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1.103.3 Datei-Management in Linux

lupus

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Aus dem Kapitel 1.103 GNU und Unix Kommandos
Prüfungskandidaten sollten in der Lage sein, die grundlegenden Unix Kommandos zum Kopieren und Verschieben von Dateien und Verzeichnissen zu benutzen. Dieses Lernziel beinhaltet das Durchführen fortgeschrittener Dateiverwaltungs-Operationen wie dem rekursiven Kopieren mehrerer Dateien, das rekursive Löschen von Verzeichnissen und das Verschieben von Dateien, deren Namen einem bestimmten Muster entsprechen. Dies beinhaltet das Benutzen einfacher und komplexerer Wildcard-Muster für das Bestimmen von Dateien sowie die Verwendung von find, um Dateien aufgrund von Typ, Größe oder Zeitstempel ausfindig zu machen und Operationen an ihnen durchzuführen.

Die wichtigsten Dateien, Bezeichnungen und Anwendungen:

* cp, find, mkdir, mv, ls, rm, rmdir, touch, File-Globbing (Suchmuster mit Wildcards), glob
Kommandos zum Umgang mit Dateien
Grundsätzlich stehen uns unter Linux die gleichen Programme zur Verfügung, wie unter jedem anderen textorientierten System. Wir können Dateien kopieren, verschieben (umbenennen) und löschen. Die jeweils notwendigen Kommandos sind cp (copy), mv (move) und rm (remove).

Im Gegensatz zu MSDOS Befehlen haben diese Linux/Unix-Befehle aber eine Eigenschaft, die nennenswert ist; sie können beliebig viele Dateien bearbeiten. Das heißt, es ist möglich mehrere Dateinamen anzugeben, die kopiert, verschoben oder gelöscht werden sollen.

Das bringt zumindestens beim kopieren und verschieben ein Problem mit sich, das so unter DOS nicht entsteht. DOS-Befehle zum kopieren und verschieben erlauben es, das Ziel der Operation wegzulassen. Fehlt das Ziel, so wird das aktuelle Verzeichnis als Ziel angenommen. Das ist bei Unix Befehlen nicht möglich, und zwar eben genau weil diese Befehle mehrere Dateien bearbeiten können. Dürften wir das Ziel weglassen, so wäre der Befehl, sofern ihm mehrere Dateien mitgegeben wurden, nicht in der Lage zu ermitteln, ob der letzte Parameter eine zu kopierende Datei sein soll oder das Zielverzeichnis… Trotzdem ist das leicht zu verschmerzen, heißt das aktuelle Verzeichnis doch einfach. Es reicht also, als letzten Parameter einen Punkt anzugeben, das ist nicht viel Mehraufwand.

Alle drei Befehle sind in der Lage, auch Verzeichnisse zu bearbeiten, cp und rm jedoch nur, wenn ihnen das mittels Kommandozeilenparameter mitgegeben wurde. Näheres dazu siehe unten unter dem Punkt „Rekursive Bearbeitung“.
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