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Lieber Herr Kern, danke für die Warnung vor Ausgrenzung rechtspopulistischer Parteien!

Kanzler Kern befürchtet eine Ausgrenzung rechtspopulistischer Parteien. – © APA
Lieber Herr Kern, Ein Bundeskanzler sollte meiner Meinung nach in der „Heute, Österreich oder Bild-Zeitung“ keine Interviews geben, sondern sich ein seriöses Sprachrohr finden. Ihre Warnung habe ich zwar inhaltlich verstanden, aber meine Frage an Sie: „Kann man jemand, der die Mehrheit hat, ausgrenzen“? In Wirklichkeit kann sich doch höchstens die SPÖ selbst ausgrenzen und das macht sie seit Kreisky auch konsequent.
Ich bin zwar ein Grüner mit einem roten Neo-Herz, aber ich gebe die dumme und gefährliche Warnung gerne und dankend zurück:
Ihr sollt euch irgend wann einmal nicht mehr um die FPÖ kümmern, sondern um euch selbst, solange es euch noch gibt. Aber das scheint ihr ganz beharrlich nicht zu verstehen. Legt endlich ein soziales Programm vor, das für die Zukunft Sinn macht. Räumt euren Politsumpf der durch Skandale, Korruption und Freunderlwirtschaft gekennzeichnet ist endlich einmal auf und lasst euch alle sofort von der jungen SPÖ ablösen, oder ihr könnt euch in paar Jahren nicht einmal mehr selbst ausgrenzen. Und noch etwas Herr Bundeskanzler: „Besser gespalten, als rot-blau, also braun!“
Haben Sie in Geschichte gefehlt Herr Bundeskanzler, oder wollen Sie tatsächlich Sozialismus und Nationalismus neu vereinen? Also, wenn diese dumme und gefährliche Warnung nicht das endgültige Aus für die SPÖ war, dann möge ich zukünftig Politkasperl heißen.

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Ist Österreich ein Nazi-Land?

Für mich ist die politische Entwicklung in Österreich ein Albtraum. Mein Leben lang war „ein alter Nazi“, ein unglaublich abscheuliches Ungeheuer, das aber bedeutungslos war, weil es sich um ein paar Kumpel von Friedrich Peter handelte. Diese Ewiggestrigen stellten keine Gefahr dar, sondern die Gefahr ging von linksextremen Terroristen aus. In meiner Jugend hingen überall Fahndungsfoto von der Bader-Meinhofbande. Das waren gemeingefährliche, wahnsinnige, schießwütige Terroristen, hieß es.
Ich lernte in der Schule, dass es in Österreich, ausgenommen der paar Kumpel von Friedrich Peter keine Nazis und auch keine Neo-Nazis gibt. Ich fragte meinen Lehrer in Geschichte, wo denn die ganzen Leute wären, die Hitler beim Einmarsch, der wie ein Triumphzug aussah, bejubelten. Er meinte, dass dies eine übertriebene Darstellung sei und die Leute gezwungen waren mitzumachen, wollten sie überleben.
Ja, irgend so ein Großnazi (Göring, Himmler oder Göbbels) hat es nach dem Untergang und der vorläufig endgültigen Zerstörung des Dritten Reiches ja auch ganz deutlich gesagt.
Das Volk wollte es so, sie haben uns schließlich gewählt.
Das Volk konnte damals aber nicht wissen, was die NSDAP und Hitler vor hatten. Sie konnten nicht ahnen, dass es zum 2. Weltkrieg kommt, sie konnten nicht ahnen, dass Milionen von Juden und Regimgegner grausam ermordet werden, sie konnten nicht ahnen, dass der Holocaust bevorstand. Das konnten die Menschen nicht wissen, als sie die NSDAP wählten und Hitler zujubelten, weshalb die Aussage, das Volk hat es so gewollt, ein Paradezynismus ist, wie er nur von einem hochrangigen Nazi präsentiert werden konnte.
Nach der Zerstörung des Dritten Reiches und der Zerschlagung der Nazis, dem Verbotsgesetz 1947 war scheinbar jedem klar, so etwas kann bei uns nie wieder passieren.

Jetzt unterstützt beinahe die Hälfte der Österreicher die FPÖ. Sind sie deshalb Nazis? Ist die FPÖ eine Nazipartei? Sie wurde von echten, freiwilligen, sich bekennenden Nazis gegründet und 20 Jahre lang von echten, sich bekennenden Ex-Nazis geleitet. Auf Wikipedia lese ich zur Mitgliederzahl und Ausrichtung:
Ist Österreich ein Nazi-Land? weiterlesen

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Ist ganz Österreich wirklich blau, oder doch nur farblos?

Der Presseartikel „Der Tag, als Österreich blau wurde“ zwingt mich dazu, kurz aus Wikipedia zu zitieren und die Österreicher an ihre Vergangenheit zu erinnern.

Der Verband der Unabhängigen (VdU) war ein Zusammenschluss unterschiedlicher Interessengruppen: Neben vielen ehemaligen Nationalsozialisten, die 1945, bei der ersten Nationalratswahl nach dem Krieg, kein Wahlrecht besaßen, waren darin auch Anhänger der nicht mehr existenten Parteien Landbund und Großdeutsche Volkspartei, die ein „Drittes Lager“ neben den beiden großen Parteien der Sozialdemokraten (SPÖ) und der Christlich-Sozialen (ÖVP), anstrebte. Es kam zu Konflikten über die Ausrichtung der Partei, die zu Abspaltungen führten.
Nach mehreren Wahlniederlagen und internen Turbulenzen wurde die FPÖ in einer konstituierenden Sitzung am 3. November 1955[23] gegründet. Am 7. April 1956 fand der Gründungsparteitag in Wien-Josefstadt statt, dabei wurde als erster Parteiobmann Anton Reinthaller, ein ehemaliger SS-Brigadeführer, der von 1950 bis 1953 wegen nationalsozialistischer Betätigung als Schwerstbelasteter inhaftiert war, gewählt. Reinthaller, der der NSDAP schon vor dem „Anschluss“ Österreichs beigetreten war, 1938 die Funktion des NS-Landwirtschaftsministers im Anschlusskabinett Seyß-Inquart bekleidete und anschließend bis 1945 Reichstagsabgeordneter war, erklärte in seiner Antrittsrede: „Der nationale Gedanke bedeutet in seinem Wesen nichts anders als das Bekenntnis der Zugehörigkeit zum deutschen Volk.“ 1966 kam es in der Partei zu einem Konflikt, nachdem der damalige Parteiobmann Friedrich Peter eine Balance zwischen Nationalen und Liberalen Teilen der Partei herstellen wollte. Diese Bestrebung stieß auf Kritik von rechtsextremistischen, vor allem burschenschaftlichen Elementen in der Partei, in Folge kam es zur Abspaltung der Nationaldemokratischen Partei.[24]

Die FPÖ erreichte lange Jahre nur etwa 6 % der Wählerstimmen, weniger als ihr Vorgänger VdU. Sie wurde aber sowohl von SPÖ als auch ÖVP als mögliches „Zünglein an der Waage“ hofiert. 1970 unterstützte die FPÖ, damals unter Führung von Friedrich Peter, einem ehemaligen Waffen-SS-Obersturmführer, vorübergehend eine SPÖ-Minderheitsregierung. Bei der Nationalratswahl 1971 erreichte die SPÖ die absolute Mehrheit. Als Gegenleistung für die vorhergehende Unterstützung forcierte die SPÖ ein neues Wahlrecht, das kleinere Parteien weniger stark benachteiligte.

fpö

Soviel zur Geschichte, aus der die Österreicher anscheinend nichts lernen wollen. Meine Meinung zur aktuellen Situation habe ich bereits im vorigen Artikel „Für mich gibt es nichts Neues nach der BP-Wahl! Von welcher Sensation berichten die Medien da eigentlich?“ geäußert.

Manchmal kommt es mir so vor, als glaubten die jungen Leute von heute, Hitler war ein Popstar bei DSDS.

Da die jungen Österreicher laut PISA-Studien nicht nur in Geschichte ein Defizit aufweisen, sondern auch nicht lesen können, werden sich viele jetzt wieder fragen: „Na und? Was hat die FPÖ mit Hitler zu tun?“

Naja, liebe Leute, natürlich nichts und die NSDAP und SS waren Jurorengruppen bei DSDS oder Dancing Stars. Also keine Sorge und nur ja nicht nachdenken oder nachlesen, sondern einfach weiterhin den Populisten auf den Leim gehen und alles wird gut. 😡

Ja, wahrscheinlich sollte man nicht für Asylanten, sondern zuerst einmal für junge Österreicher, Nachhilfe in Deutsch, Geschichte und Politik organisieren, denn die wissen sicher nicht, was sie da eigentlich tun, in ihrer Verdrossenheit und mit ihrem Frust über die SPÖ und ÖVP.


Beitragsbild ist ein Screenshot des Presseartikels.

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Die Wahl ist vorbei, der Film geht weiter

Für mich hat der Wahlkampf und die Wahl ungefähr den Stellenwert, den die unterbrechende Werbung, während eines Films hat. Ein notwendiges Übel eben. Mich interessiert eigentlich nur die Arbeit zwischen den Wahlen und diese ist für die Grünen mit einem Plus belohnt worden. Erfreulich ist der Einzug der Neos, obwohl diese den Grünen sicher viele Stimmen gekostet haben und schockierend das Plus der Freiheitlichen. Naja, aber es wundert mich nicht, denn ich habe die Motivation einiger Wähler gehört. Der eine ist süß und der andere ist fesch. Solange Wahlberechtigte aus solchem Grund zur Wahl gehen, müssen wir froh sein, dass es überhaupt noch freie Wahlen gibt. Wenn die Grünen tatsächlich Erfolg haben wollen, müssen sie einen Top-Kandidaten aufstellen, der optisch den Vorstellungen der Groupies entspricht. Er braucht weder ein politisches Konzept kennen, noch muss er politisch gebildet sein oder politische Ziele haben. Süß oder fesch sein, würde schon reichen. Nichts gegen Eva Glawischnig, aber die Girlies bringt sie sicher nicht zum Kreischen und die haben eben auch eine nicht zu überhörende Stimme zu vergeben.
Aber ein kleiner, seriöser Erfolg ist mir ehrlich gesagt lieber, als ein Erdrutschsieg. Denn was benötigt dieser? Entweder außergewöhnliche Genialität, oder einen opportunistischen, geschwätzigen Scharlatan, der alles verkaufen kann und neben vielen Tricks und selbst gemachten Attraktionen auch noch Heimatgefühl im Angebot hat. Nein, danke. Ehrlich gesagt, bin ich froh, dass die Grünen auch im Wahlkampf seriös bleiben, denn die Stimmen, um die sich Strache und Stronach bemühten, bekommt man, je nach Wind, bzw. Trend, ohnehin zeitweise geschenkt.
Wie dem auch sei, der Spuk ist vorüber und jetzt wird es wieder interessant. Die Werbung ist vorbei, der Film geht weiter, wobei wir ab jetzt auch die Garantie für permanente, stronachsche Kabarett-Einlagen haben.

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Pony statt Strache – FPÖ Website gehackt

Das wäre sicher gut für die FPÖ, wenn sie das Pony zum Parteichef ernennen würden. Das zieht bei den Wählern bestimmt besser als Strache. 😉

Am Montag grüßte auf www.fpoe.at ein buntes Pony statt des Parteiobmanns Heinz-Christian Strache. Die Hacker um „Anonymous“ wollten die Partei bloßstellen. Die FPÖ erstattete Anzeige gegen die unbekannten Täter. ….

Lesen Sie weiter in der Presse auf FPÖ-Homepage: Pony statt Strache

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