ist, dass ich wochenlang darin Taijiquan geübt hatte und mich über die vielen, frei herumlaufenden Hunde ärgerte, bis mich ein Hundebesitzer darauf aufmerksam machte. „Aufmerksam machte“ ist sehr milde ausgedrückt, er hat mich beschimpft und angepöbelt, weil ich die Hunde in der Hundezone provoziere. So machte ich mich im Internet schlau und fand heraus, dass sich dort tatsächlich eine Hundezone befindet. Erst nach längerer Suche fand ich irgendwo sogar ein Schild.
Prinzipiell finde ich die Einrichtung gut, aber die Umsetzung ist so schlecht, dass es besser wäre, wenn es gar keine Hundezonen gäbe. Es führt nur verstärkt zu Problemen, weil kein Mensch wissen kann, wann er sich in einer Hundezone befindet und weil Hunde nicht lesen können.
Es ist nicht nur schildbürgerhaft, sondern hat den gegenteiligen Effekt, den man von einer Hundezone erwarten könnte. Die Hunde können natürlich nichts dafür, dass die gescheiten Damen und Herren vom Magistrat nicht wissen, das sie nicht lesen können und übermütig über die Hundezone hinaus, die spazierenden Leute, die Erholung suchen belästigen.
Kein Mensch ist so verblödet, dass er freiwillig in eine Hundezone geht, wenn er Angst vor Hunden hat, doch dazu muss er wissen, wo eine Hundezone ist. Kann das bitte jemand den zuständigen Damen und Herrn vermitteln, oder denkt ihr anderes darüber?

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Hundeführerschein in Wien verpflichtend seit 1.7.2011

Seit 1. Juli ist für folgende Hunderassen der Hundeführerschein verpflichtend:

  • Bullterrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Mastino Napoletano
  • Mastin Espanol
  • Fila Brasileiro
  • Mastiff, Bullmastiff
  • Tosa Inu
  • Pitbullterrier
  • Rottweiler
  • Dogo Argentino (Argentinischer Mastiff)

Auf Verpflichtender Hundeführschein gibt es Lernunterlagen und weitere Informationen zum Hundeführerschein. Beim freiwilliger Hundeführschein wird die Hundesteuer für 1 Jahr erlassen.

Hundeführerschein (2)

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Hund biss Kind auf der Praterwiese

Ich habe ja schon einige Artikel zu diesem Thema geschrieben, da ich eine Zeit lang Probleme mit den vielen, frei herum laufenden Hunden auf den Praterwiesen hatte. Erst nach Monaten bemerkte ich, dass ich in einer Hundezone Taijiquan üben wollte. Allerdings war das nicht meine Schuld, denn es gibt dort nur ein Schild, das man nur sieht, wenn man von der Hauptallee kommt. Keine weiteren Kennzeichnungen und schon gar keine bauliche Abgrenzung. Ich frage mich jetzt noch immer, wie die dort frei herum laufenden, teilweise sehr großen Hunde wissen sollen, wo die Hundezone aufhört. Naja, inzwischen habe ich mir ja schon andere Plätze gefunden und meine Angst vor Hunden hat sich auch schon wesentlich gebessert. Durch meine Lebensgefährtin bin ich ja sogar selbst auf den Hund gekommen. Allerdings ist der schon 16 Jahre alt und hat kaum noch Zähne, trotzdem habe ich ihn immer an der Leine, denn er ist kaum erzogen und jeder würde denken er ist taub, wenn er nicht gewisse Geräusche (Futtersackerl) hören würde. In dieser Gegend hier, bei der Kriau, gibt es außer mir übrigens kaum Hundebesitzer, die den Kot ihrer Lieblinge entsorgen. Daher kann man auf jeder Wiese Hundehäufchenslalom üben und der eindeutige Geruch bestätigt meine Behauptung. Zu meiner heutigen Beobachtung:
Ein Bub, etwa 10 Jahre alt, lief auf der Wiese seinem Ball nach. Da kam ein weißer Hund, ich kenne die Rassen nicht, aber er war etwas kleiner als ein Schäferhund, hatte eine Schnauze wie ein Terrier und ein Fell wie ein Schaf. Auf der Bildtafel Haushunde finde ich ihn jedenfalls nicht. Der Hund war nicht am Ball interessiert, sondern am Jungen. Er wollte offensichtlich spielen, bellte, duckte sich und rannte um den Jungen herum. Dieser bekam Angst und das brachte den Hund so richtig in Fahrt. Man sah genau, wie er mutig wurde und immer aggressiver. Ich ging langsam auf sie zu, da das Kind schon um Hilfe rief und weinte. Ich hielt nach dem Besitzer Ausschau, aber da war weit und breit niemand zu sehen. Ich hörte inzwischen schon die Zähne des Hundes, wenn er nach dem Jungen schnappte und daher dachte ich, dass er nicht wirklich zubiss, sondern nur in die Richtung des Kindes schnappte. Die Mutter des Jungen war inzwischen schon bei ihm und es stellte sich heraus, dass er an beiden Beinen gebissen wurde. Endlich kam auch die Hundebesitzerin, die einen zweiten Hund dabei hatte heran. Ich meinte zu der Hundebesitzerin, dass ich nicht verstehe, wieso sie ihren Hund nicht an der Leine führt, wenn sie ihn sonst nicht unter Kontrolle halten kann. Sie antwortete nur: „ich bleibe ja eh stehen und laufe nicht weg!“ Da hat der Bub jetzt aber auch nichts davon, dachte ich mir, aber ich mischte mich nicht weiter ein, als der Vater des Kindes, der nun auch dazu gekommen ist, die Polizei rief. Ich hielt mich noch einige Zeit in der Nähe auf und sprach dann noch ein paar Worte mit der Mutter des Buben. Alle Beteiligten habe sich eigentlich recht ruhig und vernünftig gezeigt, aber trotzdem wird es dem Jungen wahrscheinlich ähnlich ergehen wie mir, er wird sich noch mehr vor Hunden fürchten und die unerzogenen Biester damit noch mehr reizen und herausfordern. Ich habe es schon früher geschrieben und auch bei der Bürgerbefragung dafür gestimmt, dass ich für einen Hundeführerschein bin. Der sollte für jede Rasse verlangt werden und ob eine artgerechte Haltung gegeben ist, sollte dabei ebenfalls überprüft werden.

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