Schlagwort-Archive: Atomenergie

Atomkraftwerke in Japan: Angst vor Supergau

Ich fasse mir hier meine Kommentare auf Yigg zum Artikel „Angst vor Kernschmelze: Notfall in zweitem japanischem Atomkraftwerk“ zusammen und denke dann noch einmal laut bzw. schriftlich in Form einer elektronischen Schmierzettelnotiz darüber nach.

Das war mein allererster Gedanke, als ich von dem Erdbeben hörte: „hoffentlich kein Supergau!“ Aber die gescheiten AKW-Befürworter werden es leider erst kapieren wenn es zu spät ist.

Angesichts dieser Tragödie kann ich eigentlich nicht mehr viel dazu sagen. Das Mitgefühl macht mich sprachlos, aber ich hoffe, dass es nicht zum allerschlimmsten Horrorszenario kommt und dass man zukünftig wenigstens in Erdbebenregionen keine AKWs mehr baut. Obwohl natürlich kein Erdbeben nötig ist, wie Tschernobyl gezeigt hat und statt dem World Trade Center hätte schon vor 10 Jahren das Ziel genau so gut ein AKW sein können. Etwas vergleichbares und noch schlimmeres kann jederzeit überall passieren wo es AKWs gibt! Seht euch doch einmal die Berechnungen und Vorhersagen der gekauften, unverantwortlichen Wissenschaftler an, die liefern doch jedes Ergebnis, wenn sie dafür nur genug Geld erhalten, oder gibt es AKWs jetzt schon länger als 10 000 Jahre? Man kann es nie so genau nehmen, dass ein AKW gerechtfertigt ist, meiner Meinung nach, solange es genügend Wind, Sonne, Wärme, Temeraturschwankungen, Gezeiten …. etc. gibt, die sich hervorragend für eine ökonomische, saubere, umweltfreundliche, arbeitsplatzbeschaffende Energiegewinnung (bzw. Umwandlung) eignen würden.

Naja, mein lieber @rocu wie soll es denn auch funktionieren, wenn wir das Geld für Spiele mit dem Tod und Gladiatoren der Formel 1 usw. ausgeben, je lauter, schneller, stinkender und gefährlicher um so sensationeller und besser – so wirds nix mit dem Funktioneren sinnvoller technischer Errungenschaften. Solange der „Wille zur Macht“ bei jedem einzelnen stärker ist, als alles andere, sind wir vielleicht einfach nicht reif für eine im Prinzip watscheneinfache, saubere, umweltfreundliche, ökonomische und ökologische Technologie. Zum Mond fliegen ja, in 0,nix auf 100 Sachen beschleunigen ja, Atome spalten ja, …. aber Wärmetauschpumpen, Solarzellen oder gar Windränder sind anscheindend viel zu kompliziert für uns Da stimmt doch etwas nicht, oder?

PS: Arbeit ist nötig? Na, schade, dass wir kein Problem mit Arbeitslosen haben, sonst hätten wir denen Arbeit beschaffen können. Da stimmt doch schon wieder etwas nicht. Ich sage dir – unsere Politik ist faul, da liegt der Hund begraben. Jeder schaut nur auf seine eigen Tasche, den eigenen, momentanen Vorteil ungeachtet welche Folgen das hat. Bei verantwortungsvollen Politikern und Wissenschaftlern gäbe es kein AKW auf dieser Welt, behaupte ich und wenn sie den Aufwand für alternative Energie und umweltfreundliche Systeme betrieben hätten, den sie für Atomkraftwerke, Atombomben und andere wahnwizige Waffen zum Massenmorden aufbringen, verfügten wir heute zumindest schon über bessere Akkus usw.

Es wird höchste Zeit, dass die moderne Kommunikationstechnologie für die Demokratie eingesetzt wird und das Volk die Macht bekommt. Dass die Menschen ihre Stimmen selbst gebrauchen, statt sie einer Partei oder einer Person zu geben, die dann damit die eigene Tasche füllt, statt sich um das Wohl der Wähler zu kümmern. In Österreich hätten wir uns damals damit nur Zwentendorf erspart, aber da war die Kommunikationstechnologie noch nicht so weit fortgeschritten – jetzt würden sich damit vielleicht viele Länder den Wahnsinn der permanenten Bedrohung von der Aulöschung ganzer Nationen oder überhaupt der halben Menschheit ersparen, denn echter, dauerhafter Fortschritt ist mit Sicherheit nicht nur primär eine Frage der Intelligenz, sondern immer noch lediglich eine primitive Frage der Macht (des Geldes).

Könnte wirklich das Volk bestimmen, könnte es kein AKW geben, denn wo sollte das gebaut werden? Also wenn ich das mitbestimmen kann, dann sicher nicht in meiner Umgebung und so werden die meisten Menschen denken.
Warum gibt es aber trotzdem welche, obwohl gleichzeitig Arbeitslosigkeit herrscht und unendlich viele nutzlose, häßliche, verwitternde Oberflächen von Bauten nur darauf warten mit Solarzellen überzogen zu werden ….? (ich will hier nicht schon wieder viele Möglichkeiten der alternativen Energieumwandlung aufzählen)
Weil manche damit viel Geld verdienen, ohne zu berücksichtigen, ob es eventuell Tausende oder gar Millionen Menschenleben kostet und vielleicht unendliches Leid beschert?

(560)

Kernkraftgegner verzögern Castortransport nach Gorleben

Einige Ereignisse des Protestwochenendes

Castor-Behälter

Castor-Behälter

Montag, 13.15 Uhr: Mehr als 1.200 Menschen sitzen auf der Straße vor dem Zwischenlager. Die Polizei beginnt zu räumen. Sie geht rücksichtslos und gewalttätig vor. Nach kurzer Zeit wird die Räumung unterbrochen, weil zu wenig Polizisten vor Ort sind.
Montag, 13.40 Uhr: Ein Kletterer kettet sich auf einem Hubwagen der Polizei an, von dem aus er geräumt werden sollte.
Montag, 13.50 Uhr: Die Polizei umstellt ganze Orte. Ausnahmezustand. Die Räumung vor dem Zwischenlager wird fortgesetzt.
Montag, 16.08 Uhr: Die Sitzblockade vor dem Zwischenlager in Gorleben ist nach 48 Stunden beendet Die Polizei ging ruppig vor. Die insgesamt mehr als 1.500 BlockiererInnen wurden mehr geschleift als getragen. Bei Quickborn stehen weiter Trecker auf der Straße. Die Lkw mit strahlender Last konnten noch nicht starten.
Montag, 17.11 Uhr: Die Polizei holt die letzten Kletterer von Robin Wood aus den Bäumen über der Straße ins Zwischenlager Gorleben.
Montag, 22.13 Uhr: Erst jetzt gelingt es der Polizei, den letzten Blockierer aus der Betonpyramide zu entfernen. Acht Mitglieder der bäuerlichen Notgemeinschaft hatten sich angekettet.
Montag, 23.03 Uhr: Der letzte Trecker wird in Quickborn von der Straße gezogen.
Montag, 23.15 Uhr: Die Lkw-Kolonne startet und nimmt die Südstrecke über Splietau.
Dienstag, 0.25 Uhr: Der Zug kommt im Zwischenlager an. 20 Stunden später als von der Polizei geplant.

Auf Wikinews liest man dazu:
Tausende Demonstranten behinderten den elften Transport hochradioaktiven Abfalls in so genannten Castoren in das zentrale Zwischenlager für atomare Abfälle in Gorleben. Damit wurde der Zeitplan für den Transport erheblich verzögert. Ursprünglich war die Ankunft für den heutigen Montagmorgen geplant. Am Abend war der Transport jedoch immer noch nicht am Ziel eingetroffen.

Auf der Straße zum Zwischenlager veranstalteten friedliche Demonstranten seit Samstag eine Sitzblockade. Die Polizei …
Den aktuellen Originalartikel dazu lesen auf Kernkraftgegner verzögern den Zeitplan eines Castortransports ins Zwischenlager Gorleben

Castor ist das Akronym für „cask for storage and transport of radioactive material“, also „Behälter für Lagerung und Transport radioaktiven Materials“. Castor-Behälter sind Spezialbehälter zur Lagerung und zum Transport hochradioaktiver Materialien, zum Beispiel von Brennelementen oder hochradioaktiven Abfallprodukten aus der Wiederaufarbeitung.

Strahlkraft für den Wahlkampf

titelt die TAZ und schreibt:
Kernkraftgegner verzögern Castortransport nach Gorleben weiterlesen

(497)

Aufbruch ins Solarzeitalter

Endlich wurde ich mit dem neuen Konzept „Die grüne Energiewende“ fündig. Genau so stelle ich mir die Entwicklung vor. Österreich zeigt es den Nachbarstaaten schon lange, dass wir auf Atomenergie verzichten können und trotzdem eine helle Birne behalten, aber nun wird es wirklich Zeit, dass alternative Energiequellen gefördert werden.

Dazu empfehle ich Das Energiewende-Programm (Sept. 2006) (PDF, 3.2 MB). Darin finden Sie: „Raus aus Öl und Atom – Rein in neue Energien“ und „Das Energie- und Klimaschutzprogramm der Grünen“.

Zitat aus dem Vorwort:
Energiepolitik ist in den letzten Monaten wieder ins Zentrum der politischen Aufmerksamkeit gerückt. Das ist gut so, denn unsere Welt steht vor einer schweren Energiekrise, wenn nicht rasch ein Kurswechsel vollzogen wird.
Der Ölpreis klettert Monat für Monat auf eine neues Rekordniveau. Aufstrebende Wirtschaftsmächte wie China und Indien und die brisante Situation in geopolitischen Krisenregionen wie beispielsweise im Nahen Osten heizen die Preisspirale weiter an. Die Gaskrise zwischen Russland und der Ukraine hat gezeigt, wie gefährlich die hohe Abhängigkeit Europas von russischem Erdgas ist.
Das Klima spielt zunehmend verrückt, der Klimawandel ist mittlerweile eine unbestrittene Tatsache. Die Häufung von Überschwemmungen, verheerenden Hurrikans und Hitzeperioden ist der Anfang einer globalen Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes, die auf die Menschheit zukommt, wenn es nicht gelingt die Erderwärmung zu stoppen. …

(398)