Schlagwort-Archive: Google

Passwörter auf passwords.google.com

Willkommen in der schönen, neuen, sicheren Google-Welt.
Eigentlich lasse ich meine Passwörter von https://lastpass.com verwalten, aber jetzt brauchte ich schnell ein in Chrom gespeichertes Passwort und sah unter „Passwörter verwalten“ nach. Da bemerkte ich den Link, der wohl neu sein muss „Unter passwords.google.com können Sie auf all Ihre Passwörter zugreifen“.
Ich Dummerchen dachte, Chrom speichert die Passwörter lokal auf meinen Rechner. Das hätte ja gar nicht funktionieren können, da ich sie in jedem Chrom auf jeden Rechner zur Verfügung habe, sobald ich mich anmelde.
Es war also ohnehin schon klar, dass Google meine Passwörter in ihrer Cloud speichern, nur war es mir nicht bewusst. Gut jetzt ist es mir bewusst und ich kann immerhin über passwords.google.com auf alle meine Passwörter zugreifen. Ändern werde ich nichts daran, denn ich bin denen sowieso schon komplett ausgeliefert. Erfreulicher weise benötige ich für meine Wohnung noch keine Keycard oder eine Android-App mit dem Passwort auf Google gespeichert, sonst hätte ich immer Angst, dass sie mich eines Tages nicht in die Wohnung lassen, weil ich zum Beispiel für AdWords zuwenig ausgegeben habe oder Google plus eine Woche lang nicht nutzte.

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MS-Office Online ist für mich komplett unbrauchbar

ms officeDa ich ein Windows geschenkt bekam, installierte ich es neben meinem Ubuntu und Fedora. Ich kenne diverse Windows Versionen und auch MS-Office schon von den ersten Versionen an, also war es für mich nichts neues. Die MS-Politik, die zu Online Produkten drängt ist mir von Google und anderen großen Firmen bekannt. Am liebst würden sie den Kunden nur noch einen Zugang kaufen lassen und selbst alle Anwendungen (Aplications, also Aps, sagt man heute dazu) und Daten in ihrer Cloud hosten. Bei Google bekommt man das wenigstens noch quasi kostenlos, aber bei Microsoft natürlich nicht.
Normalerweise verwende ich Libre Office, aber nun hatte ich schon das neue Windows, also testete ich auch das neue Office von MS. Erfreulicher weise, gab es für das Office 365 ein Probemonat zum Testen. Das reichte mir auch vollkommen und nun könnte ich weiter mit der Online-Version arbeiten. Da ich gerade ein Problem mit einem Inhaltsverzeichnis eines längeren Dokumentes hatte, versuchte ich es mit dem neuen MS-Office Online. Das heißt ich wollte es versuchen, denn ob Sie es glauben oder nicht, aber ich fand kein Inhaltsverzeichnis. In der Hilfe erfuhr ich:

„Word Online behält ein bereits in Ihrem Dokument vorhandenes automatisches Inhaltsverzeichnis bei, es gibt jedoch noch keine Möglichkeit, eins hinzuzufügen.“

Also bitte das kann und darf doch nicht wahr sein. Was denken sich die bei MS eigentlich, dass ich ein Produkt kaufe, bei dem nicht einmal ein Inhaltsverzeichnis erstellt werden kann? Alles schließen und nichts wie weg von https://onedrive.live.com/ und https://stores.office.com/
googledoca
Ich gehe auf Goolgel Docs https://docs.google.com eröffne ein neues Dokument füge meinen Inhalt ein und füge ein Inhaltsverzeichnis hinzu. Wunderbar es hat funktioniert und Goolge verlangt nichts dafür und beschwert sich auch nicht darüber, dass ich mit Firefox auf Ubuntu unterwegs bin.
Bei Google kann ich die Dokumente in GoogleDrive ablegen, bei Microsoft im OneDrive. Von meinem Smartphone kann ich die Dateien und Bilder aber nur auf GoogleDrive automatisch hochladen. Wahrscheinlich würde das auch bei OneDrive möglich sein, aber ich will es gar nicht mehr wissen, Word Online hat mir schon gereicht.
google-doc-add-ons
Was ich bei GoogleDocs aber unbedingt noch lobend hervorheben möchte, sind die unzähligen add-ons. Fast für jeden Bedarf und Zweck gibt es da ein nützliches, kostenloses Tool.
zeichnungAuf Word Online habe ich vergeblich Standard-Formen gesucht. Vielleicht gibt es sie ja, aber auf GoogleDocs braucht man nur „hinzufügen –> Zeichnung“ wählen und schon ist alles da, was das Herz eines Schreibers begehrt.

MS Office war neben MS Exchange das Beste von Microsoft und nur deshalb habe ich ab und zu, bei verschiedenen Gelegenheiten, freiwillig Windows benutzt, aber die Zeiten sind vorbei. Wozu sollte ich das heute noch nutzen, um mir für ein Dokument von GoogleDocs ein Inhaltsverzeichnis erstellen zu lassen, damit das dann in meinem Word Online behalten wird? Nein, danke!

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ProxTube für Firefox, Google, Türkei, Meinungsfreiheit und Zensur

Unlängst habe ich mit YouTube Alternativen noch gemeint, dass eine Ländersperre doch kein Problem sein kann, weil die Betroffenen ja einen ausländischen Proxy benutzen könnten. Nun sehe ich gerade, dass dies heute nicht mehr nötig ist, mit ProxTube wird alles automatisch erledigt.
Naja, jedenfalls zeigt sich, dass ich mir genau zum richtigen Zeitpunkt Gedanken über Meinungsfreiheit und Google mache, denn so eindeutig, wie die EU das sieht, ist die Angelegenheit für mich nicht. Erdoğan ließ zwar auch Twitter sperren und die Argumentation ist wirklich sehr seltsam, aber wenn das türkische Verfassungsgericht beschließt, dass Videos zu löschen wären, woher nimmt sich Google dann das Recht, es nicht zu tun und woher nimmt sich die EU das Recht dagegen zu wettern. Ich kenne die Videos nicht und mir geht es eigentlich auch gar nicht um den Inhalt, sondern um das Prinzip. Gäbe es ein Video auf Youtube, dass der europäische Gerichtshof oder gar die Amerikaner gelöscht haben wollen, dann würde das vermutlich unverzüglich aus Gründen der Nationalen Sicherheit sofort gelöscht und derjenige, der es eingestellt hat, bekäme vielleicht sogar noch einen kostenlosen Sonderurlaub auf Guantanamo.

Siehe dazu auch:
EU-Kritik zum Trotz: YouTube bleibt in der Türkei offenbar gesperrt

Europas Außenminister wenden sich scharf gegen die Sperrung von Twitter und YouTube in der Türkei. So etwas dürfe in einem EU-Beitrittsland nicht passieren. Ein Gerichtsentscheid zur Freigabe des Videoportals wurde Medien zufolge zurückgezogen…..

Oberstes Gericht der Türkei – Twitter-Verbot für illegal erklärt

Das türkische Verfassungsgericht hat die von der Regierung verhängte Sperrung des Kurznachrichtendienstes Twitter für illegal erklärt. Das Verbot verstößt gegen Rechte der Bürger, urteilten die Richter….

Also in diesem Fall scheint mir wenigstens rechtlich alles klar und die Sperre, sollte dann aber auch sofort aufgehoben werden, es sei denn, die Türkei hat inzwischen eine andere Regierungsform.
YouTube bleibt in der Türkei offenbar gesperrt

Seit neun Tagen ist YouTube in der Türkei gesperrt. Ein Gericht hob das Verbot auf, macht jetzt allerdings einen Rückzieher. Die EU kritisiert unterdessen die Internet-Sperren scharf.

Was halten Sie von den aktuellen Internet-Sperren in der Türkei?

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Das darf nur Google

Kann sein, weil nur Google es kann.
Wie dem auch sei, jedenfalls liebt Google den Müll und bestimmt was recht und/oder schlecht bzw. gut und/oder unrecht ist.
Wer sich hier eine Recherche über Gesetzesübertretungen oder Klagen gegen Google erwartet, wird enttäuscht, denn ich schreibe mir heute nur zwei kleine einfache Beispiele aus meiner eigenen Erfahrung auf.
Ich betrieb von 2000 bis 2010 beruflich eine Internetanwendung und hatte dazu u. a. von 2000 bis 2006 mittels einem perl-script auch Müll aus dem Internet angesammelt. Es gab da Einträge von Fleischereien und Papierfabriken in einer Hotellistung und auch vier-, fünffache Einträge waren keine Seltenheit. Aber alles war automatisiert und ich hatte einige hunderttausend dynamische Seiten, die ich als statische ausgab. Täglich kamen etwa 10.000 verschiedene Besucher von Google, die ich dort hin lenken konnte, wo ich sie eben haben wollte. Dann wurde mir der Müll peinlich und ich richtete mein ganzes Augenmerk auf Datenpflege. Es gab dann zwar immer noch 10.000 – 20.000 Seiten, aber die Daten waren alle verifiziert und aktuell. Ich hatte endlich eine gute Qualität erreicht und rechnete dadurch mit noch mehr Zugriffen. Doch die sanken innerhalb von wenigen Tagen auf 300 bis 400 und so bleib es monatelang. Dann lies ich das Projekt auslaufen und kontrollierte die Zugriffe nicht mehr.
Hier auf diesem Blog hatte ich eine ungewollte Eintagsfliege unter den Notizen. Als kino.to gesperrt wurde schrieb ich einen Artikel „Alternativen zu movie2k und kino.to“ und mein Blog bekam plötzlich Performance-Probleme, weil ich tagelang einige tausende, auch bis zu 10.000 Zugriffe hatte. Mein Artikel landete in den Serps an Stelle 1, sogar vor den Portalen, die von mir gelisteten wurden und die Online-Streams oder Direktlinks auf solche anboten. Was geschah dann? Innerhalb von Tagen erhielt ich prompt eine Email von Google, dass meine AdSense-Einbindung gesperrt wurde, weil ich gegen die Richtlinien von Google verstoßen hätte. Der Artikel verschwand kurze Zeit überhaupt aus dem Index und ist jetzt veraltet, zerstört und wieder irgendwo im Index. Interessanter weise konnte man aber alle Seiten, auf die ich einen Link in dem Artikel setzte, mit Google finden. Nicht nur finden, sondern sie waren z.B. mit Suchbegriffen wie „online stream“ auf den ersten Seiten der Suchergebnisse von Google. Ok, sie müssen sich ja nicht an ihre eigenen Richtlinien halten, denn sie haben es offensichtlich seit langem nicht mehr nötig. Mich interessieren hier sowieso keine Zugriffe, aber ich halte es insofern für bedenklich, weil ich dadurch sah, dass man kein Vertrauen in die Inhalte der Suchergebnisse haben kann und sowieso jede Transparenz bei Google möglichst vermieden wird. Es ist unwesentlich, was Politiker oder Staaten in ihrem Rechtssystem festlegen, wenn Google z. B. befindet online-streaming ist verboten, dann findet kein einziger Mensch auch nur mehr einen einzigen Stream. Wenn Google z.B. aber meint es ist legal und toll, dann wird es gekauft, einverleibt und zu Geld gemacht.
Jahrelang habe ich auf viele Fragen geantwortet: „was fragst mich, tipp es doch in Google ein“, heute sage ich: „finger weg von Google, denken wir selbst nach“ und betreiben wir dann Recherche unter Nutzung von duckduckgo, denn die spionieren uns nicht aus.
Schadenfreude ist ja auch eine Freude und die kommt bei mir auf, wenn ich daran denke, dass Microsoft mit der Suche nie eine Chance gegen Google hatten, egal was auch immer sie versuchten und Google hat nie eine Chance gegen Facebook am Sektor Social Media. Und das sagt einer, der FB für eine riesige Müllhalde hält, aber trotzdem einen Account hat, weil eben fast jeder einen hat. So, heute habe ich mich schon über Google, FaceBook und WordPress ausgelassen und Twitter bleibt ausnahmsweise einmal verschont, das war aber eh schon oft genug dran.

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Ich googelte das Java-Orakel

Ich googelte das Java-Orakel (-Oracle) und es prophezeite mir: „Java Go to die“. Google hat sich Linux genommen, es aufs Handy gepackt, denn Linux ist das beste System, kann alles, läuft überall und kostet nichts. Dann nannte sie es Android und machte sich selbst zum root (sysadmin, Chef) auf über einer Milliarde Geräten, eben überall, wo Android läuft. Um auf dem Gerät der Zukunft Anwendungsprogramme laufen lassen zu können, ist die universellste, am weitesten verbreitetste Laufzeitumgebung und Programmiersprache Java ideal. Ruby wäre zwar z. B. auch frei und meiner Meinung nach in vielen Hinsichten wesentlich besser (effizienter, konsequentere OO, …) aber wo läuft schon Ruby? Die Verbreitung, Bibliotheken, Runtime Engines, … von Java sind gigantisch. Daher nimmt sich Google einfach Java und erstmals in der Geschichte von Java können die Java-Programmierer einpacken. Ihr Programm läuft nämlich nicht mehr auf Android und eine Portierung ist so aufwendig, dass man es besser gleich lässt. Nicht einmal dann ist Java auf Android verwendbar, wenn man sein eigenes Gerät hackt, um sich auf dem eigen Gerät (oder gehört es gar nicht mehr den offiziellen Besitzer) auch das Rootrecht zu nehmen. Alle Garantieansprüche usw. verliert man dadurch sowieso und nützen wird es auch nicht besonders viel, denn Google kann jederzeit immer alles auf ihrem Android machen und wenn sie dir das Konto sperren, dann kannst du vielleicht noch einen Notruf absetzten. Naja, was solls, Java wird Go, wie Linux Android wurde. Was noch nicht Google gehört und Google nicht haben will, muss wohl wertlos sein, sieht man von FB einmal ab. Mit ungeheurem Aufwand, Druck und Zwang will man uns zwar Google Plus aufzwingen, aber dabei haben sie wenig Erfolg. Mir ist Facebook zwar genau so unsympathisch wie Google +, aber von FB ist man wenigstens nicht total abhängig. Das Java-Orakel zuckte ein paar mal zusammen und starb seufzend: „Go Google Go“.

Schade, um die ungeheuren Leistungen der Java Entwickler, bald wird die Ergebnisse keiner mehr brauchen, denn man wird sie nur noch als Go erhalten und mit Erlaubnis von Google, eingeschränkt als user benützen dürfen.

Naja, natürlich gibt es auch für Android Alternativen, aber die „Android SDK“ als Alternative vorzustellen, wie ich es gerade in einem Artikel, mit dem Untertitel „Software für Android selbst entwickeln“, gelesen habe, grenzt an …. Egal, aber diese Genies sollen mir mit ihrer Android SDK einmal eine ordentliche Applikation programmieren, die offline funktioniert, also ohne auf die Google Server zugreifen zu müssen. Abgesehen davon wird man durch die SDK auch nicht zum root.
Die einzige echte Alternative, die für mich in Frage kommt ist CyanogenMod und dann sofort Java von Oracle installieren.

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