Archiv der Kategorie: C.M. 37

Yang und CMC Stil

Yang Stil Formen
Lange Form (in Arbeit; ist erst abgeschlossen, wenn es für jede Figur (Bild) einen Link zu einem eigenen Artikel gibt)

Moderne Formen

37er Form im Yang Style nach Cheng Man Ching
24er Peking Form

Obwohl ich in der Kategorisierung den Stil von Zheng Manqing (Cheng Man-ch’ing bzw. Cheng Man Ching; kurz CMC) zum „moderne Stile“ rechne, weil die Yang Familie den Stil offiziell nicht als Yang Stil anerkennt, fasse ich diese zwei Stile trotzdem zusammen. Erstens weil CMC immerhin ein Schüler von Yang Chengfu war und zweitens stammt die Kurzform von der 108er Yang Stil Langform ab. Inzwichen hat die Yang Familie zwar eine eigene Kurzform entwickelt, aber CMC hat angeblich großen Wert auf die Einhaltung der Yang Stil Prinzipien und auf die Überprüfbarkeit der Fähigkeitne mittels Tuishou gelegt. Ich schätze mich glücklich, dass ich als erste Form gleich diese Kurzform von einem hervorragenden Lehrer (Nikolaus Deistler) im Shambhala lernen durfte. Dort fühlt man sich dem Meister Huang Xingxian verpflichtet und ich darf aus der Seite Taijiquan ist eine Lebens- und Kampfkunst zitieren:

….. Um das alles umzusetzen aktivieren wir den „Herzgeist&“(Xin) oder das „Tiefenbewusstsein“ das Geheimnis jeder höheren Kampfkunst. Im Shambhala sind wir dem System von Meister Huang Xingxian (1910-1992) verpflichtet. Dieses System besteht im Grunde aus drei verschiedenen Stilen. Während seiner Jugend lernte Huang das Baihequan, den daoistischen Stil des weißen Kranichs seiner Heimat Fujian, gemeinsam mit dem Luohanstil, einem sehr alten Shaolinstil. Später erlernte er Taijiquan von Zheng Manqing. Huang Xingxian verstand es, alle drei Stile zu einem einzigartigen System zusammenzufügen und so neue Synergien zu nutzen….

Zurück kommend zu CMC zitiere ich gleich noch aus noname taiji von Patrick Kelly, der da schreibt:

Yang Cheng-Fu developed the Yang Style Slow Form. Cheng Man-Ching created the Yang Short Form, and shifted the emphasis from fighting to internal harmonisation. Master Huang Xingxian created the Five Loosening Exercises, systematised 18 patterns of pushing-hands, and included the Sanfeng Quaiquan (Quick Fist) – a fighting fast form with ancient roots. While pupils under Master Huang’s direction, we learnt and taught his system. Now, the training system we teach arises from our own individual understanding…

Weblinks:

Ich führe hier nur Formen an, die ich selbst übe. Derzeit sind hier unter „erweiterten“ Yang Stil also folgende aufzulisten: 

  • 37er Kurzform nach Zheng Manqing bzw. Meister Huang Xingxian
  • 103er Langform
  • Säbelform (70 Figuren)

Die Pekingform, bzw. dieses Video

hat mich zwar zu Taijiquan gebracht, aber schon nach kurzer Beschäftigung mit Taijiquan wandte ich mich von dieser Form ab. Ich übe sie nicht und beschäftige mich auch nicht weiter damit, obwohl sie natürlich auch hervorragend dargeboten werden kann, wie man am Video oben sieht. Worauf ich hier näher eingehen möchte sieht man ja im Menü rechts, daher erwähne ich nur noch, dass die 42er, 48er, Kombinations- und Wushuformen für mich, zumindest momentan, nicht weiter Gegenstand näherer Betrachtung sind. Für mich sind sie trotzdem wunderbar anzusehen, daher binde ich noch zwei meiner Lieblingsvideos ein, die ich sehr gerne sehe. Mit „meinem“ Taijiquan haben sie, vom choreografischen Ablauf und den Figuren abgesehen, nicht viel gemeinsam.

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Übe Tui Shou als ob niemand da wäre, übe die Form als ob jemand da wäre

sind die einleitenden Worte von Cheng Manching zum 30sten Kapitel. Ich habe die Form in meiner Vorstellung schon unter vielen Aspekten geübt, in Beton, in Wasser, auf einem Felsvorsprung, sogar am Mond und schnell, langsam, tief und hoch, von der der hintern Ferse im negativen vertikalen Halbkreis und vom hinteren Zehenballen im hohen, schnellen positiven vertikalen Halbkreis, aber noch nie, als ob jemand da wäre. Morgen versuche ich sie extrem langsam, obwohl dadurch Komponenten der Elastizität verloren gehen, als Inhaltsverzeichnis für Anwendungen und als ob jemand da wäre. Besonders interessant sind aber die Beschreibungen hinsichtlich Tui Shou, denn bis jetzt habe ich meistens versucht die Intension und Energie des Partners zu spüren und ihr zu folgen, um im günstigsten Fall mich bei einem push passiv in den Boden pressen zu lassen, damit sich meine elastischen Bänder, Sehnen, Muskeln und Bindegewebsanteile gespannt werden und falls mein Patner dabei instabil wurde, schnalzte diese Energie ohne mein Zutun zurück. Meist gelingt es mir aber nicht, weil ich leider immer noch automatisch dagegen und hoch gehe, sobald ich einen Druck spüre.
So tun als ob niemand da wäre, ist eine ganz neue Vorstellung für mich, die ich aber in der Praxis sicher noch nicht umsetzen kann.
Zitat aus Kapitel 30:

Aber ein wirklicher Taiji-Kampfkünstler ist wie ein Geist versuche ihn zu stoßen; Er ist nicht da; aber seiner von innen heraus wirkenden Kraft kann man bnichts entgegensetzen. Damit sich diese Energie manifestieren kann, muß man üben, als ob man ein Geist wäre. Die Kraft des Gegners kommt auf dich zu, und du kannst keinen Widerstand leisten – es sollen sich nicht mehr als vier Unzen Druck aufbauen – du darfst gar nicht anwesend sein. Wenn das nun bedeutet, dass du weggestoßen wirst – und es ist so gut wie sicher, dass dir das in den ersten Jahren immer wieder geschehen wird, wirst du mit dieser Kraft mitgehen, ihr nachgeben. Dabei wirst du nichts verlieren, höchstens deinen hohlen Stolz. Wenn du gewissenhaft und fleißigbist, wird die sich entwickelnde Sanftheit und Nachgibigkeit zu deiner zweiten Natur werden; dann hast du eine wirkliche Umwandlung durchgemacht. Der Gegner wird bei dir weder auf Widerstand treffen, noch eine von dir ausgehende Kraft auf seinen Körper fühlen können; nur das Ergebnis wird ihm offenbar, während er weggeschleudert wird … Du wirst die Methode verstanden haben und dich darüber wundern, dass du Tuishou praktizierst, als ob niemand da wäre.“

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Taijiquan Anwendungen aus der 37er Form

Ich dacht ich hätte das Video schon einmal eingestellt, finde es aber leider nicht mehr, daher nun mit den richtigen „tags“ und in der richtigen Kategorie noch einmal:

Cheng Man-ch’ing’s 37 form application

bzw.
Taiji 37 movement form applications II
http://www.youtube.com/watch?v=GII5YGgbsyM

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Huang Xing Xian Yang Style 37

黄性贤三十七势杨式太极拳(上)- 蔡宝珠

Das hatte ich ganz übersehen, da gibt es ja sogar einen nützlichen englischen Untertitel.

Teil 2:

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37) Den Bogen spannen, auf den Tiger schießen

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Zurück zur 37er Form im Yang Style nach Cheng Man Ching.

Ist die letzte neue Figur der Kurzform, dann kommen nur noch Wiederholungen. Nachdem nach dem Lotus-Kick das Gewicht auf den hinteren linken Fuß gebracht worden ist und der rechte Arm dabei zurück geschwungen war, kommt der rechte Arm mit einer Körperdrehung nach vor. Dabei steigt der rechte abgewinkelte Arm hoch als würde er die Sehne des Bogens halten und der linke Arm hält sozusagen den Bogen.
Es folgen zum Abschluss die Wiederholungen:
„Schritt vorwärts, ableiten, umlenken und mit der Faust stoßen“
„Als ob man eine Tür verschließt“
„Hände kreuzen“ und „Beenden“.
So und nun ab auf die Wiese und üben.

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