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Chen Stil Formen

Ich übe in letzter Zeit so fleißig, dass ich kaum noch Zeit für Notizen finde, aber trotzdem muss ich die Artikel und Seiten für meine aktuellen Chen Stil Formen dringend neu organisieren. Leider habe ich mir mit dem sonst recht nützlichen Plugin für Serien ein heilloses Durcheinander geschaffen. Daher versuche ich es jetzt mit einer neuen Ordnung, wobei ich auf Serien verzichten werde. Lediglich die Seite „Chen Stil Formen“ soll als Überblick unter „Serien“ erhalten bleiben.

Für jede Form gibt es nun eine eigene Seite, auf der ich mir Notizen zu der jeweiligen Form mache und die einen Link zu dem Übersichtsartikel enthält:

  • 18 Bewegungen
  • 19 Bewegungen
  • 38 Bewegungen
  • Laojia Yi Lu (Alter Rahmen, Form 1)
  • einfacher Säbel

Im Übersichtsartikel für die jeweilige Form werden dann die einzelnen Figuren gelistet und verlinkt.

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Gedanke zu Chen Taijiquan

Der Stil ist mir ja noch ziemlich neu, aber allmählich finde ich auch in den Figuren die Gemeinsamkeiten mit dem Yang Stil. Die gleichen Prinzipien, aber aus einer anderen Perspektive und auch die Methode bei den Übungen hat andere Schwerpunkte. Die „Stehende Säule“ und die Seidenfandenübungen kennt man zwar auch im Yang Stil und in den Schulen, die sich stark am „Weißen Kranich“ orientieren, aber im Chen Stil sind es wirklich „die“ Grundlagen. An den Tagen, an denem ich TCC nach CMC und Huang Xingxian übe, gibt es kaum eine Übungseinheit ohne Betonung auf den „vertikalen Halbkreis“. An den Chen Tagen gibt es keine Übung ohne Seidenfadenprinzip. Fast während der ganzen 37er (Yang) From ist es überhaupt kein Problem für mich, immer ein leeres und ein volles Bein zu haben, aber bei der 19er (Chen) schaffe ich das überhaupt nicht, obwohl ich ohnehin schon höher stehe, als die anderen Übenden. Insgesamt wirkt sich der zweite Stil jedenfalls positiv aus. Ich finde einen neuen Zugang, zu bereits bekannten Prinzipien. Ich glaube, die für mich neuen Übungsmethoden bringen mich wieder einen Schritt weiter. Ich denke, dass der Chen Stil einen sehr hohen Übungswert für mich hat. Bei den Anwendendungen und im Tui Shou laufen die Stile aber ohnehin zusammen, kommt mir zumindest vor.
Ich könnte mir vorstellen, dass ich in ein paar Jahren Yang Stil vorwiegend zur Bewegungsmeditation und Chen Stil zum Verbessern der Beweglichkeit, zum Öffnen der Gelenke und Dehnen der Bänder und Muskeln verwende. Als Inhaltsverzeichnis für Anwendungen sind sie für mich gleichwertig, aber Anwendungen spielen bei meinem Niveau ohnehin kaum eine Rolle.
Zum Tanglangquan-Trainig merke ich mir an, dass ich mich dabei so richtig austoben kann. Das ist ein anstrengendes, schweißtreibendes Training, bei dem die Bewegungen zwar sehr ungewohnt für mich sind, aber trotzdem fasziniert mich diese Dynamik und es freut mich, wenn ich diese zusammen hängenden, kräftigen Bewegungsabläufe spüre, aber ich merke dabei auch genau, dass ich mich noch sehr lange nicht so bewegen können werde, wie ich es eigentlich möchte. Dazu ist mein Körper viel zu steif, zu schwach und träge. Das wird wohl noch ein paar Jahre dauern. 😉

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Chen Taijiquan Videos

Heute habe ich wieder ein paar interessante Videos gefunden:

Berlin scheint ja fast das Chenjiagou der Deutschen zu sein. 😉

Da ich nun auch die Säbelform des Chen Stiles begonnen habe, noch zwei Videos:

und

Ich verstehe nicht, wieso selbst Großmeister wie Chen Zhenglei solche Wackelteile verwenden, aber vielleicht finde ich den Grund hierfür auch noch heraus.

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Chen Taijiquan‐ und Qi Gong‐Workshop

mit „Großmeister Chen Shi Hong“ und Meister Paris Lainas.
Am Samstag fand dieser Workshop auf der Schmelz statt.
Zitiere aus dem Programm, siehe auch unter „aktuelles„:

Programm Teil 1 (10:00 – 13:00 Uhr):
• Qi Gong (auch zum neu lernen):
8 Brokatübungen, 13 Methoden des Taiji Qi Gong, ausgewählte Qi Gong‐Übungen
• Chen Taijiquan Grundübungen:
Säulestehen (Zhan Zhuang), Seidenfadenübungen (Chan Si Gong), Fajin (Schlagtechnik)
• Chen Taijiquan Formkorrekturen:
18 ‐, 19 ‐ und 38 Bewegungen, 1. Form im alten Rahmen, 2. Form im alten Rahmen, 1.
Form im neuen Rahmen, Fächer‐ und Schwertform
• Chen Taiji Waffenformkorrekturen:
Fächer‐ und Schwertform
Programm Teil 2 (15:00 – 18:30 Uhr):
• Chen Taijiquan Partnerübungen:
Tui Shou (schiebende Hände), Qi Na (Griff‐ und Hebeltechniken)

Für mich war es ein interessanter Tag, der mir wieder ein bisschen einen besseren Einblick in den Chen Stil ermöglichte. Es herrschte eine gute Stimmung und zu meinem Erstaunen waren auch sehr viele, wirklich nette Teilnehmer aus Tschechien anwesend. Paris Lainas vom Shu Jiàn kannte ich ja bereits und den freundlichen Großmeister Chen Shi Hong konnte ich bei dieser Gelegenheit kennen lernen. Nun habe ich auf YouTube gesucht und bin auch gleich fündig geworden mit „Chinese Wushu association Master Chen Shi Hong“ zeigt Chen Stil vom Feinsten:

Wie gesagt, insgesamt war es ein lehrreicher, netter und für mich auch etwas anstrengender Samstag, denn mit dem Chen Stil bin ich noch nicht so vertraut und als Anfänger x-mal die 18er Form mitmachen hat mich ganz schön gefordert. Ach ja, meine Töchterchen hat natürlich wieder in ein paar Stunden gelernt, wozu ich fast den ganzen Februar gebraucht habe. Allerdings ändert sich das gerade, dass ich abgesehen von gewissen allgemeinen Prinzipien vom Chen Stil keine Ahnung habe, denn Cheng Manching wird zwar vermutlich immer mein Favorit in jeder Hinsicht bleiben und ich werde nicht nur sein Taijiquan, sondern alles was er uns überliefert hat weiter studieren, aber es bleibt mir trotzdem ausreichend Freizeit, um auch den Chen Stil näher zu ergründen. Dazu finde ich in Wien ja erfreulicherweise ausgezeichnete Voraussetzungen.

Div. Weblinks:
China Culture
IFKUG
chen.at
Chinese Wushu (Martial Arts) Duan Wei Grading 2009
China Wushu Institut
wushu.com

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