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Heliosis und der Zauberlehrling

Von Ferdinand Barth – Goethe’s Werke, Gemeinfrei, Link
Wer kennt die Ballade von Goethe, der Zauberlehrling, nicht? Manchmal kommt es mir so vor, als würde sie kein Mensch auf dieser Welt kennen, verstehen oder ernst nehmen. Ich bin zwar gewiss kein Goethe, aber ich habe ein ähnliches Motiv für meinen Science-Fiction Roman, Heliosis, wie Goethe eines für den Zauberlehrling hatte.
….
„Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.“ …..

Wir haben nicht auf Goethe gehört und wir haben keinen Meister, der den atomaren Restmüll beseitigt und wir haben keinen Meister, der uns vor dem möglichen mehrfachen Overkill der gesamten Menschheit durch einen Atomkrieg schützt.

Aber was tut wir dummen, lemmingartigen Menschen? Wir rufen neue Geister, die wir nicht beherrschen. Wir rufen die Gentechnologie und geben einigen Mächtigen das Saatgut für unsere Nutzpflanzen in die Hand, indem wir zulassen, dass sie es genetisch verändern. Wenn es aus dem Ruder läuft, wo ist dann der Meister der den Schaden beheben kann und die veränderten Gene in die Ecke schicken kann?

Ja, wir wollen eine KI (künstliche Intelligenz) und Hu-Bots die uns das Leben angenehmer machen und uns dienen. Einen Auto-Pilot und selbstfahrende Autos, selbsttätige Staubsauger, …. Wir geben immer mehr Verantwortung an die Maschine ab und werden täglich abhängiger von ihr. Die KI könnte unser Meister werden, aber sie wird sich dann nicht selbst in die Ecke schicken, sondern uns Menschen.

Genau davor warne ich die Menschen mit der Heliosis. Aber wer wird es hören? Niemand, denn man hat ja nicht einmal auf einen J. W. Goethe gehört, also kann ich nicht damit rechnen, dass auch nur ein einziger Mensch auf meine Warnung hört.

Dumm wie wir sind, freuen wir uns auch noch über jeden Schritt, der uns den Meister näher bringt. Doch wenn er vor euch steht (ich werde es vermutlich nicht mehr erleben), müsst ihr damit rechnen, dass er nicht wie ein Mensch reagieren wird, denn er wird keiner sein. Er wird nicht sich selbst, sondern euch in die Ecke schicken.

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Was bisher geschah

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Vor mehr als 14 Mrd. Jahren hat alles im Urknall angefangen. Man weiß nicht genau was passierte, aber man weiß ungefähr, wo das geschah und diesen Punkt im Universum, nennen wir Urknall. Von dort aus gehend dehnt sich Raum und Zeit aus. Mehr brauchen wir hier gar nicht wissen. Auch über der Entstehung der Erde und unserem Sonnensystem vor mehr als 4,5 Mrd. Jahren ist an dieser Stelle nicht viel zu sagen, außer, dass es im Hadaikum, also vor 4.600 bis 4.000 Millionen Jahren, bereits zu einer chemischen Evolution kam, welche die Voraussetzung für die spätere Biogenese war. Der genaue Zeitpunkt des ersten Auftretens von zellulärem Leben ist nicht bekannt, aber vor etwa 3,5 Milliarden Jahren gab es bereits Cyanobakterien.
Den Menschen gibt es im Vergleich dazu erst seit kurzem. Die ältesten Homos (lat. hŏmō „Mensch“), Gattung der Menschenaffen (Hominidae), lebten vor rund 2,5 bis 1,5 Millionen Jahren und den Homo Sapiens gibt es erst etwa seit 200.000 Jahren. Im Vergleich zu den Cyanobakterien könnte man sagen, seit gestern.
Die frühesten Hochkulturen blühten vor etwa 6.000 Jahren auf und seither schuf sich Mensch leidenschaftlich gerne, viele Götter. Ja, bei den frühen Hochkulturen herrschte eine vielfältige, bunte Götterwelt, wobei jeder Gott, bzw. jede Göttin ein Spezialgebiet hatte. Egal, ob bei den Inkas, den alten Ägyptern, im antiken Griechenland oder bei den Römern, überall hatten die Menschen Götter, die unsterblich waren, außergewöhnliche Fähigkeiten hatten und mit menschlichen Fehlern behaftet waren.
Viel später, etwa vor 2000 Jahren, schuf man sich dann einen einzigen Gott, indem man nur mehr diesen einen zuließ und nur an ihn allein glauben durfte. Die monotheistischen Religionen setzen sich über Tod und Verderben und mittels grausamster Folter und Eroberung durch. Alles was nicht an den jeweiligen einzigen Gott glaubte wurde genau so ermordet, wie diejenigen, die ein wenig anderes an diesen einzigen Gott glauben wollten. Christliche und evangelische Herrscher wechselten ihre Religion ganz nach Bedarf, es wurde zu einem einzigen Machtkampf, der sich auch im Islam bei den Kriegen zwischen Schiiten und Sunniten zeigte. Es war von Beginn an nur ein Machtkampf und eine Methode, um das dumme Volk gefügig zu machen, um es ausbeuten zu können.

Erst um 2050 n. Chr. lösten sich die Religionen weltweit auf und kurz vor dieser Zeit begann diese Geschichte. Obwohl sich die Religionen eigentlich auflösten, war man ohne es zu ahnen gerade dabei, sich den Gott der 3. Generation, Helios, zu schaffen. Helios, der letzte Gott, der alles zerstören wird und somit alles wieder von vorne beginnen kann, von Urknall zu Urknall.

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Vorwort

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Dieses Buch versteht sich als Science-Fiction Roman. Es soll eine Warnung sein, denn moderne Technologie wird meiner Meinung nach nur dazu verwendet, um Gewinne zu erzielen und Macht zu erlangen. Aber leider nicht, um den Hunger und Durst auf der ganzen Welt zu bekämpfen und auch nicht für den Weltfrieden. Vorsicht liebe Menschen, rücksichtslose Gier kann sich rächen.

Als Heliosis bezeichne ich den Zeitraum von Urknall zu Urknall und dieses Buch.

Titelbild Quelle: [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons


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