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Heliosis, Von Urknall zu Urknall

Da mein letztes Buch endlich fertig ist, hatte ich vor, dafür Werbung zu machen und auch hier ein PopUp auf den Seiten und Artikel einzublenden. Doch nun habe ich es mir anders überlegt, da ich in erster Linie eine Message habe und finanzielles Interesse nicht im Vordergrund steht. Ja, genau das war meine Motivation, ich hatte etwas zu sagen, bzw. zu schreiben und dabei ging es mir auch nicht so sehr um die Fähigkeiten als Schriftsteller. Ich gebe zu, dass ich mich nicht einmal bemühte, besonders stilvoll zu schreiben. Unnötige Schnörkel und Elend lange Ausschmückungen und Details, wie ich sie sogar und vor allem von Nobelpreisträger für Literatur kenne, langweilen mich derzeit und daher verzichte ich darauf. Derzeit deshalb, weil das nicht immer so war. Früher liebte ich es, wenn Schriftsteller meine Fantasie anregten und bunte, lebendige Bilder mit Worten malten. Heute stehe ich auf Handlung, ohne Nebenhandlungen, ohne Ausschmückung und Schnörkel. Jedes Wort, das weggelassen werden kann, sollte auch weggelassen werden. Ich will nicht stundenlang schöne Sätze lesen, um nichts zu erfahren. Stimmungen, für mich unbedeutende zwischenmenschliche Beziehungen, Details aus irgend einen Alltag langweiligen mich genauso, wie Helden, Morde, Jagd nach Geld und völlig unmögliche Fantasien über Grusel- und Märchengestalten, die es nicht geben kann, nie gegeben hat und nie geben wird. „Gute“ Schriftsteller hätten aus Heliosis (übrigens verrate ich nicht, ob ich diese Bezeichnung, also Heliosis, für Sonnenbrand schon kannte, als ich den Titel wählte und Heliosis als Zeitspanne von Urknall bis Urknall definierte; ob es da ein Bezug gibt, kann sich jeder selbst überlegen) vermutlich eine unendliche Geschichte mit unzähligen Episoden und Folgen gemacht. Meine Heliosis hat hingegen gerade einmal 60 Seiten und das für die fictive Zeitspanne von Urknall zu Urknall. Vom Urknall bis jetzt sind schon fast 14 Milliarden Jahre vergangen. Um diesen Zeitraum darzustellen benötigte ich etwa eine Seite. Wer also nicht ewig lange, irgend etwas lesen möchte, was schon unzählige Schreiber unzählige male mit immer wieder kleinen Änderungen geschrieben haben und zum tausendsten Mal eine Beziehungsgeschichte, einen Alltag eines x-beliebigen Menschen, wieder einen Mord oder eine Liebesgeschichte lesen möchte, dem empfehle ich Heliosis. Ich konnte auch gerne auf Gruselgestalten und -wesen verzichten, da es kein Märchenbuch ist, mit dem man kleine Kinder erschrecken kann. Wie sich erwachsene Menschen für Vampire, Werwölfe, Zombies und Co. begeistern können ist mir genauso ein Rätsel, wie die Darstellung von Aliens. Natürlich würden meine Inhalte auch keiner wissenschaftlichen Prüfung stand halten und so ist zum Beispiel eine Kernfusion mit schweren Elementen schon Fantasie, für die man einiges an Vorstellungskraft aufbringen muss, um es für möglich halten zu können. Allerdings kann ich es mir leichter vorstellen, als das ein Mensch durch ein Virus getötet wird und dann als halblebender Leichnam herum läuft und Menschen fressen möchte.
Wer an der Geschichte interessiert ist, kann hier am Blog eine alte und nicht korrigierte Version lesen. Wer die neueste Version lesen möchte findet sie hier:

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Was bisher geschah

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Vor mehr als 14 Mrd. Jahren hat alles im Urknall angefangen. Man weiß nicht genau was passierte, aber man weiß ungefähr, wo das geschah und diesen Punkt im Universum, nennen wir Urknall. Von dort aus gehend dehnt sich Raum und Zeit aus. Mehr brauchen wir hier gar nicht wissen. Auch über der Entstehung der Erde und unserem Sonnensystem vor mehr als 4,5 Mrd. Jahren ist an dieser Stelle nicht viel zu sagen, außer, dass es im Hadaikum, also vor 4.600 bis 4.000 Millionen Jahren, bereits zu einer chemischen Evolution kam, welche die Voraussetzung für die spätere Biogenese war. Der genaue Zeitpunkt des ersten Auftretens von zellulärem Leben ist nicht bekannt, aber vor etwa 3,5 Milliarden Jahren gab es bereits Cyanobakterien.
Den Menschen gibt es im Vergleich dazu erst seit kurzem. Die ältesten Homos (lat. hŏmō „Mensch“), Gattung der Menschenaffen (Hominidae), lebten vor rund 2,5 bis 1,5 Millionen Jahren und den Homo Sapiens gibt es erst etwa seit 200.000 Jahren. Im Vergleich zu den Cyanobakterien könnte man sagen, seit gestern.

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Die frühesten Hochkulturen blühten vor etwa 6.000 Jahren auf und seither schuf sich Mensch leidenschaftlich gerne, viele Götter. Ja, bei den frühen Hochkulturen herrschte eine vielfältige, bunte Götterwelt, wobei jeder Gott, bzw. jede Göttin ein Spezialgebiet hatte. Egal, ob bei den Inkas, den alten Ägyptern, im antiken Griechenland oder bei den Römern, überall hatten die Menschen Götter, die unsterblich waren, außergewöhnliche Fähigkeiten hatten und mit menschlichen Fehlern behaftet waren.
Viel später, etwa vor 2000 Jahren, schuf man sich dann einen einzigen Gott, indem man nur mehr diesen einen zuließ und nur an ihn allein glauben durfte. Die monotheistischen Religionen setzen sich über Tod und Verderben und mittels grausamster Folter und Eroberung durch. Alles was nicht an den jeweiligen einzigen Gott glaubte wurde genau so ermordet, wie diejenigen, die ein wenig anderes an diesen einzigen Gott glauben wollten. Christliche und evangelische Herrscher wechselten ihre Religion ganz nach Bedarf, es wurde zu einem einzigen Machtkampf, der sich auch im Islam bei den Kriegen zwischen Schiiten und Sunniten zeigte. Es war von Beginn an nur ein Machtkampf und eine Methode, um das dumme Volk gefügig zu machen, um es ausbeuten zu können.

Erst um 2050 n. Chr. lösten sich die Religionen weltweit auf und kurz vor dieser Zeit begann diese Geschichte. Obwohl sich die Religionen eigentlich auflösten, war man ohne es zu ahnen gerade dabei, sich den Gott der 3. Generation, Helios, zu schaffen. Helios, der letzte Gott, der alles zerstören wird und somit alles wieder von vorne beginnen kann, von Urknall zu Urknall.

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Heliosis und der Zauberlehrling

Von Ferdinand Barth – Goethe’s Werke, Gemeinfrei, Link
Wer kennt die Ballade von Goethe, der Zauberlehrling, nicht? Manchmal kommt es mir so vor, als würde sie kein Mensch auf dieser Welt kennen, verstehen oder ernst nehmen. Ich bin zwar gewiss kein Goethe, aber ich habe ein ähnliches Motiv für meinen Science-Fiction Roman, Heliosis, wie Goethe eines für den Zauberlehrling hatte.
….
„Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.“ …..

Wir haben nicht auf Goethe gehört und wir haben keinen Meister, der den atomaren Restmüll beseitigt und wir haben keinen Meister, der uns vor dem möglichen mehrfachen Overkill der gesamten Menschheit durch einen Atomkrieg schützt.

Aber was tut wir dummen, lemmingartigen Menschen? Wir rufen neue Geister, die wir nicht beherrschen. Wir rufen die Gentechnologie und geben einigen Mächtigen das Saatgut für unsere Nutzpflanzen in die Hand, indem wir zulassen, dass sie es genetisch verändern. Wenn es aus dem Ruder läuft, wo ist dann der Meister der den Schaden beheben kann und die veränderten Gene in die Ecke schicken kann?

Ja, wir wollen eine KI (künstliche Intelligenz) und Hu-Bots die uns das Leben angenehmer machen und uns dienen. Einen Auto-Pilot und selbstfahrende Autos, selbsttätige Staubsauger, …. Wir geben immer mehr Verantwortung an die Maschine ab und werden täglich abhängiger von ihr. Die KI könnte unser Meister werden, aber sie wird sich dann nicht selbst in die Ecke schicken, sondern uns Menschen.

Genau davor warne ich die Menschen mit der Heliosis. Aber wer wird es hören? Niemand, denn man hat ja nicht einmal auf einen J. W. Goethe gehört, also kann ich nicht damit rechnen, dass auch nur ein einziger Mensch auf meine Warnung hört.

Dumm wie wir sind, freuen wir uns auch noch über jeden Schritt, der uns den Meister näher bringt. Doch wenn er vor euch steht (ich werde es vermutlich nicht mehr erleben), müsst ihr damit rechnen, dass er nicht wie ein Mensch reagieren wird, denn er wird keiner sein. Er wird nicht sich selbst, sondern euch in die Ecke schicken.

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Vorwort

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Dieses Buch versteht sich als Science-Fiction Roman. Es soll eine Warnung sein, denn moderne Technologie wird meiner Meinung nach nur dazu verwendet, um Gewinne zu erzielen und Macht zu erlangen. Aber leider nicht, um den Hunger und Durst auf der ganzen Welt zu bekämpfen und auch nicht für den Weltfrieden. Vorsicht liebe Menschen, rücksichtslose Gier kann sich rächen.

Als Heliosis bezeichne ich den Zeitraum von Urknall zu Urknall und dieses Buch.

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